Liebe Anansie0815
Meine Eltern waren auch immer Berufstätig, meine Mutter hat allerdings "nur" 50% gearbeitet. Wenn sie nicht da war, war ich entweder bei einer Tagesmutter oder im Hort.
Der Kindergarten/Schule bzw. die Betreuung wussten von der Krankheit. Sie liessen mich alles machen was ich wollte, doch ich konnte sagen, wenn es mir zu viel wurde (was ich zwar nicht tat, weil ich auch alles machen wollte wie die anderen. Ich habe es zwar später immer bereut, aber trotzdem nicht dazugelernt. ;-)
Ich fand die Situation so super. Gerade auch, weil ich selber entscheiden konnte, was ich machen möchte und so eine mehr oder weniger normale Kindheit hatte. Für meine Mutter war die Arbeit als Ausgleich zu allem auch sehr gut. So war sie entspannter und konnte sich um mich und meinen Bruder gut kümmern. Sie sagt auch heute noch, dass das für sie sehr wichtig war, auch wieder den Kontakt zu anderen Erwachsenen, mit denen sie sich auch mal austauschen konnte oder einfach darüber reden. Ausserdem hatte sie einen tollen Chef und sogenannte Gleitzeiten. Sie konnte also mehr oder weniger kommen und gehen, wie sie wollte. Sie hatte zwar eigentlich feste Tage, doch wenn etwas war, wie z.B. Arzt oder so, konnte sie jeweils frei nehmen oder den Tag wechseln.
Liebe Grüsse
Hexli