Hallo Amulan,
danke für deinen kritischen Beitrag.
Ich glaube man sollte unterscheiden zwischen einer akuten Krankheit (praktisch einem Notfall) und einer chronischen Krankheit:
Bei einer akuten Krankheit hat die Schulmedizin selbstverständlich ihre Berechtigung und Notwendigkeit.
Bei einer chronischen Krankheit sollte man aber doch auch über Alternativen nachdenken und Verschiedenes ausprobieren, um von der Dauereinnahme der chem. Medikamente evtl. wieder wegkommen zu können.
Auch aus dem Grund, weil es z.T. heftige Nebenwirkungen gibt.
Und man muss ja auch nicht immer gleich ganz viel Geld dafür ausgeben, sondern kann es auch mit Kräutern, die man selbst sammeln kann, versuchen (als Begleittherapie) oder mit einer Ernährungsumstellung oder mit sonstigen neuen gesunden Gewohnheiten...
Selbstverständlich kann auch eine chronische Krankheit wieder akut werden, wie bei cP mit einem Schub. Dann ist evtl. die Schulmedizin wieder notwendig.
Zu dem Thema hab ich im Internet eine gute Website von einen Schulmediziner, der auch Naturheilkunde praktiziert gefunden. Die Adresse:
www.dr-kroiss.at
Da kannst du dich informieren, wenn du Interesse hast.
Mir ist eben noch was eingefallen:
Es gab sogar im Mittelalter schon Leute, die die Pest dank natürlicher Heilmittel überlebt haben. Ich zitiere aus dem Buch: "Die Natur hat immer recht" von Maurice Mességué (s.130f):
"Während der großen Pestwelle in den dreißiger Jahren des 17. Jahrhunderts in Toulouse sollen angeblich vier Diebe die Häuser der Pestkranken geplündert und die Sterbenden und die Toten ausgeraubt haben.
Trotz des Risikos, das sie eingingen, fielen sie der Seuche
nicht zum Opfer. Schließlich wurden sie zwar doch erwischt, nicht aber von der Krankheit, sondern von der Obrigkeit.
Offiziell zum Tode verurteilt, versprach man ihnen jedoch das Leben, falls sie bereit wären, die Ingredienzen dieser geheimnisvollen Flüssigkeit preiszugeben, mit der sie sich eingerieben hatten, um immun zu sein.
Vielleicht konnte man dadurch Tausende von Leben retten? Die vier Diebe enthüllten ihr Geheimnis. In den Archiven von Toulouse kann man das alles nachlesen.
Sie hatten sich den ganzen Körper mit einem Essig eingerieben, in dem Thymian und Salbei, Lavendel, Rosmarin, und viele andere aromatische Kräuter eingeweicht worden waren.
Sie wußten allerdings nicht, was uns heute bekannt ist, dass nämlich all diese Pflanzen keimtötend wirken.
Ein Jahrhundert später überfiel eine andere Pestepidemie Marseille, und wieder waren es Leichenschänder, die unter gleichen Umständen ein anderes Essigrezept verrieten, das dem ersten sehr ähnlich, jedoch vollständiger war.
Die Pflanzenhändler von Marseille benutzten diese Rezepte zur Bereitung von Essenzen und fügten noch Knoblauch hinzu, der bei den Marseillern so beliebt ist und seit der Antike als bestes Antiseptikum gilt. Wahrscheinlich mischten sie auch noch weitere Ingredienzen bei, die damals in Mode waren.
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts fand sich der "Essig der vier Diebe" im Arzneibuch der Pharmazeuten.
Inzwischen war er allerdings ein Produkt der Gewürzhändler geworden, und M. Maille, Essigdestillateur , stellte ihn nach einem von den Räubern inspirierten Rezept her, den er aufgrund seiner Techniken als staatlich zugelassener Essigfabrikant noch gewisse Verbesserungen zufügte. Er empfahl ihn zum Einreiben der Schläfen und als Getränk -ein Teelöffel auf ein Glas Wasser auf nüchternen Magen- vor Krankenbesuchen."
Auch der sogenannte Schwedenbitter war eine Naturmedizin zu Zeiten der Pest und Pocken im späten Mittelalter und es gibt ihn sogar jetzt noch in der Apotheke zu kaufen.
Das Rezept wurde nach dem Tode des berühmten schwedischen Arztes, des Rektors der Medizin, Dr. Samst, unter seinen Schriften gefunden. Dr. Samst verunglückte beim Reiten in seinem 104.Lebensjahr. Seine Eltern und Großeltern hatten ebenfalls ein patriarchalisches Alter erreicht.
Nachzulesen in "Gesundheit aus der Apotheke Gottes" von Maria Treben.
Dies zu deinem Einwand zu Pest und Pocken.
Erstens wusste damals nicht jeder davon.
Zweitens waren auch manche, die davon wussten, skeptisch und haben es deshalb gar nicht erst ausprobiert.
Heutzutage ist es nicht anders.
Herzliche Grüße
Schwalbenkraut
