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Wie ist eine Schwangerschaft mit Rheuma möglich?

Dieses Thema im Forum "Rheuma und Schwangerschaft" wurde erstellt von Kleiner_Pedobär, 1. Mai 2016.

  1. Kleiner_Pedobär

    Kleiner_Pedobär Neues Mitglied

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    Hallo, ich plane zur Zeit keine Schwangerschaft (bin erst 15 Jahre alt, das wäre ja ein bisschen früh.) Ich habe die Diagnose mit 3 Jahren bekommen.

    Aber in meinem Alter macht man sich eben oft Gedanken über die Zukunft. Und dazu gehören eben auch Kinder.

    Ich nehme zur Zeit Cortison, Methotrexat und RoActemra. Bei diesen Medikamenten empfiehlt es sich nicht, schwanger zu werden. Ich denke nicht, dass ich später viele Medikamente absetzen kann, da mein Rheuma eben relativ aggressiv ist. Also stellt sich mir die Frage, wie ich schwanger werden kann, ohne dass mein Kind Schäden hat. Gibt es Ersatzmedikament für die Schwangerschaft oder so?

    Meine zweite Frage ist, ob es wahrscheinlich ist, dass mein Kind auch Rheuma hat. Ich will das irgendwie nicht verantworten und es würde auch noch mehr Stress für alle bedeuten.. Naja aber letztendlich hat man ja immer ein Risiko auf eine Behinderung. Wie wahrscheinlich ist es ungefähr, dass das Kind auch Rheuma hat? :vb_confused:

    Danke fürs durchlesen!:pinkietoo:
     
  2. Nutella

    Nutella Mitglied

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    frag 10 ärzte... dann bekommst du 10 Meinungen...

    ich habe mal gelesen das gewisse Rheumaformen vererbbar sind.. und wenn man seinen Familienstammbaum anschaut und nachforscht wäre es ersichtlich das man einen risikofaktor hat......

    wir haben uns zb bewusst gegen ein Kind entschieden.....

    aber dazu fragst du am besten deinen rheumatologen
     
  3. Kleiner_Pedobär

    Kleiner_Pedobär Neues Mitglied

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    Erstens, leckerer Name! Zweitens, ich bin die erste in meiner Familie, die Rheuma hat und somit kann ich da nicht viel machen. Trozdem danke für deine Antwort! Ich werde mich bei meinem Rheumatologen erkundigen.
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,

    Ich kann dir da nur eine Lektüre empfehlen, von Frau Prof.Gromnica-Ihle die sich mit diesem Thema ausgiebig befasst hat.
    Sie praktiziert nicht mehr, steht aber der Rheuma Liga vor und ist viel unterwegs zu Vorträgen und Fortbildungen.

    http://dgrh.de/?id=2015
    http://www.pharmazeutische-zeitung.de/index.php?id=2224


    Hier auf R-O sind auch einige die Babies bekommen haben.

    LG Kukana
     
  5. moi66

    moi66 Aktives Mitglied

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    Hallo Pedo-Bär,
    ich finde, das ist eine sehr persönliche Entscheidung - aber ich finde es wichtig, dass es eine bewusste Entscheidung ist.
    Toll, dass Du Dich frühzeitig damit auseinander setzt. Aber bevor Du Dich jetzt verrückt machst, denk doch mal, wie viel in der Medizin passiert innerhalb von wenigen Jahren. Ich würde Dir gefühlt jetzt mal ein Zeitfenster von mindestens 20 Jahren geben, bevor die endgültige Entscheidung Kind ja/nein fallen sollte - und dann muss Dein Partner ja auch mit entscheiden.
    Bis dahin kann noch viel passieren.
    Für mich ganz persönlich muss ich sagen, dass ich mich mit dem Wissen von heute wohl eher gegen ein Kind entschieden hätte, da sich in meiner Familie doch ein ausgeprägter Hang zu Autoimmunerkrankungen zeigt. Wir haben das nur nicht früher realisiert.
    Aber andere mit ähnlichem Hintergrund haben bewusst anders entschieden - da gibt's kein Richtig oder Falsch, da gilt es nur, wenn die Zeit für einen Kinderwunsch da ist, den richtigen Facharzt / die richtige Fachärztin zu finden.
    Liebe Grüße
    Moi
     
  6. Quietschie

    Quietschie Mitglied

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    Hallo!
    Ich finde es auch verständlich, dass du dich in deinem Alter schon damit beschäftigst, ob eine Schwangerschaft später in Frage kommen kann oder eben nicht. Ich wollte einfach noch eine positiv Stimme dazu geben: Ja, es ist möglich, trotz Rheuma und Medikamenten in der Schwangerschaft und Stillzeit. Eine meiner zwei Mäuse ( Zwillinge) sitzt gerade neben mir, gesund und munter. ( Zu munter für diese Uhrzeit...) Ich habe es noch keinen Tag bereut!
    Aber wie meine Vorredner schon sagten ob Kind ja oder nein, ist eine persönliche Entscheidung, die auch nicht kronisch Kranke treffen müssen. Bei uns ist einfach nur etwas mehr zu beachten und mit Ärzten abzusprechen. Aber darum brauchst du dir jetzt noch keinen Kopf zu machen, das reicht in 10 Jahren.
    Was die Verantwortung bzgl. vererbbarer Krankheiten betrifft: Mich würde es nicht geben, meine Kinder damit auch nicht wenn meine Eltern so gedacht hätten ( beide eine chron. Erkrankung, beide kein Rheuma). Ich mag mein Leben, ich bin froh darüber, dass sie sich für Kinder entschieden haben.
    Lg Quietschie
     
    #6 30. Juni 2016
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 30. Juni 2016
  7. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Bekanntes Mitglied

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    Liebe Quietschie,

    ich möchte Dir danken für Deinen durch und durch lebensfrohen, mutmachenden und erfrischenden Beitrag :top:
    In der Sache ist es tatsächlich genau so, wie Du es sagst - es gibt kein "richtig" oder "falsch", sondern allenfalls einen individuellen Trend dazu (führt zu weit).

    Mich selbst betrifft die Frage nicht mehr, da mein Kind fast 26 ist. Trotzdem begegne ich dieser Frage oft und habe - wie kukana oben schon sagte - schon eine beträchtliche Zahl pumperlgesund geborener Kinder von Rheumabetroffenen gesehen.
    In meiner Familie war umgekehrt vor mir niemand mit Rheuma - einer ist immer die oder der Erste.

    Dir wünsche ich viel Glück mit Deinen Zwieblingen :D (so sagte meine Nichte immer....)


    @Pedo-Bär

    Für später (wenn denn eine derartige Entscheidung mal ansteht) wünsche ich Dir alles Liebe und eine dann hoffentlich ganz schweigsame Erkrankung :)
     
  8. Franzi1987

    Franzi1987 Mitglied

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    vererbung

    Hallo Pedo-Baer,

    also bei mir in der Familie ist Rheuma sehr praesent, allerdings nur bei Frauen. Alle Maenner der Familie sind gesund. Ich habe einen Kinderwunsch und wir werden auch in zwei Monaten aufhoeren zu verhueten.:D:top: Es gibt Rheumatologen, die sich auch gut mit der Thematik auskennen. Ich selbst gehe zu der Spezialsprechstunde von Fr. Dr. Backhaus in Berlin Weissensee. Diese ist extra fuer junge Rheumatikerinnen mit Kinderwunsch. Das Risiko der Vererbung ist mir bewusst, allerdings kann es auch gesund werden und bleiben. Wie von anderen bereits erwaehnt, ist auch der medizinische Fortschritt zu beachten. Ich denke, dass bereits in ein paar Jahren viel mehr erreicht werden kann, als heute eh schon.

    Liebe Gruesse:p
     
    Anna_Berlin gefällt das.
  9. IngaS

    IngaS Neues Mitglied

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    Ich bin voll mit den Worten einverstanden-wie jede Lösung ist diese zu persönlich-Kinder!!Sie müssen allein Ihren Arzt und Ihre Gedanken hören!!
     
    #9 17. Oktober 2016
    Zuletzt bearbeitet: 18. Oktober 2016
  10. Rheumaleben

    Rheumaleben Neues Mitglied

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    Hallo Zusammen,

    auch ich denke oft über dieses Thema nach. Ich bin 21 Jahre und mit Ende 20 möchte ich auch gerne ein Kind haben.
    Hey, warum sollte das nicht möglich sein? Das wichtigste ist meiner Meinung nach das man sich es zu traut und genug Unterstützung hat. Unterstützung nicht nur vom Partner, Freunde und Familie sondern auch durch den Rheumatologen
    der einen gut durch die Schwangerschaft begleitet und eine geeignete Therapie findet.

    Mir wurde immer gesagt Rheuma ist nicht vererbbar, man hat nur gewisse Anlagen dafür es schneller zu bekommen als
    andere. Aber ist unser Leben nur wegen Rheuma nicht mehr lebenswert? DOCH natürlich und warum sollten wir
    dann nicht einem Kind ein Leben schenken nur weil es ggf. eingeschänkter ist? Heut zu Tage lässt sich doch mit Rheuma
    schon viel besser leben und wer weiß was mit der Medizin sonst noch in den nächsten Jahren passiert.

    POSITIV DENKEN UND ALLES DAS MACHEN WAS MAN AUCH MACHEN WÜRDE WENN MAN KOMPLETT GESUND WÄRE! :)
     
  11. Melmau

    Melmau Neues Mitglied

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    es geht

    Ich habe zwei Kinder mit Rheuma bekommen.
    Das Mtx wird zb zeitig vorher abgesetzt. In der Schwangerschaft selbst ist Cortison erlaubt und ausserdem ist man in der Schwangerschaft fast beschwerdefrei.
    War bei mir zum Glück so. Ist aber wohl häufig der Fall.
    es gibt etwas engmaschigere Termine beim Rheumatologen
    Nach der Geburt, ca 4-6 Wochen später, kommt es allerdings häufig zu einem starken Schub. Dann können evtl wieder Basismedikamente anfangen werden (vielleicht muss man dann abstillen).
    Es klappt also ziemlich gut.
    Meine Kinder haben beide kein Rheuma.
     
  12. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Das würde ich so verallgemeinernd nicht schreiben, da es bei jedem anders sein kann. Mir sind da auch andere Fälle bekannt und es gibt auch verschiedene Rheumaarten.
     
  13. Melmau

    Melmau Neues Mitglied

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    Du hast natürlich Recht. Deswegen habe ich auch dahinter noch geschrieben dass
    es bei mir so war.
    Und es war die Aussage meiner beiden Ärzte. Rheumatologe und Frauenarzt. Es war auch deren Erfahrung mit schwangeren Rheumatikerinnen.
    Aber sicher kann es auch anders laufen.
    Ich spreche auch nur von RA. Und auch da gibt es sicherlich manchmal Probleme
     
  14. .Janine.

    .Janine. Neues Mitglied

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    Hallo PedoBär!

    Es gibt ein bestimmtes Gen, das man weitervererben kann, aber nicht muss. Das nennt sich HLA 27. Das kann man testen lassen.

    Schön, dass du dir jetzt schon darüber Gedanken machst. War bei mir auch so. Jetzt bin ich 33 Jahre alt, habe noch kein Kind, will es aber versuchen. Und ich bin froh, dass ich nicht früher Kinder bekommen habe. So konnte ich mich ganz auf mich konzentrieren und Erfahrungen sammeln, wie ich in manchen Situationen, wenn es schwierig wurde, mit meinem Rheuma zu reagieren.

    Liebste Grüße, Janine :)
     
  15. Franzi1987

    Franzi1987 Mitglied

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    also vererbbar ist es auf jeden Fall, man muss es nicht kriegen, aber man kann. Bei mir in der Familie kommt es von der Seite meiner Mutter (Lupus) und meines Vaters, es sind aber nur Frauen betroffen (Tante, Oma(Lupus), Mutter, Ich(RA))