Hey nochmal,
ich will mich natürlich nicht wiederholen (siehe anderer Thread) - aber Cortison ist leider nicht immer eine Wunderwaffe - zumindest nicht bei reaktiver Arthritis und auch nicht in der niedrigen Dosierung.
Naproxen (danach fragtest du ja im anderen Thread) ist einfach ein anderer Wirkstoff als Ibuprofen und jeder Mensch reagiert dann doch ein bißchen anders auf Medikamente. Mir hilft es besser als Ibuprofen - am besten half mir Arcoxia (auch besser als Celebrex) - aber das mag leider mein Kreislauf nicht mehr.
Auch mit diesen ganzen Mitteln (Tilidin, Naproxen, Normast...) bin ich nicht schmerzfrei. Es scheint "im Schub" einfach nicht so leicht zu sein, die richtigen Medikamente zu finden - auch die Schwellungen sind zwar weniger - aber doch noch da... Daher freue ich mich regelrecht darauf, bald auf Basismedikamente eingestellt zu werden.
Mein Rat, eine andere Meinung einzuholen, bezog sich darauf, dass ich schon mehrfach hörte bzw. las, dass sich auch sehr gute Rheumatologen nicht immer mit allen Krankheitsbildern gleich gut auskennen - ist ja auch kein Wunder bei der Vielfalt an rheumatischen Erkrankungen.
Mich hatte z.B. die Aussage in dem Rheumazentrum, dass Cortison nicht immer förderlich bei reaktiver Arthritis ist, sehr erstaunt, weil ich vorher immer hörte, das wäre die beste Möglichkeit. Natürlich ist es nicht toll, lange auf einen Termin zu warten - aber bei der Rheumaambulanz geht es notfallmäßig ja nach dem Wochenende vielleicht doch etwas schneller - und anscheinend hilft die aktuelle Medikamentierung nicht - da muss ja etwas geschehen.
Ein kleiner Trost sollte für uns sein, dass diese Rheumaform (wenn es denn nur diese sein sollte) oft nach einem Jahr ausheilt bzw. deutlich besser im Griff ist. Ich weiß, dass dies eine lange Zeit ist. Aber verglichen mit anderen Erkrankungen ist das trotzdem eine gute Perspektive, die Hoffnung geben sollte.
Ich weiß, dass diese Vision in einer schlimmen Zeit nicht wirklich hilft - habe mir selber aus Verzweiflung heute vom Schmerzarzt nochmal Spritzen in einige Gelenke setzen lassen, weil ich es kaum aushalten konnte. Das bringt dann immer für 1-2 Tage etwas Erleichterung und so kann man mal etwas durchatmen.
Ich drücke die Daumen, dass du zeitnah Hilfe bekommst. Die Basisimedikamente helfen hier sehr vielen Leuten - das wird wohl ein guter Weg sein, um diese harte Zeit zu überstehen.
Alles Gute von Anurju