hallo,
wenn mich jemand fragt wie es mir geht, erzähle meist: körperlich nicht wirkl. gut und sonst jaaa...wenn ich sage ist alles ok und dann humpelnd oder schmerzverzehrt schaue,weiß der mensch gegenüber das ich ihn angelogen habe und warum sollte ich das?? ist doch nix wofür ich mich schämen muß...
mit dem ehrlichen gespräch habe ich die letzten monate nur sehr gute erfahrungen gehabt...auch bei menschen mit denen ich sonst weniger zu tun habe.....und ich erzähle dann ganz kurz was ich habe und wie sich das äussert und die meisten finden es interessant und hat für mich mit jammern nix zu tun

so mußte ich nicht lügen und wieder jemanden aufgeklärt das rheuma keine krankheit jenseits des 80 lebensjahres ist....und die wenigsten fangen dann mit mitleid an...kommt wohl sehr drauf an wie man mit der krankheit umgeht...
vor einigen monaten ging ich selber nicht gut damit um und dann endete jedes gespräch mit anderen menschen mit mitleidien blicken.....
hatte 2005 auch mit einer berufsvermittlerin vom aa ein gespräch und habe sie dann aufgeklärt was es heißt mit rheuma zu leben und wie sich die krankheit auswirken kann usw.....und das man sein leben einfach nicht mehr planen kann....ob beruflich oder privat.....
das die medis bestimmte nebenwirkungen haben...das ganze hat sie sich eine stundelang angehört und war sehr interessiert....so hat sie meine situation nachvollziehen können und soweit es ihr möglich ist, für den ein oder anderen erkrankten mehr verständniss

und das ganze hatte mit jammerei nix zu tun....
für mich ist es auch kein jammern,wenn ich jemanden erzähle, ich kann eigentl.vor schmerzen nicht mehr gerade ausschauen.....wenn das thema krankheit nur noch im kopf spukt...wird es zum problem...daraus rauszu kommen ist sehr schwer...da halt bei vielen jede bewegung weh tut und die vielen einschränkungen und dinge die man nicht mehr tun soll..sich einfach andauernd bemerkbar machen.....und dann die krankheit vergessen ...mmmhh ich lache einfach viel über mich selber und schimpfe einfach mal und versuche es dann gut sein zu lassen....
mir hat auch geholfen hier nicht mehr ganz soviel aktiv zu sein und mich bewußt mit gesunden menschen zu beschäftigen und mir foren mit anderen themen zu suchen.....
vergessen das ich krank bin,geht leider nicht...dazu sind die schmerzen zu stark...denke und mache mir nicht mehr den ganzen tag gedanken,was kommt morgen,warum tut es weh,warum ich usw..
ich habe auch nicht mehr die erwartung das mir ein arzt helfen kann oder ein medikament...das ist ein wichtiger teil der zur krankheit gehört..nur vieles muß der patient auch selber machen,damit es ihm besser gehen kann......habe das lange nicht kapiert und würde auch heute noch oft gerne den ärzten und den nicht wirksamen die medikamenten die schuld geben...ist um ein vielfaches leichter als an sich selber zu arbeiten
seit einigen monaten habe mir einige hobbys gesucht die nix mit krankheit zu tun haben...ich viel kontakt mit gesunden menschen habe........versuche trotz schlechter verfassung rauszugehen...dinge zu erleben,an die ich abends mich erfreuen kann...kann dann sagen:ok,mir geht es scheiße,aber der tag war schön....
schmezren habe ich vom couch sitzten und nix tun abends genauso...ok,vielleicht etwas weniger .....dafür aber keinen tollen tag erlebt und mich wie so oft ind er wohnung gefangen gefühlt....
ich gönne mir genauso tage wo ich einfach nix mache und mir selber leid tue

auch das gehört für mich dazu...weiß ja, der nächste tag kann schon wieder viel schöner sein .....zumind kann ich drauf hoffen......oder ich freue mich auf dinge ich ich unternehmen will und wenn es nur eine kleinigkeit ist
das diese dinge nicht immer klappen und ich jeden tag alles postiv sehen kann und will ist klar....heute z.b. würde ich mich am liebsten verkriechen und der krankheit fristloskündigen oder jemanden anderen den ich nicht mag an den hals wünschen

auch das tut gut
ups, ist doch lange geworden und hoffentl. nicht ganz vom thema abgerutscht...
liebe grüße
bine