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Wie bemerkt ihr, wenn ein Kleinkind an Rheuma erkrankt ist

Dieses Thema im Forum "Kinder- und Jugendrheuma" wurde erstellt von Clau, 6. August 2007.

  1. Clau

    Clau Neues Mitglied

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    Hallo liebe Eltern
    Bin Mutter von einem 11/2 jährigen Sohn und mache mir öfters Gedanken, wie man den Anfang einer rheumatischen Krankheit feststellen kann ohne gleich zum Arzt zu rennen und eine Blutuntersuchung zu beantragen. Das Kerlchen ist nämlich super tapfer und weint fast nie, wenn er irgendetwas hat. Später finde ich dann irgendwelche Hautabschürfungen oder Beulen. Auch, wenn er Fieber hat, bemerke ich es nur an seinen heissem Körper, denn auch noch mit 40 Fieber tollt er auf dem Sofa rum.
    Vielen Dank, wenn ihr mir eure Erfahrungen mitteilen könnt.
    Liebe Grüsse
    Claudia
    P.S. Ich selber habe chronische Polyathritis
     
  2. sala

    sala Neues Mitglied

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    ich hab es bei meiner tochter deshalb gemerkt, weil sie mit 9 monaten schon laufen konnte, mit 15 monaten aber angefangen hat wieder zu krabbeln und wenn sie dann im laufe des tages auf die beine kam, dann hinkte sie. sie konnte nie richtig rennen, so wie andere kinder. sind die kinder weggerannt sind, ist sie zwar mitgelaufen, konnte aber nie mithalten, weil ihr das laufen schwer fiel.

    meine tochter war übrigens nie krank. sie hatte nie fieber, sie hatte nie irgendwelche beschwerden..... krankenheiten bekam sie erst, als man ihr MTX gab, weil ihr immunssystem runter gesetzt wurde, und sie deshalb anfällig für infektionen war.

    dann bemerkte ich, dass sie ihre beine und arme nicht mehr richtig strecken oder beugen konnte, so wie es hätte sein müssen. durch schonhaltungen hatten sich die sehnen und bänder verkürtzt.

    ich bin dann zum arzt, weil mir das alles recht seltsam erschien.

    wenn du bei deinem kind rheuma vermutest, dann lass ihm doch einfach mal blut abnehmen. es ist nur ein kurzer stich und du hast bald gewissheit. umso besser, wenn nichts ist. nur wenn was ist, dann ist es besser, die diagnose wird bald gestellt, bevor sich bänder und sehnen verkürzen, bevor sich eine eventuell noch augenbeschwerden durch eine iridozyklitis einstellen....

    lg
     
  3. Bernd-67

    Bernd-67 Guest

    Selbst Rheuma beim Kind diagnostizieren oder ausschliessen?

    auch so ein Ding für das mir jedes Verständnis fehlt !
    Klar muss man nicht wegen jedem Wehwehchen zum doc laufen aber wenn der Verdacht auf etwas Ernstes besteht geh ich mit meinen Kindern so lange zum Arzt bis ich weiß was los ist!
    Wenn es dann nichts schlimmes ist - Super ich freue mich - aber wenn doch - wie soll ich das erklären, das mein Kind nicht früh genug behandelt werden konnte, bloß weil ich meine: wir kriegen das mit Mittelchen hier und Pülverchen da und noch ein Tee hier schon hin - oder weil ich keine Lust habe stundenlang zu warten und immer wieder zum Arzt zu Untersuchungen oder Behandlungen zu Fahren?
    Und wer - wer kann denn schon sagen ohne einen Arzt und Laborwerte zu haben ob ein Kind rheuma hat?
    Tut mir leid Clau das es dich heute doppelt trifft mit meiner Kritik aber bei Kindern sehe ich nicht ein, das irgendein unnötiges Risiko eingegangen wird.
    Ein jeder Erwachsene kann nehmen oder lassen was er will - das ist seine eigene Verantwortung.
    in diesem Sinne
    Bernd
     
  4. sala

    sala Neues Mitglied

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    ja, ich würd auch zum arzt gehen. ich weiß nocht, als meine tochter hinkte und ich war in 2 krankenhäusern, bei einer physiotherapeutin, bei einem neurologen und bei einem orothopäden.... keiner wusste was sie hatte. bis mein kinderarzt, der bis dahin noch nie ein rheumakind hatte, einen verdacht bekam.... der sich bestätigte.

    nachdem keine ergüsse vorhanden waren, und auch das blutbild *noch* unauffällig war, sagte man mir, ich solle in einem halben jahr wieder kommen, vielleicht "wächst" es sich aus. ich dachte, ich höre nicht recht.

    ich war so froh, das ich nicht locker gelassen habe und dann zum kinderarzt gegangen bin, der sich in ruhe alles ansah, alles anhört und auch meinte, das man kinder im wachstum auf jeden fall nicht ein halbes jahr hinkend rumlaufen lassen sollte, da sich dadurch schäden ergeben können, die letztendlich ein leben lang beeinträchtigen können (kaputte knorpel, verkürzte sehnen und bänder, wenn die augen noch mitbetroffen sind, verschlechtert sich das augenlicht....).

    und dazu die schmerzen, die sie offensichtlich hatte. erst wenn man die richtige diagnose hat, kann man auch dagegen etwas machen. das gilt für schul- und naturheilmedizin.

    lg
     
  5. Clau

    Clau Neues Mitglied

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    Danke für eure Antworten, aber jetzt muss ich erst einmal etwas klarstellen. Es besteht ABSOLUT überhaupt kein Indiz, dass mein Sohn Rheuma haben könnte, abgesehen von der genetischen Vorbelastung (wenn überhaupt). Ich nimm die Krankheit eben sehr ernst und versuche mich so gut wie möglich zu informieren. Mein Sohn ist kerngesund und ist ,was das Rennen und Springen angeht, kaum zu bremsen. Wenn ich dieses Thema eröffnet habe, dann nur darum, weil ich vorbereitet sein möchte und nicht, weil ich einen Verdacht habe. Übrigens der Kinderarzt meint eher, ich wäre zu sehr besorgt, weil ich ihn wegen jeder 'Kleinigkeit' gleich kontaktiere. Aber es ist mein erstes und womöglich mein einziges Kind und da versucht man eben so perfekt wie möglich zu sein.
    Also bin ich sehr dankbar für alle Beobachtungen und Erfahrungen, die betroffene Eltern gemacht haben.
    @ Bernd
    Entschuldige, aber ich weiss wirklich nicht, was Deine Antwort soll. Ich gebe meinem Kind weder Pulverchen noch irgend etwas anderes, was nicht einer gesunden ausgeglichenen Ernährung entspricht. Ausserdem gehe ich mit meinem Sohn zu allen empfohlenen ärztlichen Kontrollen. Klar, ich gehöre nicht zu denen, die ihren Kindern gleich Antibiotika geben, wenn das Kind mal 38 Fieber hat......
    Woher kommt eigentlich diese Aggressivität ? Ich glaube, hier missverstehst Du ein wenig und verwechselt die Behandlung meiner eigenen Krankheit mit der meines Kindes, das bis jetzt, wie gesagt, gar keine Krankheit aufweisst. Auf alle Fälle, vielen Dank für Deine Besorgnis, denn so interpretiere ich Deine Reaktion.
    LG
    Claudia
     
    #5 7. August 2007
    Zuletzt bearbeitet: 7. August 2007
  6. Bernd-67

    Bernd-67 Guest

    Hallo Clau,
    endschuldige bitte - aggressiv wollte ich dir gegenüber absolut nicht sein.

    Deinen Beitrag habe ich jetzt nochmal gelesen und - stimmt - hatte ich ganz anders verstanden.

    lg Bernd
     
  7. Kira73

    Kira73 Uveitispapst

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    :o Puh, ein mißverständnis, Gott sei Dank. :rolleyes:

    Hatte das aber auch erst ähnlich wie Bernd verstanden.

    Und ... der Bernd ist schon okay, der ist gar nicht aggressiv, sondern ein Lieber.

    :) Friedliche Grüße
    Kira
     
  8. Jenny71

    Jenny71 Neues Mitglied

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    Kinderrheuma

    ist wirklich schlimm, wenn Kleinkinder plötzlich nicht mehr laufen können. Mein Sohn Tom hat seit Mai diese Probleme. Dignostiziert wurde eine Variante einer juvenilen idiopathischen Arthritis, einem Still-Syndrom. Er bekam eine sehr hohe Dosis Cortison am Anfang, damit zuerst die Schmerzen weggehen. Danach wurde intraartikulär Cortison gespritzt, erst danach konnte er wieder laufen lernen. Inzwischen hat er einen neuen Schub bekommen und muß wahrscheinlich noch einmal Cortison injeziert bekommen. Danach wird mit MTX begonnen. Wir hoffen auf baldige Besserung.

    Best Grüsse
    Jenny71
     
  9. Clau

    Clau Neues Mitglied

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    Liebe Jenny
    Ich finde das wirklich furchtbar, wenn Kinder schon mit so einer schrecklichen Krankheit konfrontiert werden. Ich wünsche euch alles Gute, viel Kraft und eine hoffentlich baldige Besserung für den Kleinen.
    Und das wichtige, nie den Mut oder Hoffnung aufgeben.

    Die besten Wünsche
    Claudia
     
  10. Jenny71

    Jenny71 Neues Mitglied

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    vielen Dank für Deine Worte. Der Schreck sitzt noch sehr tief und weicht in Ratlosigkeit. Wir hoffen auch, dass es bald einmal bergauf geht.

    Vielen Dank
    Jenny