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Wer weiss Rat?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Arimas, 21. Juni 2005.

  1. Arimas

    Arimas Guest

    Hallo zusammen erstmal!!!

    meine Leidensgeschichte fing vor ca. 3 Monaten an, damals hatte ich Probleme mit meinem Handgelenk und damit verbundenen heftigen Schmerzen! Die erste Diagnose vom Chirugen war ein Läsion im Handgelenk, was sich leider nach ein paar Tagen als falscher Befund herausstellte und die Schiene wurde wieder abgenommen. Nach einer weiteren Woche hörten die Schmerzen nicht mehr auf, und die Annahme das es nur eine Prellung war liess sich nicht mehr halten. Im gleichen Zeitraum ist mein rechtes Knie angeschwollen und es würde eine Athroskopie klinisch durchgeführt und Gewebeproben entnommen von der Gelenkhaut.(Behandlung mit Antibiotikum Unacid)Diagnose Synovitis rechtes Kniegelenk. Die Schwellung ist bis heute nicht zurück gegangen .d.h. ich habe dort immer noch eine deutliche Restschwellung und bin in der Bewegung eingeschränkt. Es wurden Blutproben entnommen mit folgenden Ergebnissen:

    Rheumafaktor < 10
    HLA- B27 negativ

    campylobacter-AK
    Shigellen-AK
    Yersinien-AK
    Borerelien-AK
    Gonokokken-AK
    Chlamydia-trachomatis-Ak

    Alle Ergebnisse sind negativ!! Und mein Arzt meint wir haben schon ganz tief im Rheumabereich bei mir nachgeforscht, und es wahrscheinlich nicht diagnosiert werden kann.. es sich um eine systemerkrankung handelt und ich mit einem chronischen verlauf rechnen muss, und weiterhin mein leben darauf umstellen muss.. ich nehme bisher nur gegen die schmerzen voltaren resinat und das schmerzgel!

    Bin total verzweifelt.. und weiss wirklich nicht ob ich die Arthritis ausheilt! Wer kann mir Rat geben und vielelicht ähnlichen Krankheitsverlauf hatte..

    Bedanke mich für alle Antworten!!
     
  2. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    Hallo Arimas,

    vielleicht hätten sich die Ärzte mal die aktuellen Veröffentlichungen zum Thema Spondylarthritieden durchlesen sollen. Im neuesten Bechterew-Journal der DVMB antwortet Prof. Dr. Zeidler (Chefarzt der Rheumatologie der MHH) auf eine Patientenanfrage, dass über 50 % aller SpA-Patienten keinerlei Rheumafaktoren und/oder Entzündungsparameter im Blut aufweisen (ist daher sogar typisch für diese Art der Erkrankung). Dass bedeutet nicht, dass es in Deinem Fall nicht zu einem völligen Ausheilen der Entzündungen kommen kann.
    Außerdem haben ca. 5 % der MB-Patienten keinen HLA-B27 Nachweis (sind also negativ - ich übrigens auch).
    Vielleicht solltest Du Deinen behandelnden Arzt mal bitten, Deine ISG's zu röntgen - zumindest dann, wenn sich nach 3 Monaten immer noch keine deutliche Besserung eingestellt hat. Außerdem solltest Du Dich mal selber "analysieren":
    • wie sieht es aus mit Morgensteifigkeit (über 30 Min.)
    • wirst Du in der 2. Nachthälfte (so um 2-3 Uhr) wach und hast Probleme wegen Rückenschmerzen wieder einzuschlafen
    • werden Deine Schmerzen (besonders die im Rücken) besser wenn Du Dich bewegst und schlimmer wenn Du Dich ausruhst
    • leidest Du häufig unter Sehnenansatzentzündungen
    • hattest Du Probleme mit den Augen (Iritis - Uveitis)
    • hattest Du schon Probleme im Fersenbereich
    wenn Du einige/mehrere dieser Punkte mit ja beantwortest, könne sich eine Spondylarthritis dahinter verbergen. In diesem Fall solltest Du Deinen Ärzten auf jeden Fall diese Symtome schildern.

    Wünsche Dir gute Besserung und dass sich Deine Vermutung (vonwegen der rheumatischen Erkrankung) nicht bestätigt.
     
  3. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    da dein arzt eine infektarthritis ausgeschlossen hat (alle ak sind neg.), wird es sich mit großer wahrscheinlichkeit um eine chron. systemerkrankung handeln. wie sehen die entzündungswerte im blut aus? blutsenkung, crp (c-reaktives protein), ana und leucozyten? ich denke, dass bei dir einiges erhöht ist, und darum dein doc zu dieser diagnose gekommen ist.
    chron. krank sein, bedeutet aber nicht, dass man ständig mit schmerzen leben muss. es gibt heute schon sehr viel gute medikamente, die den krankheitsverlauf stoppen - (remision), oder zumindst aufhalten können. dein doc wird dich darauf sicher noch gut beraten. ich denke, dass die anfangstherapie mit cortison in höheren dosen gestartet werden wird, dazu noch schmerzmittel. wenn sich deine beschwerden darauf bessern, ist die diagnose fast abgesichrert, dass es sich bei dir um entzündliches rheuma handelt. es kann dann mit sogenannten *basistherapeutika* begonnen werden. diese medis sind in der lage, dass entzündungsgeschehen in körper zu unterbinden, und somit in der lage, die krankheit aufzuhalten.
    ich selber habe, seit über 4 jahren, die diagnose chron. polyarthritis. bin mit meinen medis gut eingestellt und habe noch keine sichtbaren gelenksveränderungen.
    verzweifle bitte nicht, sondern versuche, dass beste aus der situation zu machen. du kannst uns gerne weiter um rat fragen, auch über deine ängst mit uns sprechen.
    ich wünsche dir alles gute!
     
  4. Arimas

    Arimas Guest

    Hallo Lilly,

    ersteinmal danke für deine antwort auf meine Frage.

    Ich habe insgesamt 2 blutergebnisse:

    die erste vor der knie op , da waren alle werte im referenzbereich bis auf das CRP mit einem wert von 132
    die zweite etwa 5 tage nach der op, da ist der crp wert auf 45,8 gefallen.
    weiterhin habe ich niedrige werte bei Hämoglobin und MCHC gehabt, und einen erhöhten Thrombozyten wert gehabt. (Kann es sein das die Wertschwankungen auf die OP zurückzuführen sind)

    Habe mich auch um einen Termin bei einem Rheumatologen bemüht, aber leider sind dort die Wartezeiten auf einen Termin sehr lange, der früheste Termin den man mir zusagen konnte war in 6 Wochen. habe natürlich den Termin angenommen, aber ich finde es einfach nur schade das es nicht möglich ist wenigstens vorab noch weitere Blutuntersuchungen bei normalen Internisten meistens nicht drin sind und es keine grosse zusammenarbeit mit Rheumatologen gibt.
     
  5. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    die werte, die du schilderst, zeigen eine entzündung an. es dauert bis ca. 3 monate nach der op, bis sie wieder auf normalwert absinken. falls sie das aber nicht tun, musst du damit rechnen, dass es sich doch um eine entzündliche rheumaform ( = chron. systemerkrankung) handelt.
    darum ist es auch nicht so schlimm, dass du den termin beim rheumatologen erst in 6 wochen hast.
    ich würde dir raten, zur diagnosefindung, einen internistischen rheumatologen aufzusuchen. der orthop. rheumatologe ist eher für die behandlung schon zerstörter gelenke geeignet.
    wegen den thrombo: auch bei einer chron. entzündung können sie erhöht sein.

    ich wünsche dir alles gute bei der diagnosefindung.
     
    #5 22. Juni 2005
    Zuletzt bearbeitet: 22. Juni 2005
  6. Arimas

    Arimas Guest

    danke erstmal für deinen Rat, habe doch vorzeitig einen Termin bei einer Rheumatologin bekommen, sie hat mich gründlich untersucht, Blut abgenommen für das rheumalabor.. leider noch keine ergebnisse.. wurde sofort mit cortison behandelt (30mg pro tag-ist das viel?), die schwellungen & schmerzen sind zwar etwas zurückgegangen aber nicht verschwunden. ich wurde auch an geröngt (becken,Füsse;hände,Lunge) es wurden keine gelenkzerstörungen festgestellt. ich soll dann ab diesem freitag das medikament Methotrexat bekommen!

    also meine frage ist .. nach welcher zeit der cortisonseinnahme kann ich mit deutlicher besserung rechnen( es dauert natrülich bis die gereizten stellen ausheilen)

    und welche untersuchen sie noch machen sollte, damit eventuell eine ursache gefunden wird ( also meine damit ob ich vielleicht an etwas erkrankt bin, welches dieses rheuma ausgelöst hat)

    und ob man damit rechnen kann nach einnahme das eine remission erreicht werden kann, weil ja das cortison anschlägt

    vielen dank
     
  7. Lilly

    Lilly offline

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    hallo,

    deine antikörper im blut wurden alle bestimmt und waren neg. der auslöser für rheuma kann viele ursachen haben, zb. familiäre dispostion, infektionen, stress, unfälle usw......... man wird warscheinlich nie genaus wissen, warum die erkrankung bei einem ausbricht, beim anderen - nicht.
    30 mg ist die normale anfangsdosis bei cp, sie wird nach besserung langsam wieder reduziert werden. 30 mg sind schon eine ganze menge ;) der wirkungseintritt kann schnell erfolgen, ist aber, je nach mensch, unterschiedlich. bei mir zeigte sich die besserung schon nach 3- 4 tagen. cortsion kann keine remission bewirken, nur die entzündung hemmen. das mtx, dass du als basismedi bekommst, kann die erkrankung aufhalten. der wirkungseintritt liegt da aber ca. zw. 6 wochen und 3 monaten, also, du musst etwas geduld haben. es kann aber leider auch sein, das mtx bei dir nichts, oder wenig bewirkt, und dass dann das medi gewechelt wird, oder dass du noch etwas dazu bekommst. aber jetzt warte mal ab.
    ich wünsche dir alles gute