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wer nimmt alles MTX?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von ludovica, 15. Februar 2006.

  1. ludovica

    ludovica Neues Mitglied

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    und bewirken bei euch welche Nebenwirkung z:b im Labor oder sonst.

    Wie lange nimmt ihr das schon?

    Mein Bruder nimmt es neu 1x die Woche für Churg strauss syndrom.

    hatte vorher Imurek.
     
  2. rose40

    rose40 Leben und leben lassen

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    ich !!!

    Hallöchen ,ich bekomme MTX seit einem Jahr hat bis jetzt nix gebracht vertrage es so mit Übelkeit und Schwindel.Das muß aber nicht bei jedem sein:) An meinen Werten hat sich nix getan bekomme jetzt Humira.Einen schönen Abend wünscht Dir rose;)
     
  3. JMCL

    JMCL Neues Mitglied

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    und ich auch, allerdings ...
    war die Wirkung nach 8 Monaten immer noch nicht ausreichend, deshalb kam Arava hinzu, damit geht es besser bei mir.
    Nebenwirkungen bei MTX: leichter Haarausfall (als ich drin steckte, war für mich allerdings nichts mit "leicht", hatte schon Sorgen darüber) dauerte ca. 5 Monate, hörte dann mit Unterstützung mehrer Mittelchen auf. Keine Übelkeit, trinke allerdings am Tag der Einnahme und am Tag danach noch viel, viel mehr als sonst.
    Das bißchen Benebelt-Sein im Kopf am Tag danach gab sich, nachdem ich s.o. noch mehr getrunken hab.
    Ach ja, ich hab cP. Ich hoffe, ich konnte Dir ein wenig weiterhelfen,
    lG
    JMCL
    PS.: Ach ja, und ich nehm es seit knapp 2 Jahren und meine Werte sind ok, lasse sie monatlich überprüfen
     
  4. Gimono

    Gimono Neues Mitglied

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    Hey,
    bekomme seit 5 Monaten MTX i.v. gespritzt, an diesem Tag müde und dumpfer Kopf. Leider keine ausreichende Wirkung der MTX injektion, bekomme jetzt noch Quensyl dazu. Habe cP bin fast beschwerdefrei, Blutwerte bestens.
    Das mit dem ausreichenden trinken werde ich mal ausprobieren, von wieviel Litern ist denn die Rede?
    Gruß
    Moni
     
  5. Anke!

    Anke! Neues Mitglied

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    Hallo Ludovica!

    Ich habe erst wöchtentlich 10mg MTX gespritzt bekommen; da die Wirkung nicht so toll war, wurde nach einem halben Jahr auf 20mg erhöht + Arava.

    Habe nach 1 Jahre Arava gegen Imurek (Azathioprin) getauscht - bin also jetz bei 20mg MTX und 100mg Imurek.

    Da ich inzwischen selber spritze und zwar abends, habe ich keine Probleme mit Nebenwirkungen mehr. ;)

    Die Laborwerte sind bestens und ich bin seit einiger Zeit relativ schmerzfrei. :)

    Ich drücke deinem Bruder die Daumen.
     
  6. Madita

    Madita Giraffenfan

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    Hallo Ludovica !

    Auch ich nehme MTX 10 mg. Seit 14 Wochen und außer etwas Müdigkeit keine weiteren Nebenwirkungen. Die Blutwerte werden regelmäßig kontrolliert. Und mein Eisenwert wird mit Kräuterblutkapseln wieder auf Trab gebracht. Macht sich auch schon bemerkbar. Ich habe cP.

    Liebe Grüße von Gabi
     
  7. wanda

    wanda Neues Mitglied

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    Hallo Ludovica!!

    Ich nehme MTX seit Januar 2004, 15 mg/Woche. Vertrage es sehr gut,
    nur manchmal ist mir ein bissel übel, ist aber echt ok.
    Im Moment hab ich das Gefühl, die Dosis reicht nicht mehr so ganz,
    die Gelenke, die jetzt zwei Jahre so ziemlich Ruhe gegeben haben,
    melden sich wieder... Hab übrigens Psoriasis-Arthritis!

    Liebe Grüße von
    Wanda
     
  8. Granny

    Granny Mitglied

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    Mtx

    Also ich habe 15 Wochen MTX 10mg gespritzt bekommen.
    Leider hatte ich keinen Erfolg damit.
    Wegen der starken Übelkeit ( drei Tage lang in der Woche) sowie Schüttelfrost und starke Müdigkeit wurde es abgesetzt.
    Ich habe einiges in der Zeit ausprobiert um zu sehen ob was gegen die Nebenwirkungen hilft.
    Ich habe mindestens 3L Mineralwasser tägl. getrunken.
    Ich habe zusätzlich Folsäure erhalten.
    Ich habe es mit Ananaskapseln versucht.
    Leider alles ohne Erfolg.
    Meine Gelenke wurden immer verschwollener.Die Schuppenflechte kam massiv wieder, und Schmerzen wie verrückt.
    Ach,ich habe PSA.
    Nachdem ich nun in der Rheumaklinik auf Avara 20mg umgestellt wurde geht es mir seit drei Tagen sehr gut ( nehme Arava seit 4 Wo.)
    Ich habe keine Probleme mit Nebenwirkungen.Meine Schmerzen halten sich in Grenzen und meine Gelenke schwellen nicht mehr so stark an.

    Ich wünsche allen die mit den Nebenwirkungen kämpfen das sie recht bald das für sie geeignete Medikament finden!

    LG

    Granny
     

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  9. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Seid Ihr Euch über die Nebenwirkungen klar?

    Mein jetziges End-Desaster aus zwei Jahren Therapie mit MTX und Basismedikationen habe ich hier auch an anderer Stelle schon kurz angerissen. Ich habe alles abgesetzt, um nicht mehr nur in Angst leben zu müssen vor anderen Infektione! Z. Zt. sind die Beschwerden ziemlich heftig (etwa im Durchschnitt doppelt so stark wie unter Medikation mit MTX usw.), ich nehme als Schmerzmittel aber nur noch Dolormin extra (und säurehemmende Magenmedikamente). Was ich auch mit meinem Beitrag bezwecke: Ich möchte einfach alle LeidensgenossenInnen warnen vor zu viel „Gutgläubigkeit“ in die Therapien – nicht mehr und nicht weniger. Man muss selbst abwägen. Hätte ich persönlich genau gewusst, dass die Wahrscheinlichkeit für Herpes Zoster und die schwierig zu beherrschenden Folgeprobleme (Augenbefall, Nervenbefall durch Viren) bei meiner Altersgruppe zu 50 % besteht (das hat ein Hamburger Arzt kürzlich publiziert), hätte ich niemals MTX genommen! Jetzt sind meine Augen als Folgewirkung zusätzlich in Gefahr sowie auch noch diffuse Nervenschmerzen als Folgewirkung des Herpes Zoster aufgetreten. Zwar konnte ich durch MTX besser laufen, aber was nützt es denn, wenn man (irgendwann) als Folgeerscheinung nichts mehr sehen kann?? Sicher ist jeder Körper anders und auch jede Symptomatik in der Schwere usw. differenziert zu sehen – es mag mit Sicherheit auch das Lebensalter eine Rolle spielen bei rheumatoider Arthritis (RA) und den folgenden immunologischen Problemen. Ich finde es vom Ansatz her schon extrem abwegig, RA als Autoimmunerkrankung damit zu bekämpfen, dass (im Endeffekt) das komplette Immunsystem heruntergedrückt wird und damit die gesamte Lebensbasis des Organismus vorhersehbar geschädigt wird (Anfälligkeit für Infekte usw. extrem groß!). Aber noch etwas ist mir aufgefallen: Meines Erachtens wird die Forschung im Bereich RA nur schwach betrieben. Die Pharmaindustrie begnügt sich anscheinend damit, die „Hammer“-Medikamente unters Volk zu bringen. Das ist, stark vereinfacht, doch so, als wenn jemand, der Kopfschmerzen hat, sich mit einem Hammer auf den Schädel schlägt – dann ist der Schädel zwar hin, aber er hat auch keine Kopfschmerzen mehr. Toller Therapieerfolg bezogen auf die Beseitigung von Kopfschmerzen!! - oder? Aber im Ernst: Man wünschte sich als Betroffener, dass wenigstens ein paar Millionen aus AIDS-Sammlungen abgezweigt würden. Doch fragt man sich als jemand, der völlig unverschuldet in ein solches RA-Krankheitsdesaster kommt, warum spektakuläre Krankheiten wie AIDS forschungsmäßig mit viel höheren Summen ausgestattet werden. Ein Teil der AIDS-Betroffenen – was sie selbst zugeben – ist durch extrem perversen Lebenswandel selbst Schuld an dieser Krankheit – wir RA-Betroffenen sind dies aber eindeutig nicht. Damit will ich keinesfalls Menschen, die an AIDS erkrankt sind, pauschal in Misskredit bringen, um dies gleich gegenüber Kritikern klar zu stellen. Viele AIDS-Kranke (vor allem Kinder) sind durch schlimme Umstände (Eltern z. B. aidsinfiziert, die setzen unverantwortlich dann Kinder in die Welt) erkrankt und ebenso unschuldig und bedürfen der Hilfe! Auch noch eine kleine Anekdote, die beweist, wie uninformiert Ärzte und Pflegepersonal in Kliniken sein können (nicht überall – wohlgemerkt – es gibt sicher rühmliche Ausnahmen!).
    Ich bekam stationär tgl. etwa acht Infusionen, die jeweils an eine Venenbraunüle angeschlossen wurden. Das Setzen einer Braunüle ist für viele Ärzte schon ein „Brief mit sieben Siegeln“, da werden Venen durchstoßen usw., es wird an Braunülen gezogen, wenn diese mal wieder verstopft sind usw. Für MTX-Konsumenten mit zwangsläufig ja heruntergefahrenem Immunsystem besteht bei Unsauberkeit – gerade im Zusammenhang mit dem Braunüle-Setzen - immer die Gefahr einer (manchmal schwer beherrschbaren und deshalb tödlichen) Sepsis, z. B. durch krankenhaustypische Eiterbakterien an Fingern oder Geräten. Diese Zusammenhänge wurden z. B. bei mir völlig verharmlost, ich habe massiv einwirken müssen, dass man genügend antiseptisch vorging, um mich nicht weiter zu schädigen. Natürlich sind durch unakurates Setzen der Braunülen bedingte Venenentzündungen (schmerzhaft und langwierig!) gleichzeitige Folge bei mir gewesen. Das ist aber ganz normal. Ein Teufelskreis aus Unwissenheit und handwerklicher Unfähigkeit in Krankenhäusern. Dies alles einmal so zum Nachdenken – schaut Euren Therapeuten gewaltig auf die Finger und glaubt nicht alles, was so erzählt wird – und wehrt Euch!!!
     
  10. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo,
    mtx ist für mich persönlich ein sehr gutes medikament. es hat meine progressiv verlaufende rheumatoide arthritis unter kontrolle gebracht und mir bereits in 5 jahren 2 remiisionsphasen verschafft, in denen ich kaum noch etwas nehmen musste. eine heilung einer erkrankung kann weder mtx noch ein anderes präparat verschaffen. aber auf jeden fall eine verbesserung deiner lebensqualität.
    nebenwirkungen sind im beipackzettel zur genüge erwähnt. durch das herunterfahren des immunsystems kann es zu infekten kommen, die wenn dann mtx nicht abgesetzt wird während des infekts, lange dauern können. das ist aber ein KANN nicht zwangsläufiig ein MUSS bezgl. der nebenwirkungen.
    du wirst im forum eine menge an information pro und kontra mtx finden. aber lass dir eines gesagt sein, alle medikamente haben irgendeine nebenwirkung. wichtig ist es den nutzen zu sehen und letztendlich mit der geringsten dosierung von medikamenten den größtmöglichen erfolg zu erzielen.
    für deinen bruder ist jetzt doch wichtig, dass er den mc unter kontrolle bekommt. sobald er eine veränderung in seiner befindlichkeit merkt, sollte er das seinem arzt sagen, nicht dass etwas verschleppt wird, weil der arzt wegen unkenntnis der lage nichts machen konnte.

    alles gute, gruss kuki
     
  11. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Immunsystem wird teils "platt gemacht"

    Ich habe dies schon in einem anderen Beitrag geschrieben: Es ist eine "Holzhammertherapie", die uns Patienten mit RA (cP) zugemutet wird. Das Immunsystem (und dies ist der wichtigste Schutz unseres Körpers!) wird dabei systematisch platt gemacht - und früher oder später kommt es zu Infekten usw., das ist wissenschaftlich eindeutig kalkulierbare Folge. Die Frage ist doch nur, wie lebensbedrohend diese (Neu-)Erkrankungen dann im Einzelfall sind. Ich halte nichts davon, hier die Nebenwirkungen mit "kann" arg zu verharmlosen. Das hilft niemanden weiter, außer den Leichtgläubigen. Man muss hierzu auch Folgendes sehen (und dies ist ein eklatanter Fehler im System): Auftretende Nebenwirkungen in der gängigen Praxis werden von niemandem überhaupt statistisch erfasst! Es sind lediglich Nebenwirkungen erfasst, die in einer (mehr oder weniger zufälligen) Erprobungsphase ermittelt wurden. Das hat aber mit der tatsächlichen Praxis der Nebenwirkungen nichts, aber auch gar nichts zu tun! Diese können in der Realität größer, aber auch geringer sein, als es der Beipackzettel erwähnt. Kein Arzt kennt die Fälle der Kollegen, er kennt in der Regel nur (zufällige) Studien aus Veröffentlichungen oder aus seinen eigenen Behandlungsfällen.
     
  12. Sweety

    Sweety Mitglied

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    Mtx ?

    .also,ich bin total entsetzt,wa sich hier lese!
    Albstein,der Thread von dir,<<< willst du alle in Panik versetzen?

    Es tut mir leid,das bei dir so heftige Nebenwirkungen auftreten und du auch sonst schon einiges mitgemacht hast,dennoch würde ich die Medis nicht so abkanzeln.Denn ich bin schon eine ganze Weile hier im Forum und kann behaupten,das es den Meisten mit MTX oder anderen auf ihren Bedarf abgestimmten Basismedis besser geht.
    Also schlußfolgere ich,das die Nebenwirkungen wohl das kleinere Übel sind,die man in kauf nimmt um eine bessere Lebensqualität zu erhalten und nach Möglichkeit keine deformierten Gelenke zu bekommen.

    Ich kann mich leider mom.nicht dran erinnern,aber hast du es mit anderen Basismed.ausprobiert,leider haben alle Nebenwirkungen,aber man muß halt das Wichtige abwägen!,und sicherlich wird es auch eins für dich geben,bei dem die Nebenwirkungen auzuhalten sind.

    Ich bekomme schon seit 4 Jahren MTX,habe auch andere Basismed.ausprobiert,bin bei MTX geblieben,da es am besten hilft und die Nebenwirkungen auszuhalten sind.......trotz unterdrückung meines Immunsystems trotze ich den Erkältungen und kommenden Infekten.
    und hoffe das es so bleibt und bei allen anderen Usern auch.
    LG Sweety
     
  13. Granny

    Granny Mitglied

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    Hallo Albstein

    Also,ich finde du hättest dich ja bevor du dich auf die Behandlung mit MTX oder eines andern Medikaments eingelassen hast erkundigen können was es für Nebenwirkungen gibt.
    Du bist ein mündiger Patient der seinen Arzt befragen kann,aber das musst du selber tun.
    Ausserdem stehen die möglichen Nebenwirkungen im Beipackzettel.
    Wie ich gelesen habe in deinem Profil bist du selbst. Lektor-also kannst du lesen.
    Zum Schluss noch eins du brauchst dich nicht behandeln zu lassen,niemand zwingt dich dazu.Wenn du kein bisschen Vertrauen in die Medizin setzt musst du halt mit den Konsequentzen deiner Krankheit leben.Schliesslich hat jedes Medikament eine Nebenwirkung auch dein Dorlomin extra!

    Auszug deines Postings:

    Man wünschte sich als Betroffener, dass wenigstens ein paar Millionen aus AIDS-Sammlungen abgezweigt würden. Doch fragt man sich als jemand, der völlig unverschuldet in ein solches RA-Krankheitsdesaster kommt, warum spektakuläre Krankheiten wie AIDS forschungsmäßig mit viel höheren Summen ausgestattet werden. Ein Teil der AIDS-Betroffenen – was sie selbst zugeben – ist durch extrem perversen Lebenswandel selbst Schuld an dieser Krankheit – wir RA-Betroffenen sind dies aber eindeutig nicht. Damit will ich keinesfalls Menschen, die an AIDS erkrankt sind, pauschal in Misskredit bringen, um dies gleich gegenüber Kritikern klar zu stellen. Viele AIDS-Kranke (vor allem Kinder) sind durch schlimme Umstände (Eltern z. B. aidsinfiziert, die setzen unverantwortlich dann Kinder in die Welt) erkrankt und ebenso unschuldig und bedürfen der Hilfe! Auch noch eine kleine Anekdote, die beweist, wie uninformiert Ärzte und Pflegepersonal in Kliniken sein können (nicht überall – wohlgemerkt – es gibt sicher rühmliche Ausnahmen!).

    Ich bin entsetzt was du da schreibst!
    Perverser Lebenswandel!!!! Wo leben wir denn?

    Nun gut jeder kann, darf und soll sich äussern, wir haben schließlich unsere Meinungsfreiheit.

    Granny
     
  14. wanda

    wanda Neues Mitglied

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    Hallo Albstein!

    Ich glaube, niemand oder die allerwenigsten nehmen leichtsinnig
    oder gutgläubig so starke, in den gesamten Organismus eingreifende
    Medikamente wie MTX oder andere Basistherapeutika, wenn es nicht
    wirklich dringend nötig ist.
    Ich persönlich habe Medikamente immer gehasst und mich gegen alle
    chemischen "Keulen" gewehrt, bevor ich an RA erkrankte.
    Die Arthritis hatte bei mir jedoch einen solch aggressiven Verlauf,
    dass ich die Wahl hatte zwischen dem weiterhin an Krücken laufen
    und mit stark zunehmenden Bewegungseinschrungen zurechtzukommen
    und der Einnahme von MTX.
    Ich war zu der Zeit 28, nicht das Alter, um sich mit einem Leben mit
    so schwerer Behinderung vorstellen zu können. (das kann man aber
    wohl in keinem Alter...;) )
    Mit der Vorstellung, das MTX so lange einnehmen zu müssen und
    wahrscheinlich immer Medikamente zu brauchen, habe ich mich aus
    dem Grund angefreundet, weil sie mir ein Leben weitgehend ohne Schmerzen u. starke Einschränkungen ermöglichen. Und dafür bin ich
    dankbar!!

    Ich sage mir immer, die Medis schaden meinem Körper, aber die RA
    schadet ihm vieeeeel mehr!!

    Nix für ungut...
    Gruß, Wanda
     
  15. Anke!

    Anke! Neues Mitglied

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    Hallo!

    Ich (37) spritze mir seit fast 4 Jahren wöchentlich 20mg MTX.

    Meine CP begann nach der Geburt meines Sohnes und ich war nicht in der Lage ihm die Flasche zu geben oder ihn zu wickeln. Die Krankheit fing so plötzlich und heftig an, daß meine Rheumadocs befürchteten, ich würde in spätestens 5 Jahren im Rollstuhl sitzen... :eek:

    Heute geht es mir gut und Nebenwirkungen habe ich (außer Müdigkeit nach der Spritze) nicht - prima Blutwerte, alle Organe kerngesund, trotz Kindergarten-Kind keine Infekte und so weiter....

    Nächste Woche habe ich wieder einen Termin bei meinen Docs (in einer der besten Rheuma-Kliniken Deutschlands) und werde anfangen das MTX zu reduzieren; und beim nächsten Schub, werde ich es aber auf jeden Fall wieder nehmen...






     
  16. Hessin

    Hessin Neues Mitglied

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    Hallo
    Nun ich habe cP und verdacht auf Weichteilrheuma. Nebenher hab ich Diabetis und Polyneuropathie.
    Ich habe etwa 20 Wochen MTX 15mg 1mal die Woche gespritzt. Dann stellten wir um Auf Tabletten, ein fataler Fehler, ich kam aus dem Schub nicht mehr raus und es wurde immer schlimmer, konnte fast nicht mehr schlafen, liegen, laufen etc.
    Nun bekomme ich seit etwa 3 Wochen Mtx 25mg. Ich lass meine Blutwerte kontrolieren und hoffe und bete,das es wieder besser wird. Mtx vertrage ich sehr gut, habe keine Nebenwirkungen mein Blutbild ist OK.
     
  17. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Schööön und weiterhin so viel Erfolg mit MTX!

    Anke und Wanda: Ich beglückwünsche Euch - ehrlich - zu dem tollen Erfolg. Betet zu Gott (jawohl!), dass es wirklich so bleibt, ich wünschte, ich könnte ebenso Positives berichten. War heute beim Augenfacharzt: Das zweite Auge ist als Folge von Herpes Zoster (Nachwirkung/Nebenwirkung vermutlich von MTX) befallen... mit ungewisser Prognose. Bewegungsfreiheit ist eine wunderbare Sache, wer will sie nicht? Aber dafür mein Augenlicht hergeben??!! Ich verstehe sehr wohl, dass Ihr mich nicht versteht - das ist auch nicht tragisch. Warum schreiben hier im Forum wohl so wenige über die rabiaten Nebenwirkungen?? Weil sie vermutlich nicht mehr schreiben oder lesen können - wäre das nicht eine Erklärung? Aber ich finde es trotzdem wichtig, dass manche (so wie Anke und Wanda) anderen auch Mut zusprechen: Versucht es mit den angebotenen Medikationen und werdet am besten (halbwegs) gesund oder (halbwehs) klug oder sonstwas - jeder muss es für sich entscheiden! Basta. Ich lasse mich aber (habe dies in einem anderen Thread auch schon so gesagt) nicht der "Panikmache" bezichtigen. Aufklärung ist das Wichtigste und dann Eigenentscheidung - so oder so. Ich bin nicht gegen Basistherapie und Medikationen, nur habe ich ein Desaster erlebt und erlebe es täglich - nicht mehr und nicht weniger. Und dies wird man ja doch noch publizieren dürfen - Ihr "Glückspilze": Anke und Wanda - schöne Grüße!
     
  18. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Beipackzettel lesen: Zu Granny noch etwas

    Ich muss noch mal eben etwas zu den Äußerungen von Granny sagen: Natürlich kann ich lesen und natürlich habe ich vorher alle mir erreichbaren Quellen "angezapft" und das Ergebnis war: "Alles halb so schlimm, da steht vieles im Beipackzettel, was so gut wie nie auftritt", das sagten mir drei Ärzte!! Jetzt sagten mir zwei Ärzte:"Ja, eigentlich ganz typisch für die Altergruppe ab 50, da tritt Herpes Zoster usw. viel shcneller auf, weil sich die Viren latent im Körper aufhalten und bei Immundepression schnell Oberhand gewinnen." Tolle Informationen, aber zu spät. Ich gehörte insofern zwar schon immer zu den "Fragenden" und kritsichen Patienten, war aber etwas zu arztgläubig (wie ich es hier vermehrt bei leidengenossenInnen feststelle. Und was die typische AIDS-Geschichte betrifft, da lese bitte meinen Beitrag vollständig durch, dann erst sollte man dazu Stellung beziehen. Und noch was, wo wir gerade dabei sind: Wer ungeschützt aus blinder Triebhaftigkeit sich eine Krankheit holt, der wird doch wohl nicht ernsthaft mit jemandem verglichen werden dürfen, der ohne eigenes Zutun eine Autoimmunerkrankung bekommt - so wie wir Betroffene mit RA. Kann man das bitte wenigstens nachvollziehen, GRANNY? Und von daher finde ich es einfach schade und zutiefst ungerecht, dass für RA so wenig Forschungsmittel bereitstehen. Nicht mehr und nicht weniger sollte meine Meinungsäußerung ausdrücken. Hast Du mal einen Politiker gehört, der sich für RA-Kranke eingesetzt hat? Ich nie - warum wohl? Weil kein Politiker RA-krank ist und wir keinerlei spektakuläre Lobby haben. Aber Politiker kennen die andere AIDS-Szene teils viel besser ... Mehr will ich dazu jetzt nicht ausführen, außer: Ich gönne (soweit mir das zusteht...!)jedem AIDS-Kranken diese starke Lobby und die hohen Forschungsanstrengungen, wäre aber dankbar, wenn hier in Politik und Gesundheitswesen etwas mehr Gerechtigkeit in der Beurteilung einziehen würde. ENDE.
     
  19. Anke!

    Anke! Neues Mitglied

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    Hallo Albstein!

    Ich finde, du vergreifst dich ziemlich in deiner Wortwahl!

    Ich habe lediglich allgemein (und nicht nur für dich) von meinen positiven Erfahrungen mit MTX berichtet und dich in keiner Art und Weise angegriffen. Es tut mir leid, daß du so mit den Nebenwirkungen zu kämpfen hast...

    Du hast recht, ich bin ein Glückspilz und ich lebe in der Gegenwart und nicht in der Zukunft; keiner kann mir sagen, ob ich irgendwann mit Nebenwirkungen von MTX zu kämpfen habe, aber ich kann jetzt für meinen Sohn eine "normale und bewegliche" Mutter sein (und darüber bin ich sehr dankbar!).

    Aber:
    1. Bete ich sowieso - und nicht nur für die Wirkung von MTX...
    2. finde ich den Satz ...oder (halbwegs) klug... etwas unverschämt!!!
    3. darfst du selbstverständlich publizieren, was immer du möchtest...
     
    #19 22. Februar 2006
    Zuletzt bearbeitet: 23. Februar 2006
  20. Albstein

    Albstein Neues Mitglied

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    Wortwahl gefällt nicht? Tja, dann beenden wir die Diskussion!

    Danke, Anke, für die klaren Worte. Du musst es schon ertragen, dass es auch andere Menschen mit anderen Erfahrungen und Einsichten gibt - und auch anderer Wortwahl. Bestimmst Du jetzt hier die Maßstäbe? Freue Dich, dass Du so gut drauf bist, ich beende die Diskussion hier und möchte niemanden zu nahe treten. DANKE nochmals.