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Wer muss Arava verschreiben?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Anne40, 17. Februar 2004.

  1. Anne40

    Anne40 Guest

    Habe Probleme mit den Rezepten. Bekomme MTX 15 mg., Cortison und seit ca. 3/4 Jahr Arava. Mein Rheumatologe sagt, dass er mir nicht immer Arava verschreiben kann, da er schon MTX und Cortison verschreibt. Er kommt sonst in "Regress" wie es bei den Ärzten jetzt immer heißt. Er sagte, mein Hausarzt, der mir wöchentlich die MTX-Spritze gibt, müsse auch Mal etwas aufschreiben. Er soll Arava aufschreiben. Der Hausarzt teilt mir mit, dass er kein Rheumatologe ist und daher solche speziellen Medikamente nicht aufschreiben kann oder darf. Er bekäme Schwierigkeiten, mir so etwas zu verschreiben. Also muss ich jeden Monat um mein Rezept "betteln". Das kann es doch nicht sein!!! Die Spitze ist noch, dass mir der Rheumatologe mitteilt: "Wenn sie Sozialhilfeempfängerin wären, dann könnte ich Ihnen auch noch Arava aufschreiben". Da es dann aus einem anderen "Topf" käme.

    Eine telefonische Nachfrage bei der Krankenkasse hat nichts ergeben, dass ich mich an die zuständige kassenärztliche Verrechnungsstelle wenden soll. Traue mich aber nicht, mich dort zu melden, bin ansonsten mit meinen Ärzten zufrieden und möchte keinen irgendwo hineinreißen.

    Ich bin es aber echt leid. Ich möchte Arava absetzen, obwohl ich es verordnet bekommen habe und es mir inzwischen auch gut bekommt.
    Bin zur Zeit einfach frustriert. Medikamente, die ich nehmen soll will mir keiner verschreiben. Ist das normal?
    Was habt ihr für Erfahrungen??

    :confused: :confused: :confused: :confused: :confused: :confused:
     
    #1 17. Februar 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Februar 2004
  2. schnullerdevil

    schnullerdevil Das Teufelchen vom Dienst

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    hallo Anne
    bei mir ist es so das ich alle Rezepte problemlos ach vom HA bekomme, der schreibt unter anderem auch MTX, Arava und Cortison und beim Rheumadoc, der schreibt mir acuh alles problemlos auf.
    Das mit Sozialhilfeempfänger kenn ich, was dir da gesgat worden ist.
    lg schnulli
     
  3. Rollo

    Rollo Meistens Optimist

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    Hallo Anne40!

    Ich hatte bisher noch nie Probleme, ein Rezept für Arava oder MTX zu bekommen. Allerdings hatte ich beide Medikamente noch nicht gleichzeitig. Ich bin 1 Mal pro Quartal in der Rheumaambulanz der Uni-Klinik Heidelberg. Dort werde ich immer lapidar gefragt: "Welche Medikamente benötigen Sie denn?" Ich lasse mir dann immer Arava, Celebrex und Cortison auf einmal verordnen. Wenn mir ´mal der Vorrat ausgeht, wende ich mich an den Hausarzt. Der hat mich zwar auf die Probleme mit den Kosten hingwiesen, aber mir nie ein Rezept verweigert.

    Viele Grüße
    Rollo (Kassenpatient)
     
  4. Claudina

    Claudina Neues Mitglied

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    wer muss ARAVA verschreiben

    Hallöchen Anne 40
    da platzt mir der Hut. Ich habe öfter schon von anderen dein problem gehört.
    Meine HA ( eine ganz liebe ) versorgt mich mit allen benötigten Medis. Sie sagt, auf Grund meiner cronischen Erkrankung gibt es eine Abrechnungsziffer, mit der diese Medis aus dem Budget fallen, es macht nur mehr Arbeit es extra zu notieren.
    Frag doch deine HA mal nach dieser Möglichkeit.
    Ach so, meine Rheumatologin fragt mich ebenfalls, wie Schnullerdevil schon sagte immer, was ich benötige.

    ich halte die Däumchen, das du ohne umwege an deine Medi kommst.

    liebe knuddel

    Claudina:mad:
     
  5. merre

    merre Aktives Mitglied

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    unverständlich

    ...wie lange reichst Du denn noch mit dem Arava und wieviel mg bekommst Du denn?
    Schreibs mal, sehen wir denn weiter. "merre"
     
  6. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    ich hab ja "nur" .............

    private rheumatologen und mein ENBREL "ja ihr lest richtig, ich bin seit dem 15.2. unter die "enbreljunkies" gegangen" bekomme ich von meinem schmerzdoc verschrieben. und der hat bisher noch nichts gesagt.

    auch vorher das MTX oder das ARAVA bekam ich von ihm.

    ebenso meine ma.

    "gottlob" das es so bleiben möge.

    das mit dem sozialhilfeempfänger hab ich so auch schonmal gehört. ist doch eine riesenfrechheit....................!

    das gehört an die öffentlichkeit finde ich. da hilft einem was und man muß darum bitten und betteln bzw. sich noch zusätzlich schlecht fühlen.

    ja wo sind wir denn???

    und dann liest man immer wieder wieviel millionen für nichts aus dem fenster geschmissen werden etc.............(da krieg ich die wut...sorry :rolleyes: :mad: ).

    drück dir die daumen,das du ja nicht mehr lange bittstellerin sein mußt (und allen anderen auch).

    @merre: du bist wirklich der "auswegshelfer" für viele hier.danke dir dafür.und wenn ich mal wieder in berlin bin,würde ich mich sehr freuen, auch auf dich mal zu treffen.

    herzlichst

    liebi
     
  7. **ina**

    **ina** Neues Mitglied

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    wieso? Haste n Schuhkarton mit Nachschub merre? :D:D:D:D

    Diese Gesundheitsdeform treibt wirklich ihre Blüten. Habe gerade gehört, dass in nem Hospiz (zählen wohl von der Kategorie zu Altenheimen, weiss nicht, wie man das richtig nennt) jegliche verschriebenen Medikamente vernichtet werden müssen, sollte ein Patient sie nicht mehr benötigen (z.B. wenn jemand stirbt). Was für eine Verschwendung! Dabei gibt es so viele andere Patienten, die dieselben Medis benötigen und die man gut aufbrauchen könnte.
    Da kann man echt nur den Kopf schütteln.

    trotzdem liebe Grüße

    ina (o:

    ach übrigens, ist Kopfschmerzwetter? Plagen mich seit gut 2 Wochen mal mehr und mal weniger, gerade wieder etwas mehr. Kopfschmerzen hab ich so selten, dass ich nicht glaube, dass ich da wetterfühlig bin, aber Rheuma hatte ich ja vor 3 Jahren auch noch nicht. :D
     
  8. klaraklarissa

    klaraklarissa Neues Mitglied

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    Hallo Anne,

    da geht einem doch wirklich der Hut hoch, wenn man sowas hört :mad: ... Also ich bekomme ohne Probleme meine Medis, auch Arava, von meinem Hausarzt verschrieben. Wenn ich in der Rheumaklinik auf Station bin schau ich gleich mal in der Ambulanz vorbei und gucke, ob ich mir dort nicht Medikamente zwischendurch verschreiben lassen kann ( ich denke ja sozial <--- für meinen Hausarzt :D ).
    In der RA merke ich aber auch eher, das manche Sachen nur widerwillig verschrieben werden, auf jeden Fall oftmals nur kleine Packungen (N1) oder Medis, die nicht direkt dem Rheuma zugeordnet werden können, kriege ich dort gar nicht ... aber das liegt wohl eher an einer etwas bissigen Schwester an der Rezeption *g* hört sich an, wie im Hotel.
    Meine BTM bekomme ich dort auch nicht, die verschreibt mir nur der Hausarzt, das ist aber normal so, wohl sogar Vorschrift, damit man nicht zu viel nimmt und der arzt eine Übersicht hat.

    Ich finde schon gut, wenn die Medikamentenverschreibung ziemlich grundsätzlich in der Hand eines der behandelnden Ärzte liegt. Nur so ist die chemische Keule bei vielen kontrollierbar.

    Ich wnsche Euch einen guten Morgen ;) ...

    @ Merre.. hast Du etwa eine Aravaquelle ... nach dem Motto .."nachwachsende Rohstoffe"? :D :D
     
  9. uli

    uli Neues Mitglied

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    Hallo Anne,

    es ist nun wirklich nicht ungewöhnlich, wenn Du MTX und Arava als Kombinationstherapie zu bekommst. Sowohl Dein Hausarzt als auch Dein Rheumatologe müssen Dir die Medikamente verschreiben, wenn dies medizinisch erforderlich ist. Ich an Deiner Stelle würde Deinen Rheumadoc bitten, Deinem Hausarzt einen Patientenbrief zu schreiben, in welchem er diesen bittet, Dir Arava zu verschreiben, da dieser Deinen Rheumadoc ja um Mitbehandlung gebeten hat.

    Falls Dein Rheumadoc Dir die erforderlichen Medikamente nicht verschreibt, gehe folgendermaßen vor:
    Fertige ein Anschreiben an Deinen Rheumadoc, schildere die derzeitige Lage und dass dieser - Dein Doc -nicht bereit ist, Dir - trotz erfolgreicher Behandlung - Arava weiter aufzuschreiben, weil dies sein Budget nicht zulasse. Dann bittest Du Deinen Doc schriftlich, er möchte Dir diese Vorgehensweise schriftlich bestätigen.
    Ich bin einmal sehr gespannt, wie er darauf reagiert. Ich kann Dir aus eigener Erfahrung sagen, dass Du wahrscheinlich Deine Medikamente weiter bekommst, wahrscheinlich erst auch einige böse Blicke, aber dies solltest Du in Kauf nehmen.

    Lieben Gruß

    Uli
     
    #9 18. Februar 2004
    Zuletzt bearbeitet: 19. Februar 2004
  10. sunnygirl

    sunnygirl Neues Mitglied

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    Liebe Anne,

    genau das Problem hatte ich auch, ich nehme Arava und Cortison. Letztes Jahr sagte mein Rheumadoc. plötzlich Arava solle ich wechsel von HA aufgeschrieben werden, ich war sauer und sagte ihm, dass dies für mich unverständlich sei. Mein nächsten Termin bei meiner Hausärztin sagte ich ihr, dass ich mir Arava im Wechsel von ihr verschreiben lassen soll. Sie war sehr erstaunt und wollte mit dem Doc reden. Gesagt getan, dann wurde vom HA ein spezieller Antrag bei der Krankenkasse gestellt und nun mach in brav was die Ärzte von mir verlangen. Es ist aber der absolute Hit. Um Krankengymnastik oder Massage muß ich bei meinem Rheumadoc auch betteln, so ist das halt, wenn man Deutsche ist und von morgens bis abends buckeln geht.....
    sorry, aber das macht mich stockesauer.

    Alles Gute für Dich liebe Anne.
    sunnygirl
     
  11. Dr.Langer

    Dr.Langer rheuma-online Doc

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    Hallo,

    normalerweise halte ich mich ja, wie alle wissen, aus dem Forum heraus, da es ein Erfahrungsaustausch von Betroffenen ist und auch bleiben soll.

    Das heißt aber nicht, daß ich nicht ein regelmäßiger Besucher des Forums bin und versuche, nach Möglichkeit alle Beiträge zu lesen - was mittlerweile immer schwieriger wird, da das Forum inzwischen fast "explodiert" und es jetzt so viele User und neue Postings gibt, daß ich das schon fast nicht mehr schaffe.

    Wenn ich so etwas lese wie hier, kann ich mich aber auch kaum noch zurückhalten. Ich habe in der Sekunde nicht die Zeit, etwas zu der ganzen Budget-Geschichte und den sonstigen Grausamkeiten unseres sozialen Gesundheitssystems zu schreiben. Vor allem, da dabei auch noch jedes Wort gut überlegt werden will, wenn man es als "Offizieller" schreibt.

    Was mich aber interessieren würde, damit ich den Sachverhalt aus der Ferne besser beurteilen kann:

    Ist der genannte Rheumatologe ein internistischer Rheumatologe oder ein Orthopäden-Rheumatologe? Und ist seine Praxis (bei Anne40 steht, daß sie aus NRW kommt) in Nordrhein oder in Westfalen-Lippe (sind zwei unterschiedliche KV-Bezirke, d.h. Regionen, für die zwei unterschiedliche Kassenärztliche Vereinigungen zuständig sind, in denen die Budget-Regelungen bzw. die Haftungsregelungen des Arztes im Fall eine Budget-Überschreitung auf den allerersten Blick genau gleich sind, auf den zweiten, sehr genauen Blick aber sehr kleine, dafür aber für den Arzt ggf. fatale Unterschiede aufweisen.

    Nichtsdestotrotz: Es kann doch nicht wahr sein, daß in der Rheumatologie ein Patient aus Budgetgründen ein wirksames Medikament nicht mehr bekommen soll. Wenn man das einem Patienten mit Krebs oder HIV/AIDS oder Hepatitis C oder einer weiß-ich-was-Erkrankung, die manchmal lange nicht so folgenreich und so gefährlich ist wie eine rheumatoide Arthritis und dennoch ohne Zögern und ohne Diskussionen mit u.U. noch viel teureren Medikamenten als Arava behandelt wird, erzählt, glaubt der mit Sicherheit, dem, der das erzählt, wäre seine Erkrankung schon aufs Gehirn geschlagen, so unglaublich klingt für einen normalen Kranken diese Geschichte.

    Wir sollten allmählich einmal darüber nachdenken, ob wir nicht wirklich von rheuma-online aus eine Aktion gegen solche Unglaublichkeiten und Ungerechtigkeiten bei der Verteilung von Mitteln in unserem Gesundheitssytem starten sollten.

    Wir sind gemeinsam und mit rheuma-online viel stärker, als mancher glauben mag. Allein die Zahl von derzeit monatlich mehr als 135.000 Besuchern pro Monat auf unserer Seite hat eine Bedeutung, die für uns und unsere virtuelle Community spricht.

    Die Zeit ist gekommen, nicht immer alles nur sprachlos und tatenlos hinzunehmen. Wer in unserer Gesellschaft sein Recht nicht einfordert, bekommt es nicht. Solidarität ist ein Wort, das schwierig zu schreiben ist. Warum sollte man dann auch wissen, was es bedeutet. Und sie praktizieren? Ist wahrscheinlich uncool.

    Cool ist: Rheuma-Patienten fangen an, sich zu wehren. rheuma-online ist dabei. rheuma-online hilft. rheuma-online bewegt Menschen. Fangen wir an.
     
  12. Neli

    Neli Optimistin

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    Hallo, Dr. Langer,

    ich fände das toll und wäre sofort dabei!

    Viele liebe Grüße
    Neli
     
  13. Samira

    Samira Neues Mitglied

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    Hallo,

    ich finde die Idee von Dr.Langer auch super.

    Habe nämlich das gleiche Problem, ich nehme seit Jahren MTX, bekomme ich auch immer vom internistischen Rheumatologen verschrieben, zwischenzeitlich bekam ich auch schon mal ander Basismedis zusätzlich, da ich im Januar bei Doc L. war und dieser mir die Kombination MTX Arava empfohlen hat, wollte ich mir Arava vom Hausarzt verschreiben lassen, weil ich eigentlich gar nicht mehr zu meinen alten Rheumadoc wollte, sind eh immer nur 5 min. die der sich Zeit nimmt.
    Aber
    die Erklärung meines HA, er kann, wegen des Budgets, mir kein Arava verschreiben, sowas muß der Facharzt machen, er käme sonst in Teufelsküche, MTX wäre allerdings kein Problem :confused:
    so und nu hab ich immer noch kein Arava genommen und mir bleibt wohl nichts anderes übrig als wieder beim alten Rheumadoc zu betteln,

    Also los fangen wir an laut zu werden, mir ist sowieso grad danach wegen des Dramas einen neuen HA zu finden

    Gruß
    Samira
     
  14. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    KANN DEM ALLEN NUR ZUSTIMMEN.....

    so wie schonmal hier erwähnt.

    es ist an der zeit, das wir die kraft und den rahmen den uns dieses forum (und die fachliche unterstützung nicht zu vergessen ;) )gibt, nutzen um uns zu wehren.(in der orthopress wird r-o erwähnt, rheuma"mobil", ebenso in "meinem rehabericht":D, in der fachpresse allgemein ist r-o schon sehr bekannt usw......)


    einer der kämpft kann sagen: "ich hab es versucht",aber einer, der es nie versucht hat, wird nie herausfinden ob er nicht doch was bewirkt hätte.

    und wer sagt uns "DAS LEBEN IST LEICHT UND FAIR":rolleyes: ,genau,keiner!

    ICH BIN DABEI UND FÜR ALLE "SCHANDTATEN" ZU HABEN:

    liebi:D :cool:
    nur eine frage gibt es da ja doch noch:+

    WIE
    WER
    WAS und

    "GEGEN WEN"!!!!!!

    wäre eine umfrage im sinne einer öffentlich petition sinnvoll?

    mom fehlt mir da noch der genaue weg.

    würde aber selbst noch mit nach RTL oder SAT 1 gehen;)
     
    #14 18. Februar 2004
    Zuletzt bearbeitet: 18. Februar 2004
  15. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Richtig

    Hallo Dr. Langer
    Würde ich alles so unterschreiben und auch denken, daß man schon Druck machen kann. Ich sehe auch viele mir bekannte Ärzte, i.b. auch aus renomierten Universitätskliniken auf unserer Seite.
    Immer wieder geht es um das "Verschreibungsproblem" und lange Wartezeite, was auch von den genannten Einrichtungen kritisiert wird.
    Ich werde mal anfangen und über das Problem nachdenken?.
    Vielleicht kriegt man ein "entsprechend formuliertes Schreiben" für solche Fälle z.B. an die Krankenkassen hin.

    Sicherlich sind wir bei RO auch sehr bekannt und anerkannt. Viele Anfragen zu Problemen habe ich auch aus dieser Position heraus formuliert. Manchmal hat schon der diskrete Hinweis gereicht, daß woanders anders gedacht wird.
    Mir ist bekannt, daß ein wichtiger Punkt zur Diagnosebestimmung auch die Frage nach welchen Medikamenten und deren Wirksamkeit ist. Die Kostenfrage hat untergeordnete Bedeutung, das Medikament muß helfen....Ulla Schmidt.
    Vielleicht wäre ja folgendes möglich. Ich konstruiere mal:

    "Werter Herr Dr................
    In meiner Eigenschaft als Patieentenbetreuer eines bekannten Hilfsvereins wurde ich um eine Problemklärung gebeten.
    Es geht um die Weiterbehandlung einer Patientin mit dem Medikament........
    Wie ich dem Ganzen entnommen habe ist die Verordnung medizinisch notwendig und nachgewiesenermaßen erfolgreich bei der Behandlung.
    Jetzt stehen dem "finanzielle" Gründe entgegen. (so wurde mir weitergegeben)

    In diesem Zusammenhang muß ich allerdings auf Presseerklärungen unserer Gesundheitsministerin und von Sprechern der Krankenkassenverbände verweisen, die in der Aussage folgendes beinhalten.
    "Einem Patienten dürfen "in keinerlei Form Nachteile" entstehen.
    Notwendige Behandlungen werden auch weiterhin in Kostenübernahme genommen."

    Dementgegen steht die oben genannten Mitteilung.
    Deswegen würden wir in dieser Hinsicht unbedingt versuchen wollen eine Weiterbehandlung der Patientin mit dem entsprechend notwendigen Medikament zu ermöglichen, was folgende Fragen aufwirft.

    1) Wie sind die gesundheitlichen Auswirkungen, wenn das Medikament abgesetzt wird. Wer kommt für Folgekosten auf.
    2) Welchen Stand nimmt die Krankenkasse dazu ein?
    3) Kann man Sie als Arzt unterstützen, um eine Klärung zu erreichen.

    Selbsverständlich habe ich mich medizinischerseits rückversichert, daß ein Absetzen als (sagen wir) "nicht nachvollziebar" einzuschätzen wäre.

    Ich bitte um Rückantwort.

    Betreffs dieses Problem werde ich (zum gegebenen Zeitpunkt) mich auch an die Krankenkasse wenden.
    Zu einer Publikation in entsprechenden Medien fehlen mir allerdings noch die angesprochenen detaillierten Angaben. Oft stellten sich diese Probleme als Mißverständnis heraus.

    Wegen der drnängenden Zeit wäre ich erreichber Te.: e-mail:

    .....das Übliche

    Ja was meint Ihr??
     
  16. Pukki

    Pukki immer wieder Aufstehn!

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    Ich bin auch für wehren

    Hallo zusammen,

    ich finde auch, was da so mit uns Patienten passiert kann nicht unkommentiert bleiben.

    Lieber Dr. Langer, was bin ich froh, dass wir Sie haben!

    @ lieber merre: Find ich gut was Du da für den Einzelfall, dass ein Arzt die nötigen Medis nicht verschreiben will formuliert hast. Besonders gut finde ich den Hinweis einer Publicaton in der Presse.

    Ich in leider nicht halb so geschickt im Formulieren wie Du und fachlich- sachlich kann ich mit Dir auch nicht mithalten. Aber irgendwie regt sich in mir der Gedanke, dass alles breiter anzulegen, öffentlich zu machen. Vielleicht eine Serie in einer Zeitung, einem Fachbatt, Plakate
    ect. . Oder aber vorgedruckte Protestpostkarten an Gesundheitsministerium, Familienministerium, Bundesregierung?! Die dürften sich vor lauter Protestpost nicht mehr zu helfen wissen.

    Das ist leider nur ein bischen gesponnen - eine klare Struktur habe ich nicht. vielleicht sind da ja noch ein paar Denker - ich bin für alles außer kuschen und abwarten.
    Mir fehlen die Kenntnisse, an welche Gremien man sich da wendet. Im Moment, da ich das alles hier lese und auch durch ein paar eigene Erfahrungen bin ich einfach nur wütend.
    Am liebsten würde ich diese menschenunwürdige Behandlungund Ignoranz in die Bildzeitung bringen, aber dafür bräuchten wir bestimmt erst mal ne Leiche:mad:

    liebe Grüße Pukki
     
  17. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

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    Hallo zusammen

    bei vielen Änderungen werden die Rheumakranken einfach nicht ernst genommen. Beispiel Erstattung der Fahrtkosten. Hier wurde erst auf Protest hin, die Gehbehinderung wieder aufgenommen. Bei Carcinom- und Dialysepatienten gab es keine Probleme.

    Das Budget haben sich ja nicht die Ärzte ausgedacht, die dürfen den Mangel ja nur verwalten.

    Das Problem ist, dass jeder Arzt für seine verordneten Medikamente gerade stehen muß, er muß sich für seine Therapien verantworten. Es gibt nun 2 Sichtweisen. Einerseits der Rheumatologe, der die Medikamente ansetzt und sie auch beim Hausarzt verschrieben haben will. Andererseits der Hausarzt, der die Medikamentenverordnung verantworten muß, obwohl er sie nicht angesetzt hat.

    Der Leidtragende ist der Patient, der nicht weiß wie ihm geschieht und der letztlich ja die Hauptperson dabei ist.

    Politiker reagieren zunehmend auf persönliche Schicksale und Patientenproteste. Ärzteproteste werden abgetan.

    Es wird daher wirklich an der Zeit, dass die Rheumatiker sich wehren.

    Da viele Wahlen sind 2004 wären Proteste persönlich, per mail oder Postkarten in den jeweiligen Wahlländern zeitlich gezielt angesetzt vielversprechend.
    Immerhin wurden so die neuen Heilmittelrichtlinien überarbeitet (Proteste auf oben genanntem Wege)

    Das Budget wird von oben gemacht und genau dort muss man ansetzen.

    Es bedarf aber sicher einer guten Plattform, wie sie rheuma-online bieten kann, vielleicht tut sich ja etwas in dieser Form. rh-online wäre sicher des beste Koordinierungspunkt.
     
  18. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Protest

    Ja da habe ich heute in der Uni/Hautklinik gleich einen Protestbrief geschrieben betreffs der Gesundheitsreform (dort lagen Vorlagen aus, wo man nur noch persönliche Meinungen zuformulieren mußte) und eine Petition an den Senat von Berlin und die BVG unterschrieben, weil die eine Buslinie von der S-Bahn zur Uniklinik streichen wollen....fahren eh nur Kranke und niederes Personal mit, aber das das umständlicher und beschwerlicher für die wird...denen egal. Hauptsache sparen.
    Ja und da denke ich langsam, ob wir uns manche Politiker überhaupt noch leisten können, viellicht könnte man da einige einsparen??
     
  19. Anne40

    Anne40 Guest

    Hallo Herr Dr. Langer, !!
    und ein hallo an alle anderen lieben Mitleidenden,

    für Eure mitfühlenden Beiträge möchte ich mich ganz herzlich bedanken. Ich möchte euch alle umarmen! Mit so einem Interesse habe ich nicht gerechnet, mir kommen fast die Tränen (bin ein Sensibelchen). Ein ganz großer Dank gilt besonders Herrn Prof. Dr. Langer. Endlich einmal jemand, der die Probleme versteht und aufgreift und auch noch absolut Spitze formuliert. Sie und /Ihr habt mir aus dem Herzen gesprochen.
    Habe wieder Mut bekommen und werde die Sache durchziehen. Bin ja offensichtlich nicht alleine. Ich möchte doch nur meine verordneten Medikamente verschrieben bekommen. Massagen, Krankengymnastik u.a. habe ich noch nie verlangt. Werde ich auch nicht.
    Mir reichen z.Zt. die verordneten Medikamente; (wenn ich sie bekomme; 10mg Arava pro Tag).

    Lieber Herr Prof. Dr. Langer, ich bin übrigens bei einem internistischen Rheumatologen in Behandlung und der KV-Bezirk ist Nordrhein.

    Einen herzlichen Gruß an Alle (und Hellau)

    Anne (Budget-Geschädigte)



    PS: Vielleicht wird einmal die Budget-Geschädigten-Krankheit anerkannt.
    Dafür sollten die Krankenkassen schon einmal einen eingenen "Topf" einrichten.
    <sorry Krankenkassen, war nicht so gemeint>
     
    #19 19. Februar 2004
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 19. Februar 2004
  20. anika

    anika Neues Mitglied

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    arava

    Hallo,
    auch ich würde mich einer Aktion vondieser Plattform aus gerne anschließen, zu Anne:
    ich habe noch 20mg Tabletten Arava (kann man auch teilen) im Schrank (sind auch noch bis 2005 haltbar), da ich auf nbrel umgestiegen bin, wenn du willst würde ich sie dir zukommen lassen, damit du erstmal versorgt bist, aber das Problem bleibt ja und ich hoffe, daß Du deine
    Ärzte noch zur Vernnft bekommst ( ich bekomme die meisten Medis übrigens vom Hausarzt)

    Ich hoffe ich kann dir helfen ( schreib mir einfach gegebenenfalls eine Mail)

    Alles Gute
    anika