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Wer kennt Sertalin???

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von free, 2. Februar 2009.

  1. free

    free Neues Mitglied

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    War in der DKD und beim eigentlichen sehr netten Gespräch mit dem Psychologen, fragte er mich über Ängste, Schmerzbeginn, Phobieen usw.aus.
    Resultat, meine Schmerzen wären die Folge von verdrängten Ängsten, Schreckerlebnissen innerhalb der Familien, Sorgen und Stress und nun da ich ja schon MTX wegen des geschwollenen seit Monaten nicht belastbat schmerzenden Hand- und Dau,engelmks nehme soll ich Sertalin probieren, ein neuartiges Psychomedikament.
    Hat jemand damit Erfahrung oder Erfolgsberichte ?
    Ich habs nicht an der Klatsche, und bin eigentlich ein fröhlicher Mensch. Nur die Schmerzen in geschwollenen Knien, Schultern, Oberarmen usw. können einen schon mal mürbe werden lassen zumal der Schlaf dadurch ja auch immer gestört ist. Aber so ein Mittel wirklich der Retter???
    Gruß und Danke für euere Hilfe free:uhoh:
     
  2. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo free!

    Ich kenne das Mittel (Sertralin),es kommt aus der Wirkstoffgruppe der Serotoninwiederaufnahmehemmer. Ich hatte es 2000 bekommen, als die Fibro diagnostiziert wurde und ich kein Amitryptilin vertragen kann. Nach 3 Tagen 50mg wurde meine Stimmung schon besser.
    Hatte es dann 2003 absetzten wollen, aber da fehlte dann der Antrieb und ich habe sie dann wieder weiter genommen (immer morgens eine).
    2006/07 hatte ich den 2. Versuch gestartet ohne das Mittel, da ich verspürte, das es nicht nur die Traurigkeit nahm (die auch zu der Zeit nicht mehr dolle war), sondern auch die Fröhlichen Momente: ich konnte über Witze nicht mehr lachen.

    Also das Medikament nimmt einen die Gefühlsspitzen (so hatte ich es dann gefühlt), die negativen sowie die Positiven Gefühle. Hatte dann irgendwann abgewogen, was man jetzt haben will. Hatte mir aber immer im Hinterkopf behalten, das Medikament wieder zu nehmen, wenn die negativen Gefühle wieder überhand nehmen (habs mit HA auch so besprochen).

    In Sachen der Schmerzreduktion hatte es keinen Einfluß bei mir. Aber durch die Schmerzen wird man depressiv. So ist es wenigstens bei mir.

    Seit Sommer habe ich wieder mehr Schmerzen, die einen zermürben, je länger sie dauern, ohne Zeiten dazwischen wo es mal besser wird.
    Ich bekomme seit Mitte Januar Doxepin (hatte ich mal 3 Monate bei Schmerztherapie erhalten, 2000). Das Medikament scheint etwas gegen die Ruheschmerzen zu helfen (brauche jetzt weniger Novalgin), Depriphase hatte ich trotzdem (letzten Samstag).

    Gruß Meerli
     
  3. Lupus-Frau

    Lupus-Frau Neues Mitglied

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    Hallo und guten Morgen free,

    vor einem Jahr habe ich wegen Burnout mit der Einnahme eines Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmers begonnen. Eine willkommene Nebenwirkung sind meine reduzierten Muskelschmerzen. Ich habe es nun als Dauermedikation beibehalten, und es geht mir damit gut. Auch im Job.

    Die Absetzversuche, von denen Merli13 schreibt, kenne ich auch. Nur waren es bei mir die Schmerzen, die mich dazu bewogen haben, es wieder einzunehmen.

    So habe ich es auch empfunden. Ich bin viel ausgeglichener, gut gelaunt, und längere Zeiten, in denen es mir körperlich nicht so gut geht, belasten mich psychisch nicht mehr so stark. Das kommt auch meiner Umwelt zugute und meine Lebensqualität hat dadurch zugenommen. Dafür nehme ich auch gerne Nebenwirkungen in Kauf.

    Lieben Gruß

    Lupus-Frau
     
  4. free

    free Neues Mitglied

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    Zunächst mal Danke euch beiden, für die Info. Aber wie verträgt sich das mit MTX? Und wenn man gefühlstot ist, hat man doch gar kein Leben oder seh ich da was falsch?
    Wenn ich nur noch teilnahmslos alles mache, bin ich nichtmehr ich.
    Und stimmt es, das einem davon übel wird. Hautflecken entstehen, Durchfälle und Herzrasen kommen. Und auch sonst eigentlich die Nw. überwiegen? Macht das wirklich Sinn?
    Ich versteh das nicht. Bin ja ansonsten nicht deppresiv, ich steh nur bei Entscheidungen manchmal so zwischen den Stühlen. Falsch oder richtig.
    Gruß free
    Denn es wurde mir dieses Mittel rein wegen der angeblich aus Kindheitstagen Ängsten und Schmerzabspeicherungen im Gehirn verschrieben.
    Nun aber Verlustängste wenn ein Opa stirbt. Sorgen wegen kranker Kinder, oder arbeitsbedingte Probleme hat doch jeder, da muß man doch auch ohne Medikam. mit klar kommen oder?

     
  5. Meerli13

    Meerli13 Meerschweinchen-Guru

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    Hallo free!

    Also sonstige Nebenwirkungen hatte ich überhaupt nicht, und so gefühlskalt war man auch nicht, andere haben nichts bemerkt.

    Habe nur gemerkt, das ich gar nicht mehr mitweinen konnte, wenn im Fernsehen etwas trauriges geschieht (wenn Tiere im Fernsehen sterben,habe ich immer mitgeheult, oder bei Sylvester...)
    Das fiehl irgendwie weg, darum habe ich dann das Medikament ja auch später abgesetzt. Aber bevor ich es bekam, war ich aus nichtigen Gründem am heulen, weil die Schmerzen einen mürbe gemacht haben. Und ich habe wieder etwas mehr Antrieb bekommen, etwas zu machen, was einem gut tut.
    Habe 2001-2003 eine Schmerztherapie (1x wöchentlich)beim Psychologen gemacht,die tat auch gut.
    Zur Zeit geht es mir auch wieder schlechter, da die Schmerzen mir kaum noch was machen lassen (was einem sonst gut tut), bekomme jetzt Doxepin, welches etwas die Schmerzen nimmt.

    Also es ist ein abwägen, aber man braucht das Medikament ja nicht dann immer nehmen, probiere es vielleicht mal aus für halbes Jahr (aber nicht dann abrupt absetzen sondern langsam ausschleichen). Vielleicht fühlst du dich dann etwas besser, so das man wenigstens etwas aus dem Loch kommt. Denn Nebenwirkung hatte ich sonst nicht, wie Gewichtszunahme, oder Magenschmerzen.

    Gruß Meerli
     
  6. free

    free Neues Mitglied

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    ;)Danke sehr. Das liest sich schon besser. Gruß free