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Wer kann mir Tips geben wie ich wieder besser drauf bin?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von mitschidani, 6. Juli 2008.

  1. mitschidani

    mitschidani Registrierter Benutzer

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    Hallo,

    bin neu hier und habe Angst!

    Meine Diagnose vom Rheumatologen ist: undifferenzierte Kollagenose, Autoimmunthyreotidis, Raynaud-Syndrom.

    Meine Hausärztin hat im April bei einem Check-up verschiedene Bluttests gemacht, da ich über verschiedene Symptome geklagt habe. Z.B. Schmerzen an der rechten Körperseite (mal im Knie, mal im Handgelenk, mal im Arm, geschwollene Finger und Hand), seit Winter 2007 bei Kälte blaue Finger, Schmerzen im Schulter-Nackenbereich, Schmerzen am Sakralgelenk rechtsseitig, Schuppen, Haarausfall, wiederkehrende Scheidenpilze, ab und zu Magen-Darm-Probleme, Müdigkeit, Antriebslosigkeit.

    Der Bluttest hat dann ergeben, daß ein Verdacht auf Hashimoto besteht (wurde jetzt durch einen Radiologen bestätigt), T3 und T4 sind im Normbereich, TSH liegt bei 2,58 (Richtwert: o,27 - 4,2)), Ultraschall angeblich eindeutig Hashimoto.
    Außerdem waren die Rheumawerte erhöht, d.h. ANA 1:640 (Grenztiter: 1:80), ENA-AK: 121 U/ml (Richtwert: bis 20), CCP-AK: 9.3 U/ml positiv (Richtwert: <5), Scl-70 Ak: 114 U/ml (Richtwert: bis 20).

    Ich nehme jetzt seit 21.6.08 L-Tyroxin 50 und Quensyl 200 seit 24.6.08.

    Momentan geht es mir psychisch total schlecht, ich kann mich einfach nicht daran gewöhnen, daß ich krank sein soll.

    Natürlich habe ich derzeit auch Beschwerden wie verstärkter Haarausfall, Schuppen, Schmerzen an der rechten Körperseite.

    Da ich zwei Kinder habe und in der eigenen Firma mitarbeite, habe ich mich für eine ambulante Kur entschieden.

    Vielleicht kann mir jemand noch einen Tip geben was ich machen könnte, vor allem daß ich wieder psychisch besser drauf bin.

    Als ich die Diagnose noch nicht hatte, ging es mir irgendwie besser, obwohl das eine oder andere Wehwehchen aufgetreten ist. (Ende Mai war ich eine Woche mit 2 Freundinnen in Italien - ich hatte keinerlei Beschwerden!)

    Ich wäre für ein paar aufmunternde Zeilen sehr dankbar!

    Gruß
    mitschidani
     
  2. Rosenbeet

    Rosenbeet Neues Mitglied

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    Psyche

    Guten morgen du Arme!
    Ja ich weiss genau wie es dir geht. Ich bin ganz schlimm depressiv geworden als ich merkte, dass ich nicht mehr so kann wie ich will. Und ich war ein sehr agiler Mensch, Schicjtdienst als Krankenschwester, zwei Kinder usw....! Ich lag dann wirklich nur noch auf dem Sofa, sah den Dreck und war hilflos. Und erst nach langer Zeit. als ich mir sagte, es ist jetzt halt so wie es ist, ging es jeden Tag minimal besser. Aber währen dieser schlimmen Zeit blieben dann auch die "Freunde" weg usw. Es war eine ganz schlimme Zeit. Versuch einfach da nicht reinzurutsc hen. Ich helfe gerne, wenn ich kann. Sei lieb gegrüßt!
    Theresia
     
  3. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo mitschidani,

    erst mal ein herzliches willkommen hier bei ro.

    kann zu deinen diagnosen leider nicht viel sagen, aber es ist immer schwer, zu akzeptieren, dass man plötzlich krank ist und das es wahrscheinllich auch so schnell nicht wieder aufhört. es dauert schon seine zeit, bis man gelernt hat, mit seiner krankheit zu leben. das geht hier sicher den meisten so.

    ich selbst hab es nicht allein geschafft und habe mich an meinen psychodoc gewandt (war allerdings schon vor meiner diagnose ra dort in behandlung).
    nehme z.zt. ein antidepressivum, Cymbalta, das sogar auch etwas gegen die schmerzen hilft.

    du scheinst ja noch recht jung zu sein und wenn du noch kinder zu hause hast, ist es wahrscheinlich noch schwerer.

    du brauchst dich also nicht zu schämen, wenn du dich an professionelle hilfe begibst. allerdings kann es auch schon helfen, wenn man jemanden hat, mit dem man reden kann und der einen versteht.

    da bist du hier an der richtigen adresse. du kannst dich hier jederzeit ausheulen, es hört dir immer jemand zu.

    also weiter kämpfen und den kopf nicht hängen lassen (ist leichter gesagt als getan). aber anders gehts nicht.

    liebe grüße
    christi
     
  4. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo mitschidani,

    Deinen "Zustand" kennen hier leider sehr viele. Da sind wir alle schon mal durch und es trifft uns immer wieder mal. Also- Kopf hoch- man braucht leider Zeit. Sprich mit Deinem Dok darüber, vielleicht kann er Dir Amitryptilin geben. Keine Angst, auch wenn da Antidepressivum draufsteht. Lies Dir mal die Berichte dazu durch, ist schon viel geschrieben worden. Und denk dran: was nicht fertig wird- bleibt liegen. Auch wenn man das "liegen lassen" erst lernen muß. Überwinde Dich und bitte vorüber gehend um Unterstützung, eine Freundin, die Mutter, oder eine Hilfe (kann als Haushaltsnahe Leistung abgesetzt werden). Das ist KEIN persönliches Versagen! Nach einer Weile geht es wieder aufwärts. GANZ sicher! Berichte bitte weiter. Einen schönen Sonntag wünscht Dir Elke.
     
  5. Mummi

    Mummi Neues Mitglied

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    Guten Morgen mitschidani!

    Es tut mir leid das es dir nicht so gut geht. Wahrscheinlich ist es schlimm mit einer Diagniose zurechtzukommen, die man wie bei dir, eigentlich überraschender Weise bekommen hat. Man fühlt sich nicht wohl, hat gesundh. Probleme, geht zum Arzt und rechnet eigentlich mit nichts Bösem und dann das. Das steckt man nicht so einfach weg und die Gedanken, die man sich dann macht und die einen psychisch runterziehen sind völlig normal! Du musst und du kannst auch lernen mit deiner Krankheit zu leben!
    Sie wird dein Leben vielleicht manchmal bestimmen, aber nicht immer!
    Sie wird dich vielleicht manchmal verzweifeln lassen, aber es geht auch wieder aufwärts! Sie wird dir wahrscheinlich auch mal Depressionen bescheren, aber du kannst auch wieder lachen! Sie wird dir wahrscheinlich deine Grenzen zeigen, aber du wirst dein Leben und die guten Zeiten darin auch wesentlich bewusster erleben! Du hast das Glück, dass bei dir die Diagnose schnell feststand und somit das Glück schnell adäquat behandelt zu werden. Du wirst nicht jahrelang von Arzt zu Arzt laufen müssen mit dem stetig wachsenden Gefühl ein Hypochonder zu sein, dadurch depressiv werden und den Ärzten die Bestätigung zu geben, dass alles nur psychisch ist. Damit hast du schon einen großen Vorteil. Und mit Beginn der Behandlung kann man nicht nur die Symptome lindern sonder auch körperliche Schäden verhindern die in den nächsten Monaten und Jahren ohne Diagnose aufgetreten wären. Lies, wenn du Zeit hast mal einfach in RO quer. Da sind Berichte von Odyseen drinn, die so erschüttern, dass es mir oft gleich besser geht und ich mit mir gleich wieder halbwegs im Reinen bin.

    Ich wünsche dir für die nächste Zeit viel Kraft, ein liebevolles menschliches Umfeld, vor allem aber Verständnis von dir für dich, gute Besserung und alles Gute

    Mummi
     
  6. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Mitschidani

    und herzlich Willkommen hier bei uns...

    Den anderen kann ich mich nur noch anschließen...

    Viele Grüße
    Colana
     
  7. mitschidani

    mitschidani Registrierter Benutzer

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    Hallo an alle die mir auf meine Frage geantwortet haben: ihr habt mich sehr lieb aufgebaut!

    Ich werde mich sicher noch öfter hier melden, meine "Rheumageschichte" ist ja noch relativ frisch.

    Weil einige gefragt haben wie alt ich bin: ich bin 38 Jahre alt, habe mich noch nie mit Rheuma beschäftigt und in meiner Familie gibt es auch niemanden mit Rheuma.

    Ich merke, daß es am besten ist wenn ich mich ablenke (malen, Leute treffen, weggehen), sonst drehen sich meine Gedanken pausenlos um diese Krankheiten.

    Gruß
    Mitschidani
     
  8. sabsi

    sabsi Neues Mitglied

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    Hallo Mitschidani,auch von mir ein etwas verspätetes aber herzliches Willkommen bei RO.Hier bist du genau richtig :)
     
  9. Stefania16

    Stefania16 Neues Mitglied

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    huhu Mitschidani !!!
    [​IMG]
    Von mir auch erstmals
    HERZLICH WILLKOMMEN
    BEI UNS R.o-Usern

    Das kenn ich auch gut....ich bring mich auch immer auf andere Gedanken,meinchmal brauch ich das selbst net machen da hilft
    mir meine Beste Freundin schon...
    Aber ab und an kommt es vor...das du merkst hey ich konnte das doch früher ohne das mir mein knie oder der ganze rücken wehtat...dan is kla das man sich erinnert ja ich hab doch rheuma....ach mennnooo und die berühmt berüchtigte selbstfrage :WISO ICH ????: nur shitt das mir da keiner antworten kann...:(
    Aber ich weiß,das man damit klarkommen kann
    und es net immer in die Tiefe geht...

    Liebe grüße der kleine lUPI
     
  10. Hieske

    Hieske Neues Mitglied

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    plötzlich

    moin
    ganz überraschend CP und den Bechterew haben wir auch noch gefunden, was jetzt??
    Glaub mir, es trifft mehr Leute als man/frau denkt, aber es gibt immer Leute die viel schlechter dran sind.
    Ich für mein Teil beschäftige mich nicht mehr so intensiv mit dem Kram, denn in die Tiefe gehen hat mich nur kränker gemacht(hast du dies oder das auch noch??).
    Lenk Dich ab treff Freunde und unternimm etwas so lange es noch geht.
    LG Hieske
    P.S. willkommen im Club
     
  11. Judi_die_Katze

    Judi_die_Katze Neues Mitglied

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    Kopf hoch, das wird schon...

    Hallo mitschidani,

    erstmal herzlich Willkommen von mir.

    Ich hatte bei Stoikern folgenden Satz gelesen:"Es gibt Dinge die du ändern kannst und Dinge, die du nicht ändern kannst". Es hat mich persönlich komplett im "Kopf" umgekrempelt.

    Ich bin auch (noch) 38, und kämpfe von kleinan gegen verschieden Krankheiten. Und seit letzten 8 Jahren gegen Rheuma und Kollagenose. Na und? Das Leben geht weiter! Wir sind auch selbsständig und targen jeden Tag aufs neue Verantwortung für uns selbst!

    Es war nicht leicht es zu akzeptieren (und es gibt immer noch Tagen, wo man sich fragt "Warum ich?"), und ist nicht jeden Tag Sonnenschein. Ich konzentriere mich nicht auf die Krankheit sondern beschäftige mich mit Sachen, die mir bestmögliche Existenz mit diesem Umstand ermöglichen.

    Hier ein kleines Zitat für dich:"Ein besonderes Merkmal der stoischen Philosophie ist die kosmologische, auf Ganzheitlichkeit der Welterfassung gerichtete Betrachtungsweise, aus der sich ein in allen Naturerscheinungen und natürlichen Zusammenhängen waltendes göttliches Prinzip ergibt. Für den Stoiker als Individuum gilt es, seinen Platz in dieser Ordnung zu erkennen und auszufüllen, indem er durch die Einübung emotionaler Selbstbeherrschung sein Los zu akzeptieren lernt und mit Hilfe von Gelassenheit und Seelenruhe zur Weisheit strebt..."

    Gruss
    Judi
     
  12. Christi

    Christi Mitglied

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    hallo

    diesen spruch kenn ich anders:

    gott gebe mir die gelassenheit, dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann,
    den mut dinge zu ändern, die ich ändern kann
    und die weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.

    liebe grüße
    christi
     
  13. Aquarell

    Aquarell Sharpie

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    Hallo mitschidani,

    erstmal Herzlich Willkommen auf RO :xyxwave:

    Ich hab eine Mischkollagenose und bei mir hat's über 5 Jahre gedauert bis ich mich endlich damit arrangiert habe daß ich chronisch krank bin und daß das auch nicht mehr weggeht :sniff:

    Klar hilft es wenn man sich ablenkt und versucht sich mit irgendwas zu beschäftigen. Aber es hilft auch, wenn man sich über seine Krankheit und Symptome informiert, mir hat das auf jeden Fall einen großen Teil meiner Angst genommen! :top:

    Auf jeden Fall ist es schön dich hier zu sehen :)
     
  14. Judi_die_Katze

    Judi_die_Katze Neues Mitglied

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    Wie auch immer, hauptsache es hilft einem
     
  15. bebsi70

    bebsi70 Neues Mitglied

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    Hallo mitschidani,

    es hört sich zwar blöde an, aber wenn ich schon chronisch krank bin, versuche ich dennoch das Positive daran zu entdecken: (Das ist natürlich nicht sehr viel, aber was bleibt einem in so einer Postion übrig).

    Es hat lange gedauert - nach vielen Tränen, Verzweiflung, Wut und der Frage: Warum ich... - bis ich die Krankheit einigermaßen akzeptiert habe. Ich versuche positiv zu denken. Ich habe für mich selbst entdeckt, dass ich die ganzen Jahre mich nur für andere "aufgeopfert" habe, schlecht nein sagen konnte und mich auch wegen meines Haushaltes immer verrückt gemacht habe. Ich bin (war) so ein Typ, der alles perfekt haben wollte. Dabei habe ich die Grenzen des Möglichen übersehen. Seit ich mir darüber Gedanken gemacht habe, sehe ich auch (ist natürlich schwer, aber was bleibt einem eh anderes übrig) die positiven Dinge. Ich habe mein Leben und meine perfekte Art sehr umgekrempelt und es fällt mir seitdem vieles leichter. Schade, dass ich darauf nicht schon gekommen bin, als ich noch gesund war. Man macht sich erst Gedanken, wenn es einem schlecht geht. Und die Erkenntnis kam mit der Krankheit.

    Ich bin der Meinung, dass es auch viel u.a. an der Psyche hänge, warum ein Mensch krank wird. Und die Krankheit ist eine Gelegenheit, seine bisherigen Fehler zu überdenken. Gerade bei so einer Krankheit ist positives Denken zwar schwer, aber enorm wichtig. Wenn es auch nur Kleinigkeiten sind, über die man sich freuen kann, sollte man diese Augenblicke vielleicht viel intensiver wahrnehmen. Ich denke mir auch immer: Es gibt Leute, denen geht es wirklich viel schlechter... Und eigentlich gibt es auch viel Gutes, das man aber erst erkennen muss.

    Es gibt schöne Tage, wenn es einem gut geht und schlechte Tage. Man muss sich einfach vor Augen halten, dass es ganz sicher auch wieder schöne Momente im Leben gibt. Auch wenn diese nicht mehr so oft da sind.

    Du schreibst ja, seit du von der Erkrankung weißt, geht es dir schlechter. Da merkt man, wie sehr die Psyche mitspielt.

    Kopf hoch!

    LG

    Bebsi
     
  16. -Aufrecht-

    -Aufrecht- Neues Mitglied

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    Ich gehöre ja nun nicht mehr zu den wirklich Jungen, aber mein Bechti brach bei mir im 13. Lebensjahr aus. Als dann tatsächlich 17 Jahre später (30. Lebensjahr) die Diagnose Bechterew gestellt wurde, hatte ich auch den Punkt, an dem ich überlegte, Strick oder weitermachen.
    Rückblickend kann ich nur sagen, das Leben ist schön, auch wenn man anders als andere ist. Dass man ne Menge Müll zu durchleben hat ist großer Mist, aber wenn man es schafft, diesen teilweise nur linderbaren Mist hinzunehmen und versucht, so "normal" zu leben wie irgend möglich, muss man feststellen, dass es (mit manchmal unmenschlichen wirkenden Kraftanstrengengen) irgendwie gelingt. Es hat mich sehr oft mit Stolz erfüllt zu verstehen, dass als kleine Nebenwirkung, meine (berufliche) Leistungsfähigkeit deutlich höher war als die eines "Normalen".
    Es gibt sicherlich kein Patentrezept, wie man mit einer chronischen Erkrankung umgehen sollte, aber ich nehme an, dass es nicht schadet, das nicht Anderbare zu akzeptieren, sich sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben an seine Grenzen heranzutasten und diese zeitweise einfach mal zu überschreiten. Natürlich ist dies nur mein subjektives Empfinden, aber ich war schon erstaunt, wozu ich trotzt Krankheit, alles fähig war. Auch wieder rückblickend muss ich für mich, frei nach Edith Piaf feststellen, "Je ne regrette rien" (Ich bereue nichts).
    Ich wünsche allen, die am Anfang ihrer "Krankheitskarriere" (natürlich auch allen anderen) ihren Weg finden, trotz Krankheit, ein zufriedenes Leben zu führen.

    LG
    Michael