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Wer hat Erfahrung mit buprenorphin Schmerzpflastern?

Dieses Thema im Forum "Sonstige Medikamente und Schmerztherapie" wurde erstellt von TriaGirl, 21. Oktober 2015.

  1. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Hallo,

    ich habe eine schwere Osteoporose mit mehreren Wirbeleinbrüchen und daher ständig Rückenschmerzen, Novalgin hilft nicht mehr ausreichend und mit Tramadol komme ich auch nicht klar. Nun hat mir meine Schmerztherapeutin Schmerzpflaster Buprenorphin empfohlen. Wer hat Erfahrungen damit?
    Ich habe gleich mehrere Bedenken, denn als Opiat macht das Zeug doch abhängig?! Und ich habe Angst vor Nebenwirkungen, isb. Übelkeit und Schwindel.
    Außerdem habe ich Bedenken, da ich auch noch eine Myasthenie habe. Laut Beipackzettel ist das eine Kontraindikation, aber laut Myasthenie-Gesellschaft darf man es bei Myasthenie anwenden.
    Ich bin grade etwas verunsichert, denn irgendwas muss ich ja gegen die Schmerzen tun. Und ein Pflaster ist schon praktischer, als das ständige Tabletten-Schlucken....

    Ich freue mich über Eure Erfahrungen!

    LG TriaGirl
     
  2. Hexken

    Hexken hexhex...

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    Hallo TriaGirl,

    ich bekomme seit 2 Jahren Norspan Pflaster mit dem Wirkstoff Buprenorphin und bin froh das ich es habe.

    Ich hatte sehr viel Bedenken davor, habe auch Novalgin vorher genommen, konnte es wegen anaphylaktischen Schock nicht mehr nehmen,
    Andere Schmerzmittel wurden natürlich auch versucht wie Tilidin, Tramal, Targin etc. aber ich vertrug es nicht und übergab mich ständig.

    Ich habe mich mit der Entscheidung damals sehr schwer getan. Ich hatte Angst, das ich total neben der Spur bin mit dem Pflaster, das ich nicht mehr ich selbst bin, das mich die Nebenwirkungen umhauen halt.

    Ich bin dieses Risiko irgendwann eingegangen, weil ich nicht mehr weiter wusste...meine Schmerzen konnten mit anderen Mitteln nicht eingedämmt werden.

    Ich habe meinen Mann einen Zettel gemacht mit meinen behandelnden Ärzten und habe ihm gesagt, wenn ich dummes Zeug rede und nicht mehr Herr meiner Sinne bin mit dem Pflaster, dann ruf bitte sofort dort an und kläre was zu tun ist.

    Wir brauchten diesen Zettel nicht.

    Ich hatte im Anfang leichte Nebenwirkungen, ich hatte leichte Übelkeit, die aber wirklich nicht so schlimm war, ich bekam dann auch anfänglich MCP dazu um das abzufangen.
    Nach zwei Wochen war alles weg, ich brauchte auch kein MCP mehr.
    Ich habe mit dem 5 mg Pflaster angefangen und bin dann pö a pö hochgegangen auf 20 mg und bin dabei geblieben.

    Versuch es einfach aus.

    Es hat viele Vorteile, wie du ja auch schon sagtest.
    Es geht nicht über den Magen, du brauchst nur einmal wöchentlich daran denken und wechselst dein Pflaster, kannst einen Termin im Handy eingeben, dann wird es nicht vergessen.

    Ich wünsche dir viel erfolg und berichte mal wie es dir ergeht.

    Liebe Grüße

    Das Hexken
     
  3. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Danke

    Hallo Hexken,

    das macht mir schon etwas Mut. Ich möchte nächste Woche erst nochmal mit meiner Hausärztin sprechen, einfach als zweite Meinung neben meiner Schmerztherapeutin. Aber ich denke auch, ich werde es einfach versuchen.

    LG Chrissi
     
  4. Monalie

    Monalie Mitglied

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    Hallo Chrissi,

    ich nehme seit 6 Jahren Norspan (Buprenorphin) Pflaster und ich habe keinerlei Nebenwirkungen. Eigentlich merke ich gar nicht, dass ich ein Morphin Pflaster trage aber wehe ich lasse es weg :rolleyes:.
    Ich habe es wegen Muskelschmerzen und später auch für meine Rückenschmerzen (Osteopenie, Osteochondrose, Spondylarthrose HWS und BWS, plus 3 Bandscheibenvorfälle) bekommen.

    Jetzt nach 6 Jahren reichen die 10 Mikrogramm manchmal nicht, ich möchte aber wegen gelegentlich stärken Schmerzen nicht das doppelte nehmen. Mein Schmerztherapeut hatte die Idee, mir deswegen Temgesic (auch Buprenorphin) Sublingualtabletten zu verschreiben. Also ständig Norspan Pflaster und bei Bedarf eine erhöhte Dosis mit Temgesic. Mit dieser Kombination komme ich super zurecht und ich brauche keine weiteren Schmerzmittel! :)
    Liebe Grüße,
    Monalie
     
  5. TriaGirl

    TriaGirl Chrissi

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    Bin etwas unsicher

    Heute habe ich es mal wieder mit Tramadol probiert, aber ich fühle mich davon so benommen, wie alkoholisiert. Ich habe einfach bei den ganzen Opiaten Angst vor einer Abhängigkeit, da ich leider in der Vorgeschichte eine Suchterkrankung/(Alkohol- und Tablettenmissbrauch, auch wegen der Schmerzen,) hatte. Das ist jetzt 15 Monate her, aber ich habe einfach vor allem Angst, was wieder in diese Richtung gehen könnte. Aber wenn ich eben ohne Opiate nicht mehr auskomme...:mad:
    Ich überlege momentan, ob ich eine Reha beantrage und in dem Rahmen dort auch die Einstellung auf ein neues Schmerzmittel erfolgen könnte. Dann wäre ich da wenigstens in der Anfangsphase nicht ganz alleine!

    Lg Chrissi
     
  6. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Das ist doch eine wunderbare Entscheidung das du dich in der Reha optimal einstellen lassen kannst.
    Ich komme gut mit dem Fentanyl-Pflaster klar, bin auch optimal eingestellt so das die Müdigkeit nicht im Vordergrund steht, wichtig ist mir das die Schmerzen erträglicher sind.

    Einen Gruss aus Hamburg von Joe.

     
  7. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Das ist doch eine wunderbare Entscheidung das du dich in der Reha optimal einstellen lassen kannst.
    Ich komme gut mit dem Fentanyl-Pflaster klar, bin auch optimal eingestellt so das die Müdigkeit nicht im Vordergrund steht, wichtig ist mir das die Schmerzen erträglicher sind.

    Einen Gruss aus Hamburg von Joe.

     
  8. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Hallo TriaGirl ,

    Es könnte sinnvoller, wenn du in eine Schmerzklinik gehst. Bespreche das mal mit deinem Arzt.
    http://www.dgss.org/patienteninformationen-start/netzwerke-der-versorgung/schmerzklinik/
     
  9. Hexken

    Hexken hexhex...

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    Hallo TriaGirl,

    ich muss Lagune Recht geben, ich weiß nicht, ob in einer Reha überhaupt solche Einstellungen auf Medikamente vorgenommen wird, da müsste dir jemand anderer noch Auskunft geben, der sich besser damit auskennt.
    Aber ich persönlich kenne das nur in einer Schmerzklinik.
    Ich werde im November wieder dorthin gehen, in die multimodale Schmerztherapie, das wäre wahrscheinlich das richtige für dich...
    Du bekommst Psychotherapie, Physiotherapie, du erlernst Entspannungstechniken und du wirst auf neue Medikamente eingestellt oder es wird ein Entzug gemacht, je nachdem was bei dir gerade ansteht.

    Liebe Grüße

    Das Hexken