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Wenn ihr mal krank seid....

Dieses Thema im Forum "Austausch für und mit Angehörigen" wurde erstellt von Sillepiepchen, 31. Januar 2014.

  1. ....wie macht ihr das dann.Lasst ihr den Haushalt Haushalt sein oder beißt ihr die Zähne
    zusammen?
    Das kommt natürlich darauf an woran man erkrankt ist.
    Bin gespannt auf eure Antworten.
    Schönes Wochenende wünscht
    Sylke
     
  2. lumpi64

    lumpi64 Mitglied

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    Das kommt ganz drauf an....bei uns kann man eigentlich jederzeit Besuch empfangen, es herrscht immer eine gewissen Grundordnung. Mein Mann ist auch sehr ordentlich:llove: und wir beteiligen uns beide an der Hausarbeit (er hilft mir ja auch im Stall). So siehts eigentlich immer ganz akzeptabel aus. Nur die Fenster *pfeif*....die werden ein wenig vernachlässigt:o. Ist einer krank, darf er das sein....der andere springt ein, es stört aber auch keinen wenn mal was liegen bleibt...klappt alles ganz wunderbar bei uns (immer noch nach 24 Jahren Ehe:)).
     
  3. Hi Lumpi
    Danke für deine Antwort.
    Da du jetzt im Angehörigen Forum geantwortet hast gehe ich davon aus,dass du eine
    Angehörige von einem Rheuma erkrankten bist.Hat dein Mann auch eine Pflegestufe?
    Das ihr euch gegenseitig helft,bzw. helfen könnt find ich toll.
    Ihr habt ja dann bald Silberhochzeit :top:
    LG Sylke
     
  4. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    so läufts bei uns auch.
    wenns mir gu geht mache ich zu 70% den haushalt,denn ich bin ja in rente.
    wenn nicht dann macht alles mein freund.
    wenn wir beide mal nicht können weil ja jeder seinew ehwehchen hat,dann ist es mal nicht soooo ordentlcih egal.
    macht ja keiner soviel mist sind ja 2 ordentlcihe leuet.lg.moni
     
  5. tiger1809

    tiger1809 Gesperrter Benutzer

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    Als erstes: Ja ich bin Angehöriger.

    Bei uns ist es ja eher so, das ich tagsüber nicht zuhause bin. Wenn ich denn mal krank bin, muß meine Frau (Rheumakrank) immer ein paar Löffel mehr abgeben.

    Nicht DEN Löffel, sondern Löffel nach der Löffeltheorie.

    Zumal ich sicherlich nicht der einfachste Patient bin. Nach meinem schweren Unfall 2012 mußte ich feststellen, das einfache Wünsche meinerseits (Laß uns doch mal in die Stadt fahren) bei meiner Frau immer einen erhöhten Löffelverbrauch bewirkt hat. Trotzdem hat sie mir klaglos geholfen. Und Gott sei Dank können wir darüber reden.

    Krank und hilflos zu sein und trotzdem Hilfe einzufordern kann egoistisch erscheinen, aber in meiner damaligen Situation (im Rollstuhl) schien es mir nichts besonderes.

    Diese Zeit, in der ich der Hilflose und von Schmerzen Geplagte war, hat mich sehr viel Demut gelehrt im Umgang mit den Schmerzen und Unzulänglichkeiten unter denen meine rheumakranke Fau zu leiden hat.

    Beides kostet eine Menge Kraft, sowohl für den "Kranken" als auch für den Helfenden.

    Aber ist es nicht das, was uns Angehörige mit unseren Partnern verbindet?

    Und haben wir "nur Angehörige" auch ein Löffelkontingent?
     
  6. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Klar Tiger, jeder hat seine Löffelchen. Vermutlich sind die bei Gesunden dann entweder mehr oder größer...

    Ich hab z.Zt. vielleicht so 3 Stck, maximal 4...was ich nicht erledige, bleibt meistens liegen. Mein Mann macht da grad so das, was ihm Spaß macht und das ist nicht viel :rolleyes:
     
  7. sunshinemomo

    sunshinemomo Mitglied

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    hallo,
    ich bin alleinstehend,bin halbtags berufstätig(mehr geht einfach nicht)u. habe keinen partner.2 erwachsene kinder,die aber den ernst der lage nicht immer sehen,da sie mich eben nicht anders als krank kennen.

    wenn es mir körperlich schlecht geht,ist eben ruhe angesagt,war grad.hatte schub u.war nun 2 wochen zuhause,morgen gehts wieder arbeiten.

    mit der zeit lernt man,abstriche zu machen,grundversorgung des haushalts,danach wieder ein bissel mehr.doch die kräfte sollte man sich einteilen.

    für grössere dinge-wie rasenmähen oder blätter im herbst-habe ich einen bekannten,der mir das für nen guten stundlohn erledigt.
    ich habe gelernt,hilfe anzunehmen oder eben zu warten,bis wieder mehr möglich ist.

    ich wohne zur miete in einem kleinen haus-alles ebenerdig-mit garten.die natur bietet meiner seele ein grosses durchatmen,da wollte ich nicht drauf verzichten,mein kleines paradies eben.
    ansonsten hoffe ich,solange wie möglich,bis ich ganz auf fremde hilfe angewiesen bin,hier wohnen zu können.
     
  8. tiger1809

    tiger1809 Gesperrter Benutzer

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    Ich finde es gut, das hier doch so einige Antworten zusammen gekommen sind. Worum es Sillepiepchen aber wohl ging, ist der großen Überschrift "Austausch von und mit Angehörigen" geschuldet.

    Seid ihr Angehörige, schreibt doch wie ihr es empfindet, wenn ihr krank seid. Seid ihr selbst betroffen, macht euch Gedanken, wie es ist, wenn eure Angehörigen krank sind und nicht mehr die Hilfe für euch sind, die sie sonst sein sollten.

    Und sorry, das in diesem Fall diese Unterscheidung notwendig zu sein scheint.
     
  9. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Upps, das hab ich übersehen...
     
  10. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    ICH bin der Gegenpart zu Tiger1809 und somit die Rheumakranke in der Beziehung!!

    Als mein Mann krank wurde, bzw den Unfall hatte, war mir klar, DU musst jetzt die Starke sein und ihm helfen.

    Ich habe alle meine "Löffel" aktiviert und jede Menge davon auf Vorrat verbraucht. Ich habe es gerne gemacht auch wenn es mir nicht immer leicht gefallen ist.

    8 Monate lang habe ich meinem Mann zu Hause versorgt und bin so manches Mal an meine Grenzen erlangt. Nur ein Beispiel:......"Ich möchte raus in die Stadt".....Schatz,mir tut mein Rücken aber ganz schön weh, können wir das verschieben?..... Nein, ich möchte jetzt in die Stadt und mal raus.........."Seufz"....OK wir fahren raus.......Auuuaaaaa.....Aber ich hab es gerne für meinen Mann gemacht. Man glaubt gar nicht was man als Rheumakranke für kräfte mobilisieren kann.......

    Mir war klar, dass es irgendwann nach hinten los geht, aber es war mit egal..... Mein Mann brauchte mich!!
    Und es ging nach hinten los. Als mein Mann wieder halbwegs selbständig war, kam der Bumerang mit voller Wucht. Schub ohne Ende......

    Und soll ich euch mal was sagen?? Ich würde es jederzeit wieder so machen. Denn mein Mann ist immer für mich da. So hatte ich die Chance zu zeigen, dass ich genauso für ihn da bin........Ohne wenn und aber.......

    Wir Rheumakranke können mehr als wir uns zutrauen bzw vermuten.........

    In diesem Sinne: DANKE, DANKE dass wir Angehörigen haben, die uns versorgen, unsere Sorgen und Nöten mit tragen.
    Aber Tiger, Ich bin immer für Dich da, wenn Du mich brauchst!!!!!!

    Louise
     
  11. Danke Louise
    Liebe Grüsse von

    Sylke
    :)
     
  12. CharlotteA

    CharlotteA Ich bin eine Angehörige

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    Glücklicherweise bin ich sehr selten krank. Vor zwei Jahren hatte ich eine Schilddrüsenoperation und durfte einige Wochen nichts Anstrengendes machen, nicht mal den Wäschekorb tragen. Das war natürlich hart für meinen Mann und auch für mich. Für ihn, weil er ja selbst durch seine RA nicht sehr belastbar ist und für mich, weil es mir leid tat, dass er so ran musste. In dieser Zeit war es mir aber auch egal, wenn mal nicht immer so regelmäßig gesaugt und geputzt wurde. War ja nur vorübergehend.
    Es muss auch nicht immer eine Krankheit sein, manchmal fühlt man sich einfach mal nicht so. Na und ..., bleibt mal was liegen und wird am nächsten Tag erledigt. Man muss halt Prioritäten setzen. Die Hauptsache ist, man lässt sich nicht unterkriegen.
    LG Charlotte
     
  13. tiger1809

    tiger1809 Gesperrter Benutzer

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    Danke. Diese Einstellung finde ich gut. Was mich betrifft, geht es ja schließlich um mich und meine Frau. Wer nicht verstehen will (weil er nicht fragt) warum das Laub noch im Eingangsbereicht liegt, der hat auch keine Antwort verdient.

    Wenn ich mal krank bin, dann kostet es mich wirklich Überwindung dabei an mich zu denken und nicht an das, was meine Frau nun zusätzlich leisten muß.

    Nach vielen Erfahrungen in dieser Richtung sei auch gesagt: Es gibt ihr auch die Gelegenheit über sich hinaus zu wachsen. Das hat sie in diesem Thread schon beschrieben.

    Inzwischen weiß ich, bin ich mal krank, bricht die Welt nicht zusammen. Meine Frau will und kann solche Situationen überstehen, auch wenn es mehr als nur die Löffelration für eine Woche kostet.

    Danke für eure Zeit, diesen Beitrag gelesen zu haben.
     
  14. CharlotteA

    CharlotteA Ich bin eine Angehörige

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    Löffeltheorie

    Gerade habe ich mir die Löffeltheorie durchgelesen und finde sie sehr treffend.
    Ich denke, auch wir Angehörigen haben unsere Löffel. Gerade weil wir mit einem kranken Partner zusammenleben und für ihn da sind, stoßen wir doch auch an unsere Grenzen. Ab und zu geht es uns doch auch mal nicht so gut, haben Stress auf Arbeit und sind dann ganz schön kaputt, wenn wir von der Arbeit kommen. Dann brauchen wir auch mal das Verständnis und die Rücksichtnahme unserer kranken Partner.
    LG Charlotte
     
  15. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

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    Wenn ihr mal krank seid

    Hallo zusammen, da ich die Pflegestufe 2 habe, 100% Behinderung Morbus Bechterew hat mein Lebenspartner den Part übernommen.

    Ich selbst leide darunter nichts mehr tun zu können, da die Verkrümmung extrem fortgeschritten ist.Oft fällt es mir schwer noch so einiges zu meistern.


    Auf der anderen Ssite weiss ich das es noch grösseres Leid gibt und deshalb froh bin, hier noch schreiben zu können.

    Liebe Grüße aus Hamburg von Johanna Beate au Hamburg.
     
  16. Hallo Johanna
    Danke für deine Antwort aber mich hätte jetzt die Antwort deines Partners interessiert.
    LG auch aus Hamburg von
    Sylke :)
     
  17. Snoopiefrau

    Snoopiefrau Bodos Fraule

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    Hallo Sille,
    ich warte auf bessere Zeiten!!! Da kommt mein Rheumamann nach der Schulter OP zur Anschlußheilbehandlung und anstatt dann relaxt chillen zu können fährt es mir in den Rücken! Tja, da habe ich den Mist und kann mich kaum rühren. Nun heißt es, wie so oft. Augen zu und durch und darauf hoffen, dass es wieder aufwärts geht. Ich bin froh, dass ich meinen Partner habe und wir bis jetzt immer einen Weg gefunden haben, dass es "irgendwie" mit gewissen Kompromissen weitergeht. Das ist seit 14 Jahren so und ich bin zuversichtlich, dass wir das mit einem großen Paket Liebe auch weiterhin, trotz erschwerter Bedingungen, schaffen werden.
    Gruß in den Norden
    Snoopiefrau
     
  18. Hallo Snoopifrau
    Herzlichen Dank für deine AAntwort
    Als ich kürzlich auch mal krank war und nicht so konnte wie ich es gewohnt bin,plagte mich schon das schlechte Gewissen.
    Liebe versetzt Berge und es findet sich immer ein Weg..
    Nochmals danke.
    Liebe Grüße
    Sylke
     
  19. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Hallo an Alle

    Durch unsere chronische Erkrankung ist man ja immer krank , mal mehr mal weniger , nur damit muss man leben und der Lebensalltag brauch eine gewisse Struktur. Ich bin in der Woche sehr viel alleine, da mein Mann Fernfahrer ist , also ist auch oft ein Muss da hinter. Trotz täglicher Gelenkschmerzen ,die schon dazu gehören mache ich täglich den Haushalt , ich kann morgens besser schaffen als am Nachmittag. Es ist immer so , das ich Besuch empfangen kann . Das liegt in meiner Natur , auch wenn ich mich dazu zwingen müsste. Am Wochenende hilft mir mein Mann dabei.
    Wenn ich dann mal akut krank bin , leide öfter mal an Migräne , dann muss ich not gedrungen alles liegen lassen .
    Fühle mich nicht wohl damit , aber dann geht es leider nicht anderes.

    Wenn man Arbeiten liegen lassen kann , finde ich gut , funktioniert bei mir sehr selten .
    Im Moment lerne ich auch damit um zugehen , hatte vor 3 Wochen wieder mal eine Schulter-OP und man darf ja nicht . Das soll mal einer vormachen , alleine .

    Wie man hier liest , findet jeder seinen Weg dazu und das ist gut so.

    Ein schönes Wochenende
    wünscht der delphin