Servas,
ich muss mich hier mal einschalten, denn die Sache mit den Schmerzmitteln ist etwas diffiziler, als man denkt.
Es richtet sich nach Stoffgruppen, Wirksamkeit auf beispielsweise Hemmung der Entzündung am Entzündungsort, Nebenwirkungen, die bei jedem etwas anders sein können oder Nebenwirkungen, die nur bei manchen auftreten und dann schließlich auch der schmerzhemmende Effekt. Auch ist , wie bei jedem Medikament dioe Art und Weise der Anwendung (Applikationsform) verschieden.
Beispiel: Voltaren, Wirkstoff Diclofenac gibt es als topische Anwendung, sprich auf der Haut durch Lösungen, Pflaster, Gel, Lipidgel (zieht besser ein), extra-starkes Lipidgel, Voltaren Schmerzgel forte und dann auch Schmerzpflaster, die auf die schmerzenden Stellen geklebt werden, hier meist der Rücken, es gibt Injektionslösungen. Dragees, Retardtabletten, Retardkapseln und auch Diclofenac Zubereitungen, die für andere Krankheiten gedacht sind, beispielsweise für die Vorstufe von Hautkrebs als sehr starkes Gel oder als Augentropfen bei Augenerkrankungen. Auch die Häufigkeit der Einnahme und die jeweilige Höchstdosis ist entscheidend. Während Pflaster und Gels durch die Haut eher lokal am Schmerzort wirken und so dort eine sehr hohe Konzentration erreichen, so wirkt es als Pille, Dragee, Injektionslösung und Retardformulierungen im gesamten Körpersystem und hemmt da die schmerzverarbeitenden Enzyme, mal so leicht gesagt.
Das Prinzip der Medikamente lässt sich so ausdrücken, in der sogenannten R-Regel:
ich rate jedem Betroffenen zu einer Schmerzdokumentation, also aufschreiben, wann, wiso und was und wie viel man von einem Medikament genommen hat, betrifft hier auch Hausmittel und Homöopathie/Anthroposophische Heilmittel. So kann auch der behandelnde Arzt euch besser helfen, wenn er weiss, was ihr daheim macht.
(Ich habe hier ein Worddokument einer Schmerzdoku zugefügt, kann jeder aich ausdrucken und verwenden, Adresse und Geburtsdaten/Telefon ändert man indem man in die Einstellungen für die Kopfzeile reingeht oder im bereich der Adresse doppelklickt )
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Aber zurück zu den Schmerzen. Diese können in der Qualität und in der Quantität unterschiedlich sein. Deswegen gibt es auch verschiedene Schmerzmitteltypen.
welches das richtige ist oder welche kombination die richtige ist, müsst ihr mit dem behandelnden Arzt festlegen, oft jedoch muss die Einstellung geändert werden, um das richtige zu finden, hier geht man auch nach den Diagnosen und dem sog. "Trial and Error". Man sollte ehrlich sein, den Arzt über alles informieren, was man macht und auch über Hausmittel oder Homöopathie, die man zusätzlich anwendet. Oft ist hier ein Schmerztherapeut von nöten.
Über die Behandlungen der nichtmedikamentösen Art gehe ich nicht rein, aber rate sie auch zu dokumentieren.
Nochmal als kurzer, abschließender Überblick ist hier die Stufenpyramide der WHO, betreffend Analgetika, also Schmerzmittel, zu benennen:
[TABLE="class: wikitable"]
[TR="bgcolor: #FFF8DC"]
[TD]
Stufe 1:[/TD]
[TD]Nicht-opioides Analgetikum, ggf. in
Kombination mit
Adjuvanzien[/TD]
[TD]
NSAID,
Metamizol,
Paracetamol[/TD]
[/TR]
[TR="bgcolor: #EEE8CD"]
[TD]
Stufe 2:[/TD]
[TD]Schwaches Opioid, ggf. in Kombination
mit nicht-opioiden Analgetika und/oder Adjuvanzien[/TD]
[TD]
Tramadol,
Tilidin (+
Stufe I)[/TD]
[/TR]
[TR="bgcolor: #CDC8B1"]
[TD]
Stufe 3:[/TD]
[TD]Starkes Opioid, ggf. in Kombination
mit nicht-opioiden Analgetika und/oder Adjuvanzien[/TD]
[TD]
Morphin,
Hydromorphon,
Oxycodon,
Fentanyl,
Buprenorphin,
Tapentadol,
Methadon (+
Stufe I)[/TD]
[/TR]
[TR="bgcolor: #CCC192"]
[TD]
Stufe 4:[/TD]
[TD]Invasive Techniken[/TD]
[TD]
Peridurale Injektion,
Spinale Injektion, periphere
Lokalanästhesie,
Rückenmarkstimulation,
Ganglienblockade[/TD]
[/TR]
[/TABLE]
Als weiterführende Literatur empfehle ich jeden,
den Wikipediaartikel über Schmerztherapie auch wenn da im Hinblick auf die Anwendung von Schmerzmitteln schon wieder neue bzw. andere Ausgangsrichtlinien oder Verfahrensweisen vorliegen.
ich hoffe, dies half etwas ,
schmerzliche grüße
Sosch, B.