Hallo zusammen,
die geschilderten Beschwerden kenne ich auch. Allerdings waren es unterschiedliche Erkrankungen, die ich als Laiin nicht erkennen konnte.
Das erste mal, vor ca 15 Jahren, waren es wirklich Wassereinlagerungen. Der Venenarzt verordnete mir Kompressionsstrumpfhosen und Entwässerungstabletten auf Roßkastanienbasis, alles andere an Medis wäre zu riskant (Lilly hat da schon die Gründe genannt). Ich hatte die Kompressionstrumpfhosen getragen, es wurde auch besser, aber völlige Beschwerdefreiheit bekam ich erst, nachdem ich einige Jahre konsequent Stumpfhosen der Stärke 3 trug. Die sind extrem fest, aber die einzige Möglichkeit, großen Wassereinlagerungen zu Leibe zu rücken. Seit 4 Jahren habe ich Ruhe mit Wasser in den Beinen.
Zusätzlich half mir folgendes:
- Gymanstik für die Beine und Füße und die Treppen statt des Aufzugs benutzen, um die Wadenmuskelpumpe zu stärken.
- Zusätzlich ein Venenkissen unter die Beine gelegt (die gibt's manchmal günstig bei Aldi, Tchibo & Co, ein einfaches Kopfkissen tut es für den Anfang auch).
- Wechselduschen und Kneippbäder wirkten immer super. Hierbei ist es wichtig, mit dem kalten Wasser an der vom Herzen am weitesten entfernten Körperstelle zu beginnen und sich dann symetrisch abduschen, also re Bein, li Bein etc.
- Wenn es möglich ist: eine Schüssel mit kaltem Wasser unter den Schreibtisch stellen und die Füße und Beine werden jubeln.
- Igelbälle zur Fußmassage regen auch die Durchblutung und den Lymphfluss an, nebenbei werden so auch die Fußmuskeln gestärkt, was ja für uns Rheumis auch wichtig ist.
- Kalte Wadenumschläge und die Beine hochlegen: Entspannung pur.
Auf jeden Fall meiden, wenn es Wassereinlagerungen sind:
- heiße Wannenbäder
- Sauna
- Moorpackungen und Fango
Das zweite mal, letzten November, dachte ich es wären wieder Wassereinlagerungen, wobei es mir merkwürdig vorkam, daß dies im Winter geschehen sollte. Der Venenarzt stellte bei der Untersuchung fest, daß es kein Wasser ist, obwohl die gleichen Symptome vorhanden waren, sondern äußerte erstmals den Verdacht auf Fibromyalgie, was dann vom Rheumatologen bestätigt wurde.
Zur Trinkmenge:
ich trinke schon so extrem viel (3-4l tgl), aufgrund zusätzlichem Sicca habe ich ständig Durst, jetzt bei der Hitze hat sich das noch verschärft, ich komme locker auf 6l, manchmal noch mehr. Mein HA meint, so lange meine Laborwerte ok sind (Zucker, Herz, Niere, Lunge - alles ok) und es mir auch sonst gut geht, solle ich trinken soviel ich brauche, eben auch wegen Sicca (Bise hat einiges dazu geschrieben, warum Wasser wichtig ist).
Also, wie bereits geschrieben:
Ob es sich bei den geschilderten Symptomen um Wassereinlagerungen handelt und welche Ursache sie haben, kann nur ein Arzt erkennen, der dann auch die entsprechende Therapie vorschlägt. Nicht alles, was harmlos aussieht, ist auch harmlos.
Liebe Grüße und möglichst wenig Beschwerden
Erika