1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Was verdient mein Arzt an mir ?

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von Zatero, 30. April 2008.

  1. Zatero

    Zatero (Über-) Lebenskünstler

    Registriert seit:
    16. April 2008
    Beiträge:
    22
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Maruggio/Apulien
    Chronisch krank - was verdient denn mein Arzt noch ???

    Ich habe heute mal ein paar provokante Fragen !

    Wer weiß, was mein HA an einer Überweisung zu einem Facharzt verdient ?

    Wie ist das mit teuren Medis (ich bekomme derzeit Orencia) ? Zahlt mein HA denn drauf, wenn er mir diese verschreibt ? Oder kann er mich aus seinem Budget streichen lassen ??? Oder ist etwa die Überweisung zu einem FA die Ideal-Lösung für meinen HA, um allen Unannehmlichkeiten aus dem Weg zu gehen ???

    Ich habe derzeit so das Gefühl, dass ich von Arzt zu Arzt gereicht werde - KEINER tut was und vermittelt mich NUR weiter !!! Trügt mich da mein Gefühl - oder ist das gängige Praxis ???

    Für viele Antworten und Erfahrungsberichte wäre ich sehr dankbar !

    Gruß Micha
     
  2. Bernd-67

    Bernd-67 Guest

    Dein HA wird sich wohl deinetwegen keinen Extra - Porsche zulegen können.
    Für die normale Beratung, Erstgespräch bekommt er sogar nur einmal das Geld, auch wenn du mehrmals im Quartal hingehst.
    Draufzahlen muss er auch nicht - die Ärzte sind wohl clever genug zu wissen was sie verschreiben dürfen und was nicht.
    Kombinationen, etc. machen das zwar etwas komplizierter aber ich denke das kriegt jeder Doc inzwischen hin ...
    Die ÜW liegen oftmals an der Zuständigkeit und daran, das nicht jeder Arzt jedes Medikament verschreiben darf - Facharztpflicht.
    Wenn du durch deine Krankheit bereits als chronisch krank eingestuft bist, belastet die auch nicht den normalen Praxisetat.
    Insgesamt haben hausärzte finanziell nicht mehr viel zu lachen - klar verdienen sie Geld aber dafür erwartet man auch, das sie sich fortbilden, die Praxis und das Personal auf dem neuesten Stand halten etc.

    Bernd - "Ich knips mal das rote Kabel durch."
     
  3. bärlusch

    bärlusch Neues Mitglied

    Registriert seit:
    13. Januar 2008
    Beiträge:
    42
    Zustimmungen:
    0
    Hallo zatero
    an der Überweisung selber verdient Dein HA nichts. Er hat als "Praktischer" aber geringere Richtwerte (= wieviel ein Arzt/Patient verordnen darf) als ein Orthopäde oder Rheumatologe. Diese Richtwerte werden von den Kassenärzlichen Vereinigungen festgesetzt - also nicht von den krankenkassen. Darum wird er hoffen, dass der Rheumatologe Dir die teuren Medis verordnet.
    Ein offenes Gespräch klärt hier Deine Fragen, sage doch einfach, ich fühle mich hier gut aufgehoben, warum überweisen Sie mich weiter?
    Viele Grüßle
    bärlusch
     
  4. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2003
    Beiträge:
    578
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Stuttgart
    Er verdient 10 Euro im Monat an Dir. Oder ca 30 Euro im Quartal.

    Egal ob er Dich überweist oder nicht.
     
  5. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    irre ich mich, Frank du weisst es sicherlich genauer:

    der hausdoc, der an fachdocs überweist, füllt durch überweisungsscheine die budgetmasse der einzelnen fach docs auf. folglich können diese dann aufs ganze gesehen, einem einzelnen patienten mehr verschreiben.

    ich gehe z.b. jedes quartal zur kontrolle bei einem fachdoc, lange wartezeit, 5 minuten konsultation. ist okay für mich. machen das etliche patienten, denen nix verschrieben wird, so hat dieser doc wieder einen puffer um einem patienten mehr heilmittel zu verschreiben. der fachdoc rechnet also mit diesen ü-scheinen. er bestellt schon 1 x im quartal zur kontrolle (was durchaus mediz. gerechtfertigt angesehen werden könnte - obwohl m.e. nicht unbedingt notwendig - 1 x pro jahr würde auch ausreichen).

    gruss
     
  6. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2003
    Beiträge:
    578
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Stuttgart
    Bise

    Je nach Fachrichtung verdienen die üblichen niedergelassenen Ärzte / Fachärzte ca 30 - 40 Euro an einem Patienten im ganzen Quartal. Da ist es folglich die Masse, die ein Auskommen ermöglicht.

    Die Frage war, was der Hausdoc an der Überweisung verdient. Die Antwort ist: Nichts.

    Bis zum Jahr 2009 sind die Honorartöpfe für die Hausärzte und die Fachärzte getrennt. Es entsteht also dem Hausdoc auch kein Nachteil.

    Im Jahr 2009 soll diese Trennung wegfallen, wenn bis dahin keine andere Regelung erfolgt.Ab dann wird jede Röntgenaufnahme und jede Überweisung den Honorartopf aller Ärzte schmälern.

    Etwas anderes ist das mit dem Medikamentenbudget. Da wird durch jede Überweisung einneuer Fall ausgelöst. Aber daran verdienen die Ärzte ja nichts.
     
  7. anbar

    anbar Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    1.509
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NRW
    Hallo zusammen,

    ich habe keine Ahnung von diesen Zusammenhängen,aber mir ist seit längerem aufgefallen,das ich zb. vom Schmerzdoc Medikamente verschrieben bekomme,die sehr,sehr teuer sind und die mein HA nie verschreiben würde.
    Ebenso bei meinem Rheumadoc was Medis und vor allem für mich persönlich (ich denke auch für alle Rheumageplagten) immer Psysiotherapie ,ausserhalb des Regelfalls ,bekomme.Der Rheumadoc nimmt auch ganz andere Blutwerte ab als mein HA.

    Dafür bin ich sehr dankbar, ich bin beweglicher und habe weniger Schmerzen.
    Auch die Blutwerte werde bei meinem Ha nur alle 3 Monate im Diabetisprogramm standard mässig genommen.
    Wenn wieder der Verdacht besteht,das meine Nieren zicken,ab zum Nephrologen.
    Tja. ist schon traurig heute alles.

    Viele Grüße





     
  8. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2003
    Beiträge:
    578
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Stuttgart
    So ist es auch gedacht Anbar. Die Spezialisten haben ein höheres Budget für die Medikamente / Labor / Heilmittel.

    Und deshalb gibt es ja auch oft Ärger, weil gerade dies vom Hausarzt gefordert wird, Aber es eben nicht möglich ist.

    Spezialisten haben ein höheres Budget und dies sollte auch eingehalten werden.Es ist nur so kompliziert, das so mancher nicht mehr durchblickt.

    Frau Schmitt lebt in Berlin. Dort klappt das. Auf dem Land funktioniert es weniger.
     
  9. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    da komm ich jetzt nicht mit:

    warum sammeln denn spezialisten U-scheine?
    z.b. neurologe (für physio für ms... patienten)
    hno (für physio wg tinnitus)
    gyn (für lymphdrainage wg mamma ca op)
    haut (für lymph. und kg wg sklerodermie)

    mein int. rheuma doc (hat nur rheumis) hat mir erklärt, er könne mir nur 1 physiotherapie behandlung aufschreiben, er habe dafür kein budget, blutabnahme und die teuren medis schreibt er auf; das läuft. hilfsmittel schreibt er auch auf.
    mein haus doc, der zu 80 % ältere und kranke patienten hat, die alle viel brauchen, überzieht dauernd sein budget, hat nur ärger ......
    der ortho rheuma doc gibt im quartal nach kampf ein rezept über 6 x kg raus, bei ergo erfolgt ein klares nein, orthop. schuhzurrichtung gibt es kämpfe, die ich regelmässig verliere. er weist auf sein budget hin und aus ists. hinweis der sprechstundenhilfe, ich solle bei anderen fach docs auf "betteltour" gehen.
    und die anderen fach docs: sie sind/waren doch bei .... doc in behandlung, holen sie sich dort rezepte. wir haben hier schon genug patienten, die was brauchen.
    wohlgemerkt, es handelt sich um medizinisch notwendige behandlungen. ich werde mit privatrezepten zugeschüttet. ich erhalte grüne rezepte für physio behandlung mit dem vermerk: notwendig wg überschreitung des heilmittelbudgets.

    weiss, gehört hier nicht hin, musste mal dampf ablassen.

    gruss


    @ Frank, das war mir schon klar, dass der haus doc an überweisungen nix verdient.

    doch sobald er überweist an fach docs, kann er nicht nur zeit sparen sondern auch seine nerven vielleicht etwas schonen, wenn die patienten die mediz. notwendigen verordnungen und behandlungen (nur diese sind gemeint!) von den überweisenden fach docs miterledigt werden. die quengelei der patienten zum rezepterhalt kann/könnte dadurch auf mehrere praxen verteilt werden. das wäre zwar kein finanzieller verdienst doch ein "gewinn" für ihn, der nicht in € ausgerechnet werden kann. nur deshalb hatte ich den obigen beitrag reingesetzt.
    ob das ULLA bezwecken wollte, sei dahingestellt. denn kraft und nerven der patienten werden durch diese vorgehensweise niemals geschont. die erkrankung sogar häufig verschlimmert. ich bezeichne dies nicht im sinne der kranken sondern als arbeitsplatzbeschaffungs-/erhaltungsmassnahme für alle im gesundheitsbetrieb tätigen. viele verdienen daran.
    (sogar die taxifahrer verdienen. denn patienten können häufig für die ärztetour keine öffentl. verkehrsmittel mehr benutzen. )
    gruss
     
    #9 1. Mai 2008
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2008
  10. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    2.070
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    überall
    Doktor-Touring-Ralley

    Hi,

    also ich habe mir eine Latte Docs zugelegt:

    - HNO
    - Endokrinologen
    - Internist. Kardiologen
    - Hausarzt
    - Orthopäden
    - Internist
    - Augenarzt

    Der Hausarzt bekommt für nomale Patienten € 29,00 pro Quartal. Wenn er einen nachgewiesenen Chroniker betreut, bekommt er mehr, denn z.B. bei Rheumatikern, die vom Rheumtologen als "eingestellt" zur Weiterbehandlung an den Hausarzt verweisen, werden die reglmässig nötigen Untersuchungen anders berechnet.

    Das weiss ich von meiner DAK !

    Medikamente, die ich täglich nehme, lasse ich mir generell so verordnen, daß ich nur 2 x pro Jahr etwa holen muss. Wie ??

    Beispiel (gegoogelt zum Preis)

    - 100 St. 8 mg Cortisonpräp normal ca € 78,00
    - 100 St. 16 mg kosten dagegen nur knapp € 85,00.

    Dann habe ich also 200 St. und die Kasse spart auch noch Geld. Dafür bekomme ich jetzt wieder die Originalpillen, als Dankeschön :)

    Ich bin seltener Gast beim Doc. Alle 3 Monate Blut, alle 6 Monate Rezept, 1 x pro Jahr grosser Check mit Kardio etc. und wenn nix mehr geht, gehe ich ins KH zur Ambu als sog. Notfall mit Aua :D

    Bis zum heutigen Tage hat noch keiner meiner Ärzte etwas verweigert aus Gründen des Budgets. Ich gehe halt immer zu dem Doc, den ich eben speziell brauche und ich achte darauf, daß mein

    - Orthopäde Belegbetten hat (die verordnen mehr)
    - Hausarzt viel alte Private hat (da gibt es mehr)
    - Internist schreibt auch mal Betablocker und Corti auf.

    Also, wenn nichts Aussergewöhnliches in der Dauererkrankung ansteht, gehe ich 3-4 x pro Jahr zum Doc:uhoh:

    Bin ich erkältet, brauche ich nur meine Apotheke.

    Schönen 1. Mai

    Pumpkin
     
  11. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2003
    Beiträge:
    578
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Stuttgart
    Gut reden wir über das Medikamentenbudget ( hat ja nichts mit dem Verdienst zu tun)

    Bise, nach Deinen Gedanken müsste ein Arzt ja nur überweisen und damit wird wieder ein Budgetfall ausgelöst. Und dann könnte man alles verschreiben. Richtig ?

    Nun nimm mal einen insulinpflichtigen Diabetiker als Beispiel, wie es in jeder Praxis vorkommt. Medikamentenkosten von 1500 bis 2000 Euro im Quartal mit den Teststreifen und den anderen Medis.
    Das ist ungefähr das 30 fache des Budgets, das der Arzt für ihn hat. Diabetiker sind zwar chronisch krank, aber nicht vom Budget befreit.

    Der Arzt müsste also 30 ! Überweisungen ausstellen ( 30 x 50 Euro)

    Ergotherapie 2 mal in der Woche kostet so ca 700 Euro im Quartal. Der Hausarzt hat durchschnittlich 7000 bis 10000 Euro Budget im Quartal für alle Heilmittel. Das heisst: 10 Ergo-Patienten würden 7000 Euro bereits vom Budget erfordern. Dann blieben ihm 0-3000 Euro für alle anderen 990 Patienten.

    Die Budgets sind weltweit einmalig und diese Regresse auch.

    Es ist relativ einfach in Talkshows zu verkünden: Jeder bekommt alles. Und hintenrum wird dann gekürzt.

    Das hat aber nichts mit der Eingangsfrage zu tun, weil das Medikamentenbudget oder das Heilmittelbudget nichts mit dem Einkommen zu tun haben ( nur negativ in Form von Regressen)
     
  12. Zatero

    Zatero (Über-) Lebenskünstler

    Registriert seit:
    16. April 2008
    Beiträge:
    22
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Maruggio/Apulien
    Verständnis-Fragen !!!

    Jetzt habe ich doch noch ein paar Fragen zum besseren Verständnis:

    - mein HA verdient pro Patient, richtig ??? Somit macht es für ihn also Sinn,
    den einzelnen Patienten möglichst schnell zu "verarzten". Die schnellste
    Variante ist mit Sicherheit die Überweisung an einen FA ! Nur so kann er
    "Stückzahlen" machen :uhoh:

    - ich als "Chronischer" falle NICHT in das Heilmittel-Budgets meines HA's -
    richtig ??? Warum werde ich dann zum FA geschickt, damit der mir die
    teuren Medis verordnet ?

    Leider musste ich feststellen, dass jeder Arzt nur noch das macht bzw verordnet , was ich als Patient einfordere ! Das ganze Gesundheitssystem ist marode und es wird immer schlechter ! Armes Deutschland !!!

    Gruß Micha
     
  13. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2003
    Beiträge:
    578
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Stuttgart
    HEILmittel und MEDIKAMENTE haben getrennte Budgets(=Richtgrößen)

    Darunter fallen auch die Chronisch Kranken !

    Es gibt in manchen Bundesländern Ausnahmen. Das betrifft aber nicht alle chronisch Kranken, sondern nur bestimmte Therapien.

    Also nochmal : Nicht alle chronisch Kranken sind aus dem Budget raus.

    Seit 1.1.08 (und nicht vorher) bekommt der Arzt eine Pauschale für Dich. Das wird schon am 1.1.09 wieder anders werden.

    Frau Schmidt hat das sogenannte "Zweitmeinungsverfahren" eingeführt. Das betrifft die teuren Medikamente. Manche Fachärzte haben ein höheres Budget.

    Grundsätzlich ist der verantwortlich, dessen Name unter dem Rezept steht. Nun werden jedoch manche teuren Medikamente von einem anderen Arzt angesetzt. Das soll/kann dieser auch vertreten. Deshalb werden manche Patienten wieder dorthin überwiesen.

    Die sogenannten "Stückzahlen" wie Du das nennst ( würde ich nicht so nennen) sind begrenzt. Der Arzt darf nur 5% mehr Patienten haben, als in einem bestimmten Vorquartal. Deshalb nehmen manche Ärzte keine neuen Patienten mehr an.

    Solltest Du mit Deinem Hausarzt nicht zufrieden sein, dann ist ein Wechsel in Betracht zu ziehen. Es besteht (noch) eine freie Arztwahl (sofern genügend vorhanden sind).

    Die Bestimmungen wurden in Berlin gemacht.
     
    #13 1. Mai 2008
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2008
  14. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    @ Frank,

    ich meine, dass jede überweisung zu einem fach doc, das generelle budget bei diesem erhöhen müsste, bis zu einem gewissen grössenrahmen.
    mit sind die im wartezimmer aufgehängten tafeln der einzelnen fach doc durchaus bekannt, in denen der arzt darauf hinweist, dass er im quartal..., im quartal .... patienten behandeln musste, ohne dafür entlohnt zu werden.
    auch kenne ich zu genüge, dass termine bei einzelnen fach docs kaum zu erhalten sind. bgrdg: arzt nimmt wg. gr. patientenzulauf niemanden mehr auf. wartezeiten bis zu 2 jahren sind mir geläufig, eben so werde ich damit konfrontiert, dass sprechstundenhilfen einzelner fach docs mir am telefon sagen, dass untersuchungen nicht notwendig seien oder nicht mehr durchgeführt werden.

    jüngstes beispiel, das mich doch sehr getroffen hat:
    gyn vorsorgeuntersuchung, die sollte jährlich sein, wird empfohlen. ich bin seit jahren in einer praxis, kenne keine andere. als ich mich vor einigen wochen mal wieder anmelden wollte - gehe so wie so nur alle 30 monate hin - wurde mir gesagt, einmal in 5 jahren würde ausreichen.
    dann folgte der hinweis, die chronisch kranken frauen müssten überhaupt nicht mehr kommen, sie wären ja schon genug bei anderen ärzten. da sei medizinisch nicht notwendig. was nun? die anderen praxen haben patientenaufnahmestopp; ausserdem sind alle unterlagen in der anderen praxis, es war leider bei mir nicht immer nur routinebehandlung.
    hoffe nun, dass ab 1.1.09 bewegung in andere richtung kommt.
    gruss
     
  15. Frank_Stuttgart

    Frank_Stuttgart Neues Mitglied

    Registriert seit:
    17. Oktober 2003
    Beiträge:
    578
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Stuttgart
    Eine Überweisung zum Facharzt erhöht dort beim Facharzt das Budget um 1 Fall.
    Das siehst Du völlig richtig Bise.
    Allerdings wird diesem Patienten ja auch etwas verschrieben, also erhöhen sich wie vorgesehen auch die Verordnungen. Dafür ist das Budget ja da.

    Das mit der Vorsorge alle 5 Jahre kann ich nicht nachvollziehen, steht auch in den Vorschriften anders. Checkup alle 2 Jahre; Vorsorge jährlich.

    Daran hat sich nichts geändert.

    Ob sich 2009 etwas ändert weiss keiner. Alle hoffen auf eine Besserung.
    Der Gesundheitsfond wird für Bayern und Baden-Württemberg eine Verschlechterung bringen. In einigen neuen Bundesländern wird es mehr Geld geben.

    Ulla Schmidt hat alles begrenzt, was nur geht. Nur eines hat sie vergessen: Den Schmerz.
    Den Schmerz, den der Patient hat, den hat sie nicht begrenzt.
     
  16. bise

    bise Neues Mitglied

    Registriert seit:
    1. Februar 2004
    Beiträge:
    4.654
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    bei Frau Antje
    doch nicht jeder patient erhält ein rezept. patienten, die nur zu kontrolle kommen, erhalten nix. deren ü-scheine vergrössert das budgetvolumen der einzelnen fach docs.
    ich hatte oben mal die liste erwähnt, so wie ich sie erfahre.

    ansonsten hat du recht, recht.

    docs verdienen kaum etwas an kk-patienten. der doc, der sich um gkv patienten bemüht, erhält nicht mehr als derjenige, der die patienten im 60 sekunden takt einmal im quartal abfertigt.

    ich kenne ein sprichwort:
    wer die arbeit kennt,
    nach ihr rennt,
    sich nicht drückt,
    der ist verrückt.

    mit grinsendem gruss am tag der arbeit
     
    #16 1. Mai 2008
    Zuletzt bearbeitet: 1. Mai 2008