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Was passiert eigentlich wenn man das Cortison von 5 mg auf 0 setzt !

Dieses Thema im Forum "Cortison / Glukokortikoide" wurde erstellt von mandoline, 18. Juni 2015.

  1. mandoline

    mandoline Neues Mitglied

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    Hallo !

    Was kann eigentlich passieren, wenn man das Cortison von 5 mg auf 0 setzt sofort ! Also ohne ausschleichen.

    LG Mandoline !
     
  2. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Da ich das Corti 5 mg schon etliche Jahre hatte, bekam ich beim Runtersetzen auf 4 mg arge Schwierigkeiten und Schmerzen.... nun verharre ich bei 2,5 mg.
     
  3. mandoline

    mandoline Neues Mitglied

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    Hallo PiRi !

    Ich habe ja auch Probleme, wenn ich langsam runtergehe. Bis 5 mg war es kein Problem. Ich wäre halt nach ca. 8 Jahren gerne Cortisonfrei. Und vor allem macht mir das Cortison schon riesen Probleme. Bluthochdruck das komische Gesicht, Gewichtszunahme usw..
    LG Mandoline !
     
  4. PiRi

    PiRi IG-Mitglied

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    Dann schleich es doch langsam aus. Dauert zwar `ne Weile, ist aber risikofreier. Ansonsten könntest Du einen Schub riskieren und dann geht es wahrscheinlich mit noch mehr Corti wieder los.
    Mach doch 2 Wochen lang einen Tag 5, den anderen 4,5mg. dann 2 Wochen lang nur 4,5 mg, die nächsten 2 Wochen dann abwechselnd 4,5 und 4 mg....
    wie gesagt, dauert ´ne Weile.
    Was schlägt denn der Arzt vor?
     
  5. Tusch

    Tusch Bekanntes Mitglied

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    Moin,
    meine Erfahrung ist gerade auch schmerzhaft.
    Ich sollte das Predni runterfahren, weil die Entzündungswerte jetzt länger gut waren. Habe also von 5 mg auf 4mg für drei Wochen, dann auf 3mg usw. immer 3-4 Wochen... zuletzt nur noch 1 mg - da konnte ich aber schon das Fehlen des Predni merken - jetzt bin ich seit 5 Tagen ganz ohne, und meine Gelenke tanzen Tango - schmerzen, steif und geschwollenes Gefühl - die Entzündungswerte sind normal.
    Tja - da muss der Körper sich wohl dran gewöhnen und die eigene Produktion wieder ankurbeln... oder vielleicht gehts auch nicht ohne - ich erfahre Donnerstag mehr beim Rheumatologen Termin.
    Wenn ich PiRi s Vorschlag lese, könnte es sogar sein, dass ich noch zu schnell runter gefahren bin. Ist schon ein tolles Medikament, aber eben schwer wieder los zu kriegen.
    Werde berichten, wenn gewünscht.
    lieb geknuddelt
    Tusch
     
  6. puffelhexe

    puffelhexe Bärenmama von Pedro

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    alle 6 bis 8 Wochen 1/2 mg
    runter. das ist die ganz sanfte
    Variante.
     
  7. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    mein doc sagte mal sobald die schmerzn beim ausschleichn beginnen soll man bei dieser Dosis bleibn.
    er meinte,das ist ein Signal das er das kortison braucht der körper.da soll man nicht noch weiter runter dosieren.lg
     
  8. mandoline

    mandoline Neues Mitglied

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    Vielen Dank für Eure Antworten. Mein Arzt sagt mein Körper wird die 5 mg brauchen.

    Ich werde morgen wieder ein paar Tage 5 mg nehmen. Es geht mir nicht gut. Meine Schmerzen kommen zurück.

    LG Mandoline !
     
  9. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Wäre es in dem Fall nicht sinnvoller, wieder auf die nächsthöhere Dosis zu gehen, damit man keine Schmerzen mehr hat?

    LG, Inge
     
  10. moni3

    moni3 Aktives Mitglied

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    ja sinela.meinte ich bleibn aber nicht noch weiter runter fahren.
     
  11. Lagune

    Lagune Bekanntes Mitglied

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    Nach jahrelanger Cortisoneinnahme kann es sein das der Körper kein eigenes oder nur noch sehr wenig (zu wenig) eigenes Cortisol bilden kann. Deshalb muss ganz langsam ausgeschlichen werden und nicht wegen einem drohenden Schub. Der Körper muss ganz langsam wieder lernen selber zu produzieren. Die Nebenniere stellt nämlich häufig bei langjähriger Cortisoneinnahme teilweise oder ganz die Funktion ein, was die körpereigene Cortisolproduktion betrifft und muss das dann gaaanz langsam wieder lernen und aufnehmen. Setzt man dann abrupt von 5 mg auf 0 kann es also unter Umtänden sogar lebensgefährlich werden.
     
    #11 19. Juni 2015
    Zuletzt bearbeitet: 19. Juni 2015
  12. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    ich habe auch Jahre lang genommen habe einfach halbiert also von 5 auf 2,5 mg dann ca. 6 Wochen diese Dosis beibehalten Schmerztechnisch wars kein wahnsinniger Unterschied und dann gleich auf 0... diese 1 und 2 mg sind sowieso nur Placebo sagte auch mein Arzt :D:D:D
     
  13. Clödi

    Clödi Bekanntes Mitglied

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    Oleco, da stellt dein Arzt aber eine sehr gewagte These auf.

    Ich konnte ab 4 mg nur noch in 0,5er Schritten reduzieren und musste dann immer mindestens 2-3 Wochen halten. Die ersten Tage war das auch immer mit Schmerzen und Schwellungen verbunden. Von 4 mg auf 0 dauerte über drei Monate. Ich hatte das Zeug insgesamt 14 Monate genommen. Meistens 5 mg pro Tag.
     
  14. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Clödi, ich habe mich vielleicht etwas blöd ausgedrückt. Ich meinte nicht das abdosieren von 5 mg auf 4 mg, sondern alles was unter 2,5 mg ist Placebo, also wer 2 mg und 1 mg nimmt der kanns auch gleich lassen ist meine Erfahrung und die Meines Arztes und der hat Ahnung - keine Sorge :vb_redface::p Ich hatte auch unter 5 mg Schwellungen gehabt man kann das sowieso nicht verallgemeinern.. Man gewöhnt sich einfach dran und die Psyche ebenso.

    Ich habe 23 Monate Prednisolon am Stück ( in den verschiedensten Dosierungen von 100- 5mg) genommen, kurz vor dem absetzen hatte ich sogar einen ziemlich heftigen Schub und wurde vor dem ausschleichen 4 Monate zuvor dauerhaft über 3 Wochen mit 100 mg Pred behandelt, teilweise auch i.v. Ich sollte das ausschleichen auch erst in 1 mg Schritten pro Monat durchführen aber mein Dok meinte halbieren und dann auf 0 und ich habs welch Wunder sogar überlebt, auch trotz der langen Zeit mit Cortison ;-)

    Als Tipp an alle einfach nicht so viel nachdenken :top:
     
    #14 20. Juni 2015
    Zuletzt bearbeitet: 20. Juni 2015
  15. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @clödi, oleco90

    Ihr habt beide Recht :)
    Es ist individuell sehr verschieden, und wenn alle Stricke reißen, kann man es wirklich so machen wie puffel es beschreibt ;)
    Meistens gibt es ja bei derart niedrigen Dosen keinen Zeitdruck und wenig wirkliche Probleme; es spielen derart viele Nebenaspekte und -gedanken mit, dass kaum jemand eine sichere Prognose wagen kann.

    Der reale Mangel an Cortisoneigenproduktion wird übrigens bei langdauernd niedrigen Dosierungen m. E. zu häufig befürchtet und beschworen - aber nicht bewiesen.
    Und es gibt nicht ganz wenige Menschen, die trotzdem dauerhaft nicht ganz ohne Cortisongabe auskommen - Grundkrankheit, Placebo, Nocebo und vielleicht noch ein paar andere -cebos spielen da kräftig mit!

    Allerbeste Grüße und schönen Samstagabend für Alle,
    Frau Meier
     
  16. oleco90

    oleco90 Mitglied

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    Ich hätte es nicht besser schreiben können:vb_redface::vb_redface::vb_redface::vb_redface::vb_redface:

     
  17. hada1712

    hada1712 Kevin-Schantalle-Mama

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    Hallo,

    ich nehme jetzt fast 20 jahre cortison
    angefangen mit 10 mg/d.

    die dosierung mal rauf mal runter, jenachdem wie es mir ging.

    einmal wurde ich sogar mit blaulicht ins KrH gebracht weil ich vor schmerzen nur noch geschrien/gebrüllt habe.
    trotz cortison i.v. hat es tage gedauert bis ich wieder einigermaßen ein mensch war.

    jetzt bin ich wieder von 15 mg/d am runterschleichen und bei 9 mg angelangt.
    ich soll bis auf 5 mg/d kommen, denn ich habe orencia verordnet bekommen und im august/september wird man sehen ob es bei mir anschlägt.
    bisher habe ich noch keine wirkung bemerkt.

    der alltag ist z.Z. kaum zu bewältigen. wenn ich meinem mann nicht hätte wäre ich schon längst im heim gelandet.
    z.Z. kann ich nicht mehr laufen, geschweige etwas im haushalt machen.
    nur wenn mein mann mir alles hinstellt, komme ich zurecht.

    zuerst sollte ich wöchentlich um 1 mg senken, aber das funktionierte nicht, wie ihr euch vorstellen könnt.

    jetzt um 1 mg alle vier wochen, aber auch dass bekommt mir kaum. nach einem gespräch mit meiner
    rheumatologin: durchhalten.

    da bisher alle anderen medikamente nicht angeschlagen haben wäre es schön eines zu finden damit nicht nur das rheuma meinen alltag bestimmt.

    im moment sind es geschwollene gelenke, schmerzattacken (gut das die nachbarn wissen warum ich manchmal schreie) nach denen ich völlig erschöpft bin. auch psychische probleme kommen dazu. nicht besonders große, ich fang halt nur grundlos an zu weinen und manches wort empfinde ich wie auf die goldwaage gelegt.
    für meinem mann ist das manchmal sehr schwer zu verstehen, aber er weiss ja was rheuma aus einem machen kann.

    er leidet mit und jetzt haben wir trotz meiner erkrankung nach 30 jahren geheiratet.

    wie ich das weitere absenken vertrage, ich weiss es nicht. ob auch mein pausbackengesicht und die gewichtszunahme zurück gehen ? schön ware das schon, ein leben ohne größere schmerzen.

    hannelore (die trotzdem sehr oft am lachen ist )
     
  18. Sinela

    Sinela Bekanntes Mitglied

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    Hallo!

    Ich bekomme seit dem 21.04. Enbrel und sollte das Kortison (damals 12 mg) auch langsam runterdosieren. 10 mg gingen noch, bei 9 mg haben die Schmerzen wieder angefangen, also habe ich das Kortison wieder auf 10 mg hochdosiert. Es macht keinen Sinn, es mit Gewalt runter zu dosieren und vor Schmerzen kaum noch etwas machen zu können.

    LG, Inge
     
  19. Nate

    Nate Registrierter Benutzer

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    In kleinen Schritten reduzieren

    Ich nehme seit 2007 Prednisolon und soll davon weg. Ich bin von 5mg auf 4mg gegangen, nun auf 3,5 mg. Alles in 25 Tage Schritten. Es ist schon schwierig aber ich versuche die Probleme zu ignorieren. Klappt nicht immer, aber ich hoffe ohne Cortison ein paar Nebenwirkungen loszuwerden. Da wären starkes Schwitzen und Herzrasen wenn ich zur Ruhe komme, Osteoporose und extrem trockene Schleimhäute, hauptsächlich die Nase. Seit 3 Jahren spritze ich Enbrel 50, auch das wirkt nicht mehr so toll. Angefangen hat alles mit 20, nun bin ich 60, voll berufstätig und hoffe, das auch noch ein paar Jahre zu sein. Ach so und mein GdB ist 50 unbefristet. Allen ein schönes Wochenende.
     
  20. Lile

    Lile Neues Mitglied

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    interessantes Thema!
    Nach 10 Monaten mit Cortison (Höchstdosis war stationär 300 mg i.v.) bin ich seit 2 Monaten bei 2,5 mg und reduziere jetzt auf das Ziel 0 mg.
    Nach Absprache mit meinem Arzt nehme ich jetzt über 4 Wochen nur jeden 2. Tag die Dosis von 2,5 mg und lasse somit ebenfalls jeden 2. Tag die Einnahme von Cortison ausfallen. Ich bin mal gespannt :)