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Was machen die Medikamente mit uns?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von MichaelaK., 26. Mai 2009.

  1. MichaelaK.

    MichaelaK. Neues Mitglied

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    Hallo liebes Forum,
    Sorry, war schon lange nicht mehr hier...

    Und wie sollte es auch anders sein: habe ein Problem was mich derzeit mächtig beschäftigt.
    Mir geht es, Dank der Medi, eigentlich ganz gut.
    Nun ist es mir und auch meiner Umgebung (dem Partner vor allem) aufgefallen, das ich sehr starke Stimmungsschwankungen habe. Teilweise bin ich sogar richtig aggresiv. Ich selbst stelle fest, das ich von jetzt auf sofort und ohne ersichtlichen Grund, schlechte Laune bekomme und es dann für mich schwierig wird da wieder raus zu kommen.
    Oder aber ich könnte von einem auf den nächsten Moment in Tränen ausbrechen. Ich nehme nun schon sehr lange MTX und habe eigentlich keine Nebenwirkungen. Aber nur eigentlich: denn ich leide auch an Libidoverlust. Wie man sich sicher vorstellen kann belastet das eine ansonsten intakte Beziehung doch sehr.
    Nun bin ich am überlegen ob ich MTX absetzen sollte.
    Oder bin ich ein Fall für Psychopharmaka?
    Hat jemand ähnliche Probleme und kann mir hilfreiche Tipps geben!?

    Danke fürs Lesen...

     
  2. mausbaer_1970

    mausbaer_1970 liebt das Leben

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    Hallo Michaela,
    nimmst Du auch Cortison ein? Denn da ist es ja beschrieben, daß es zu Depressionen führen kann und auch die Schleimhäute im Körper (wegen der Unlust auf Sex) angreift!
    Mit MTX kenn ich mich nicht aus - ich spritze Kineret!
    Liebe Grüße
     
  3. MichaelaK.

    MichaelaK. Neues Mitglied

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    Im Moment mache ich eine kleine Corti - Stoßtherapie und bin gerade bei 22,5 mg angelangt, habe mit 25 mg angefangen (vor einer Woche).
    Habe aber schon seit Ewigkeiten kein Cortison mehr genommen.
    Würde da jetzt keinen Zusammenhang erkennen können.
    Nehme nur durchweg MTX und Humira und auch fast keine Schmerztabletten.
     
  4. manu1111

    manu1111 Wasserfrau

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    Hallo Michela,

    ich nehme auch schon seit 10 Jahren MTX und habe gleiches beobachtet. Ich meine, dass auch etwas von "depressiven Verstimmungen" im Beipackzetel von MTX steht. MTx wird ja vornehmlich gegen Unterleibskrebs eingesetzt und dort ist doch viel mit Hormonen (die auch für unsere Launen und unser Lbido zuständig sind) verbunden.

    Zum Libidoverlust kann ich nicht so viel sagen, denn ich lebe schon lange alleine - aber die "depressiven Löcher" oder "Übellaunigkeit" tritt schon auf - vorallem, kurz vor der Spitze - die ich hasse wie die Pest :o und auch danach, weil´s mir dann nicht gut geht.

    Ich hatte meinen ersten Rheumatologen auch darauf angesprochen, der mir dann "Antidepressiva" aufgeschrieben hat - son Müll :mad: Ein Mediwechsel wäre erstrebsamer gewesen. Warum soll ich Psychopharmarka nehmen, wenn die Probs durch das Medi ausgelöst weden :eek:

    Im Forum gibts übrigens bereits ein Themea: MTX - wie geht ihr mit eureren Aggressionen um". Kannst mal nach lesen. :p

    LG

    manu :top:
     
  5. pablo56

    pablo56 Neues Mitglied

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    hallo michaela,

    was du schreibst, kann ich sehr gut nachvollziehen.
    als ich vor einem jahr wegen einer chronischen polyarthritis cortison bekam (ich fing mit 20mg an), sagte mir ein alter erfahrener apotheker: passen sie auf, davon bekommt man depressionen! wie soll man aufpassen, wenn man darauf angewiesen ist.
    das mit den stimmungsschwankungen ist mir gut bekannt. ich habe in den ersten monaten oft von jetzt auf gleich angefangen zu heulen. oft war der anlaß nicht erkennbar, oder ganz geringfügig.
    inzwischen nehme ich nur noch 2,5 bzw. 5 mg. und diese "heulanfälle" kommen nicht mehr vor.
    also, gibts da wohl einen zusammenhang.
    alles gute und
    liebe grüße
    pablo56
     
  6. MichaelaK.

    MichaelaK. Neues Mitglied

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    Tja, das mit den Beipackzetteln ist so eine Sache...
    Kriegen kann man alles mögliche und bei jedem tritt es anders ein. Ich finde es sehr schwierig, wenn man dauerhaft Medikamente nimmt, genau zu differenzieren ob es eine der Nebenwirkungen ist oder aber eine für sich stehende Erkrankung. Und dann kommt ja noch dazu wie man für sich selbst die Stärke bzw. beeinträchtigung der NW einschätzt.

    Ich habe am Donnerstag einen Termin bei meiner Rheumatologin. Hatte sie vor einiger Zeit auf die Probleme angesprochen, hat sie auch ernst genommen. Werde darauf drängen das MTX absetzen zu können. Weil, so geht es echt nicht weiter. Vielleicht reicht eine Monotherapie mit Humira ja auch aus.


    Mal schauen...
     
  7. Slash

    Slash Slash

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    Ich kann es mir vorstellen

    Hallo!
    Ich kann es mir vorstellen. Vielleicht nicht vom MTX alleine, aber wenn man die ganze Ladung und den psychischen Streß mitrechnet, wer sollte da nicht übellaunig werden. Die Medikamente begünstigen es sicher. Ich hab mich, ehrlich gesagt, auch zum Ekel entwickelt. Ich kann so gemein werden und so laut. Ein ruhiger Typ war ich noch nie, aber wenn ich meinen Mann mal wieder angeschnautzt habe, stehe ich manchmal direkt neben mir und erschrecke vor mir selbst......
    LG
    Sandra
     
  8. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Nebenwirkungen MTX

    ...sind möglich als Störungen der inneren Schleimhäute (Sekretbildung) oder bei Frauen benennt man auch eine mögliche Störung in der Spermatogenese und der weiblichen Eizelle.
    Natürlich wirkt sich das dann wie beschrieben aus.
    Es gibt viele Medikamente, die solche Nebenwirkungen haben, so sind Betha-Blocker die reinsten Lustkiller...da kommt dann im KH immer die Frage "sagen sie mal, wie ist es denn mit ihrem Sexualverhalten ?", zumindest sollte mal danach gefragt werden...und im KH ist das ja auch in Ordnung bei dem vielen weiblichen Personal würd Mann ja sonst ganz uschig.....

    Aber was solls, es ändert sich eh mit dem Alter..."früher kam man nach hause- guckt in Kühlschrank, nischt gescheites drin, ab ins Bett. Heute kommt man nach hause guckt ins Bett......"

    jaja
     
  9. Meggie

    Meggie Neues Mitglied

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    Stimmungsschwankungen können auch mit der Schilddrüse zusammenhängen.
    Evtl. wäre an eine Überprüfung des Schilddrüsenhormons zu denken.
    Ich hatte solche Probleme vor Jahren, musste dann zum nuklearmediziner. Seither nehme ich das Schilddrüsenhormon ein, weil der Wert aufgrund einer Autoimmunerkrankung (Hashimoto)viel zu niedrig war.
     
  10. MichaelaK.

    MichaelaK. Neues Mitglied

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    So, hatte ja nun meinen Arzttermin und habe das Thema auch nochmal angesprochen. Wir sind zu dem Ergebniss gekommen, das ich in naher Zukunft (soweit meine Werte die nächsten 3 - 6 Monate stabil bleiben) das MTX absetzen werde/kann. Zeitgleich werde ich auch das Cortison von eben 17,5 mg weiter reduzieren bis auf eine Erhaltungsdosis von 5 mg. Fühlte mich vor zwei Wochen noch wie am Beginn eines Schubes, aber meine Blutwerte sind tip top in Ordnung.
    Nächste Woche habe ich auch einen Termin bei meinem Gyn. Werde ihn auch nochmal auf meine Probleme ansprechen und klären ob man den Hormonstatus mal untersuchen sollte. Vielleicht sind es ja auch schon die Wechseljahre mit 41?!:uhoh:
    Irgendwie passt das alles nicht zusammen, oder doch? Bin verwirrt...

    Wünsche Euch einen schönen, sonnigen und vor allem schmerz - erträglichen Tag
     
  11. susannegru

    susannegru Neues Mitglied

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    Hallo,
    meine Aversion gegen MTX und die als vielfältig empfundenen Nebenwirkungungen konnte ich durch eine Halbierung der Dosis (spritze jetzt statt 15 nur noch 7,5) in den Griff kriegen. Nehme auch schon seit Jahren Corti und Humira dazu. Von welchem Medi kommt was? Oder hätte man das sowieso gekriegt, das ist immer die Frage. Habe mal mehrere Monate gar kein MTX und Humira nehmen dürfen, nur Cortison. Ja, da habe ich nur gestaunt, was ich alles diesen Medis zu Unrecht zugeschrieben hatte. Nicht zu radikal das MTX absetzen, besonders wenn Du jetzt noch bei 20 mg Cortison bist! Humira fängt das nicht auf. Jedenfalls würde es das bei mir nicht tun, sonst hätte man es ja auch schon ganz absetzen können! Alles Gute, Alter Hase