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Was ist los?????

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Brigitte110, 10. März 2008.

  1. Brigitte110

    Brigitte110 Neues Mitglied

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    Hallo ihr R.O.(ller)
    Ich habe da mal eine Frage:
    Seit ich erkrankt bin,bin ich auch ziemlich nah am Wasser gebaut:(
    Eigentlich bin ich garnicht so,bin eher der Kämpfertyp und habe mir auch nie helfen lassen.Nun brauche ich nur ein wenig Streß und ich fange an zu heulen...
    Da genügt es schon in der Früh auf zu stehen und ich habe diese Morgensteifigkeit oder es kommen viele Dinge am Tag zusammen und schon bin ich wieder am heulen:confused: und ich kann mich garnicht wieder beruhigen.
    Früher habe ich wenn überhaupt einmal im Jahr geheult und dies geht mir nun langsam selbst ganz schön an die Nerven!!!
    Habe auch bereits versucht es abzustellen geht aber nicht so einfach.
    Weiß jemand was man noch machen kann? So geht es ja auch nicht bin ja nun erwachsen und sollte doch in der Lage sein etwas auszuhalten aber jedre Konflikt bringt mich zum Heulen das bin doch nicht "ICH"
    Wäre dankbar wenn jemand Rat wüßte,denn die Familie leidet auch schon
    Danke in voraus Brigitte
     
  2. Patty

    Patty Mitglied

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    Hm, vielleicht macht dir deine Erkrankung angst?
    Angst vor der Zukunft, angst vor den Schmerzen.
    Angst was wird aus dir?
    All das belastet.
    Ich war früher eine taffe Frau die so schnell nichts aus der Ruhe gebracht hat, die auch Schicksalschläge weggesteckt hat. Jetzt wo auch meine Tochter betroffen ist ud meine Pechstähne weiter geht, ist es auch oft mehr als ich ertragen kann.
    Ich habe mir einen Seelendoc gesucht, zum ausheulen, weil ich meine Freude auch nicht immer ständig mit meinen Sorgen belasten möchte.
    Vielleicht wäre das auch eine Möglichkeit für dich. Schmerzen können einen ganz schön mürbe machen.
    Drück dich mal und Kopf hoch.
     
  3. Schäfchen

    Schäfchen Guest

    Liebe Brigitte,
    das was du beschreibst, kennen sicher einige von uns, ich auch. Mittlerweile hat das schon nachgelassen, auch Dank meiner guten Hausärztin, die mir mit aller Regelmäßigkeit in der "dunklen Jahreszeit" Antidepressiva auf's Auge drückt.
    Was genau mich eigentlich so "fertig" machte? Ich weiß es nicht. Oftmals gelang es mir mit guten schauspielerischen Fähigkeiten mein Umfeld glauben zu machen, alles ist prima, alles ist chic. Nur die wenigen, die mich wirklich sehr gut kennen, merkten und merken mir sofort an, wenn irgendwas nicht stimmt.
    Es ist nicht so einfach, damit klar zu kommen, dass vieles auf einmal nicht mehr so geht wie früher. Bei mir sind es Getränkeflaschen, die mich mit aller Regelmäßigkeit zum Fluchen und zur Verzweiflung bringen, weil ich sie nicht öffnen kann. Natürlich, man ist krank, das weiß man, aber muss man da immer wieder so dran erinnert werden? Natürlich, weil die Pillendose mit dem Inhalt des "2. Frühstücks" eben nicht ausreicht.;)

    Vielleicht hast ja auch so eine/n Hausdoc wie ich. Sprich doch mal mit ihr/ihm darüber. Antidepressiva zu nehmen ist keine Schande.

    Glaub mir es wird sich bessern, ob nun mit oder ohne Medis. Aber alles braucht halt so seine Zeit. Je mehr du dich damit unter Druck setzt, dass du ja eigentlich gar nicht heulen willst, desto weniger gelingt es dir. Das ist jedenfalls meine Erfahrung. Heul, wenn dir nach heulen ist. Sprich mit deiner Familie darüber, genauso wie du es in deinem Beitrag geschrieben hast. Sprich mit ihnen über deine Gedanken, Gefühle, deine Schmerzen, deinem Zorn, deiner Verzweiflung. Mach ihnen deutlich, dass deine Tränen nichts mit ihnen zu tun hat, sondern nur mit dir selber und deiner Situation. Wenn sie dich beim ersten Mal nicht verstehen, nicht verstehen können, dann sprich auch ein 2. Mal mit ihnen darüber. Natürlich, auch das kostet Kraft, deine Kraft. Aber ein Versuch ist es doch wert oder?

    Schäm dich nicht, weil du weinst oder sei dir selbst böse. Du bist ein Mensch mit einer Seele und die darf/kann/muss auch mal traurig sein.

    Du wirst sehen, das geht vorbei, wenn du dir selbst genug Zeit dafür gibst.

    Liebe Grüße Schäfchen
     
    #3 10. März 2008
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 10. März 2008
  4. Mimimami

    Mimimami Immer ein (B)Engel

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    Hallo Brigitte,
    vieleicht geht es dir so, weil du erkennen musstest, dass du auch schwach bist (bitte nicht falsch verstehen, meine das krankheitsbezogen).

    So war es bei mir auch. Früher war ich immer die Starke, die Stütze und Hilfreiche für alle, bis ich erkennen musste, dass ich das gar nicht mehr bin, dass ich jemanden Starken brauche, bzw. Stütze brauche. (Seelenleben).

    Leider habe ich bis heute noch niemanden gefunden, (leider), und probiere weiterhin, stark und hilfreich zu sein. Sei es im Geschäft, (schaffen bis zum umfallen, ob wohl es mir saumäßig geht). Wenn einer denkt, ich könnte das nicht, mache ich immer noch den Fehler, und klotze doppelt rein, um ja keine Schwäche zu zeigen.

    Wenn die Tränen laufen wollen, dann lass sie laufen. Das kann sehr hilfreich für dich selbst sein. Vieleicht kannst du dich ja irgendwo zurückziehen, aber wiederum denke ich, warum im Kämmerlein, sollen doch alle sehen, dass es dir nicht gut geht.

    Der Tipp mit dem Antideppresiva von unserem Schäfchen ist bestimmt nicht verkehrt. Ich meine nicht damit, dass du ein ander Klatsche hast, sondern es hilft zum einen die Schmerzgrenze wieder zu senken, und es hilft Stimmungsaufhellend.

    Kurz und Gut, lass es raus, wenn es raus will.

    Ich knuddel dich mal ganz lieb, und du bist damit nicht allein.
    [​IMG]
     
  5. Brigitte110

    Brigitte110 Neues Mitglied

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    Was ist los???

    Hallo an alle
    Es ist echt lieb das ich so prompt Antworten bekommen habe;man das tut gut.
    Ich dachte schon ich "Knall"ganz durch aber wie ich sehe geht es vielen so!!:o
    Mein Problem ist einfach nur das ich immer die Starke war und immer den anderen geholfen habe und nun?benötige ich die Hilfe und es gibt Tage wo ich mich nicht mal alleine anziehen geschweige denn duschen kann das macht mich "Wahnsinnig":eek::eek:
    Ich bin gelernte Altenpflegerin und habe immer Hilfe gegeben und nie welche genommen alle behaupten immer wie stark ich doch bin ich denke dann immer wäre schön wenn mal jemand hinter die Kuliissen gucken könnte und ich mag einfach nicht mehr sagen das ich eigentlich "Schwach" bin.
    Aber eure Tips von allen haben mir gezeigt das ich doch eigentlich auch mal dazu stehen könnte und vieleicht sollte ich doch mal zum Doc?!!!
    Denkt ihr das ich meine Krankheit noch nicht akzeptiert habe,einige Leute sagen immer ich soll da zu stehen aber ich kann mir doch kein Plakat umhängen und es so deutlich machen und mehrfach höre ich auch wenn ich gute Tage habe "DU SIEHST GARNICHT MEHR KRANK AUS"!!!!
    Klasse denke ich dann bilde ich mir alles ein???
    Und nochmal ein herzliches Dankeschön ihr seid super:D:D:D:D:D
    Liebe Grüße Brigitte
     
  6. Sandra73

    Sandra73 Neues Mitglied

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    Hallo

    Hallo Brigitte,

    ich kenne Dich nicht, und weis auch nicht, was für eine rheumatische Erkrankung Du hast, geschweige denn, welche Medikamente Du nimmst u.s.w., ABER ich weis wie es ist, wenn man sich so fühlt wie Du und es einem überhaupt nicht nach lachen und leben ist, sondern nur nach weinen.
    Komischerweise gibt es in diesen zeiten auch immer wieder irgendwelche Anlässe, die einem die Tränen laufen lassen.
    Auch ich dachte bis vor kurzem - ich schaffe das alles (Rheuma, Kleinkind,Haushalt,Familie,Garten und voll wieder in die Arbeit einsteigen).
    Ein halbes Jahr ging es irgendwie, aber dann kam der Hammer in Form eines netten Hörsturzes und seitdem musste ich mir eingestehen, dass ich nicht die Starke bin, die ich immer dachte zu sein.
    Die Erkenntnis ist nicht einfach. Mit persönlich hat sie auch sehr weh getan.
    Ich drück Dich ganz fest und wenn Du weinen musst, dann weine.

    Liebe Grüße
    Sandra