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Was ist das - wer hat denn jetzt Recht?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Christi, 26. April 2007.

  1. Christi

    Christi Mitglied

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    Hallo an alle,

    Auszug aus dem Befundbericht meines Handchirurgen:
    ..mäßige Dorsalkippung der proximalen Handwurzelreihe..

    Hier zu Auszug aus dem Bericht Fr. Dr. Meske (Rheumawelt-Expertenrat):
    Eine Dorsalkippung der proximalen Handwurzelreihe bedeutet, daß eine Instabilität aufgetreten ist durch Zerstörung von Bändern und Knorpel durch die Arthritis, dann kippen Knochen aus der ursprünglichen Lage.

    Dazu gestern meine Rheumatologin:

    Das hat nichts zu bedeuten, dabei geht es nur um die Stellung des Handgelenkes.... d.h. also kein Befund

    Zwei Rheumatologinnen, zwei grundverschiedene Meinungen. Wer kann mir dazu etwas sagen oder weiß, wer Recht hat???:confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused::confused:



    Liebe Grüße
    Christi
     
  2. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    Dein Handgelenk befindet sich nicht in der Stellung in der es sich befinden soll. Knorpel und Bänder sind zerstört.Der Rheumaweltexperte erwähnt als Ursache Arthtritis. Hat er diese Diagnose gestellt oder wer war es?

    grummel
     
  3. Christi

    Christi Mitglied

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    Was ist das -wer hat denn jetzt Recht

    Hallo Grummel,

    die Diagnose RA stammt schon von meiner Rheumatologin. Sie bestreitet ja nur, daß es sich bei der Formulierung des Handchirurgen nicht um eine, von der Arthritis entstandene Schädigung handelt, sondern das das ein Normalzustand ist und dann wußte ich natürlich nicht mehr, wem ich glauben soll. Woher hast Du Deine Information?

    Gruß
    Christi
     
  4. grummelzack

    grummelzack Barbara

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    Hallo Christi,

    die Infos habe ich aus dem Befundbericht deines Handchirugen. Ich habe den Bericht so interpretiert. Wenn das der Normalzustand deines Handgelenkes ist, dann wäre es ererbt oder angeboren und schon immer da gewesen. War es schon immer da gewesen? Christi, was glaubst du, wieviel Fachwissen ein Chirurg vom Rheuma hat?

    Siehste, wir wissen es nicht. Aber wir wissen beide, daß ein Rheumadoc in der Lage ist zu beurteilen, wo eine Gelenkzerstörung herrühren kann. Ich persönlich würde meinem Rheumadoc mehr Rheumakompetenz zugestehen als einem Handcgirurgen es sei denn mein Rheumadoc ist ein Riesenhirsch.

    herzlichst grummel
     
  5. Christi

    Christi Mitglied

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    Was ist das - wer hat Recht

    Hallo Grummel,

    ich glaube, Du hast mich etwas falsch verstanden. Es geht nicht darum, ob der Chirurg oder meine Rheumatologin Recht hat. Wie der Chirurg das mit der Dorsalkippung gemeint hat, werde ich ihn bei meiner Besprechung nächsten Donnerstag fragen. Es geht darum, daß ich zwei unterschiedliche Meinungen von zwei verschiedenen Rheumatologen habe und zwar einmal die Frau Dr.Meske (nachzulesen Rheumawelt Expertenrat), die es als Veränderung durch die Arthritis her sieht oder aber meine Rheumatologin, die meint, es hat keine Bedeutung.

    Habe gestern online noch etwas recherchiert und habe schon den Endrduck dabei gewonnen, daß es sich um eine Fehlstellung der Knochen handelt. Angeboren ist die bei mir bestimmt nicht, denn meine ersten Röntgenbilder meiner Hände waren ja immer normal. Erst die Aufnahme von vor ca. 8 Wochen zeigt Veränderungen.

    Wenn jetzt aber die Frau Dr. Meske Recht hat, ist dan n meine Rheumatologin nicht doch, wie Du sagst ein "Riesenhirsch". :eek::eek::eek:

    Liebe Grüße
    Christi
     
  6. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Christi,

    zwei Ärzte, zwei Meinungen ;)

    Viele Ärzte, noch mehr Meinungen ;) ;)

    Die Ärztin von Rheumawelt hat weder Dich, noch Deine Hand noch die Röntgenbilder gesehen, oder?
    Somit äussert sie sich zu den üblichen Verläufen einer Erkrankung.

    Wenn Deine Ärztin sagt, daß es keine Bewandnis hat, so ist das eine sehr freie Auslegung einer Dorsalkippung des Handgelenks.


    Bei aggressiven und erosiven Verläufen werden die Knochen und Knorpel zerstört. Damit wird das Gelenk instabil. Durch die Schonhaltung, zwecks Schmerzreduzierung, bildet sich die Muskulatur zurück und Bänder und Sehnen können überlastet werden, weil sie plötzlich mehr zu stabilisieren haben.
    Sollte eine Spritzentherapie oder eine medikamentöse Therapie nicht ausreichend wirken, kann das Entzündungsgewebe Bänder und Sehnen angreifen. Das sollte tunlichst verhindert werden.

    Bei einer (Teil)Versteifung wird das Handgelenk in Funktionshaltung versteift. "Repariert" werden kann es in dem Sinne nicht, da verbrauchte, abgenutzter Knorpel nicht nachwächst.


    Die OP scheint unumgänglich zu sein. Nimm die Röntgenbilder mit und vor allem den Zettel mit all Deinen Fragen. Laß Dir die Möglichkeiten erklären und entscheide dann, was gemacht werden soll.

    LG
    Sabinerin
     
  7. Christi

    Christi Mitglied

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    Hallo Sabinerin,

    die Röntgenbilder hat der Handchirurg angefertigt, Frau Dr. Meske hat den Bericht des Chirurgen an meine Rheumatologin bekommen. Meine Rheumatologin hat diese Röntgenbilder auch nicht gesehen. Bei den letzten, die sie anfertigen ließ, waren diese Veränderungen noch nicht sichtbar. Sie weiß darüber also auch nicht viel mehr, außer daß sie meine Hände gesehen hat, das hat der Handchirurg auch. Aber wie schon gesagt, meine Recherchen zufolge, ist es jedenfalls nicht normal.

    Ich glaube, daß es bei dem Begriff "Dorsalkippung" um eine eindeutigen Fachbegriff für eine Fehlstellung handelt. Das hat ja dann nichts mit verschiedenen ärztlichen Meinungen zu tun oder?

    Gruß
    Christi
     
  8. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallo Christi,

    die meisten knöchernen Veränderungen kann man m.E. ertasten. Wenn das Handgelenk abkippt kann man es auch sehen.

    Wenn die Veränderung gering ist, kann man es evt. als "Veränderung" diagnostizieren, ein anderer Arzt sieht es evt. anders.

    Ich weiß nicht, wie umfangreich die Veränderungen an Deinem Handgelenk sind. Eine (Teil)versteifung sollte auf jeden Fall gut überlegt sein. Wenn sie notwendig ist, dann muß und sollte sie durchgeführt werden.

    LG
    Sabinerin
     
  9. Christi

    Christi Mitglied

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    Was ist das - wer hat denn jetzt Recht

    Hallo,

    habe heute meinen Handchirurgen gefragt was er damit gemeint hat "mäßige Dorsalkippung der proximalen Handwurzelreihe". Bekam zur Antwort: "Das kann ich Ihnen nicht so erklären, daß Sie das verstehen".
    Bin ich denn blöd? :mad:


    Gruß
    Christi
     
  10. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hi Christi,

    meine spontane Gegenfrage wäre gewesen:

    "Liegt es dann an Ihnen oder mir?" *köpfchenschiefleg* *wimperklimper*


    Ärzte haben viel Arbeit, Ärzte haben viel Stress, Ärzte hören sicher viel mehr oder weniger sinnvolle Äusserungen, aber eins haben sie darüber vergessen:

    Ihnen sitzt ein Mensch gegenüber, dessen Körper operativ verändert wird.

    Wenn einem Arzt schon die Erklärungen zuviel sind, hoffentlich hat er nach der OP noch Lust alles zu vernähen.

    Sorry, bei solch unqualifizierten Äusserungen seitens der Ärzte verliere ich mein Freundlichkeitsgen...

    [​IMG]

    LG
    Sabinerin
     
  11. wolke

    wolke Neues Mitglied

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    wer hat recht

    also ich hatte auch eine verschiebung der handgelenksknochen, nicht nur das bedeutet im klartext das sich meine handgelenksknochen nach außen verschoben haben und sich hinter das handgelenksköpfchen gearbeitet haben und das zum ersten ganz schön weh getahn hat aber tatsächlich sehnen und muskeln mit betrifft und dadurch alles instabil wird. Diese diagnose habe ich von einem rheumachirurgen und hatte eine teilversteifung zur folge. Das hört sich schlimmer an als es ist, ich mußte mich zwar dran gewöhnen komme aber gut damit zurecht und die schmerzen sind bedeutend weniger geworden.
    Wenn du dir nicht sicher bist mußt du von einem arzt zum anderen wandern bis du mit einer aussage zufrieden bist und verstehen kannst was da vor sich geht. Das dauert lange und ist sehr mühsam, kann ich aus eigener erfahrung sagen. Also meine verschiebung war nicht nur eine lapalie und wenn mir vielleich schon ffüher eine ordentliche diagnose gestellt hätte hätte ich das schlimmste verhindern können und vielleicht schon früher gegensteuern können.

    also weiterbohren und nicht locker lassen man muß seinem arzt vertrauen können.

    liebe grüße
     
  12. Christi

    Christi Mitglied

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    Hallo,

    Zitat von Sabinerin:
    Ihnen sitzt ein Mensch gegenüber, dessen Körper
    operativ verändert wird.

    Genau das ist es, was ich zur Zeit vermisse, sowohl bei meiner Rheumatologin als auch beim Handchirurgen. Es wäre doch alles viel leichter mit etwas Einfühlungsvermögen.

    Leider kann ich weder die Rheumatologin noch den Handchirurgen wechseln. Soll doch nach der OP auf Humira umgestellt werden und habe da meine, momentan erst einmal letzte, Hoffnung gesetzt, meine cP in den Griff zu bekommen.

    Meine Hoffnung, wenigstens meine Schmerzen im Handgelenk loszuwerden, habe ich vorerst begraben, da der Handchirurg die ursprünglich vorgeschlagene Arthroskopie mit gleichzeitiger Nervdurchtrennung zur Schmerzausschaltung ja jetzt (da ich der Nervdurchtrennung nicht zugestimmt habe) ohne Nervdurchtrennung machen will, d.h. im Klartext ja Synovektomie, aber das hilft ja dem kaputten Teil, dem sogen. STT-Gelenk ja nicht. Da würde die Teilversteifung wahrscheinlich schon mehr Sinn machen.

    Kann aber trotzdem den Arzt auch nicht wechseln. Zum einen ist er mir ja von meiner Rheumatologin empfohlen worden, die ich auch nicht hintergehen will, zum anderen will ich keine Zeit mehr verlieren, da ich mit dem MTX einfach nicht mehr klar komme und schon die Tage zähle bis ich es absetzen darf.

    Am liebsten würde ich mich für die nächsten 3 Wochen bis zur OP in einen Dauerschlaf versetzen, dabei bringe ich kaum die Nächte rum. Habe heute meinen Psychodoc angerufen, schickt mir Rezept, damit ich wenigsten wieder etwas besser schlafen kann.

    Nun habe ich mich wieder mal genug ausgeheult.:(:(:(:(

    Wünsche Gute Nacht und einen ruhigen Schlaf

    Christi