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was bedeutet DRB1*15 und DRB1*11 antigen

Dieses Thema im Forum "Ich bin neu!" wurde erstellt von lorelei, 20. Februar 2013.

  1. lorelei

    lorelei Neues Mitglied

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    hallo ihr lieben,

    bei meinem sohn der 9jahre alt ist wurden die antigene DRB1*15 und DRB1*11 antigene gefunden...nun mache ich mir schwere sorgen was das zu bedeuten hat.

    ich waere euch sehr dankbar wen ihr mir sagen könntet was das bedeutet.

    lieben dank

    lorelei
     
  2. Waldmensch

    Waldmensch Sozialkämpfer

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    Hallo Lorelei,
    ich schreibe dir, da mein Kind die Bücher vom Studium gerade daheim hat. Aber bitte lasse dich nicht verrückt darüber machen, es sind "nur" die Möglichkeiten der Erkrankungen. Und gerade dies ist das komplizierte an der humanen Genforschung.

    DRB1*15 = steht im Verdacht im Zusammenhang mit multipler Sklerose zu stehen
    DRB1*11 = steht im Verdacht im Zusammenhang einer Sarkoidose bei heller und dunkler Hautfarbe zu stehen

    Ich weiss nun nicht in welchem Zusammenhang diese Bestimmung erfolgte. Fakt ist jedoch auch, dass einige HLA Merkmale im Zusammenhang mit Rheuma und Co. stehen(z.B.HLA-B27) . Von daher kann es auch gut sein, dass man inzwischen(Drucklegung Buch<->dato) weitere Erkenntnisse zu den o.g. Merkmalen hat.

    LG
    Waldi
     
  3. nomen.nominandum

    nomen.nominandum Neues Mitglied

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    Hallo Lorelei,

    die 2 angegebenen Gene gehören zu den Human Leukocyte Antigen = HLA.
    Diesen Antigenen werden mit bestimmtem Krankenheiten assoziiert.
    Jedoch heißt das Vorliegen des Genmerkmals nicht, dass man an der Krankheit leidet! Es lassen sich lediglich Rückschlüsse auf das Krankheitsrisiko ziehen.

    Da ich früher einmal in der deutschen Knochenmarkspenderdatei war, habe ich nach dem Ausscheiden aus der Datenbank meine gesamten genetischen Merkmale geschickt bekommen. Das Erste was ich gemacht habe, war nach den assoziierten Krankheiten zu suchen. Ich habe mich so was von verrückt gemacht! Bis mich mein HA auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt hat.

    Für alle diese Genetischen Untersuchungen gilt. Man hat eventuell die Bereitschaft dafür, dass eine Krankheit ausbricht, jedoch weiß man nicht ob es jemals dazu kommt. Man weiß auch nicht was dazuhin passieren muss!

    Bitte behalte die Nerven, und mach dir nicht allzu viele Sorgen!

    Liebe Grüße NN
     
  4. lorelei

    lorelei Neues Mitglied

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    ich habe morbus behçet und HLBA 51 antigen wurde bei mir gefunden...da mein sohn "lichtblitze" in seinen augen hatte wurde ich stutzig ob er eventuell auch morbus behçet hat...nach dem bluttest hatter er zwar kein HLBA 51 aber dafür DRB1*15 DRB1*11

    aus eigener erfahrung weis ich das es zutreffen kann...und nun bin ich erst recht unruhig und könnte weinen


    vielen lieben dank das ihr mir geantwortet habt
     
  5. Rosalind

    Rosalind Mitglied

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    Vererbung

    Liebe Lorelei,

    die Genom-weiten Assoziationsstudie (GWAS) sollten Dir keine Angst machen! Es ist ganz einfach ein bisschen Mendelsche Vererbung! Dein Sohnemann hat entweder diese HLA-Antigene von seinem Dad (der ist gesund?) oder von Dir geerbt. Oder eines von Dir und das andere von seinem Dad (oder anders herum, alles statistisch möglich und wahrscheinlich). So weit die Genetik. Ob und wie sehr das zu seiner (und welcher?!) Krankheit oder Gesundheit, zu seiner Fitness (insgesamt) beiträgt, ist nicht klar. Denn auch seine Umwelt (Essen, Lebensbedingungen, Stress, Urlaub, Sport, Schule, Infektionen etc.) spielen eine Rolle, und nicht zu vergessen die Ethnizität, also ob Du oder sein Vater, die Großeltern oder Urgroßeltern Mitteleuropäer sind, oder Spanier, oder Südafrikaner, oder Kubaner, oder Chinesen und so weiter.
    Denn auch diese großen GWAS untersuchen immer "reine" Populationen und finden dann irre große Unterschiede, je nachdem, welche Gruppe an Menschen sie untersuchen. Oft wiedersprechen sich die Daten auch.
    Wenn man beim NIH nachschaut (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/gene/3123), dann findet man z.b zu HLA-DRB1 tausende Studien und Ergebnisse, welchen Einfluß welches Antigen (also DRB1*15 oder *11 und so weiter) welche angeblichen Effekt haben kann. Muss aber nicht.

    Eine GWAS-Studie erfolgt ja so: Man sammelt irre viele Proben (Blut, daraus DNA) von Patienten mit einer KRankheit (RA zum Beispiel), meist mehrere Tausend. Dazu Kontrollen (Gesunde, aber aus der selben Ethnie, selber Altersquerschnitt, selber Hintergrund bezüglich Einkommen, Lebenstandard, Gesundheitsprofil, Lebensumstände, also Landleben, Stadtleben und so weiter). Dann macht man die Studie (=DNA Analysen) und vergleicht. Klar ist ja, wenn die Patienten von verschiedenen Ärzten/Zentren angesehen worden sind, dann kommen da schonmal unterschiedliche Diagnosen (schwere vs. leicht RA und so weiter). Die Patienten nehme verschiedene Medis und so weiter (sollte auf die DNA keinen Einfluss haben, aber weiss man nicht immer). Wenn die Kontrollen schlampig ausgewählt sind, dann gibt das komische Ergebnisse.....

    Wenn man alles sehr sorgfältig und sehr gut macht und wirklich sehr große Gruppen (mehr als 5000 Proben bei einer Krankheit wie RA) nimmt, dann bekommt man ein signifikantes (echtes) Ergebnis. Das ist aber sehr müsam und vor allem sehr teuer!

    Diese Studien können natürlich hilfreich sein, ein ursächliches Gen für eine Krankheit zu finden. Aber allein die Tatsache, dass man für einen einzigen Lokus (Gen-Ort) so viele unterschiedlichen Aussagen machen kann, zeigt doch, dass hier nicht der Schlüssel zu einer Krankheit alleine liegt.


    Rosalind
     
    #5 20. Februar 2013
    Zuletzt bearbeitet: 20. Februar 2013
  6. lorelei

    lorelei Neues Mitglied

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    unser ursprung ist türkisch....der vater ist nicht erkrankt

    ich hoffe und wünsche mir das ihr alle rech habt...

    ihr seit sehr lieb...vielen dank