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Wann zum Arzt gehen?

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Assi67, 19. August 2004.

  1. Assi67

    Assi67 Guest

    Hallo allerseits,

    ich bin neu hier und habe einige Fragen an euch.

    Seit einigen Monaten habe ich immer mal wieder tagelang Schmerzen besonders am linken kleinen Finger. Ich kann den Finger dann nicht knicken und nicht dagegen klopfen. Außerdem werden die Schmerzen schlimmer, wenn ich den Finger unter kaltes Wasser halte. Bei warmem Wasser sind die Schmerzen weg. Außerdem habe ich schon sehr lange Schwellungen auf beiden Handrücken zwischen den Fingerknöcheln.

    Schon seit Jahren habe ich oft Schmerzen in den Knien. Mal sehr stark und dann wieder einige Wochen gar nichts.

    In den letzten zwei Wochen habe ich oft wechselnde Fingerschmerzen bekommen. Der Schmerz im kleinen Finger zog teilweise bis in den Arm. Vor etwa vier Wochen hatte ich von einer Sekunde zur anderen extreme Schmerzen an der Handkante der rechten Hand. Seit dem Wochenende habe ich mal Schmerzen im Handgelenk, dann wieder in den Fingern (nur die kleinen Finger und das Daumengrundgelenk), mal der Ellbogen.

    Außerdem habe ich bemerkt, dass ich auf den Armen und teilweise auf dem Oberkörper überall so kleine rote Punkte habe.

    Ich mag irgendwie nicht zum Arzt gehen, weil meine Finger manchmal weh tun.

    Die Schmerzen sind ja auch meistens nach einigen Tagen vorbei.

    Könnt ihr mir einen Rat geben?
    Liebe Grüße
    Assi
     
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    hallo assi, der beste ratschlag wäre einen termin beim internistischen rheumatologen zu machen, denn mit schmerzen muss man nicht so lange warten bis irgendwann das schmerzgedächtnis zuschlägt und sich dein schmerzempfinden verselbständigt.

    rote pünktchen in der haut können schon mal auf etwas entzündliches deuten, wie es z.b. bei einer vaskulitis vorkommt. das kann dein arzt - auch dein hausarzt - testen mit den laborwerten.

    ich hoffe es wird bald besser dann.
    gruss kuki
     
  3. Assi67

    Assi67 Guest

    Hallo Kuki,

    vielen Dank für deine Antwort.

    Ich habe sehr viel über rheumatische Erkrankungen im Internet gelesen und bin nun einfach unsicher, ob meine Symptome überhaupt etwas mit Rheuma zu tun haben können. Irgendwie passt das alles nicht so richtig, aber irgendwie doch. Mich verunsichert auch, dass die Blutwerte trotz Rheuma gut sein können. Wenn ich lese, welche Odysseen ihr teilweise durchgemacht habt, wird mir ganz anders.

    Meint ihr denn, dass meine Symptome überhaupt auf Rheuma hindeuten?
    Wie sind denn die Symptome am Anfang bei dir/euch gewesen?

    Liebe Grüße
    Assi
     
  4. kukana

    kukana Moderatorin

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    hi assi,

    gerade rheumatische erkrankungen fangen sehr oft diffus an, mit allgemeinem schlechten befinden, erhöhte müdigkeit, merkwürdigen schmerzen die kommen und gehen und nie so richtig greifbar sind. sogar fieber ohne anlass kann vorkommen.
    die meisten gehen zum arzt wenn die schmerzen zunehmen und es zu entzündungen kommt an gelenken ohne dass diese bereits im labor zu entdecken sind.
    was mich bei dir stutzig macht sind diese punktförmigen flecken die du erwähnst. im ernstfall würde ich lieber einmal zu oft zum arzt gehen als zu spät.

    gruss kuki
     
  5. katzenmaus

    katzenmaus tierliebe

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    Hallo Assi
    Du solltest nun doch einen Termin bei einem intern.Rheumaarzt
    machen.Und wenn es kein Rheuma ist, umso besser.Ich habe CP
    und bei mir hat es auch mit den Handrücken angefangen.Da sieht
    man keine Knöchel.Auch die Finger und Knie sind betroffen, seit
    neuestem auch der li Ellenbogen. Je früher du was unternimmst ,
    desto besser.
    alles Gute Katzenmaus
     
  6. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    hallo assi....

    also bei ungeklärten schmerzen bin ich mittlerweile der verfechter (wie auch viele andere hier) alles mögliche tun, um dies abklären zu lassen und dein weg muß sich nicht mit dem der anderen ähneln.

    denn genauso gibt es hier user die innerhalb von ein paar monaten eine gute therapie erhalten haben etc.!

    also hab mut und mach einen termin....denn dann bist du die ungewissheit hoffentlich los.

    alles gute und toi toi toi
    liebi:)
     
  7. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Assi,

    erst einmal sei herzlich willkommen bei uns. Bei vielen hier hat Rheuma sehr undeutlich begonnen - so auch bei mir. Ich hatte immer sehr viel Sport getrieben und anfangs viele Beschwerden einfach als Überlastung gedeutet. Erst als auch ganz und gar unbelastete Gelenke zu maulen begannen, bin ich zu meinem damaligen Hausarzt gegangen. Bei dem musste ich mich immer rd. eine Woche vorher anmelden und am Telefon schon sagen, weshalb ich kommen will. Ich sagte also z.B., dass beide Handgelenke wegen erheblicher Schmerzen unbrauchbar seien. War ich dann eine Woche später bei ihm, waren die Handgelenke längst wieder okay, dafür taten mir etliche Finger weh. Geschwollen war damals (vor ca. 15 Jahren) nix. Da ich unter einer seronegativen cP leide, wurde ich nicht ernst genommen: "Sie haben keinen Rheumafaktor, also haben Sie auch kein Rheuma." Damals war ich noch sehr unwissend und fand mich damit ab, zumal ich zu jener Zeit ja oft mehrere Monate meine Ruhe hatte.

    Bis ich endlich mal zu einem internistischen Rheumatologen überwiesen wurde, vergingen ca. 10 Jahre (hatte inzwischen einen neuen Hausarzt). Mittlerweile waren an die 30 Gelenke gleichzeitig betroffen, und mir ging es echt dreckig. Beim Rheumadoc fühlte ich mich endlich mal ernst genommen. Es verging noch einmal ein Jahr, bis ich die Diagnose hatte und eine Basismedikation bekam. Das ist jetzt 4 Jahre her.

    Das Positive der schleichend verlaufenden Rheumaformen ist, dass die Gelenkszerstörung langsam verläuft, so dass man tatsächlich etwas Zeit hat. Nichtsdestotrotz ist die Ärzteodyssee arg nervig.

    Solltest Du seropositiv sein (was jeder Hausarzt feststellen kann), ist Dein weiterer Werdegang bezüglich der ärztlichen Betreuung verhältnismäßig einfach. Solltest Du aber seronegativ sein (d.h. keine Rheumafaktoren, keine Entzündungswerte im Blut) solltest Du bei immer wiederkehrenden Gelenksbeschwerden auf eine Überweisung zum internistischen Rheumatologen bestehen. Sollte es bei Dir wirklich Rheuma sein und es artet eines Tages aus, ist das Leben eine einzige Quälerei. Sowas muss nicht sein.

    Also, bleib am Ball!
    Liebe Grüße aus Tirol von
    Monsti
     
  8. Assi67

    Assi67 Guest

    Hallo ihr Lieben,

    Ich bin eigentlich eher ein Arztgegner. Das hängt damit zusammen, dass meine Tochter an Borreliose erkrankt ist, ihre Symptome (Lähmungen, Schmerzen usw.) aber auf die Psyche geschoben wurden. Bei Borreliose ist es ja leider auch so, dass man nicht unbedingt nach den Blutwerten gehen kann.

    Als ich mich nun über Rheuma informiert habe, war es so wie bei Borreliose. Man kann Rheuma haben, aber normale Blutwerte. Man kann Rheumawerte haben, aber kein Rheuma und und und...

    Ich habe einfach gehofft, dass man Blut abnimmt, der Arzt einem sagt, was man hat und gut ist. Aber nun muss ich ja eigentlich hoffen, dass der Arzt mich ernst nimmt, falls mein Blut in Ordnung ist.

    Aber ich werde mir wohl einen Termin holen und einfach hoffen, dass der Arzt mir helfen kann.

    Liebe Grüße
    Assi
     
  9. SabineS

    SabineS Neues Mitglied

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    Hallo Assi!

    Ich kann mich unseren erfahrenen Rheumakollegen nur anschließen. Es ist nicht gut, weis ich aus eigener Erfahrung, so lange zu warten und die Schmerzen zu ignorieren (was ja garnicht immer geht) oder sie auf Überlastung o.ä. zu schieben.

    Auch bei mir waren die Rheumawerte beim Hausarzt völlig unauffällig, na ja, und da habe auch ich gewartet, bis es nicht mehr ging. Fataler Fehler, wie sich herausgestellt hat, mittlerweile sind Gelenke schon zerstört.
    Bei mir ist es PsorA und die ist nicht immer (hoffentlich richtig ausgedrückt) im Blutbild feststellbar.

    Mir war es eine Lehre!

    Ich kann Dir nur den Rat geben, tatsächlich zum internistischen Rheumatologen zu gehen!

    Sabine aus Essen
     
  10. liebelein

    liebelein Carpe Diem.....

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    tja....

    assi, genau das ist oft das problem hier in deutschland....diese diagnoseunfähigkeit und immer der part...abgeschoben auf die psyche.
    man kann und darf sicherlich die psyche nicht vom körper trennen,aber immer ist doch noch die frage da...was war zuerst da...die henne oder das ei.
    es gibt auch ein thema "diagnoseunfähigkeit in deutschland" im erfahrungsaustausch.

    da gibt es en masse solche betroffenen....aber viele haben mittlerweile einen guten arzt gefunden und befinden sich in therapie.....(auch wenn schön spätschäden da sind.....).

    also laß nichts unversucht.

    liebe grüße
    liebi
    (die auch viele schmerzen hat und die nicht mehr los wird....leider.....und eine andere therapie nicht mehr angesagt ist.....):o
     
  11. bise

    bise Neues Mitglied

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    bei Frau Antje
    Monsti,
    ich widerspreche dir nur ungern. aber auch die schleichenden rheumaformen können ganz schnell zu gelenkzerstörungen führen. innerhalb von 10 monaten hatte ich trotz corti meine gelenke zerstört!!!!!
    die rö-bilder zeigen eindeutig den unterschied. ich kannte patienten die innerhalb von 10 wochen an einigen gelenken eine zerstörung "geschafft " haben - während der gesamten zeit waren sie im kkh.
    gruss
    bise