Vorbereitung zum BG-Begutachten bei BK-2108-10, was muss ich tun?

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Karl53, 10. November 2020.

  1. Karl53

    Karl53 Neues Mitglied

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    Hallo,

    die BG hat die Klinik bzw. den Gutachter beauftragt bei mir ein BG-Gutachten im Sinne BK-2108-10 durchzuführen. Dazu hat die BG alle Unterlagen, wie Aktenauszug, Bildgebende Diagnostik(CD-ROM von CT und MRT) sowie ein Fragenkatalog hingesendet. Nun warte ich auf einen Termin von der Klinik/Gutachter, wann ich dort erscheinen muss bzw. sollte. Das wird bestimmt noch eine Weile dauern, bis die sich von der Klinik melden, da ich von der Klinik gleich direkt diesen Termin bekomme.

    Nun wie sollte ich mich auf die Begutachtung im Vorfeld vorbereiten? Was sollte ich alles dahin mitnehmen?

    Habe auch irgendwo gelesen, das ich am Besten einen Krankheitsverlauf bzw. ein Krankheits-Lebenslauf verfassen sollte oder möchte. Hier müsste ich dann alle Beschwerden beschreiben usw.
    Ich weiß nicht wie ich da Anfangen sollte, mache ich das nun chronologisch mit Jahresangaben, oder wie sollte ich das machen? Oder sollte ich genau Beschreiben welche Beschwerden ich wo habe und wie das mich beeinträchtigt bzw. beeinträchtigt hat?

    Habe dazu keinen Plan, wie ich da anfangen soll bzw. sollte, habe sowas noch nie gemacht.
    Ich habe auch keine Vorlage, wo man sich mal Anlehnen kann, wie sowas aussieht etc.

    Auch das Netz bittet mir nichts dazu, habe bei " Dr. Google " schon rumgestöbert, aber nichts derartiges gefunden.

    Nun hoffe, das ich vielleicht hier einer mir helfen kann, wie sowas aussieht oder mir mal in einer PN sowas schickt oder mir wenigstens mal den Anfang schreibt, damit ich den Faden finde.

    Gruß Karl
     
  2. thomai

    thomai Mitglied

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    Hi,
    was soll das denn sein BK 2108 10 wenn ich mal fragen darf?
    Wirrste von der Berufsgenossenschaft berentet oder was ist das?

    Grüße Thom
     
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  3. Karl53

    Karl53 Neues Mitglied

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    Hallo thomai,

    BK= Berufskrankheit
    BK-2108= Bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule durch langjähriges Heben oder Tragen schwerer Lasten oder durch langjährige Tätigkeiten in extremer Rumpfbeugehaltung, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

    BK-2109=Bandscheibenbedingte Erkrankungen der Halswirbelsäule durch langjähriges Tragen schwerer Lasten auf der Schulter, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

    BK-2110=Bandscheibenbedingte Erkrankungen der Lendenwirbelsäule durch langjährige, vorwiegend vertikale Einwirkung von Ganzkörperschwingungen im Sitzen, die zur Unterlassung aller Tätigkeiten gezwungen haben, die für die Entstehung, die Verschlimmerung oder das Wiederaufleben der Krankheit ursächlich waren oder sein können

    Nein. Das ist eine Begutachtung bei der Ermittlung zur Anerkennung dieser Berufskrankheit, danach kann ich Rente bekommen.

    Gruß Karl
     
  4. Taz Devil

    Taz Devil Bekanntes Mitglied

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    Ich persönlich würde es chronologisch mit Jahr / Monat und den sich aufbauenden Beschwerden aufbauen.
    So gibt es einen Überblick, wie sich alles entwickelt hat.

    Bei solchen Gutachten nehme ich auch sämtliche Befundberichte, Blutwerte und Medikamentationen in meinem eigenen Ordner mit.
    Falls da was fehlt, kann der Gutachter es kopieren.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg dabei!
     
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  5. Karl53

    Karl53 Neues Mitglied

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    Hallo Taz Devil,

    Ja das habe ich mir auch so gedacht, ist übersichtlicher, als wenn man da zig Seiten schreibt und alles bis ins Detail beschreibt. Würde ein Roman werden, was sich bestimmt der Gutachter/Arzt nicht durchliest, weil es zu lang wird. Chronologisch nach Jahr/Monat aufbauen und alles reinpacken, ist a) übersichtlicher und b) nicht zu lang.

    Nun was ist mit den jahren, wo nicht´s war, sprich wo ich nicht beim Arzt war und das selber auskuriert habe, mit Salben und Tabletten und Wärmebäder etc. Wie soll ich das da deklarieren?
    Bsp. 1985 beginnende Schmerzen in BWS ......... 1994 akute Schmerzen im LWS, 5 Tage AU- Therapie= Massage/Wärmepackung-> hat nur bedingt geholfen; 2000 akute Schmerzen LWS-> 5 Tage AU->Therapie= Massage/Wärmepackung/Ibuprofen 600mg->hat geholfen

    Wie soll ich die Zwischenzeit deklarieren, sprich von 1985-1994 u. 1994-2000?

    Gruß Karl
     
  6. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Registrierter Benutzer

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    @Karl53

    Die ersten Beschwerden traten - wenn ich dich richtig verstanden habe - mit 19 Jahren auf. Nach deiner Chronologie haben sie sich mit wechselnden Orten (LWS, BWS) also seit 35 Jahren immer wieder gemeldet.
    Welchen Beruf übst du denn aus, für den das - und so früh nach Beginn der Berufstätigkeit - eine Berufskrankheit ist?
     
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  7. Karl53

    Karl53 Neues Mitglied

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    Hallo Resi Ratlos,

    also ich war bei der Armee(DDR-NVA= 3 Jahre) in der KfZ-Instandhaltung tätig und auch das war kein Zuckerlecken. Danach in einigen Stahlbaufirmen als Stahlbauschlosser/Schweißer tätig. Hier habe ich Gewichte/Stahlteile getragen und gehoben bis zu 80 kg. Oder auf Montage=Baustelle, die Gasflaschen a= 80 kg auf der Schulter getragen usw. Da gab es keinen Kran, auch nicht in den Firmen, meistens wurde alles mit der Hand getragen, vor dem Körper oder auf der Schulter. Oder die Zwangslagen beim Schweißen, stehen, hocken, kriechen, liegen etc.

    Nun darum laufen jetzt bei der BG 3 Anzeigen auf Anerkennung Berufskrankheit.

    Gruß Karl
     
  8. Roxana

    Roxana Registrierter Benutzer

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    Hallo Karl,

    könntest du bitte etwas präzisieren, was du von den Usern hier wissen möchtest? Allein im Unfallforum hast du einen Thread nach dem anderen eröffnet, und jedesmal ausführliche und gezielte Infos mit unzähligen Links erhalten.

    https://www.unfallopfer.de/threads/vorbereitung-zum-begutachten-bei-bk-2108-10-was-muss-ich-tun.40153/

    Verschwende bitte nicht die Zeit der Leser und teile bitte mit, was genau du noch wissen möchtest. Ansonsten fühle ich mich hier sehr veralbert....

    Grüße Roxana
     
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  9. Ducky

    Ducky Registrierter Benutzer

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    Oh, wir haben einen neuen Mod...
     
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  10. kanalratte

    kanalratte Bekanntes Mitglied

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    da wird es dann schwer, das als berufskrankheit durchzukriegen, wenn es bereits mit 19 jahren, also am beginn der berufstätigkeit schon aufgetreten ist.
    ob man 1985 schon angeben muss? rückenschmerzen hat jeder mal, grade wenn man, zb. am beginn der berufstätigkeit, ungewohnte tätigkeiten macht. ob das schon "krankhaft" war könnte man bezweifeln ... wenn 9 jahre später die ersten krankhaften symptome auftraten, wäre es eher mit einer berufsbedingten erkrankung zu vereinbaren.

    ich würde auch einen chronologischen ablauf schreiben, aber als erstes blatt die jetzigen beschwerden/einschränkungen - nicht nur im beruflichen, sondern auch im privaten bereich, ausführen.
     
  11. Karl53

    Karl53 Neues Mitglied

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    das war 1985 kann auch 1986 gewesen sein, ist schon zu lange her. Weiß bloß, das ich während der Armeezeit dort beim Orthopäden war und behandelt wurde. Habe in der mittleren BWS dort eine Blockierung gehabt, das hat er dazumal festgestellt. Das kam auf Grund der schweren Arbeit in der Miltärfahrzeuginstandhaltung, wo ich als Instandhalter 3 Jahre eingesetzt war. Und das war zu dieser Zeit ein Zuckerlecken dort, die LKW-Reifen wechseln, die Pneus von der Felge ziehen, alles nur mit Brechstande und Vorschlaghammer. Oder die Kettenglieder vom Panzer wechseln etc. Gelernt hatte ich von 1982-84 in einem Stahlbaubetrieb und im zweiten Lehrjahr ging es in die Produktion. Da wurde einen als " Stift " nur die Arbeiten aufgehuckt, die keiner machen wollte. Alles nur per Hand tragen oder auf der Schulter, da wogen die Teil mal bis zu 40 Kg und mehr. Danach die Armeezeit in der Instandhaltung von 3 Jahren und dazu die Ausbildung Märsche(15 -50 Km) mit Funkgerärt(40 Kg)+ volle Montur. Irgendwo federt das dann, da kann man wohl nicht mehr von " ungewohnter Tätigkeit " sprechen. Oder danach in der alten Firma, wieder in der Produktion, dort wurde dann " Ambos-stemmen durchgeführt. Gut man war jung, da hat es nicht gestört und man hat es mit " links " weckgesteckt. Oder auf Montage=Baustelle, die Gasflaschen, a=80Kg, Acetylen o. Sauerstoff auf der Schulter getragen, weil man a) kein Kran hatte u. b) die Abstellboxen für Technische Gase entfernt von der Arbeitsstelle war. Oder alles mit der Hand zur und bei der Arbeitsstelle getragen und gehoben etc. Da wogen die Teile auch mal bis zu 70-80 Kg und bei schwereren haben wir dann mit 3-4 Mann die Dinger gehändelt.

    Nun in der letzten Firma, wo ich tätig war, ging es etwas ruhiger zu, da brauchte ich nicht mehr raus.
     
  12. kanalratte

    kanalratte Bekanntes Mitglied

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    ich versteh dich schon, mein mann war auch auf dem bau mit viel "handarbeit" was schweres tragen angeht... und bei der armee war er auch in der instandhaltung bis ´88 (DDR - ebenfalls 3 jahre - die welt ist klein)
    aber so ne blockierung ist halt nichts relevantes für ne berufskrankheit, zieht man sich schnell mal zu, dazu braucht es nur ne falsche bewegung bei zb. nicht erwärmten muskeln). das erwähnen dieser frühen "probleme" dürfte eher schädlich für dein begehren sein ... aber mach mal ...
     
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  13. Karl53

    Karl53 Neues Mitglied

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    ja gut, brauche ich ja nicht zu erwähnen.

    Ich kann erst mit meiner Krankheitsgeschichte anfangen, wo ich erstmals mit der Sache " Hexenschuss " Lumboischialgie krankgeschrieben wurde. Hier gibt es auch Beweise bei der KK da sich mit diesen Sachen mehrmals Krankgeschrieben war. Wird wahrscheinlicher Glaubwürdiger sein, als das zu benennen, was zu DDR-Zeiten war und in den 90 iger Jahren, wo ich keine Unterlagen habe für.
    In den Aufzeichnungen ging es ab 2000 mit diesen Dingen los.

    Also könnte ich mit meiner Kranken-Vita, ab ca. 2000 beginnen, wo ich auch das belegen kann. Alles was vorher war, kann ich nicht belegen und da könnte dann der Schuss nach hinten los gehen.
    Und wie schon gesagt, ist das alles erst voriges Jahr(2019) ans Tageslicht gekommen, als mich die HÄ erstmalig zum CT und MRT geschickt hat, weil ich wieder Schmerzen und Beschwerden hatte. Danach ging erst richtig die Post ab, mit den Ärzten, sprich, HÄ -> Orthopädin -> Neurologe -> Neurochirurgen.

    Die letzte arbeitsmedizinische Vorsorgeuntersuchung hatte ich 1989 in der alten Firma, seitdem nie wieder. Es wurde nach der Wende in den zwei Stahlbaubetrieben kein Wert auf diese Untersuchung gelegt. In der jetzigen Firma, wo ich noch Angestellt bin, werden nur die Monteure zur arbeitsmedizinischen Vorsorgeuntersuchung geschickt, weil diese die Untersuchung brauchen wegen der Höhenrettung bzw. Arbeiten in der Höhe. Die Leute in der Werkstatt/Produktionshalle brauchen diese nicht bzw. werden da nicht hingeschickt. Zu meiner Person existiert keine Krankenakte bei der Betriebsärztin. Weiß nicht mal wie die heißt bzw. wo die Ihre Praxis hat, habe die Ärztin in den 23 Jahren Betriebszugehörigkeit noch nie gesehen.

    Wie gesagt, werde da erst mit dem Jahr 2000 anfangen mit der Krankheits-Vita, wo ich erstmalig Krankgeschrieben wurde und wo das damit los ging und wo ich Belege dazu habe.
    Glaube wenn ich da nichts Belegen kann, ob das dann Glaubwürdig ist, bezweifle ich. Außerdem dann schon mit 19 Jahren erste Probleme, dann könnten die Rückschlüsse ziehen, das ich das schon hatte und das es keine Berufsbedingte Erkrankung ist bzw. vom Beruf kommt, keine Berufskrankheit ist.
    Also fange ich erst 2000 damit an, dann habe ich schon einige Jahre Berufspraxis/Berufsjahre auf dem Buckel. Ist Glaubwürdiger, als mit 19/20 Jahren, wo ich gerade ins Berufsleben eingestiegen bin. Sprich von 1982-84 gelernt, danach 84-87 Armeezeit.

    Wäre vielleicht besser, bevor das nach Hinten losgeht.
     
    #13 15. November 2020
    Zuletzt bearbeitet: 15. November 2020
  14. Taz Devil

    Taz Devil Bekanntes Mitglied

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    die letzten 20 Jahre sind doch schon aussagekräftig und belegbar.
     
  15. Karl53

    Karl53 Neues Mitglied

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    Richtig, das denke ich auch. Alles andere was vorher war ist unrelevant nicht belegbar. Das könnte nach Hinten losgehen.
     
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