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Voraussetzungen Frührente bei cp?

Dieses Thema im Forum "Rente und Rehabilitation" wurde erstellt von rheumi42w, 22. Februar 2009.

  1. rheumi42w

    rheumi42w Neues Mitglied

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    22. Februar 2009
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    Hallo an Alle!
    Ich bin neu hier. Bei mir wurde vor gut 1 Jahr cp diagnostiziert. Undefiniert schlecht ging es mir aber schon viele Jahre zuvor. Seit Mai 2008 spritze ich 15 mg MTX, was auch erst half,aber seit Herbst 2008 kamen die Schmerzen zurück und zwar schlimmer als zuvor. Mittlerweile sind die Füße, Hände, 1 Ellbogen betroffen. Ich fühle mich matt, müde, antriebslos, völlig benommen, (bei der Gelegenheit: wer kämpft auch ständig gegen diese Müdigkeit an und was macht Ihr dagegen?)habe häufig Schüttelfrost, ab und zu ist mir schwindelig, beim Autofahren wird mir neuerdings manchmal übel, habe ein permanentes Völlegefühl, bin unkonzentriert und vergesslich. Seit Dezember kann ich mit einem Fuß kaum noch auftreten und muss humpeln. Kürzlich bekam ich Kortison-Spritzen in den Fuß, was aber nicht wirklich half. Seit 2 Wochen nehm ich zusätzlich zum MTX noch Arava und ein blutdrucksenkendes Mittel, weil der eigentlich auch immer erhöht ist.
    Kortison hab ich hier auch liegen, aber bisher hab ich mich nicht getraut da auch noch mit anzufangen. Bisher muss ich allerdings eine weitere Verschlimmerung und Ausbreitung der Gelenkschmerzen feststellen. Manchmal meine ich auch etwas in der Oberschenkelpfanne und in Steißbeinnähe zu spüren :confused:. Ein bißchen auch im Knie, da aber nur bei Druck von außen. Ansonsten leide ich so lange ich denken kann unter Spannungskopfschmerzen/Migräne, div. Allergien, Magen-Darmproblemen, gelegentliches Herzstolpern, häufigen Fuß-/Wadenkrämpfen. Cp gibt mir nun den Rest und ich fühle mich dauerelend und in meinem Körper nicht mehr wohl. Seelisch bin ich auch am Ende, habe Phasen wo ich nur noch heulen könnte, dabei bin ich immer jemand, der sich nie gehen lassen möchte und hart zu sich selber ist. Habe mich seit Monaten von allem zurückgezogen, bin phasenweise depressiv und pendle nur zwischen Arbeitsstelle, Arztterminen und Bett hin- und her. Ich denke,das ist keine Lebensqualität mehr. Zur Arbeit quäle ich mich mehr schlecht als recht,aber nur,weil ich mich nicht traue krankzumachen. Ist schon vorgekommen, dass ich mich mit schlimmen Kopfschmerzen hingeschleppt habe und mich dort heimlich auf dem WC übergeben habe. Nun sieht es so aus, dass ich mir zum Sommer eine neue Stelle zu suchen muss (Bürokauffrau)und das bringt mich wieder unter großen psychischen Druck. Seit sich das so entwickkelt hat , schlafe ich auch nicht mehr richtig. Mir unterlaufen ja bei Routinearbeiten schon Fehler und eigentlich wollte ich kürzer treten, wie auch immer. Doch,dass ich stattdessen jetzt beruflich nochmal neu durchstarten muss, macht mir unter den gesundheitlichen und psychischen Beschwerden wirklich Panik. Was kann ich tun? Kur? Reha? Frührente? Wenn ich wüsste, dass ich Chancen bei einem Frührentenantrag hätte, würde ich diesen Weg mittlerweile am liebsten gehen, doch reicht das alles aus als Voraussetzung? Ich war bisher weder im Krankenhaus wegen cp und habe auch noch keine künstlichen Gelenke, aber muss ich das alles auf Kosten meiner Restgesundheit durchhalten??Welche Schritte wären zu tun, bzw. was brauch ich für Voraussetzungen, um eine Chance darauf zu haben? Wer hat da Erfahrung? Oder soll ich so tun als hätte der Arbeitsmarkt nur auf mich gewartet und mich humpelnd zu einem evtl. Vorstellungsgespräch wagen, in der Gewissheit, dass ich das gesundheitlich eh nicht mehr bringen kann? Welchen Weg sollte ich einschlagen??? Im Voraus danke für Eure Antwort!!

    LG eine ziemlich verzweifelte rheumi42w:conf::conf:
     
  2. merre

    merre Aktives Mitglied

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    Frührente...

    ...an sich ist ein etwas "falscher" Begriff. Es heißt ja Erwerbsunfähigkeitsrente.
    Und der Rententräger sagt "Reha" vor "Rente", also Erhaltung oder Wiederherstellung der Erwerbsfähigkeit.
    Hier ist immer der Ansatzpunkt inwieweit die einen noch für "erwerbsfähig" halten. Leichte Bürotätigkeiten oder ähnliche Einschätzungen sind da häufig der bescheid nach einem Antrag.
    Ich würde versuchen über eine Reha/ Kur zu gehen und das in Hinsicht auf die Frage "Erwerbsfähigkeit".
    Und das so, daß dann halt bestimmte "Sachen" nicht mehr möglich sind - basta.
    Ich meine das in Hinsicht auf medizinische Einschätzungen und die tatsächliche Leistungsfähigkeit.
    Auch spart man Zeit, da nach einem Rentenantrag oft ersteinmal eine Kur verordnet wird um die Erwerbsfähigkeit zu verbessern...

    Zum Anderen wären ja noch die Krankheitszeiten auszuschöpfen, allerdings neigen auch viele Krankenkassen bezüglich Rheumaerkrankungen "gesund zu schreiben" (vor den 72 Wochen) für leichte Tätigkeiten, dann muß man zum Arbeitsamt und sich melden...

    Vielleicht einen Beratungstermin bei der Rheumaliga suchen? Wird bezüglich Rentenfragen angeboten...

    Gruß "merre" (wenn direkte Fragen hast schreibst ne PN)
     
  3. Birte

    Birte Aktives Mitglied

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    Hallo,

    Erwerbsminderungsrente zu bekommen, ist nicht so einfach - dazu kannst du hier im Forum einige Infos bekommen.

    Du schreibst, dass du dir im Sommer ohnehin eine neue Arbeit suchen musst - dann würde ich sagen, dass genau jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um zu versuchen, wieder auf die Beine zu kommen. Sich zur Arbeit zu schleppen, um sich dort heimlich zu übergeben, ist sicherlich nicht der beste Weg.
    Vielleicht kannst du einem deiner Ärzte die Situation genau schildern, der dann Weiteres veranlassen kann.
    Möglicherweise gibt es in deiner Nähe ein Krankenhaus mit einer Rheumatologie-Station, in das du dich einweisen lassen kannst, um mal geballt die verschiedenen gesundheitlichen Probleme abzuklären und zu behandeln. Falls das nicht möglich ist, könnte dir auch eine Reha, wie ja bereits erwähnt, helfen.

    Auf jeden Fall solltest du genau jetzt im Hinblick auf deine Gesundheit etwas unternehmen, eben damit du dich vielleicht nicht humpelnd zum Vorstellungsgespräch schleppen musst. Jetzt ist der Zeitpunkt besser als beim neuen Arbeitgeber in der Probezeit.

    Liebe Grüße,

    Birte