völlig entmutigt - Pension

Dieses Thema im Forum "Pflegegeld und Pension" wurde erstellt von lillepus, 4. Januar 2010.

  1. lillepus

    lillepus fibromyalgetisch

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    hallo liebe mitleidenden...

    ich leide seit nunmehr gut 20 jahren an fibromyalgie. und es wird immer schilmmer.
    vor 5 jahren kamen beiderseits fersensporne dazu, die mich schließlich meinen job kosteten, weil ich vor schmerzen nicht mehr gehen konnte (und sitzen und liegen udn schlafen :cool:)...
    nach 3 jahren und wirklich sämtlichen auf gottes erdboden existenten therapien schien endlich die zertrümmerung im kh lainz nach 6 monaten zu wirken.
    danach rückte die fibro wieder in den vordergrund.
    ich war in stockerau (leeb) und im wilhelminen (hassfeld), dann wieder da und dann mal dort.

    die diagnose war eindeutig, die therapien schlugen samt und sonders nicht an.
    saroten machte mich zu einem sabbernden idioten (im ernst), sämtliche analgetika waren für die katz, ruinierten mir dafür meinen ohnehin schon hinigen magen endgültig.

    vor einem jahr schließlich hatte ich einen unfall, einen tag, bevor ich den vertrag für einen neuen, tollen job hätte unterschreiben sollen.
    riss vom medialen seitenband, medialem meniskus, vorderem kreuzband und absprengung von knorpel bis auf den knochen.

    jippiieee!
    es folgten 3 operationen, nach denen ich mit extremen schmerzen im operierten knie reagierte.
    man gab mir wirklich alles, was die pharmaindustrie so anbietet, vom novalgin (haha, ein besseres nimm2 für meinen körper) über fentanyl bis zu nubain.
    nix. null.
    die eilig hinzugezogene neurologin mutmaßte, dass dieses nichtansprechen auf analgetika auf die fibro zurückzuführen sei.

    na fein.
    ich bekam also einen femoraliskatheter implantiert, der den nervus femoralis flachlegte. wie schön, wenigstens ein gelenk im körper, das ich nicht mehr spürte....

    4 monate nach der letzten op hatte ich einen irren fibro-schub.
    waren bisher alle 18 tender points bei mir hochgradigst druckempfindlich plus alle möglichen anderen stellen auch noch, kamen jetzt noch die ellbogengelenke dazu sowie zu der linken schulter (da hab ich ein impingement syndrom) kam auch die rechte dazu.

    ist doch fein...jetzt kann ich eigentlich überhaupt nicht mehr liegen. links geht nicht wegen der linken schulter, rücken ist zu vergessen, da hämmert die lende, als säße mein herz dort und nicht im brustkorb, rechts auch nicht mehr möglich....vielleicht sollte ich mich kopf nach unten aufhängen wie eine fledermaus?

    weil das ja aber nicht reicht, entwickelte ich im rechten vorderfuß ein ungemein schmerzhaftes morton neurinom...und auch der rechte fersenspron scheint sich wieder gebildet zu haben...

    medis nahm ich zu dem zeitpunkt keine mehr, da ohnehin nichts half.

    so, nun ist mit ende des jahres mein krankengeldanspruch ausgelaufen.
    bei der gkk empfahl man mir, eine vorübergehende berufsunfähigkeitspension zu beantragen.

    ja klar, mach ich, die bewilligen mir das ja sicher :uhoh:

    so, ich also heute wieder mal in eine rheumaambulanz, um einen aktuellen befund für die pensionssache zu haben.
    diesmal lainz, man gibt die hoffnung ja nie auf.
    der arzt war besonders witzig, als ich ihm sagte, dass ich auf absolut kein schmerzmittel anspreche, schreib er mir 3x1 MEXALEN auf. ich hab gedacht, ich hör nicht richtig.

    völlig verzweifelt bin ich nach hause gefahren, mehr rehct als schlecht, weil ich ja durch die schmerzen im rechten fuß (neurinom) kaum das gaspedal betätigen kann und wegen der impingement syndrome in den schultern die arme nicht heben kann...klass beim lenken.

    ganz arg sind bei mir übrigens die rippenschmerzen, habt ihr das auch? wenn mein mann sich beim einschlafen von hinten an mich rankuschelt und mir den arm seitlich +ber den brustkorb auf die rippen legt, ist das nicht auszuhalten... :-(
    nun habe ich mir für morgen einen termin im schmerztherapie- und osteopathiezentrum döbling ausgemacht für morgen.
    das leitet ein neurologe, fibo ist dort ein thema.

    ich habe jetzt wohl sehr unzusammenhängend und auch lückenhaft geschrieben, es musste nur mal raus.

    was meint ihr, besteht eine chance, dass ich mit den bfunden zu operierendes morton neurinom, fibromalgie und völlig hiniges mehrfach operiertes knie eine chnace auf bewilligung der vorübergehnden penson habe?
    ich habe da ja kein gutes gefühl.

    grad jetzt habe ich bohrende schmerzen innen und außen an den knien, rechts über dem trochanter, in den schultern, im rücken und fühl mich zerschlagen wie eine 150jährige.

    ich schick das jetzt mal so ab....und danke euch fürs "zuhören".

    :o
     
    #1 4. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 5. Januar 2010
  2. lillepus

    lillepus fibromyalgetisch

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    was ich noch vergessen habe...links habe ich immer wieder sehnenscheidenentzündungen, keine ahnung, ob das auch rheumatisch bedingt ist.
    und ich muss immer mehr festestellen, dass mir mittlerweile schon die ganz normalen alltagstätigkeiten total schwerfallen: dinge heben, zitronen auspressen, karotten reiben, staubsaugen...alles mit schmerzen verbunden und so erschöpfend, als wärs ein marathon.

    und es ist so traurig, wenn man die leichtesten dinge nicht mehr erledigen kann, von einem job ganz zu schweigen...

    aber jetzt hör ich auf, sonst artet es in widerlichem und peinlichem gesudere aus...(tu ich eh jetzt auch schon, aber ihr versteht wenigstens, ein gesunder hat da nicht so das vesrtändnis :o)
     
  3. Tennismieze

    Tennismieze Registrierter Benutzer

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    @lillepus
    Ich weiß nicht, wie die österreichische Version der Rentenversicherung agiert. In Deutschland geht es jedenfalls hauptsächlich nach den Einschränkungen im täglichen Leben und die sind bei Dir doch immens. Sollte es bei Euch also ähnlich sein, dürften durchaus Chancen bestehen. Wünsche Dir viel Glück und weniger Schmerzen.
     
  4. Meggie

    Meggie Registrierter Benutzer

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    Hallo lillepus,
    ich würde es auf jeden Fall versuchen. Es gibt sicher auch für Österreich SEiten auf denen Du Dich informieren kannst, wie man solche Anträge am besten stellt, sprich was besonders hervorzuheben ist. Schmerzen allein rechtfertigen leider keine BUpension oder Rente, aber Deinen Einschränkungen sprechen schon dafür.
     
  5. lillepus

    lillepus fibromyalgetisch

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    danke euch mal für eure antworten!

    der antrag wurde bereits gestellt. als ich ende dezember das letzte mal bei der krankenkasse war, wurde ich gleich zu der pensionsstelle raufgeschickt.
    der herr dort hat den antrag dann gleich ausgefüllt.
     
  6. Elke

    Elke wünscht allen

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    hallo lillepus,

    willkommen hier auf r-o!

    wie hoch deine chancen sind die bu-pension zu bekommen wird dir leider keiner genau sagen können, doch eines ist doch wohl sicher:

    bei deinen einschränkungen solltest du es auf jeden fall versuchen!!

    sprich mit deinen behandelden ärzte auch darüber, frag was sie meinen und ob sie hinter dir stehen!

    allerdings möchte ich doch noch etwas anmerken:

    du solltest nicht unbedinngt anführen das du noch möhren reiben, zitronen auspressen und solche dinge kannst, denn dies sind doch sehrrrr beschwerliche und mit sehr hohem kraftaufwand verbundene tätigkeiten.

    und zum schluß noch eine bitte bzw. anregung:

    ich weiß wie es ist wenn man auf das auto angewiesen ist, von wegen ländlich wohnen, DOCH wenn du vor schmerzen das gaspedal kaum benutzen kannst, wie ist es dann wenn du schlagartig wegen eines menschen oder tieres bremsen musst??
    oder ruckartig ausweichen musst?? in bezug auf deine schultern

    ich selbst bin NUR noch gefahren wenn ich wirklich reaktionsfähig genug bin, zumindest von meinem schmerz-empfinden her.

    bitte nicht böse aufnehmen so ist es nicht gemeint!!!! es fiel mir nur so durch eine doch sehr schmerzhafte schilderung sehr auf *pust pust*

    ansonsten wünsche ich dir gute besserung und viel erfolg bei deinem bu-antrag!!! halt uns auf dem laufenden wie es dir geht und bei dir weitergeht!!

    lieben gruß
    elke
     
  7. lillepus

    lillepus fibromyalgetisch

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    liebe elke,

    ich musste leider mit dem auto fahren, da ich anders dort nicht hingekommen wäre, und es auch niemanden gab, der mich an dem tag hinführen hätte können.
    WENN ich in einem notfall reagieren muss, dann tu ich es ja, da sind die schmerzen jetzt kein grund, es nicht zu tun, denn bewegen KANN ich die gliedmaßen ja, eben nur unter großen schmerzen.

    danke frü den tipp mit den hausarbeiten, das sind so dinge, mit denne ich mich nicht auskenne.
    es ist ja auch so, dass ich im grunde diese pension nicht will, mir aber wohl nichts anderes übrig bleibt.
    alleine schon wegen des neurinoms, das operiert werden muss, ich hätte ja keinen anspruch auf krankengeld mehr, ergo würde ich in dieser zeit und der doch längeren rekonvaleszens keinen cent.

    was mich am meisten fertigmacht ist, dass ich so in der luft hänge,weil ich ja nicht weiss, ob es bewilligt wird.
    denn wenn nicht, dann kann ich mich quasi gleich aufhängen, da wird mit nur einem einkommen nicht einmal mit viel fantasie unsere kosten dekcne könnten :(
     
  8. Meineliebstelillyfee

    Meineliebstelillyfee Neues Mitglied

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    Hallo lillepus!

    Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dich, wenn du zu einem Arzt (bei mir CT, weil der Radiologe in "meiner" Stadt keinen Kassenvertrag hat) musst, dich das Rote Kreuz fährt. Und eine Rheumaambulanz gibt es ja auch nicht überall. Ich dachte nur, wenn du wieder einmal in schlimmsten Zuständen einen medizinischen Termin wahrnehmen "musst".

    Übrigens habe ich selbst auch seit über 20 Jahren diese fürchterliche Fibro, vor 22 Jahren wurde die Diagnose gestellt, die Schmerzen hatte ich da schon einige Jahre lang und hatte auch schon einige Jahre Tramadol genommen. Ich bin z. Zt. auf einer ziemlichen Horror-Dosis an Opioiden, seit gestern 50 Mikrogramm Fentanyl transdermal plus 144 Milligramm Hydal (Hydromorphon). Hab' auch schon (genau: gestern) 368 (das sind 16 x 24 mg) Hydal zusätzlich zu 37,5 Mikrogramm Fentanyl genommen.

    Meine Thematik ist allerdings eine ganz andere als deine, da ich schon sehr lange in Pension bin (wurde mit 34 Jahren wegen schwerster Depressionen pensioniert, als die Depressionen gingen, kamen die Schmerzen). Und mir ist heute auch sehr nach "ausreden", so wie dir, hab' allerdings nicht viel Kraft, sehr lange zu schreiben.

    Ich stehe vor der Entscheidung wegen eines Entzugs ins Krankenhaus zu gehen. Das an sich ist allerdings nicht das Schlimme, sondern die Tatsache, dass ich dafür meine über alles geliebte Malteser-Hündin für lange Zeit in andere Hände geben muss. Und wir beide hängen extrem aneinander. Ich weiß ja, dass ich wieder zu ihr zurück komme, aber sie.... Und sie ist schon ganz verzweifelt, wenn sie nur einmal wegen eines Krankenhaus-Termins (hatte vor zwei Jahren Brustkrebs) für eine Stunde oder so zu einer Bekannten muss. Obwohl ich nicht mehr depressiv bin, bin ich heute total down wegen dieser (an sich schon sicheren, da ich von meiner Ärztin nicht mehr Fentanyl als 25 Mikrogramm bekommen werde) Entscheidung. Ich bete zu Gott, dass mein kleiner, riesengroßer Engel diese Zeit gut überstehen darf, nachdem sie gerade eine sehr schwere, sehr lange Krankheit hinter sich hat (ich habe sie wochenlang mit der Spritze gefüttert und ihr 2mal tgl. neun verschiedene Medikamente gegeben).

    Erst jetzt hab' ich den Rest deiner Texte gelesen und weiß, worum es bei dir geht. Es tut mir soooo leid für dich, nicht nur die vielen Beschwerden, auch die finanzielle Situation. Ich werde auch für dich beten, dass du die Pension bekommst, und auch dafür, dass es dir bald besser gehen darf. Doch kann ich mir gut vorstellen, dass du gute Chancen hast bzgl. der Pension bei all deinen Leiden.

    Ich wünsche dir aus tiefstem Herzen alles, alles Liebe und Gute!

    Uschi
     
  9. Chrissi50

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    Hallo Uschi, der Beitrag ist 12 Jahre alt.
     
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  10. Aida2

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    Liebe @Meineliebstelillyfee,
    ein herzliches Willkommen von mir und schön, dass du dir einen passenden Thread rausgesucht hast.... :)
    Leider war lillepus 2010 das letzte Mal hier (siehst du unter dem Beitrag am Datum und auch wenn du auf das Profil von lillepus drückst). Trotzdem hoffe ich, dass sich noch andere Mitglieder auf deinen Beitrag melden.

    Viele Grüße
     
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  11. Meineliebstelillyfee

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    Hallo Ihr zwei Lieben Chrissi50 und Aida2!

    Tut mir leid, hab' überhaupt nicht auf ein Datum geachtet. Fühle mich nur grade auch total.... scheiße und wollte jemand anderem ein bisschen Mut machen und gleichzeitig selbst ein wenig "jammern".

    Ganz liebe Grüße und alles Gute für Euch beide!
     
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  12. Aida2

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    Das darfst du selbstverständlich auch.... Ich wünsche dir für die kommende Zeit alles Gute und viel Kraft. Geb nicht auf und gute Besserung...

    Viele Grüße
     
  13. Meineliebstelillyfee

    Meineliebstelillyfee Neues Mitglied

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    Liebe Aida2!

    Ich danke dir sehr für deine guten Wünsche! Offenbar hast du auch einen lieben vierbeinigen Begleiter, wie ich erst jetzt gesehen habe. Wer ist es?

    Warum bist du hier, was sind deine Probleme oder Leiden?

    Beste Grüße und Wünsche!
     
  14. Aida2

    Aida2 Bekanntes Mitglied

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    Sehr gerne.... :). Der Hund ist mein Paul, ein ganz lieber alter (13 Jahre). Bei mir geht es um RA und Overlap Sjögren /Lupus. Ich habe deinen Beitrag noch einmal genau gelesen und bitte nimm es mir nicht übel, aber mit diesen Hochdosen an Opiaten kannst du wirklich nicht weiter machen. Da bist du wirklich nach all der Zeit abhängig und musst zur Entgiftung /Entzug. Eigentlich finde ich es traurig, dass Ärzte so weit gehen und das immer wieder verschreiben..... :(
    Ich wünsche dir da viel Erfolg und dass du bald ein anderes Leben führen kannst.

    Liebe Grüße
     
  15. Meineliebstelillyfee

    Meineliebstelillyfee Neues Mitglied

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    Ja, da hast du sicher recht, aber ich hatte einen Arzt, bei dem ich lange Jahre in Psychotherapie war, und er hat mich immer unterstützt, wenn es um Analgetika ging. Meine Hausärztin war nicht so ganz angetan davon, aber gegen seinen Willen wollte sie sich halt auch nicht stellen, vor allem, weil er älter ist als sie.

    Meine Sorge war und ist halt immer mein Engel, meine liebste Lillyfee. Ich ertrage es nicht, sie leiden zu sehen. Wie machst du das mit deinem Paul, wenn du ins Krankenhaus musst?

    Und das musst du bei deinen Diagnosen sicher auch öfter einmal. Ich weiß zwar, was Lupus und Rheumatoide Arthritis sind, aber Sjörgen habe ich nur einmal gehört. Welche Beschwerden verursacht das? Und welche Medikamente nimmst du? Und wie geht es dir zur Zeit? Bist du pensioniert?

    Ganz liebe Grüße von Lillyfee und mir!
     
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  16. Aida2

    Aida2 Bekanntes Mitglied

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    Entschuldigung, dass ich erst jetzt antworte, aber ich hatte die letzten Tage auch ein bisschen was um die Ohren :)
    Zum Glück habe ich einen Mann und Kinder , die mich unterstützen und mein Paul ist nicht alleine, wenn ich nicht da sein kann....
    Ich möchte dir nur sagen, dass auch deine Lillyfee wieder mehr von dir hat, wenn es dir besser geht. Daran solltest du denken und es auch für dich tun....

    Liebe Grüße
     
  17. ErikaSt

    ErikaSt ErikaSt

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    Hallo Aida

    Ich bitte Dich, Deine Worte zu überdenken
    Hallo Lilly Fee,
    Eine Abhängigkeit entsteht immer in der Psyche. Oder wenn Substanzen - das kann auch Schokolade sein - missbräuchlich genommen wird. Also unkontrolliert. In zu hoher / zu niedriger Dosis (Stichwort: Magersucht)

    Bei Schmerzen müssen immer so viele und so hoch dosierte Medikamente genommen werden, bis die Schmerzen auf ein erträgliches Maß reduziert sind. Natürlich immer ärztlich begleitet.
    Und: es kann nicht von dem eigenen Befinden und Erleben auf das seines Mitmenschen geschlussfolgert werden.
    Bei Person A können bereits 3 Paracetamol 500 tgl zu viel sein. Bei Person B bedarf es Opiate in höchst Dosis, um überhaupt einigermaßen klar zu kommen.

    Grundsätzlich gilt für jedes Medikament, welches über einen längeren Zeitraum eingenommen wurde - insbesondere, wenn es in höherer Dosierung genommen wurde - daß es langsam reduziert wird. Denn es wird unweigerlich zu körperlichen Reaktionen kommen. Das passiert übrigens auch, wenn man ein gewohntes Nahrungsmittel reduziert oder weg lässt: der Körper jankert danach.

    Beim stationären Opiate-Entzug / Reduzierung werden Medikamente gegeben, die die Symptome, die bei der Reduzierung auftreten, abmildern.

    Wer Zuhause ärztlich gut betreut wird, dazu absolut von der Reduzierung überzeugt ist und weiß, daß es körperlich unangenehm werden wird, kann durchaus auch Zuhause reduzieren - so wie jedes andere Medikament auch Zuhause reduziert wird. Dann geschieht die Reduzierung allerdings deutlich langsamer

    Ich weiß, wovon ich spreche. Ich musste über mehrere Jahre Opiate in höchst Dosierung nehmen, wurde dabei von der Schmerzambulanz einer Klinik betreut. Als die Basis endlich wirkte, konnte ich reduzieren. Die Schmerzmediziner wollten, daß ich stationär reduziere - ich aber nicht. Ich wollte endlich Mal Zuhause und nicht wieder im KH sein. Also habe ich - in Absprache mit den Ärzten - eigenständig reduziert: die kleinste Stufe morgens weniger. Nach 3 Wochen die kleinste Stufe abends runter. Bis zu der Dosierung, die noch nötig war.
    Gut, die erste Nacht nach jeder Reduzierung war schwierig, zuckende, schlagende Beine. Tagsüber war ok, da war ich abgelenkt. Also wurde die Nacht am Reduktionstag eben zum Tag - und es war erträglich.
    Insgesamt habe ich die Reduzierung von Psychopharmamaka, die ich wegen meiner Fibromyalgie brauchte, als deutlich unangenehmer erlebt als die Reduzierung der Opiate.

    Weshalb ich persönlich meine, daß die Angst vor einer Reduzierung (Entzug) den größten Faktor ausmacht. Alleine das Wort "Entzug" ist extrem negativ aufgeladen, da wird die Angst direkt vorprogrammiert.
    Und Angst - war schon immer der schlechteste Begleiter jeder Erkrankung.

    Ich wünsche, daß weniger Angst herrscht. Dafür mehr Mut. Gegründet auf fundiertem Wissen.

    Bitte verstehe meinen Beitrag nicht dahingehend, auf eigene Faust hochwirksame Medikamente einfach zu reduzieren oder gar abzusetzen. Das wäre grob fahrlässig und würde unweigerlich in einer Katastrophe enden. Sondern verstehe meinen Beitrag als Hinweis, daß auch andere Wege möglich sein können. Zusammen mit den behandelnden Ärzten abgesprochen und abgestimmt. Denn ich hätte jederzeit - auch nachts - sofort stationär aufgenommen werden können, wenn ich Unterstützung bei der Bewältigung der körperlichen Symptome benötigt hätte.

    Alles gute. Für eine gute Entscheidung. Mit einem guten Ende.
    Erika
     
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  18. Aida2

    Aida2 Bekanntes Mitglied

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    @ErikaSt, da überdenke ich gar nichts, denn wir hatten hier bei einigen Usern schon das Problem, dass die Ärzte plötzlich die jahrelangen Opiate nicht mehr verschreiben wollten, weil viel zu hoch dosiert über viel zu lange Zeit. Außerdem habe ich das bei meiner Schwiegermutter miterlebt, die in eine echte Krise mit Entzugserscheinungen kam. Und auch Fernsehberichte zeigen immer wieder, dass man mit der Zeit immer mehr von den Medikamenten braucht, um klarzukommen und viele Patienten erstmal in die Entgiftung müssen. Ich bin selbstverständlich dafür, akute Schmerzen zu unterdrücken, aber nicht dauerhaft mit immer höheren Dosen....

    Viele Grüße
     
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  19. kukana

    kukana Moderatorin

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    Nur weil es bei einigen zu Problemen kam oder kommen kann, muss es nicht für alle gelten. Insofern ist eine pauschale Aussage nicht korrekt.
     
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  20. kekes

    kekes Bekanntes Mitglied

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    Aida, auch ganz banale Kopfschmerztabletten können in eine Abhängigkeit führen (Tabletten induzierte Kopfschmerzen...), wie sehr viele andere Medikamente aber auch alle anderen Suchtmittel. Ob das nun Nikotin, Alkohol oder wie oben schon erwähnt Schokolade ist - Abhängigkeit wird im Kopf und bei einigen Mitteln (aber eben lange nicht allen) im Körper erzeugt.
    Hinter einer Entgiftung muss der Patient stehen - ohne Mitarbeit und/oder "Einsicht bzw Wille" sind die Chancen nicht allzu rosig.
    Kurze Frage noch:
    Was haben eure Ärzte für Problem, wenn diese auf einmal keine Opiate mehr verschreiben wollen? Als Mediziner sollten sie eigentlich wissen, dass ein Absetzen von heute auf morgen drum Körper zu stark belastet.
     
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