Y
Yatima
Guest
Hallo allerseits,
es würde mich interessieren, ob hier es jemand gibt, der mir mit Erfahrungen weiterhelfen kann. Wie viele, die diese Diagnose an den Kopf geworfen bekommen, habe auch ich immer noch Schwierigkeiten mich damit abzufinden. Ich fange einfach mal von vorne an und hoffe auf viele Meinungen / Erfahrungen zu dem Thema.
Probleme mit den Gelenken hatte ich schon als Kind, aber es ist nie wirklich von einem Arzt untersucht worden und als ich mit 18 heftige Schmerzen in den Hüftgelenken und in der unteren Wirbelsäule bekam, sagte der Orthopäde, der mich behandelte, ich hätte gar keine Hüftgelenksschmerzen, sondern nur ein Bandscheiben Vorfall.
In den danach folgenden Jahren kamen mehrere Krankenhaus Aufenthalte, eine Bandscheiben Vorfall Operation, aber es wurde nicht besser, eher langsam schlechter.
Vor 3 Jahren bekam ich dann plötzlich während einer Geschäftsreise Schmerzen in den Fingern und in den Handgelenken, erst dachte ich noch, ich sei nur überarbeitet, aber es ging nicht weg.
Wieder zu Orthopäden, Schulterzucken, es wurde eine Sehnenscheidenentzündung vermutet.
Auf Anraten des Betriebsarztes in meiner Firma (der sich für rheumatische Erkrankung interessiert) ging ich nochmals ins Krankenhaus, in eine rheumatlogische Abteilung. Da hatte ich das Gefühl zwischen den Stühlen zu sitzen, ich entsprach mit 30 nicht den anwesenden Senioren, aber gehörte auch nicht in die Abteilung Kinder Rheuma.
Mein Blutbild war unauffällig und außer sehr berührungsempfindlichen Gelenken und ständigen Schmerzen hatte ich ja auch nichts exotisches zu bieten. Viele Gelenke waren heiß, aber kaum geschwollen.
Der Chefarzt der Abteilung meinte lapidar, das sei wohl eine Psoriasis Arthritis und er unterstrich das indem er heftig mein Schultergelenk quetschte und zu seiner Assistenz Ärtztin sagte, meine Schmerzreaktion sei typisch. Ich war ziemlich sauer.
Ich wurde auf Celebrex umgestellt und von dannen geschickt. Seitdem bin ich bei einem Internisten in Behandlung, der sich aber wohl recht gut mit Rheuma auskennt.
Vor 6 Monaten konnte ich kaum noch Treppen laufen, die Hüftgelenke taten immer mehr weh, so bekam ich Methotrexat 10mg (zusätzlich zu Celebrex und Tramal gegen Schmerzen). Erst das Gute: Mit MTX sind alle Gelenke außer Hüfte und der Übergang zur Wirbelsäule viel besser geworden.
In puncto Nebenwirkungen ist mir fast ständig übel (besonders in den ersten 48h nach der Einnahme) und kleinere Verletzungen dauern ewig um zu heilen. Schnell ging es nie bei mir, aber jetzt brauche ich 4 Wochen mit Heilsalbe und Pflaster wenn ich mich in der Küche geschnitten habe.
Letzte Woche habe ich die Einnahme des MTX vergessen und nach 3 Tagen bekam ich immer mehr Schmerzen, 7 Tage nach der (verspäteten) MTX Einnahme, sind sie wieder auf einem Normalmaß.
Zum Thema Psoriasis: Ich habe selber mittlerweile kaum noch Hautprobleme, seit ca. 5 Jahren ist die Haut nur noch empfindlich und trocken, auch früher war es nie schlimm, ein paar Flecken auf den Armen, die besonders bei Stress immer wieder kamen, mehr nicht. Mein Vater allerdings hat eine sehr massive Psoriasis, die seinen gesamten Körper betrifft mit großen, stark schuppigen Hautstellen, die aufreissen und bluten.
Nun meine Fragen:
- Hat hier vielleicht irgendjemand ähnliche Erfahrungen (in puncto: Alter wo die Beschwerden begonnen, Art der Beschwerden, Verschlimmerung mit 30, Berührungsempfindlichkeit der Gelenken)
- Auf der Startseite las ich per Zufall den Fragen & Antworten Artikel über die verschobene Einnahme von MTX bei Familien Feiern, da stand, das wäre kein Problem die Einnahme um mehrere Tage zu verschieben. Geht das hier auch jemanden so, dass bereits nach wenigen Tagen MTX Verschiebung die Schmerzen so schlimm werden?
- Mein Arzt hat mich eine 4-wöchige Rehabilitations Kur nahe gelegt (soll in Bad Bramstedt sein?), ich bin mir sehr unsicher, ob das gut für mich ist. Ohne meine gewohnte Umgebung, meinen Hund und meine Freiheit geht es mir gar nicht gut, das habe ich an den letzten Krankenhaus Aufenthalten unmißverständlich festgestellt. Hat jemand eine Idee, wie ich feststellen kann, ob der "Preis", den es zu zahlen gilt (und ich meine so ziemlich alles ausser dem finanziellen Preis), die Sache auch wert ist? Ich will nicht noch einmal wie bei meinem letzten Aufenthalt im Krankenhaus "geparkt" werden, es ging da ganz klar darum, dass ich das Bett belegen soll, nicht dass mir effizient geholfen wird.
Danke fürs Lesen,
Liebe Grüße
Yatima
es würde mich interessieren, ob hier es jemand gibt, der mir mit Erfahrungen weiterhelfen kann. Wie viele, die diese Diagnose an den Kopf geworfen bekommen, habe auch ich immer noch Schwierigkeiten mich damit abzufinden. Ich fange einfach mal von vorne an und hoffe auf viele Meinungen / Erfahrungen zu dem Thema.
Probleme mit den Gelenken hatte ich schon als Kind, aber es ist nie wirklich von einem Arzt untersucht worden und als ich mit 18 heftige Schmerzen in den Hüftgelenken und in der unteren Wirbelsäule bekam, sagte der Orthopäde, der mich behandelte, ich hätte gar keine Hüftgelenksschmerzen, sondern nur ein Bandscheiben Vorfall.
In den danach folgenden Jahren kamen mehrere Krankenhaus Aufenthalte, eine Bandscheiben Vorfall Operation, aber es wurde nicht besser, eher langsam schlechter.
Vor 3 Jahren bekam ich dann plötzlich während einer Geschäftsreise Schmerzen in den Fingern und in den Handgelenken, erst dachte ich noch, ich sei nur überarbeitet, aber es ging nicht weg.
Wieder zu Orthopäden, Schulterzucken, es wurde eine Sehnenscheidenentzündung vermutet.
Auf Anraten des Betriebsarztes in meiner Firma (der sich für rheumatische Erkrankung interessiert) ging ich nochmals ins Krankenhaus, in eine rheumatlogische Abteilung. Da hatte ich das Gefühl zwischen den Stühlen zu sitzen, ich entsprach mit 30 nicht den anwesenden Senioren, aber gehörte auch nicht in die Abteilung Kinder Rheuma.
Mein Blutbild war unauffällig und außer sehr berührungsempfindlichen Gelenken und ständigen Schmerzen hatte ich ja auch nichts exotisches zu bieten. Viele Gelenke waren heiß, aber kaum geschwollen.
Der Chefarzt der Abteilung meinte lapidar, das sei wohl eine Psoriasis Arthritis und er unterstrich das indem er heftig mein Schultergelenk quetschte und zu seiner Assistenz Ärtztin sagte, meine Schmerzreaktion sei typisch. Ich war ziemlich sauer.
Ich wurde auf Celebrex umgestellt und von dannen geschickt. Seitdem bin ich bei einem Internisten in Behandlung, der sich aber wohl recht gut mit Rheuma auskennt.
Vor 6 Monaten konnte ich kaum noch Treppen laufen, die Hüftgelenke taten immer mehr weh, so bekam ich Methotrexat 10mg (zusätzlich zu Celebrex und Tramal gegen Schmerzen). Erst das Gute: Mit MTX sind alle Gelenke außer Hüfte und der Übergang zur Wirbelsäule viel besser geworden.
In puncto Nebenwirkungen ist mir fast ständig übel (besonders in den ersten 48h nach der Einnahme) und kleinere Verletzungen dauern ewig um zu heilen. Schnell ging es nie bei mir, aber jetzt brauche ich 4 Wochen mit Heilsalbe und Pflaster wenn ich mich in der Küche geschnitten habe.
Letzte Woche habe ich die Einnahme des MTX vergessen und nach 3 Tagen bekam ich immer mehr Schmerzen, 7 Tage nach der (verspäteten) MTX Einnahme, sind sie wieder auf einem Normalmaß.
Zum Thema Psoriasis: Ich habe selber mittlerweile kaum noch Hautprobleme, seit ca. 5 Jahren ist die Haut nur noch empfindlich und trocken, auch früher war es nie schlimm, ein paar Flecken auf den Armen, die besonders bei Stress immer wieder kamen, mehr nicht. Mein Vater allerdings hat eine sehr massive Psoriasis, die seinen gesamten Körper betrifft mit großen, stark schuppigen Hautstellen, die aufreissen und bluten.
Nun meine Fragen:
- Hat hier vielleicht irgendjemand ähnliche Erfahrungen (in puncto: Alter wo die Beschwerden begonnen, Art der Beschwerden, Verschlimmerung mit 30, Berührungsempfindlichkeit der Gelenken)
- Auf der Startseite las ich per Zufall den Fragen & Antworten Artikel über die verschobene Einnahme von MTX bei Familien Feiern, da stand, das wäre kein Problem die Einnahme um mehrere Tage zu verschieben. Geht das hier auch jemanden so, dass bereits nach wenigen Tagen MTX Verschiebung die Schmerzen so schlimm werden?
- Mein Arzt hat mich eine 4-wöchige Rehabilitations Kur nahe gelegt (soll in Bad Bramstedt sein?), ich bin mir sehr unsicher, ob das gut für mich ist. Ohne meine gewohnte Umgebung, meinen Hund und meine Freiheit geht es mir gar nicht gut, das habe ich an den letzten Krankenhaus Aufenthalten unmißverständlich festgestellt. Hat jemand eine Idee, wie ich feststellen kann, ob der "Preis", den es zu zahlen gilt (und ich meine so ziemlich alles ausser dem finanziellen Preis), die Sache auch wert ist? Ich will nicht noch einmal wie bei meinem letzten Aufenthalt im Krankenhaus "geparkt" werden, es ging da ganz klar darum, dass ich das Bett belegen soll, nicht dass mir effizient geholfen wird.
Danke fürs Lesen,
Liebe Grüße
Yatima
) und mehr sport treiben. mit einer salbe schickte er mich nach hause. mir war das ganze so peinlich (bilde ich mir die schmerzen nur ein, habe ich wirklich eine so niedere schmerzgrenze...