Vestibuläre Migräne

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Maggy63, 30. Oktober 2017.

  1. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Hat jemand von euch schon mal was von Vestibulärer Migräne gehört?
    Ich hab ja in letzter Zeit öfter so komische Attacken, wo mir plötzlich so übel wird, dass ich mich direkt übergeben und hinlegen muss. Dazu hab ich Schweissausbrüche, im Kopf ist mir ganz komisch, Lichtempfindlichkeit und noch so ein paar Kleinigkeiten. Eben wie Migräne, nur ohne die starken Kopfschmerzen. Kopfschmerzen sind zwar auch dabei, aber lange nicht so schlimm wie bei einer normalen Migräne. Meistens kommen die auch erst später. Vorgestern hatte ich schon wieder so eine Attacke und ich hab immer noch was davon...
    Früher hatte ich ständig Migräne, die dann gern auch mal eine Woche angehalten hat und danach war ich auch noch tagelang k.o.

    Jetzt war ich lange im Internet unterwegs und bin dabei auf Obiges gestoßen. Das passt wie die Faust aufs Auge. Mein Hausarzt ist noch im Urlaub, aber wenn er wieder da ist, geh ich mal hin. Das soll aber recht selten sein und da ist die Frage, ob die Ärzte das hier in der Provinz überhaupt kennen.
    Vielleicht hat jemand von euch damit zu tun und kann mir evtl weiterhelfen?
     
  2. Silberpfeil

    Silberpfeil Registrierter Benutzer

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    Maggy, dích denke mal das sich das als Begleiterkrankung von deinen anderen Erkrankungen entwickelt hat- i.V. mit der Einnahme der Medikamente-

    ggf. ist die v. Migräne - eine Schwindelform- (Meniére).
    wenn es das ist- kann es nur mit herkömlichen Migränemedikamenten behandelt werden-

    --- und Stress abbauen!!!!
     
  3. Chrissi50

    Chrissi50 Registrierter Benutzer

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    Soweit ich das gelesen habe, gibts Medikamente dagegen. Und stimmt, die Symptome sind genau so beschrieben wie du es sagst, scheint aber doch garnicht so selten zu sein. Dein Hausarzt sollte es kennen.

    Ich selbst hatte was ähnliches, habs immer auf Stress geschoben. Seit meiner Prednisolon und MTX-Therapie ists (zufällig) weg. SchnellaufHolzklopf.
     
  4. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Stress hab ich ja keinen. Das ist ja eine von den guten Nebenwirkungen der Rente - seit ich nicht mehr arbeiten muss, ist auch die Migräne (fast) weg.

    An die Medikamente hab ich auch schon gedacht, aber meinst du, dass nach jahrelanger Einnahme plötzlich Nebenwirkungen auftreten, die vorher nicht da waren?
     
  5. josie2016

    josie2016 Registrierter Benutzer

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    Hallo Maggy63,
    ich kenne das auch und habe das alle paar Wochen mal.Wichtig ist es Stress abzubauen und ich nehme Migravent Kapseln(Vitamin B12)speziell gegen Migräne 2 mal täglich.Dadurch haben sich die Anfälle verringert.Leider muss man sich das selber kaufen,kostet in der Internet-Apotheke ca.22 Euro.
    Alles Gute!
    Lg
    josie
     
  6. Mara1963

    Mara1963 Guest

    Ich selbst kenne keine Kopfschmerzen,
    doch ich habe mal gegoogelt, so selten ist diese Krankheit gar nicht.
    Bestimmte Auslöser, sogenannte Trigger, können die Entstehung der Kopfschmerzen begünstigen. Diese sind jedoch von Mensch zu Mensch unterschiedlich und können aufgrund dessen schwer zu ergründen sein.

    Zu den bekannten Faktoren zählen:
    • Stress
    • ungenügender oder auch zu langer Schlaf
    • Hormonelle Schwankungen
    • der Verzehr von Genussmitteln wie Kaffee, Wein, Sekt oder Nikotin
    • Unterzuckerung durch unregelmäßige Nahrungsaufnahme
    • Starke Emotionen
    • körperliche Überanstrengung
    • Medikamentenmissbrauch
    • Nebenwirkungen durch Medikamente
    Könnte ein Medikament dafür verantwortlich sein Maggy, da kann es auch nach lägerer Einnahme zu Nebenwirkungen kommen, die spürbar sind.

    Gute Besserung
    Mara
     
  7. kleine Eule

    kleine Eule Registrierter Benutzer

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    Hallo Maggy,

    bei mir kommt es oft bei einem Migräneanfall vor, dass die Übelkeit (auch mit Erbrechen) vor den Kopfschmerzen einsetzten. Als erstes Anzeichen für einen Anfall sind vorher Geruchs- und Lichtempfindlichkeit da. Vielleicht ist das bei Dir auch so? Kopfschmerzen sind ja auch bei Migräne nicht immer gleich stark. Vielleicht ist es einfach eine Variante der üblichen Migräne? Gegen Übelkeit gibt es Medikamente, damit erspart man sich dann in der Regel auch das Erbrechen.

    viele Grüße von der kleinen Eule
     
  8. norchen

    norchen Registrierter Benutzer

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    Hallo Maggy,
    Ich hatte auch öfter Migräne als ich noch Arava nahm. Ließ mal den Beipackzettel, ich hatte es bei mir ganz stark in Verdacht und es ist auch deutlich besser seit ich es nicht mehr nehme...
     
  9. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Vielen Dank schon mal für eure Antworten.

    @Josie 2016 - nimmt man das Medikament täglich oder nach Bedarf?

    Ich bin mir unsicher, ob meine Medikamente dafür verantwortlich sind. Erstens mal nehme ich die ja teilweise schon seit etlichen Jahren ohne Probleme und zweitens, denke ich, müssten dann die Probleme nicht täglich auftauchen? Das sind zumindest so meine Gedanken dazu.

    Ich hab sowas oft ganz ohne Kopfschmerzen, nur das Allgemeinbefinden ist dann im Eimer. 1x war es auch so, dass ich dazu Myoklonien in Armen und Beinen hatte, was mich dann auch zum Neurologen geführt hatte. Erst hatte er eine eventuelle Epilepsie in Verdacht, das EEG war aber okay und in dieser Form ist es auch noch nicht wieder aufgetaucht.

    Wenn das Ganze losgeht, dann meistens erst mit Lichtempfindlichkeit. Da muss ich schon die Augen zumachen, dass ich nicht gleich direkt losspucke. Medikamente gegen Übelkeit können gar nicht so schnell wirken, wie alles rauskommt.
    Eigentlich fühlt sich das tatsächlich an wie ein Migräneanfall, nur eben (oft) ohne Kopfschmerzen.
    Blöd, dauernd ist was Anderes...
     
  10. josie2016

    josie2016 Registrierter Benutzer

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    Hallo,Maggy63!
    Man nimmt es täglich,aber das ist auch unbedenklich,weil es ja nur Vit.B12 und Magnesium enthält.
    Lg
     
  11. Kati

    Kati Registrierter Benutzer

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    Hallo Maggy,

    da der Titel mir nichts sagte, habe ich erst jetzt gelesen...
    Also ich kenne etwas ähnliches.
    1)Ich habe Probleme mit dem Sehen. D.h. ich kann z.B. auf dem Bildschirm die Zeilen nicht mehr auseinanderhalten.
    2) Mir wird übel. Aber ich übergebe mich nicht (das tue ich fast nie... also ich habe da irgendwie eine Hemmschwelle).
    3) Dann fangen leichte Kopfschmerzen an. Oft erst Stunden danach.
    EIn Arzt sagte mir, das sei Migräne. Es dauert bei mir exakt 3 Tage... außer.... ich schütte sehr viel sehr starken Espresso in mich hinein.
    Das wirkt wahre Wunder.
    Drei Tage bin ich zwar trotzdem nicht fähig wirklich zu arbeiten, aber Kopfschmerzen sind fast weg. Ich liege meist sehr gerne im dunkel. Das tut richtig gut.

    Ich habe das höchstens ein, zweimal im Jahr. Habe mich deswegen noch nie gekümmert...

    Gute Besserung!
    Kati
     
  12. Dittmarsche

    Dittmarsche Guest

    @Maggy63:
    ich habe nicht mit der von Dir beschriebenen Form der Migräne zu tun.
    Aber ein so diagniziertes Overlap zwischen Migräne und Meniere. Wobei die "Migräne" bei mir eben keine in der Wortbedeutung ist, da ich halt, wie hier ja auch schon von anderen beschrieben, keine Kopfschmerzen habe. (Früher war das mal so und nicht zu knapp.)
    Übelkeit im Sinne eines Brechreizes hatte ich ebenfalls noch nie, aber auf die Idee, Nahrung zu mir zu nehmen, käme ich auch nie.

    Soweit dazu.
    Es gibt ja unzählige verschiedene Formen von Migräne, das wirst Du beim Googlen bereits herausgefunden haben. Die wenigstens Ärzte wissen darüber bescheid.
    Was die Diagnostik angeht, da sehe ich ehrlich gesagt über Provinzhausarzt schwarz.
    Das schafft ja nicht mal Hauptstadthausarzt und auch nicht mal jeder Psychiater und ebenfalls (z.B.) nicht mal namhafte Rheumaklinik (oder sie wollen sich da nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Immerhin habe können sie an kompetente Stelle weiterleiten. So meine singuläre, bescheidene Erfahrung.).
    Ein bisschen Glück also gehört schon dazu.
    Die Diagnose meines Overlaps wurde sozusagen von DER Kompetenz für den Menière erstellt.
    Bis so weit nach "oben" hat es also gebraucht, bis dann endlich eine Diagnose da war.

    (btw: die sehr schweren Migräneattacken - und die waren ja in meinen jüngeren Jahren typischer - begannen in meinem 12.LJ. Mit ca. 16/17 Jahren, als ich mit meinem eigene Verdacht, es mit Migräne zu tun zu haben, zum Arzt ging, wurde das abgebügelt mit den Worten "sowas hat man in Deinem Alter noch nicht" und somit stand ich dann allein damit da. Es hat also ein paar Jahrzehntchen gedauert...
    - aber das ging mir ja nicht nur damit so - ...)

    Also kann ich Dir nur einerseits die Daumen drücken, dass Dein "Provinzhausarzt" ein netter und fürsorgllicher ist, der sich entweder sachkundig macht oder aber Dich entsprechend weiterleitet.
    Wenn Du natürlich "auch so" mit Anti-Übelkeitstropfen o.ä. weiterkommst, dann wäre Dir ja unter Umständen auch schon geholfen, oder?

    Viel Erfolg!
     
  13. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Danke Josie, dann werde ich mir die Tropfen mal holen und ausprobieren.

    Dittmarsche, ich hab gestern auch mal nach Meniere gegoogelt, hab aber für mich keine Gemeinsamkeiten feststellen können.
    Da hast du aber auch was Doofes an der Backe.
    Ich bin immer wieder überrascht, was es alles gibt, wovon ich noch nichts gehört habe. Ich gehe mal davon aus, dass mir mein HA eine Überweisung für den Neurologen geben wird. Und ob der mir weiterhelfen kann... Ich halte die Praxis für ziemlich veraltet, auch allein schon wegen der Ausrüstung. Letztes Mal, als ich da war, hatte ich das zweifelhafte Vergnügen mit seiner neuen Mit-Ärztin. Die machte alles andere als einen kompetenten Eindruck. Leider ist die Auswahl hier nicht besonders groß. Na, ich warte mal ab, was wird.

    Ich meine, dass es heute nicht mehr ganz so düdelig im Kopf ist. Der 'Anfall' scheint abzuebben. Reicht mir jetzt auch...
     
  14. Maggy63

    Maggy63 Kreativmonster

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    Kati, und bei mir ist es so, dass ich nicht mehr ins Helle gucken kann, vor allem Fernseher oder Smartie oder sowas. Dann dreht sich sofort mein Magen um, wenn ich nicht gleich die Augen zumache. Manchmal hilft es, wenn ich mich sofort hinlege, aber oft ist der Magen schneller. :(
    Mir wird auch übel, wenn etwas blitzt, z.b. die Lichteffekte bei Fernsehshows. Das ginge schon in Richtung Epilepsie, hatte mein Neurologe mal gemeint, aber vielleicht hat das ja auch mit dieser Migräneart zu tun. Sofern es die ist...
     
  15. Silberpfeil

    Silberpfeil Registrierter Benutzer

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    Hallo Maggy, manchmal ist Stress schon ,wenn die Katze aufs Sofa pinkelt ..... ;)

    Wie ich ja geschrieben habe- da helfen nur herkömliche Migränemedikamente - wenn du denn was zusätzliches nehmen möchtest...

    Nebenwirkungen von anderen Medis - können wirklich erst nach Jahren auftreten !!!!

    Versuche es mal mit Nux Vomica D12 Kügelchen.....
     
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