1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Versteifungs-Op in der LWS

Dieses Thema im Forum "Operationen / Chirurgie, Radiosynoviorthese (RSO)," wurde erstellt von Schnubbel, 7. Juli 2014.

  1. Schnubbel

    Schnubbel Hunde-Katzen-Mama

    Registriert seit:
    29. März 2009
    Beiträge:
    183
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NÖ.
    Hallo, ich musste Methotrexat absetzen, weil ich am 21.7. ins orthopäd. Spital Speising (in Wien) gehe und am 22.7. die Op habe. L3-L5 werden versteift. :(
    Ich hab so Angst vor dieser OP, aber ich hab auch keine Alternative mehr, denn ich halte die Beinschmerzen und das Taubheitsgefühl nicht mehr aus...

    Gibt es hier im Forum noch welche, die so eine Op überstanden haben?

    LG. Hilde
     
  2. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2014
    Beiträge:
    1.657
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Hamburg
    Hallo Hilde,
    mir wurde diese OP leider versagt die Ärzte sagten würde ich nicht überstehen und
    es wären bis zu 3 Eingriffe notwendig.

    Ich muß es erst einmal für mich sacken lassen weißt du.
    Meine Schwester wurde operiert, 14 Tage danach eine Notoperation, es ging ihr Monate danach sehr schlecht.


    Liebe Hilde bitte nicht mißverstehen, da dies bitte jeder/jede für sich selbst entscheiden muß.

    Ich bin ehrlich gesagt froh hier einmal etwas darrüber zu lesen, wäre sehr froh von dir zu hören , wie alles verlaufen ist.

    In diesem Sinne alles erdenklich Gute für dich.!

    Gruß aus Hamburg von Johanna-Beate
     
    #2 7. Juli 2014
    Zuletzt bearbeitet: 7. Juli 2014
  3. anurju

    anurju anurju

    Registriert seit:
    13. März 2011
    Beiträge:
    3.364
    Zustimmungen:
    70
    Ort:
    Im schönen Rheinland
    Hallo Schnubbel,

    ich kennen mehrere Leute, die durch diese OP wieder neue Lebensqualität gewonnen haben - u.a. mein Patenonkel, der durch Tumore in der Wibelsäule (Metastasen eines Prostata-Karzinoms) gleich mehrere Wirbelsegmente verteift bekam. Er war erstaunlich schnell wieder auf den Beinen...
    Meine Schwiegermutter hat auch eine aufwändige LWS-Operation prima überstanden und hat seither kaum noch Beschwerden.

    Ich verstehe sehr gut, dass man vor so einem Eingriff etwas Bammel hat.

    Bei Johanna liegt der Fall sicher völlig anders - ich glaube, da ging es auch um eine Aufrichtungsoperation bei Morbus Bechterew - die ist ja deutlich invasiver als wenn es um einen einzigen Wirbelsäulenbereich wie bei dir geht.
    Insofern - du wirst alle anderen Möglichkeiten (Schmerztherapie, Physiotherapie, Muskelaufbau) sicher erfolglos probiert haben - manchmal bleibt dann keine andere Wahl.

    Für die OP wünsche ich dir von Herzen alles, alles Gute und baldige Genesung - liebe Grüße von
    anurju
     
  4. Schnubbel

    Schnubbel Hunde-Katzen-Mama

    Registriert seit:
    29. März 2009
    Beiträge:
    183
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NÖ.
    Danke für eure antworten.
    ich hoffe sehr, dass ich nachher weniger Schmerzen haben werde, denn so wie es nun seit Jahren ist, trotz der Dekompressions-Op 2010, ist es kein Leben mehr. Schmerzen, Schmerzen, stark eingeschränkte Gehstrecke usw.
    Wir haben ja einen Hund, mit dem würde ich soooo gerne wieder entspannt spazieren gehen können.

    Ich werde 10 Tage im KH bleiben müssen, dann absolute Schonung sechs bis acht Wochen, Schonung mindestens neun Monate.
    In der ersten Zeit nur 10 Min./Tag sitzen....

    Ich hab alle Möglichkeiten ausgeschöpft, es gibt jetzt nur mehr diese Option, schon wegen des Gleitwirbels und der Instabilität.

    Liebe Grüße
    Hilde
     
  5. Johanna Nielsen

    Johanna Nielsen Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. Februar 2014
    Beiträge:
    1.657
    Zustimmungen:
    2
    Ort:
    Hamburg
    Sorry , ja genau ich vergaß es zu erwähnen , ich habe Morbus Bechterew und somit auch eine andere Geschichte.

    Ich wünsche auf jeden Fall das allerbeste für die bevorstehende OP.


    Johanna-Beate
     
  6. poldi

    poldi Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    17. Juli 2004
    Beiträge:
    4.647
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Rheinland-Pfalz
    Hallo Schnubbel
    Ich habe diese Op vor 1 Jahr und 7 Monaten gehabt. Ich kann nur Gutes sagen. Keine Schmerzen mehr in den Beinen und auch die Füsße laufen wieder. Der Rücken schmerzt nur noch bei einem Wetterwechsel. Aber auch nur im Bereich der Op. Der Verlauf nach der Op war auch ganz gut. Am ersten Tag raus aus dem Bett. Am 2ten selber waschen. Nach 7 Tagen, stand ich wieder zu Hause vor meiner Tür. Am 9ten Tag in die Reha, für3 Wochen. Danach habe ich mich zu Hause noch etwas geschont.
    Es ist alles so gekommen, wie mein Operateur, es mir versprochen hat. Auch, dass ich keinen jungen Rücken bekommen werde. Er ist damals 66 Jahre geblieben. Aber 66 ohne Schmerzen. Ich nenne das Glück und dieses Glück wünsche ich Dir auch.
    Poldi
     
  7. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

    Registriert seit:
    27. April 2009
    Beiträge:
    1.889
    Zustimmungen:
    0
    Hallo Schnubbel,

    ich habe diese OP 2005 machen lassen. und ich kann nur sagen: Ich konnte/kann wieder laufen.....
    Ich sass im Rollstuhl, war fast Querschnittsgelähmt und nach der OP.........Jippeeeeeh!!

    Klar ist diese OP kein Spaziergang, man hat Wundschmerzen, das Laufen ist so ne Sache und sitzen kann man erst recht nicht. Ich durfte die ersten 3 Monate nach der OP nicht sitzen. Nur stehen, liegen und laufen........ Habe mir dann, dank dem Einfall meines Mannes, einen Bistro-Tisch besorgt, damit ich nicht so mit dem Essen kleckere......... Wobei, dem Hund hat es damals gefallen, weil soviel von der Gabel runter gefallen ist.........:rolleyes::D......

    Du merkst, ich trage das Ganze mit einer gehörigen Portion schwarzem Humor......

    Kann Dir nur aus meiner Erfahrung sagen: Es gibt keine andere Lösung. Und ich bereue es keinen Tag, dass ich diese OP hab machen lassen.

    Ich wünsche Dir alles Gute und dem Operateur ein gutes Händchen!!

    Liebe Grüsse

    Louise
     
  8. Schnubbel

    Schnubbel Hunde-Katzen-Mama

    Registriert seit:
    29. März 2009
    Beiträge:
    183
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NÖ.
    Hallo ihr Lieben,
    na ich schau nach vorn, was bleibt mir auch anders übrig!?
    Sitzen darf ich auch nicht, 10 Min./Tag, sonst liegen, stehen, gehen...
    Ich hab mir so ein Klapptischchen fürs Bett besorgt, da kann ich essen, lesen, den Tablet drauf legen. Lässt sich auch verstellen in der Neigung.

    Neu wird meine WS nimmer das ist klar, aber die Schmerzen sollen - zumindest 70-80% - besser sein!
    Das wünsche ich mir so sehr!

    LG. Hilde
     
  9. Glühwürmchen

    Glühwürmchen Neues Mitglied

    Registriert seit:
    6. September 2012
    Beiträge:
    189
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Ba-Wü
    Liebe Schnubbel,

    bei mir ist die Operation im Dezember 2007 gemacht worden, von L4-S1.

    Der Eingriff ist wirklich alles andere als ein Spaziergang, das sollte einem klar sein. Auch nach der OP dauert es ein paar Monate bis man wieder "auf dem Dampfer" ist. Dabei gibt es auch zu beachten dass du deinem operierten Wirbelsäulenabschnitt genügend Zeit gibst um zu verknöchern. Ausserdem ist es enorm wichtig dass du Gymnastik machst um eine Anschlussdegeneration zu verhindern denn durch die Versteifung werden die Wirbelkörper und Bandscheiben über dieser Stelle vermehrt belastet. Aber dies wird dir nach der OP erklärt, an wann du was wieder machen darfst.

    Wenn du wegen den Schmerzen Angst hast, kann ich dich beruhigen denn man bekommt nach der Spondylodese genügend Schmerzmittel.

    Ich habe leider von der OP nicht profitiert, im Gegenteil, habe noch mehr Schmerzen als vorher. Das heisst aber nicht dass das generell so ist, das kann bei dir, und das wünsche ich dir von Herzen, wieder ganz anderst laufen!

    Falls du noch Fragen hast, kannst du mir gerne ne PN schicken!

    Alles Gute für dich und liebe Grüsse, Esther
     
  10. Louise1203

    Louise1203 Gesperrter Benutzer

    Registriert seit:
    27. April 2009
    Beiträge:
    1.889
    Zustimmungen:
    0
    nochmal @Schnubbel,

    vergessen zu schreiben...... Meine OP wurde in 2 "Teilen" gemacht. Einmal von hinten und 7 Tage später einmal von vorne.
    Und: ich habe in dem Bereich gar keine Schmerzen mehr!!!!

    Nochmal: Ich wünsche Dir alles Gute und dass die OP so gut wie bei mir gelingt!!

    Lieben Gruss

    Louise
     
  11. Rose72

    Rose72 Mitglied

    Registriert seit:
    15. November 2012
    Beiträge:
    251
    Zustimmungen:
    8
    Ort:
    Vogtland
    Liebe Schnubbel,

    Diese Versteifungs-Op hat mein Schwiegervater hinter sich. Er konnte davor kaum noch laufen, nun läuft er sogar wieder ohne Gehilfen und macht auch so wieder sehr viel, eher zu viel.

    Habe keine Angst davor. Es wird sicher auch bei Dir alles gut und Du hast danach eine neue Lebensqualität zurück. Ich wünsche Dir alles erdenklich Gute und hoffe, dass es Dir danach wieder besser geht.
     
  12. merre

    merre Aktives Mitglied

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    3.890
    Zustimmungen:
    24
    Ort:
    Berlin
    Versteifungs-OP

    Hallo
    Ja ich habe diese Option aus meiner Klinik vorgeschlagen bekommen, L3-4-5 sind ja die Lendenwirbel bei denen meist Probleme auftreten, wenn rheuamtische Erkrankungen ursächlich vorhanden sind. Bei meinem Bechterew sind die SIG durchbaut, die LWS steht steil also leiden die Wirbel.
    Allerdings haben wir Okt. vergangenen Jahres ersteinmal eine Nerveninfiltration-Denervation der LWS gemacht. Hat eine Weile vorgehalten, aber die Schmerzen sind wieder da. Bisher auszuhalten und mit Physiotherapie geht es wohl noch eine Weile.
    Im Herbst steht wieder eine Radonkur an und die hatte auch schon geholfen.
    Aber irgendwann werd ich vielleicht auch eine Spondylodese machen lassen müssen.
    Ich würde eine ausführliche OP-Erklärung für unabdinglich halten. Entscheidend ist die Zugangstechnik, auf deutsch, was ist im Weg wenn man von vorn, von der Seite oder von hinten operiert. Also reden, reden, reden.....
    Die Lendenwirbel zu den Versteiften sollten noch gut intakt sein, sie sind ja dann die noch Beweglichen.
    Meine Entscheidung "erstmal noch nicht" haben wir lange ausdisskutiert und alles abgwogen. Sie wurde von den Ärzten akzeptiert. Eine andere Option ist jederzeit möglich.

    Man muß abwägen "was gewinne ich und für welchen Zeitraum?" Und es braucht eine gute Rehaeinrichtung zur AHB.

    Selbst in Kenntnis der Lage wird Dir die Entscheidung Niemand abnehmen können, aber es sollte Jemand beteiligt sein der Dein Vertrauen besitzt. Und ... Du mußt Deine Entscheidung Niemanden erklären oder begründen, sie ist zu akzeptieren.

    Alles Gute "merre"
     
  13. Schnubbel

    Schnubbel Hunde-Katzen-Mama

    Registriert seit:
    29. März 2009
    Beiträge:
    183
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NÖ.
    Hallo,
    also die OP wird bei mir nur von hinten gemacht, da habe ich schon eine OP-Narbe von der letzten Op vor vier Jahren, da wird nochmals geschnitten.

    Rehas, Denervierungen, Rückenmarksnahe Infiltrationen unter CT oder Röntgen, das habe ich alles mehrmals hinter mir und hat nur kurzfristig etwas gebracht. Ebenso Heilgymnastik und physikal. Therapien. Das alles beseitigt ja nicht das Hauptproblem, nämlich den Gleitwirbel (L5) und die Stenosen und die Bandscheibenvorfälle. Ich habe mich lange gegen diese OP gesträubt, aber nun bin ich an einem Punkt, wo ich sage, so kann und will ich nicht mehr weitermachen, ich hab kaum mehr Lebensqualität.