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Versorgungsamt

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von wilmchen, 16. Juli 2010.

Schlagworte:
  1. wilmchen

    wilmchen Neues Mitglied

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    Hallo ihr Lieben,

    habe HLA-B27 positiv (Morbus Bechterew), cP, Copd sowie Asthma. Hatte damals wegen meiner Arthrose
    30 % vom Versorgungsamt bekommen.

    Lohnt es sich bei den oben genannten Diagnosen zu
    50 %? Denn die gehen ja leider nur nach Liste. Das menschliche ist denen doch völlig egal.

    Ich arbeite in einem Call-Center und bin dort ständig den Zeitdruck ausgesetzt. Durch mein Rheuma, was sich mit starken Schmerzen, hauptsächlich in den Armen sowie Handgelenken bemerkbar macht, bin ich immer noch krank geschrieben. Kann ja nicht mal richtig Auto fahren.

    Von den anderen Schmerzen ganz zu schweigen. Kann meine Schmerzen kurz beschreiben. Es ist wie eine Sehnscheidenendzündung in allen Gelenken.

    Wie kann ich es am besten anstellen, dass ich die Prozente bekomme, die mir zustehen?

    Wäre über Tips sehr dankbar.

    Vielen Dank für euere Antworten :)

    LG engelchen67
     
  2. delphin

    delphin Aktives Mitglied

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    Hallo Engelchen

    Es lohnt sich immer , es müssen so wie ich informiert bin 6 Wochen verstrichen sein , dann kann man einen Folgeantrag stellen, und das ist doch bei Dir.Wenn man es nicht versucht , Du hast doch nichts zu verlieren, glaube nicht, das man Dir die vorhandenen % weg nehmen tut.
    Ich habe einen Folgeantrag im April gestellt, habe 50 % auf unbefristete Zeit bekommen, auf Grund meiner Cp.Vorher hatte ich 30 % auf Psyche und Rücken.Allerdings nützen mir all die Prozente nichts mehr, bin nicht mehr im Berufsleben,aber für Dich lohnt es sich immer,wenn du gute Ärzte hast, denn die mußt Du angeben, bei denen hollt man sich die Auskunft.

    Ich würde es auf alle Fälle imer wieder probieren.

    Lassen wir die :a_smil08: Sonne in unsere Herzen

    Wünsche Euch allen ein schönes sonniges :a_smil08: Wochenende

    Lg. der delphin
     
  3. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo engelchen,
    herzlich Willkommen!

    Nun zu Deinen Fragen:
    ja, es lohnt sich.

    Aber Du solltest den richtigen Weg einschlagen:
    schau ins Tel.buch ob es den SoVD oder ähnliches
    in Deiner Nähe gibt.
    Mach einen Termin aus und schildere die Sache.
    Diese Spezies werden dann alle Berichte anfordern
    und das Ganze mit den richtigen Formulierungen aufsetzten.
    Laß ruhig die das machen,
    man kann sich ganz schnell ein Eigentor liefern.

    Du hast nur Vorteile.

    Viel Erfolg wünscht Juliane.
     
  4. wilmchen

    wilmchen Neues Mitglied

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    Hallöchen,

    vielen Dank für die schnellen Antworten.

    Habe natürlich gleich gegoogelt. Es gibt den SoVD und VdK. Welcher von beiden ist nun besser?

    Bei den SoVD kostet der Beitrag monatlich 5 € und bei der VdK habe ich nur einen Jahresbeitrag gesehen und dieser beträgt 54 €.

    Wie lange muss man da Mitglied sein um dort die Hilfe in Anspruch zu nehmen? Und füllen die echt alles für mich aus? Denn das ist das nervigste an der ganzen Sache. Weil da echt keiner durchblickt.

    Hatte 2005 selber einen Antrag beim Versorgungsamt gestellt. Hatte natürlich alles was meine Knochen belangt aufgeschrieben. Da wusste ich ja noch nicht, dass die alles über einen Kamm schären (naiv eben). Habe mich tierisch darüber geärgert.

    Nun will ich mich nicht mehr einfach so abspeisen lassen. Denn ich kann nicht mehr wie jeder gesunde Mensch voll am Leben teilnehmen.

    Danke schon einmal für die Antwort. Ich bin auch sehr dankbar, dass es dieses Forum gibt. Denn sonst wäre man echt aufgeschmissen. :a_smil08:
     
  5. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo engelchen,
    wen Du Dir aussuchst ist, denke ich, egal
    nur tu es.
    Ich bin mit meinem Mann im S..., es gibt Familientarife usw.
    Die kann man am Jahresende von der Steuer absetzten.

    Und alle kennen die passenden Formulierungen, bieten
    kostenlosen Rechtsbeistand auch vor dem Sozialgericht.

    Man kann sich selbst durch weglassen, falsches Komma
    (naja, übertrieben, aber Du weist was ich meine)
    so was von ins Knie schießen.

    Und diese Spezialisten besorgen alle Befunde usw, usw.....

    Wird schon, drück Dir die Daumen.
    LG von Juliane.
    PS: ach so, es gibt keine "Beitritts- zeiten", die machen sofort.
     
    #5 16. Juli 2010
    Zuletzt bearbeitet: 16. Juli 2010
  6. wilmchen

    wilmchen Neues Mitglied

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    Hallo Juliane,

    das ist ja ganz lieb von dir. Vielen, vielen Dank für deine Hilfe.

    Eine Frage habe ich noch! Meine Schwester hat auch Rheuma und hat aber eine Rechtsschutzversicherung. Ist sie damit genauso gut beraten?

    Ich wünsche dir alles Gute ;)
     
  7. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Engelchen!
    Die Rechtsschutzversicherung nützt erst was, wenn Du in Widerspruch gehst, bzw, wenn Du vor's Sozialgericht gehst z.B. bei einem Rentenverfahren.
    LG Josie
     
  8. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hi,
    SoVD o.ä. decken alles ab.
    Ich glaube, beim Rechtsschutz muss man sich selber
    jemanden suchen- und wenn der dann ´ne Nullnummer ist.......

    Nimm´doch Deine Schwester gleich mit.
    LG von Juliane
     
  9. Heike1961

    Heike1961 Neues Mitglied

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    Hallo Engelchen!

    Ich befinde mich inzwischen im Klageverfahren beim Sozialgericht. Mehrere Verschlechterungsanträge und Widersprüche waren erfolglos. Liegt aber zum größten Teil daran, daß ich trotz großer gesundheitlicher Probleme nie oder selten zum Arzt gegangen bin; lediglich wegen meiner Medikamente war ich beim Hausarzt. Inzwischen merke ich, es ist ganz wichtig, detailierte Gesundheitseinschränkungen und Diagnosen sowie die Auswirkungen auf das tägliches Leben vom Arzt bescheinigt zu bekommen. Alles Andere ist für das Gericht zweitrangig. Habe immer ellenlange Gesundheitseinschränkungen und das, was ich nicht mehr kann aufgrund der Einschränkungen, aufgeschrieben. Aber gelesen wurde das von niemanden, das ist mir jetzt klar.
    Der VDK konnte mir damals nicht helfen bzw. lehnte ab, weil ich kaum Ärzte vorweisen konnte, die mich untersucht haben. Habe nun alles nachgeholt und man findet laufend neue Diagnosen. Deshalb bin ich auch nie zum Arzt, aus Angst, immer neue Sachen zu finden...

    Ich kämpfe es nun mit einer Fachanwältin durch, muß noch viel Geduld aufbringen, die Sozialgerichte sind überlastet.

    Ich wünsche Dir viel Erfolg!

    Heike
     
  10. wilmchen

    wilmchen Neues Mitglied

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    Hallo an alle,

    ja, leider ist es heute so. Wenn man nicht zum Arzt geht, aus Angst den Job zu verlieren!!! So ging es mir. War auch lange Zeit nicht beim Arzt. Außer letztes Jahr. Da hatte ich 6 x ganz schlimme Brochitis. Und dieses Jahr hatte ich diese auch schon mehrfach.

    Dann kam noch das Rheuma dazu. Schmerzen, schmerzen und nochmals Schmerzen. Ein gesunder Mensch versteht das leider nicht. Die denken dann, dass man empfindlich sei und so weiter. Man wird eben abgestempelt.

    Bin ja schon seit dem 22.05.10 krank geschrieben. Es werden sämtliche Medikamente ausprobiert. Diese sind richtig teuer. Hatte gestern von meiner Rheumatologin Cortison verschrieben bekommen. Dafür musste ich 30 € hinlegen. Habe mich richtig erschrocken. Habe leider sehr wenig Geld zur Verfügung. Da blutet man nicht nur Gesundheitlich sondern auch noch finaziell.

    Ich werde nächste Woche auf alle Fälle mal zum VdK fahren und mich mal beraten lassen. Denn eine Rechtsschutz habe ich leider auch nicht.

    Also haben wir voll die A-Karte gezogen. Aber irgendwie muss es weiter gehen.

    Ich danke euch auf jedenfall für die zahlreichen Tips und wünsche euch ein angenehmes und schmerzfreies Weekend.

    LG Engelchen
     
  11. Juliane

    Juliane Neues Mitglied

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    Hallo,
    noch ein Tip:
    geh immer in die gleiche Apotheke, dann kannst Du
    einen Ausdruck deiner Zuzahlungen erstellen lassen
    (für´s Finanzamt!).
    Ebenso alle Behandlungsdaten Deiner Ärzte/ Physio. mit km- Angabe, Quartals- Zahlungen etc., wird beim Lohnsteuerausgleich als "besondere Ausgaben" verbucht.

    Wenn Du schon länger in Behandlung bist laß Dir vom
    Dr. einen Antrag auf Chroniker- regelung ausstellen.
    Im Moment liegt die Zuzahlung dann noch bei 1%.
    Sie soll möglicherweise auf 2% angehoben werden.
    LG von Juliane.
     
  12. saurier

    saurier Bekanntes Mitglied

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    @engelchen

    mh...so wie du schreibst, hast du eine grunderkrankung?
    da ist es gut möglich das das versorgungsamt eben eine bestimmte % summe als auswirkung auf dein leben anerkannt hat.

    es ist so: nicht die summe der krankheiten und ihre % zählt (aufeinander addiert) sondern die auswirkung auf dein leben, beruflich als auch privat. das hat auch weniger mit formulierungen zu tun.

    sicher solltest du, wenn du neue erkrankungen hast, die dich weiter einschrenken einen verschlimmerungantrag stellen. diesen stellt man, in der rgeal nach 6 monaten. schau mal ins sozialgesetzbuch IX, da findest du viele hinweise. auch hier im ro geh über suchen und gebe schwerbehinderung oder auch behindertenausweis ein und du wirst viele berichte zu diesem thema finden.

    sovk oder vdk--> das ist egal, habe aus eigener erfahrung den vdk gewählt.

    aber auch wie @delphin schreibt, dass sich eine schwerbehinderung nicht lohnt, wenn man zu hause ist, ist das nicht ganz richtig. auch wenn du nicht arbeitest hast du vergünstigungen (z.bsp. bei steuer + versicherung/ fahrpreise/eintritt/bestimmte hilfen für zu hause usw.)

    mach dich doch noch mal so richtig schlau und lass dich beraten. nicht alle krankheiten führen automatisch auch zur anerkennung einer behinderung.
    wenn du das einreichst und du bekommst bescheid, so kannst du binnen vier wochen dagegen formlos widerspruch einlegen, wenn du mit dem entscheid nicht einverstanden bist. auch hier hilft dir dann der vdk weiter.

    @medikamente
    etwas unklar erscheint mir, warum du für cortison 30€ bezahlen musst?
    die maximale zuzahlung liegt m.E. je medikament bei 5€ bis max 10€ je verordnung. überprüfe doch mal deine zuzahlungen die du leistest. wenn du chronisch krank bist, musst du max 1% deines jahreseinkommen minus bestimmte abzüge als zahlung an die kk leisten. kommst du darüber wirst du befreit. da kannst du zwanglos deine kk bitten dir das auszurechnen.

    bist du befreit, ersparst du dir sämtliche weiteren zuzahlungen im lf.kalenderjahr.(inklusive arztbesuche je quartal, zuzahlung heil- und hilfsmittel z.bsp. physio(kg etc) medis und krankenhaus) wenn diese zuzahlung gering ausfällt weil du wenig verdienst empfehle ich dir bereits im oktober/november fürs folgejahr das einzureichen. du bezahlst das 1% und bekommst einen befreiungsausweis fürs ganze jahr.
    der vorteil ganz klar: du rennst keiner quittung beim arzt oder apotheke hinterher, dann nur noch den ausweis vorlegen und gut ist. ausserdem kannst du ohne zusätzliche überweisung zum arzt gehen. gilt auch für zahnarzt und rettungsstelle.
    nur bei bestimmten ärzten muss mann dann eine überweisung haben z.bsp. behandlung im krankenhaus.....

    wenn du noch fragen hast schreibe mir ne pn, ich antworte gern!

    lg sauri, der liebe dino:a_smil08:
     
  13. wilmchen

    wilmchen Neues Mitglied

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    VdK

    Hallöchen,

    war heute beim VdK.

    Das Problem ist nur folgendes! Wenn ich jetzt Mitglied werde muss ich bis zum Jahresende Beitrag bezahlen. Ist alles auch kein Thema. Aber wenn ich einen Widerspruch oder sonstiges benötige muss ich mindestens 3 Jahre Mitgliedschaft nachweisen.

    Das heißt für mich, dass ich dann für 2 1/2 Jahre Beitrag nachzahlen muss. Finde ich ganz schön heftig. Da ich leider sehr wenig Geld monatlich zur Verfügung habe.

    Also kann ich nur hoffen, dass ich keinen Widerspruch einlegen muss oder vor Gericht ziehen muss :uhoh:
     
  14. Reiner45

    Reiner45 Neues Mitglied

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