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Verschreibungspflichtige Bündelpackungen

Dieses Thema im Forum "Arbeit und Allgemeines" wurde erstellt von Monsti, 25. April 2005.

  1. Monsti

    Monsti das Monster

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    Servus Ihr Lieben,

    Seit Beginn der Chefarztpflicht Anfang des Jahres kämpfe ich um Bündelpackungen. Wie einige von ja Euch wissen, habe ich einen Port-a-cath, der auch täglich in Betrieb ist. Ich bin Selbstversorgerin, d.h. ich "pflege" mich selbst [​IMG]. Dafür brauche ich große Mengen an Spritzen, Nadeln, Heparin- und NaCl-Ampullen, Infusionsflaschen und Zuleitungen. Mit den Normalpackungen (meist 10 Stk. komme ich gerade mal 5 Tage aus). Das geht wegen der immer neu anfallenden Rezeptgebühr für fast alles nicht nur mächtig an den Geldbeutel [​IMG], auch diese ständige Beschafferei nervt, denn ich muss dafür in den übernächsten Ort fahren.

    Meine Stomaversorgung erhalte ich problemlos für das gesamte Quartal, ebenso habe ich Chefarzt-Pickerl für meine Rheuma-Medis, aber bei o.g. Zeugs ist es jedes Mal ein Kampf. Bisher wurden immer nur Einzelpackungen genehmigt. Gibt es jemanden unter Euch, der auch so einen Großverbrauch an vergleichbaren Materialien hat? Wenn ja, wie regelt Ihr das? Oder geht's Euch genauso wie mir? Bitte antwortet mir!

    Liebe Grüße von
    einer grad genervten Monsti [​IMG]
     
  2. Gagi

    Gagi Neues Mitglied

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    Hallo Monsti,
    ich habe heute im Kurier eine Meldung gelesen, bei der ich an dich gedacht habe. Es geht um Großpackungen und dass es die für chronisch Kranke wieder geben soll. Hier eine Kopie des Textes:
    Großpackungen für chronisch Kranke

    "Die zuletzt abgeschafften Medikamenten-Großpackungen wird es für chronisch Kranke künftig wieder geben. Rauch-Kallat berichtete, dass sie seit Jahresbeginn den Hauptverband drei Mal darum gebeten und auch eine gesetzliche Regelung angeboten habe. Die Ministerin stellte aber an den Hauptverband die Frage warum in einer Monatspackung nur 28 und in einer Dreimonatspackung nur 84 Stück enthalten sind, obwohl nur der Februar 28 Tage hat. Laminger kündigte an, sich auch dieses Problems anzunehmen.

    Mit ihrer Ankündigung hat die Gesundheitsministerin nach Ansicht von SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Doris Bures einen schweren Fehler eingestanden. "Die Abschaffung der Medikamenten-Großpackungen für chronisch kranke Menschen war ein Skandal, und für den war und ist Gesundheitsministerin Rauch-Kallat verantwortlich", sagte Bures."


    Liebe Grüße
    Gagi
     
  3. Monsti

    Monsti das Monster

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    Hallo Gagi,

    1000 Dank und *knuddel* für diesen Lichtblick!!!

    Diese Chefarzt-Regelung nervt einfach!!! [​IMG] Nun bekomme ich zwar wieder meine Sterofundin-Flascheninkl. Infusionsbesteck (Zuvor bekam ich nach einigem Hin und Her zwar die Flaschen, aber nur ein einziges Infusionsbesteck dazu!), aber die i.v.-Vitaminzusätze wurden abgelehnt, weil "frei verschreibbares Präparat".

    Habe vorgestern einen Einspruch einschließlich einer Stellungnahme des Hausarztes zur TGKK nach Innsbruck abgeschickt, nachdem mir die Chefärztin des Bezirks am Telefon nur sagte, solche Sachen müsse ich "schon mal" selber zahlen, wo käme die KK denn hin, wenn man den Patienten auch noch ihre Vitaminmittelchen finanzieren würde, ich solle halt zur Drogerie gehen und mir die billigeren Pillchen kaufen ... [​IMG]. Als ich sie fragte, ob sie denn nicht die Diagnose auf dem Rezept gelesen habe, meinte sie nur, dafür habe man keine Zeit (Bei chefarztpflichtigen Rezepten muss die Diagnose beigefügt werden, da frage ich mich doch glatt, wozu eigentlich, wenn man sie eh nicht zur Kenntnis nimmt?). Ich war nur noch sauer und hoffe, dass sich diese unmögliche Situation bald ändert.


    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  4. Gagi

    Gagi Neues Mitglied

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    Hallo Monsti,
    ich habe derzeit auch "große Freude" ;) mit der WGKK. Ich habe schon einmal vor 2,5 Jahren um eine Kur angesucht und die wurde damals abgelehnt mit der Begründung, dass keine medizinische Notwendigkeit vorläge. Also bin ich 2003 und 2004 zur ambulanten Kur nach Baden gefahren. Das ist zum Glück nur 20 km von mir weg. Mein Rheumatologe hat mir aber wieder eine Kur empfohlen und zwar eine in Bad Schönau, damit ich dort evtl auch in die Kältekammer gehen kann. Ich habe nämlich PSA mit Wirbelsäulenbeteiligung und da wäre die Kältekammer besonders zu empfehlen....
    Was sagt die Kasse: Keine Bewilligung, es werden überhaupt keine Kuren und Reha-Aufenthalte mehr gezahlt und schließlich wäre das eh eine freiwillige Leistung. Die Diagnosen vom Hausarzt und vom Rheumatologen haben die nicht einmal gelesen, sondern den ganzen Antrag an mich retouniert. Ob das immer so gemacht wird oder nur, weil ich bei meinem Mann mitversichert bin, das weiß ich nicht.
    Ich überlege schon, ob ich die Kur nicht selber zahle und mir einige Behandlungen ambulant verschreiben lasse. Aber das kostet halt viel Geld :(

    Liebe Grüße
    Gagi
     
  5. Monsti

    Monsti das Monster

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    Servus Gagi,

    diese "Freude" hatte ich vorigen Herbst, nachdem ich gerade die 3. große Bauch-OP des Jahres hinter mir hatte. Das AKH Wien stellte für mich bei der TGKK einen Kurantrag, der mit der gleichen Begründung "freiwillige Leistung" abgelehnt wurde wie bei Dir. Daraufhin stellte ich einen Reha-Antrag, weil eine Reha-Maßnahme zur Pflichtleistung der KK gehört. Es kam wieder das gleiche Schreiben, dass meine "Kur" nicht bewilligt wird :mad:. Ich rief also bei der KK an und sagte, mein Antrag sei kein Kur- sondern ein Rehab-Antrag gewesen. Ach soooooo, hieß es dann am anderen Ende. Dann aber: Die von Ihnen ausgewählte Klinik steht bei uns nicht unter Vertrag (Rehab-Zentrum Aflenz/Stmk., die einzige auf Zustände nach großen Bauch-OPs spezialisierte Klinik in Österreich). Ach, sagte ich, das muss ja ganz neu sein, denn auf der Internetseite der Tiroler TGKK ist das Rehab-Zentrum Aflenz noch unter den Vertragskliniken aufgelistet (letztes Update wenige Tage vorher ...). Die Dame am anderen Ende: Das muss ein Versehen sein. Ich rief also in der Klinik Aflenz an, wo ich erfuhr, dass gerade zur Zeit 5 Patienten über die TGKK aufgenommen worden seien, natürlich stehe man unter Vertrag. Sodann setzte ich mich telefonisch mit der Zentrale der TGKK in Innsbruck in Verbindung und bat an alleroberster Stelle um eine Stellungnahme. Nach kurzer Schilderung meines Falls bewilligte mir der Chefarzt höchstpersönlich und noch am Telefon die Rehab-Maßnahme, wegen eines Aufnahmetermins in der Klinik solle ich mich direkt mit Aflenz in Verbindung setzen. Das Das Kostenübernahmeschreiben seitens der KK gehe sofort raus.

    Anfang November war es endlich soweit: 4 Wochen Rehab!!!

    Rehab-Maßnahmen sind leider nur nach vorherigen Unfällen und/oder OPs, nach überstandenem Herzinfarkt oder Schlaganfall eine Pflichtleistung der Krankenkassen.

    Nach all dem Hin und Her im Herbst habe ich das Gefühl, dass uns die Bürohengste der KK gern für dumm verkaufen und hoffen, dass sich der Antragsteller mit einer Ablehnung zufrieden gibt.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  6. SR60

    SR60 Guest

    Hallo, miteinander

    Ich frage mich oft, nach welchen Kriterien bewilligt wird. Ich hatte Gott sei Dank noch nie Schwierigkeiten bei Anträgen auf Reha. Seid 2000 war ich in Aflenz, Salzerbad, 2 x Bad Aussee. Feb. 2004 hätte ich wieder fahren sollen. Das KH gab mir automatisch einen ausgefüllten Antrag von den behandelten Ärzten mit. ( Anschlussreha ). Bin aber nicht gefahren, da ich nicht in der Lage war. Jetzt könnte ich wieder fahren. Der Antrag liegt schon zu Hause.


    Zu den Grosspackungen: Ja, die Regelung wurde für cron. Kranke wieder geändert. Es wäre Frechheit pur, wenn man alle 5-12 Tage zum Arzt geht und um seine Dauermed. betteln müsste.

    Lg. SR60