Liebe Forumbesucher!
Danke für Eure Antworten. Es liegt nahe zu vermuten, dass es viele auslösende Faktoren geben kann, aber dass immer noch die Psyche eine sehr große Rolle bei der entgültigen Entstehung spielt. Ich habe mich ein bißchen mit Psychoneuroimmunologie beschäftigt und finde dies ein wichtiges Thema bei Rheumaerkrankungen und deren Entstehung und Schubfrequenz. Vielleicht sollten wir noch einige Beispiele dafür sammeln, um den Ärzten eine weitere Grundlage für die Forschung zu bieten. Auch ich gehe davon aus, dass mein Antiphospholipid-Syndrom durch Streß ausgelöst wurde und die Psyche auch verstärkt zu Schüben führen kann.
Ich freue mich, dass auch Ihr Interesse an dem Thema habt und Euch über die Ursache Eurer Erkrankung Gedanken macht. In meinem Patientenratgeber "Rat und Hilfe bei Lupus" der im TRIAS Verlag Ende letzten Jahres erschienen ist, habe ich ein paar Ratschläge zu den psychischen Auswirkungen chronischer Erkrankungen gegeben und Entspannungsverfahren genannt, die eine helfende Rolle bei vielen rheumatischen Erkrankungen spielen können. In diesem Buch habe ich auch andere Kollagenosen (MCTD, Sjögren, etc) beschrieben. Würde mich auch über Kritiken zu dem Buch hier sehr freuen.
Noch kurz zu dem Thema neue Sinnfindung nach der Erkrankung, dass ich bereits einmal in diesem Forum angeschnitten hatte:
Ich habe erst seit dem Beginn der Erkrankung einen neuen Lebensweg für mich eingeschlagen. Der neue Weg wurde mir erst durch viele Einschränkung im Leben gewiesen. Zuerst habe ich mich natürlich dagegen gesträubt, wollte mich nicht mit der Krankheit abfinden. Erst nach einer Zeit des Kampfes mit mir selber konnte ich den neuen Weg beginnen.
Ich wünsche Euch wenig Schmerzen, viel Glück und Kraft,
trotz chronischer Krankheit
Ilona M. Hilliges