1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen

Verlauf bei Psoriasis-Arthritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von lucie, 12. Juni 2005.

  1. lucie

    lucie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juni 2005
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Südkreta
    Hallo allerseits,
    ich bin neu hier und suche andere Betroffene, die wie ich mit der Diagnose Psoriasis-Arthritis leben. Bei mir wurde die Diagnose 2001 gestellt, da ich damals diverse Gelenkproblemchen hatte, u.a. in den Fingermittelgelenken. Nach einer Fastenwoche war ich dann bislang absolut beschwerdefrei (wenn es da denn eienn Zusammenhang gab...?)

    Nun habe ich seit 5 Wochen einen stark geschwollenen Mittelfinger mit Entzündung im Mittel- und Grunggelenk. Seit einer Woche nehme ich Arava mit gemischten Gefühlen nach dem Studieren des Beipackzettels.

    Meine Frage konkreter: Mir hat mein griechischer Rheumatologe (ich lebe auf Kreta) gesagt, man könne keine Prognose abgeben. In den verschiedenen Studien und Veröffentlichungen zum Thema wird aber von verschiedenen Formen gesprochen:
    1. der cP-ähnlichen mehr oder weniger den ganzen Körper betreffenden
    2. der vorwiegend die Wirbelsäule betreffenden
    3. der überwiegend einen Finger in allen seinen Gelenken betreffenden
    ( wie z.Z. bei mir)
    Ist eure Erfahrung, dass man wenn man Syptome einer dieser Formen hat dann auch später dabei bleibt oder kann aus der 3. auch die 1. Form werden?
    Wie sind eure Erfahrungen dazu?

    Für mich ist auch dieser unbrauchbare Finger z.Z. sehr beängstigend, da ich Physiotherapeutin bin und mir gerade viele Sorgen um meine zukünftige Berufsfähigkeit mache.

    Ich würde mich über Beiträge von euch freuen.
    Sonnigen Gruß von "lucie"
     
  2. Murkel

    Murkel Neues Mitglied

    Registriert seit:
    5. Juni 2003
    Beiträge:
    163
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    NRW
    Hallo,

    ich kann natürlich nur von mir berichten, der Verlauf ist sicherlich immer anders.

    Ich habe seit ca. 1996/1997 Psoriasisarthritis, wobei der Befund erst cP hieß und dann 2001 in PSA umgeändert wurde. Bei mir waren zuerst nur die Hand- und Fingergelenke betroffen, dann kamen aber im Laufe der Jahre die Knie, Sprunggelenke, Schultergelenke und Kreuz-Darmbeingelenke hinzu, also alles in allem eben doch sehr cP-ähnlich, obwohl es am Anfang eben auch noch anders aussah.

    Ich nehme auch Arava, mittlerweile 30 mg pro Tag und dazu 6 Tabletten Azulfidine, Indometacin und ohne mind. 5 mg Cortison komme ich auch nie aus.

    Wünsche Dir aber trotz allem, dass Du eine milde Form erwischt hast und es mit dem Arava gut erträglich bleibt.

    Ansonsten auch noch herzlich willkommen bei R-O. Hier findet man eigentlich immer nette Ansprechpartner.

    Liebe Grüße,

    Murkel
     
  3. Amulan

    Amulan Ich bin harmlos!

    Registriert seit:
    25. Juni 2003
    Beiträge:
    497
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Stuttgart
    Hallo!

    hier gibts auch noch eine ausführliche Information zur Psoriasis-Arthritis:
    http://www.tiz-info.de/info/pa.html

    Ich habe das vielleicht auch, weiß es aber noch nicht genau. Bei mir ist momentan auch ein Fingergelenk schmerzhaft, aber mal wieder ohne Schwellung, sodass ich wohl weiterhin keine Diagnose bekommen werde.

    Alles Gute! :)
     
  4. pesub

    pesub Mitglied

    Registriert seit:
    12. Mai 2003
    Beiträge:
    89
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Saarbrücken
    Hallo Lucie,

    also der Verlauf ist sicherlich bei jedem anders.. .und wirklich auch sehr
    abhängig davon, wie gut Du medikamentös eingestellt wirst. Ich habe PSA seit 09/2002. Gott sei Dank wurde es früh erkannt und ist mit MTX gut beherrschbar. Zuerst hat es mein Doc mit Sulfasalazin als Basismedi verucht,
    aber das hat nicht ausgereicht, da unter dieser Therapie neben den schon vorhandenen entzündeten Zeh- und Ellenbogengelenken der rechte Zeigefinger auf "Würstchengröße" anschwoll :p Daraufhin wurde ich sofort auf 25 mg MTX (injektion 1x Woche) umgestellt und seitdem geht es mir eigentlich ganz gut. Das Ärgste ist nach wie vor der rechte Zeigefinger, der ständig schmerzt und nicht voll beweglich ist. Obwohl es schon besser geworden ist, seit ich Jahresanfang 3 Wochen in Reha war.. Also ich mache mir auch hin und wieder Sorgen um meinen Job, da ich "Schreibtischtäter" bin und dafür natürlich meine rechte Hand (Zeigefinger betroffen) und meinen rechten Arm (Ellenbogen betroffen) besonders brauche.. Als Phsysiotherapeutin könnte ich vermutlich nicht mehr arbeiten.... :( Aber das kann ja bei Dir ganz anders verlaufen. Gut ist bestimmt schonmal, dass Du früh mit einer Basismedikation angefangen hast.
    Ich merke bei mir übrigens auch ganz stark, dass Ernährung die Sache besser oder schlimmer macht. Rotes Fleisch und Rotwein geht gar nicht :confused: Wenn ich mich mal durchringe und einige Wochen wirklich auf die Ernährung achte sprich: viel Gemüse, Obst und Vollkornprodukte, geht´s mir deutlich besser.
    Alles Gute für Dich!!
    Petra
     
  5. lucie

    lucie Neues Mitglied

    Registriert seit:
    9. Juni 2005
    Beiträge:
    2
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    Südkreta
    "Therapievorschläge"

    Hallo Murkel, Sonja und Petra,
    vielen Dank für eure Antworten auf meine Frage zum PSA- Verlauf. Es ist ein gutes Gefühl mit dieser Krankheit nicht alleine auf der Welt zu sein ;-)))

    Langsam geht es meinem Finger besser, Arava scheint also anzuschlagen und z.Z. fühle ich auch keine Nebenwirkungen. Mal sehen was meine Leberwerte sagen bei der ersten Kontrolle nächsten Monat.

    Sonja, dein link war sehr aufschlußreich und gibt mehr Informationen als dass, was ich bisher gelesen habe.

    Was Petra zum Thema Ernährung sagst, klingt einleuchtend. Manchmal frage ich mich sogar, ob man nicht sogar allein mit konsequenter Ernährungsumstellung auf fleischlos, zuckerlos und stattdessen Vollkorn und frisches Obst/Gemüse in rauhen Mengen dem ganzen ursächlich näher kommen wurde. Die Schulmediziner bestreiten ja, dass eine solche Therapie alleine wirksam genug wäre....aber manchmal bin ich unsicher, ob wir uns mit den Basis-Medikamenten auf lange Sicht mehr Schaden zufügen als mit der Grunderkrankung an sich???
    Problem bei der Sache allerdings...wer hält es schon wirklich konsequent durch auf die alten Genüsse zu verzichten?

    euch allen alles gute und einen lieben Gruß von
    Lucie
     
  6. Nina

    Nina early bird

    Registriert seit:
    30. April 2003
    Beiträge:
    375
    Zustimmungen:
    0
    Ort:
    In Südhessens häßlichstem Ort
    Hallo Lucie,
    ich hatte, wie Murkel zuerst die Diagnose rheumatoide Arthritis.
    Als ich aber, trotz Kineret/Mtx Therapie immer noch Schmerzen in den ISG hatte und zweimal eine Iridocyclitis dazu kam, war ich dann beim Szintigramm. Dabei hat man dann die Entzündungen gesehen und die Diagnose Psoriasisspondarthritis mit perphärer Gelenkbeteiligung gestellt.
    Die Psoriasis hatte ich nur am Kopf und im Gehörgang und am Daumen.
    Jetzt ist sie unter der Enbrel/Mtx Therapie ganz verschwunden.
    Meinen Gelenken geht es auch sehr viel besser, nur die ISG und die Knie mucken öfter noch, aber nicht mehr so heftig. Sprunggelenke, Schultern und Hände sind jetzt meist schmerzfrei.
    Allerdings hat mich gerade eine heftige Magen-Darmgrippe mit Fieber geplagt, die sehr lange angehalten hat.
    Ich denke man wird durch die Medikamente sehr anfällig für Infekte und steckt so etwas nicht mehr so schnell weg. Aber durch Ernährungsumstellung bessert sich höchstens die Psoriasis. Ich bin mir schon darüber im Klaren, dass ich meinem Körper mit den Medikamenten nichts Gutes tue.
    Trotzdem, wenn ich Rheumatiker sehe, die schon seit dreißig Jahren erkrankt sind und total verformte Gliedmaßen haben, bin ich froh, dass es heute wirksame Medikamente gibt die das verhindern können.
    Gute Besserung und hoffentlich wirken deine Medikamente bald richtig.
    Liebe Grüße
    Nina