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Vererbbare Athrose

Dieses Thema im Forum "Nichtentzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Mary Ann, 30. Januar 2010.

  1. Mary Ann

    Mary Ann Neues Mitglied

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    Hallo!

    Eine Bekannte von mir hat vererbbare Arthrose. Von der Mutter geerbt. Der Arzt sagte ihr, daß es keine sinnvolle Behandlungsformen gibt. Sie soll es mit Alternativmedizin versuchen. Sie müsse damit rechnen, das diese Krankheit auch ihre 4 Töchter zu 9o % geerbt haben. Vererbt sich diese Krankheit nur an Töchter weiter? Wer hat Erfahrung mit alternativen Behandlunformen. Wäre sehr froh, über Eure Stellungnahmen. Ihre Mutter saß jahrelang im Rollstuhl und war ein Pflegefall.

    Mary Ann
     
    #1 30. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2010
  2. kukana

    kukana Moderatorin

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    Hallo,
    eine Arthrose ist eine Verschleißerkrankung an der im Alter sehr viele erkranken können.

    Eine Arthritis Veranlagung kann durchaus vereerbt werden, aber es ist nicht gesagt, dass diese dann auch ausbrechen wird.

    Es handelt sich hierbei dann um Autoimmunerkrankungen, die sehr vielfältig sind. Das kann man anhand eines Gelenkstatus sowie Laborkontrollen feststellen.

    Gruß Kukana
     
  3. Mary Ann

    Mary Ann Neues Mitglied

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    Danke Kukana!

    Ich habe auch vorher noch nie gehört, das es eine vererbbare Arthrose gibt. Sie hat auch geglaubt, daß es Arthritis , bzw. Rheuma wäre. Aber der Rheumatologe sagte ihr, es sei Arthrose.

    Leonie
     
    #3 30. Januar 2010
    Zuletzt bearbeitet: 30. Januar 2010
  4. Adolina

    Adolina Mitglied

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    Hallo,

    bei uns in der Familie bin ich in der 3. Generation die Arthrose hat. Meine Oma hatte auch Arthritis so wie ich. Mein Vater hatte Arthrose und Rheuma. Ich denke auch, dass es vererbbar ist. Aber einen Beweis dafür gibt es nicht.
    Ich habe meinen HA gefragt, ob meine Töchter auch Arthrose bekommen könnten. Er meinte, da sie sehr viel Sport treiben könnten sie davor verschohnt bleiben.

    Lg. Adolina :a_smil08:
     
  5. kukana

    kukana Moderatorin

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    ...Darüberhinaus wurde eine genetische Ursache der Arthrose festgestellt. Bei einer seltenen Erkrankung, bei der es in den betroffenen Familien bereits in jungen Jahren zu schweren Arthrosen kommt, führt eine Fehlfunktion eines speziellen Gens zu Veränderungen des Knorpelstoffwechsels mit der Folge sehr früher krankhafter Veränderungen...

    http://www.rheuma-online.de/a-z/p/polyarthrose.html

    Auch wenn es die Polyarthrose als genetisch vererbbare Erkrankung gibt, muss auch das nicht zwangsläufig heißen, dass sie ausbricht.

    Mary-Ann gibt es denn eine genauere Bezeichnung vom Arzt für die Erkrankung? Und welche Behandlung empfiehtl er?

    Gruß Kuki
     
  6. Mary Ann

    Mary Ann Neues Mitglied

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    Hallo!

    Danke für Eure Antworten! Ich habe mit meiner Bekannten nur telefonisch mehrmals gesprochen. Sie sagte, daß der Rheumatologe ihr sagte, daß es die vererbbare Form von Arthrose ist. Ich frage sie aber nochmals . Sie hat sie schon an mehreren Körperstellen. Schulter, Finger, Füsse usw. Sie hört auch ein knacksen, so wie bei ihrer Mutter. Es ist für sie besonders schlimm, da sie ja das lange Leiden ihrer Mutter miterlebte. Ich schreibe deshalb, weil meine Bekannte mit Internet nicht vertraut ist.

    Leonie
     
  7. Mary Ann

    Mary Ann Neues Mitglied

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    Vererbbare Arthrose

    Hallo an alle Leser!

    Meiner Bekannten geht es schmerzmäßig sehr schlecht. Der Rheumatologe hat ihr ja gesagt, daß es keine Hilfe gibt. Weiß jemand, was helfen könnte!
    Auch gegen die Schmerzen. Hat sie schon am ganzen Körper!
    Mary Ann
     
  8. dani

    dani ÖRL-Worker

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    Hallo Mary Ann,

    nun, es ist in der Tat so, dass Arthrose - obwohl die Krankheit weit nicht so "aggressiv" ist wie eine Arthritis - schwerer behandelbar ist als die Arthritis. Bei den großen Gelenken besteht, wenn es wirklich ganz schlimm kommt, aber auch die Möglichkeit eines Gelenksersatzes. Speziell bei den Hüften- und auch Kniegelenken ist dies heute schon Routine.
    Aber es gibt auch Schulter, Ellenbogen, Handgelenke, ja, sogar schon Ersatz für Fingergelenke. man muss also nicht gleich verzweifeln. Sicher, eine OP ist immer die letzte Option, denn ein eigenes Gelenk ist eben ein eigenes.

    Was die Schmerzen betrifft, so gibt es aber auf jeden Fall Hilfe!!! Bei einer schon wirklich starken Schädigung des Gelenkes, kann es sein, dass ein NSAR (ein Antirheumatikum wie z.B. Voltaren, Brufen, Deodolor...etc.) nicht mehr ausreichend hilft (auch nicht zu unterschätzen sind die Nebenwirkungen bei langer Einnahme!). Sind die Schmerzen ganz massiv, so kann mit einem leichten Opioid meist eine bessere Schmerzerleichterung bewirkt werden (z.B. Tramal, Tramadol).
    Würde dazu auf jeden Fall den Rheumatologen befragen oder auf eine Schmerzambulanz gehen. Erfahrungsgemäß haben Hausärzte mit den Analgetika oft eine Hemmung diese zu verschreiben.

    Alternativ kann man aber auch bei Arthrose einiges tun.
    Bewegung ist das allererste und wichtigste mittel. Aber Bewegung und kein Gelenksbeanspruchender Sport!
    Es kommt auch darauf an, welche Gelenke betroffen sind. Bei Hüfte und Knie ist es schwierig, selbst etwas zu tun. ideal wäre aber auch - oder gerade deshalb - gezielter Muskelaufbau, um die Gelenke zu entlasten. Dies sollte aber von einem Physiotherapeuten überwacht und auch gezeigt werden.
    Bei Finger- und Handgelenken können auch Paraffin- oder Heublumenbäder Linderung bringen. Ersteres kann man sich verordnen lassen und die Heublumen oder auch Heilmoor (das gibt es auch Bad für zuhause!) bekommt man in der Apotheke.
    Bei den knorpelaufbauenden Substanzen scheiden sich allerdings etwas die Geister. Aber es gibt sicher Präparate, die das Gewebe und den Knorpel positiv beeinflussen. Möchte jetzt keine Werbung machen, aber es gibt Firmen, die sich darauf spezialisiert haben und sogar in Ö ansäßig sind.

    Am allerhäufigsten tritt bei Frauen die Fingerpolyarthrose auf, die sehr wohl genetisch bedingt ist. Wie aber schon Kukana schrieb, KANN, muss aber dies nicht vererbt werden. Die Fingerpolyarthrose tritt meist im oder nach dem Klimakterium auf.
    Das wichtigste ist an erster Stelle mal den Schmerz in den Griff zu bekommen und da gibt es sehr wohl gute Möglichkeiten!
    Alles andere ist natürlich auch vom individuellen Krankheitsverlauf abhängig und wie aktiv man selber ist, um alles einigermaßen in den Griff zu bekommen.


    liebe Grüße
     
  9. Mary Ann

    Mary Ann Neues Mitglied

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    Vererbbafre Arthrose

    Danke Dani für Deine Antwort. Ich habe sie schon ausgedruckt und werde sie meiner Bekannten geben!
    Mary Ann
     
  10. dani

    dani ÖRL-Worker

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    Freut mich, wenn ich dir helfen konnte :)