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Verdienst der Apotheke an...

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Sabinerin, 12. Januar 2005.

  1. Sabinerin

    Sabinerin Aktives Mitglied

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    Hallöchen zusammen,

    gestern erfuhr ich in der Apotheke folgendes:

    Ich werde mein nächstes Rezept für Enbrel bestellen und weiß ja noch nicht, ob mein Arzt die 4er, 8er oder 24er Packung verschreiben wird. Für mich ist es von der Zuzahlung ja ein Unterschied.

    Die Apothekerin schaute nach, wie schnell die verschiedenen Packungen zu bestellen sind und so kamen wir ins Plaudern. Dann erwähnte sie, daß die Apotheke 8 Euro irgendwas (ich runde jetzt mal auf glatte 8 Euro ab) an einer Packung Enbrel verdient. Den selben Betrag verdienen sie auch bei einer 24er Packung. Ok, so weit so gut.... statt 6 mal 8 Euro würden sie bei einer 24er Packung nur 1 mal 8 Euro verdienen.

    Und jetzt der Hammer: Die Apotheke tritt für diese Medikamente (wie auch bei allen anderen) in Vorleistung, bei einer 24er Packung also 5.100 Euro +/- irgendwas.

    Die Krankenkassen benötigen aber bis zu einem Jahr (!!!) um Rezepte auf Rechtmäßigkeit etc. zu prüfen und zu bezahlen.

    Das bedeutet ja schlimmstenfalls, daß eine Apotheke bei 5 Patienten mit je einer 24er Packung im Quartal entsprechend mit 25.000 Euro in Vorleistung treten muß *schluck* Es gibt ja durchaus noch kostenaufwändigere Medikamente und ich muß gestehen, daß ich gestern sprachlos war (was nicht so häufig ist *g*).

    Inwiefern die Zahlungsmoral der KK so stimmt, weiß ich nicht. Aber sollte es wirklich so sein, dann ist mir auch klar, warum so viele Apotheken schließen müssen.

    Viele Grüße
    Sabinerin
     
  2. Jürgen

    Jürgen Mitglied

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    Hallo Sabinerin,

    mein Mitleid hält sich noch so gerade in Grenzen. Es wurden im Jahre 2002 genau 3, in Worten drei, Apotheken geschlossen. Wie viele Handwerks-, mittlere Industriebetriebe u.ä. waren es??? Es kann meiner Meinung nach nicht sein, dass eine Apotheke eine Lizenz zum Gelddrucken ist. Ich wohne in einem Städchen mit ca. 20000 Einwohnern und wir hatten 6 Apotheken. Vor einem Jahr hat die 7. eröffnet und es gibt sie immer noch alle...

    Deine Apothekerin vergaß auch zu erwähnen, dass sie Großhandelsrabatte nicht an die KK weitergibt, Sonderkonditionen der Pharmahersteller nicht weitergibt und zusätzlich zu den 8€ erhält sie noch drei Prozent des Verkaufspreises...

    Wünsche auch allen Apothekern mal einen freien Wettbewerb!

    Schöne Grüße
    Jürgen
     
  3. Paris

    Paris Fan vom kleinen Prinzen..

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    Mitleid mit den Apotheken...

    nachdem ich im ersten Moment auch Mitleid mit den armen Apotheken haben wollte und glaubte, zu verstehen, warum ich plötzlich keine Geschenke mehr in der Apotheke bekomme :)D) wenn ich mein Enbrel bestelle, habe ich dann auch noch mal gesucht...und die kriegen echt 3%......also, ich meine die Vorauszahlung ist natürlich ätzend, aber der Verdienst auch nicht schlecht......
    Gruss, Paris

    http://www.aerztezeitung.de/docs/2004/10/26/194a0602.asp?cat=/politik/arzneimittelversorgung
     
  4. devlin

    devlin Neues Mitglied

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    Meine Apothekerin ist prima:

    Geht mir mal ein Medikament aus, und sei es Sonntag abends, kann ich bei ihr privat klingeln und das passende Rezept irgendwann nachreichen.

    Sowas ist Gold wert, zumal ich auch schon Medis nach Hause gebracht bekommen habe.

    Ich gönne ihr jeden Cent, den sie verdient.
     
  5. Dranna

    Dranna Guest

    Sowohl als auch ...

    Hallo,

    stimmt, diese Vorleistung ist wirklich ganz schön happig.

    Man kann es vielleicht nicht ganz vergleichen, aber auch ein Autohändler wird wohl kaum die Autos, die er sich in den Verkaufsraum stellt, zur Verfügung gestellt bekommen. Und das (Vorleisten und rückerstattet bekommen) ist ja auch ein Kreislauf.

    Die Apotheken haben dafür mit den nicht verschreibungspflichtigen Medis und anderen Artikeln ganz schöne Gewinnspannen und sind nicht preisgebunden. Da lohnt sich ein Vergleich wirklich.

    Aber zum "GoldeneNaseVerdienen" ist der Beruf wohl nicht bekannt.

    In meiner Stadt gibt es jedoch allein auf der Hauptstraße (mit Fußgängerzone) 6 Apotheken - aber nicht ein Lebensmittelgeschäft! Vor einiger Zeit liefen die Apotheker in schwarzen Kitteln rum, zum Aufrütteln der Kunden, weil demnächst einige schließen müssten. Alle noch da :)

    Also, das Jammern auf hohem Niveau ist in Deutschland weit verbreitet.

    Allen noch einen schönen Tag,
    Dranna
     
  6. berlinchen

    berlinchen Aktives Mitglied

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    Apotheken

    Eine Apotheke ist und bleibt ein Geschäft und ist keine soziale Einrichtung.

    Ob es richtig ist, das die Apotheken Rabatte usw nicht an die Krankenkassen weiter geben ist eine andere Sache....Ein Klamottengeschäft z.b. verkauft seine Kleidung ja auch nicht zum Einkaufspreis, sondern meist mit gutem Gewinn.

    Wenn die Apotheken wirklich so lange auf das Geld von der Krankenkasse warten müssen, finde ich es unverschämt.

    liebe Grüße
    Sabine
     
  7. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    na ja, ganz so ist es nun auch nicht:

    1. neben den 8,10 € die eine Apotheke für jedes verschreibungspflichtige Medikament (auf Kassenrezept) erhält gegen 2 Euro ersteinmal perse an die Krankenkassen ab = bleiben 6,10 Euro - das ist auch der Grund, warum Anfang 2004 die Preise für "billige" verschreibungspflichtige Medis so immens in die höhe geschossen sind. neben diesem Betrag darf die Apotheke noch einen Betrag für die Lagerkosten einbehalten (sind glaube ich ca. 5 %) was sich bei teuren Medis durchaus lohnen kann - von daher werde ich immer noch sehr freundlich mit meinen Remicade-Rezepten begrüßt.

    2. die Apotheke kann und wird nicht so lange auf eine Ersattung warten - da wäre meine Apotheke ja schon längst pleite (2 remicade-patienten mit einem jahresumsatz von je 50.000 Euro nur an Remicade). Das kann sich keine Apotheke leisten.

    Klar bis Ende 2003 bis Du mit solchen Rezepten geradezu hoffiert worden - damals gab es 10 % Beteiligung am Preis, egal ob ich 1 Std. beraten habe oder gar nicht.

    Klar hat bei uns zum 01.01.04 das Apothekensterben begonnen - mittlerweile haben von 5 Ap. schon 2 zugemacht, die nächsten werden dann wohl bald folgen, aber ganz so arm sind die sicherlich nicht.
    Es kann sich kein Geschäftsmann leisten seine Waren grundsätzlich über mehrere Monate vorzufinanzieren, ich denke mal, dass da div. Absprachen zwischen den Apotheken - den Apothekenverrechnungsstellen - und dem Apothekengroßhandel gibt. Klar ich muss dir zustimmen, dass wenn die Apotheke ihre Ware direkt vom "Erzeuger" bezieht, wird das Konto auch sofort belastet - aber das ist eher die Ausnahme.

    Viele Apotheker weinen halt noch den tollen Zeiten bis Ende 2003 nach - es gibt aber auch viele, die finden die neue Regelung sinniger und gerechter. Denn wollen wir mal ehrlich sein - was weiß der Apotheker über Remicade (kennt er übrigens erst durch mich ;-) ) was ich nicht über das Mittel weiß????? Also brauche ich da auch keine Beratung, anders sieht es bei gängigeren Mitteln aus. Die haben früher 1 Euro gekostet und der Kunde wollte/musste teilweise bis zu einer Stunde beraten werden (das ist bei 10% doch ein ziemlich magerer Stundenlohn oder) - jetzt werden - zumindest von der Vergütung her - alle Medis gleich behandelt (egal ob billig oder teuer) - das finde ich deutlich gerechter.

    Nur fangen jetzt die armen Pharmafirmen an zu weinen - die durften angeblich in den letzten 2 Jahren ihre Preise nicht erhöhen (ich muss da wohl irgendwie was verschlafen haben, oder wir leben in einem Gebiet was von dieser angeblichen Preisstabilität nicht betroffen war) und die nagen doch wirklich schon am Hungertuch.

    Sollten wir da nicht Mittleid mit haben und mal für die armen Pharmafirmen sammeln gehen????

    Ach übrigens: die Sache mit der Bezahlung der Apotheken ist nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ist mir von einer selbständigen Apothekerin erzählt worden, die übrigens die neue Vergütung für gerechter hält.
     
  8. bise

    bise Neues Mitglied

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    hallo,
    zugegeben früher hatten manche apotheken ne "standortrente". das war toll für sie. heute ist es etwas schwieriger geworden - doch nur nen ganz klein wenig!
    mein apotheker hier am ort ist verh., 2 kinder. er hat nen tollen lebensstandard: 2 x mercedes - für sich und seine gattin - lege sagt, das auto kostet 90.000 € - 1 x golf für die kinder; 1 schweres motorrad (ca. 40.000 € -so sagt man), segelflugzeug, segelyacht, ferienwohnung - am bodensee oder in der schweiz; natürlich hier ne villa und das haus mit der apotheke gehört ihm auch. in der apotheke sind insges. 6 angestellte beschäftigt, öffnungszeiten von 9.00 bis 12.30 und von 15.30 bis 18.30.
    die frau trägt tolle designerklamotten und der rest der familie spaziert auch nicht in lumpen. feines essen lieben sie und tolle reisen wurden auch gemacht. dieses kriegt die nachbarschaft so mit. das sieht man. das hört man. darüber wird geredet. sie sind stolz auf ihren hart erarbeiteten wohlstand. er und sie sind bei null angefangen; wohlstand innerhalb von 25 jahren (nix geerbt oder erlottet oder so ähnlich! das wäre hier wohl auch bekannt geworden). alles durch die apotheke erwirtschaftet - ist monopolist hier - von wegen geschenke oder ähnliches an die kunden - das gab es nie - hatte er auch nicht nötig. sie kamen ja alle zu ihm.
    also mir kommen die tränen, wenn ich so etwas lese. ach ja, jetzt jammert er; würde seit 1.1.2004 nicht mehr soviel verdienen und bittet um unterstützung gegen das apothekensterben, ruft zu unterschriften auf udgl.
    ich wollt, mir ginge es finanziell so gut, wäre bereits mit 10 % sehr zufrieden. träumen darf man ja mal.
    gruss
    bise, die manchmal auch neidisch sein kann.
     
  9. claudia-dd

    claudia-dd Neues Mitglied

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    ich hatte bis letztes jahr eine stammapotheke, die mir auch bei freiverkäuflichen produkten immer gute preise gemacht hatte. jetzt gab es einen wechsel und auf einmal spinnt der nachfolger. also habe ich meine rezepte genommen und bin zu einer anderen apotheke gegangen.

    der chef kennt mich auch mittlerweile und wenn ich noch anderes aus der apotheke brauch, so frage ich "rotzfrech" nach einem besseren preis.
    ja, es funktioniert nach wie vor, denn die apotheker verdienen dennoch an unseren medis. natürlcih sind die bedingungen jetzt etwas straffer, aber für den "guten lebensabend" des betreibers reciht es aus......

    claudia
     
  10. bise

    bise Neues Mitglied

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    frage mal:
    wieviel % werden euch eingeräumt? habe jetzt gelesen, dass auf alle freiverkäuflichen medis der apotheker schon den stammkunden 5 % vom empfohlenen ladenverkaufspreis einräumt. zusätzlich haben die apotheken oft sonderaktionen, da sind viele dinge bedeutend preiswerter (als im drogeriemarkt).
    gruss
    bise
     
  11. Ruth

    Ruth Bekanntes Mitglied

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    Wir haben seit 24 Jahren eine "Stamm"-Apotheke, inzwischen ist sie vom Vater auf die Kinder übergegangen, die gute Betreuung ist gleich geblieben. Zwar bekommen wir keine Prozente, aber dafür eine erstklassige Beratung, z. B. bei freiverkäuflichen Mitteln,die Medikamente werden uns ins Haus gebracht (der Apotheker wohnt in der Nachbarschaft),Anruf genügt, Rezepte können nachgereicht werden usw. Ach ja, Pröbchen bekommen wir auch immer und zu Weihnachten ebenfalls eine Kleinigkeit; das ist schön, und ich freue mich darüber, aber viel wichtiger finde ich das Vertrauensverhältnis
    und die Sachkenntnis und natürlich das Entgegenkommen.
    Mit vielen Grüßen Eure "apothekenzufriedene" Ruth
     
  12. claudia-dd

    claudia-dd Neues Mitglied

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    also ich verhandele immer wenn ich was bestimmtes brauche. ich mach dann einen vorschlage was ich bezahlen würde und er schaut, ob es drin ist. manche sachen bekomme ich auch mal zu einkaufspreis, es kommt eben immer auch die verhandlung an.

    claudia
     
  13. trombone

    trombone die Schreibtischtäterin

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    also: bei meiner "2. Apotheke" in Hannover habe ich eine Kundenkarte, damit bekommt man alle Waren die vor dem Tresen liegen (oder halt in den Regalen) generell 5 % Rabatt. Des weiteren bekomme ich zwischendurch immer wieder nette Kleinigkeiten (war neulich mal ein Radio fürs Bad). Außerdem immer wieder gute Infos rund um die Mediamente oder die Erkrankungen (aber auch mal ganz allgemeine Tips - Beruht aber auf Gegenseitigkeit).

    in meiner Apotheke am Wohnort: Ebenfalls Kundenkarte vorhanden - hier Bekomme ich von der Frau des Apothekers (mit der bin ich zusammen im Kegelclub) oder vom übrigen Personal immer wieder mal Kleinigkeiten und Pröbchen. Der Apotheker selber ist da etwas stieselig und denk in den seltesten Fällen daran etwas zuzugeben. Ein genereller Rabatt auf best. Waren oder Warengruppen gibt es dort nicht.

    Bei den Apotheken in Detmold (Arbeitsplatz) gibt es garnichts dazu (obwohl ich da auch nur in eine bestimmte Apotheke gehe und die mich da eigentlich kennen müssen).
     
  14. Sabrina12682

    Sabrina12682 Ich sage was ich denke.

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    apothekensterben???

    hallo zusammen,

    würde gerne mal wissen wo das apothekensterben statt findet, bei uns jedenfalls nicht. ganz im gegenteil es haben erst wieder zwei eröffnet!

    ich habe mittlerweile eine apotheke gefunden, die ist richtig klasse.
    ist zwar nicht bei mir in der nähe, noch nicht einmal in der stadt, aber egal.

    die apotheken bei mir in der stadt habe ein problem mit freundlichkeit!!!
    wollte mal eukalyptusöl kaufen, da wollte mir man das teuerste andrehen, was es gibt. habe dann gefragt ob sie nicht was günstigeres (von ratiopharm*grins*) haben. worauf mir gesagt wurde haben sie nicht. als ich nachgefragt habe ob sie nicht was zum abfüllen hätte, sagte sie mir ach ja sowas habe ich auch würde sie aber nicht gerne verkaufen.

    der apotheke geht es gut!!!

    bei meiner stamm apotheke bekomme ich alles was ich brauche und noch nach hause geliefert, das nenne ich einen guten service.

    so genug gelästert und in den himmel gelobt.

    lg bine
     
  15. schladde

    schladde Neues Mitglied

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    Hallo miteinander,

    ich will hier auch mal meinen Senf dazugeben.

    Ich bedauere unseren Apotheker so der hat nur 10 Angestellte fährt große dicke Autos besitzt mindestens 5 Häuser (alle wieder vermietet) und läst keinen anderen Apotheker rein. Ich habe zur Apotheke 14 km. Bei mir im Ort haben wir 1000 Einwohner und jede Menge Urlaubsgäste. Im Nachbarort haben wir 1700 Einwohner und ca 200000 Urlaubsgäste (!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!) und Besucher im Jahr. Da ist das Biosphärenhaus. Dann haben wir noch eine Kirchliche Einrichtung in der ca. 25000 bernachtungen im Jahr sind. Alles in allem wohnen also ca 4000 Leute hier wir haben 2 Ärzte einen Zahnarzt 1 Tankstelle und 1 Einkaufsmarkt. Ich denke mal Voraussetzungen genug um einen Apotheker reinzulassen. Aber der andere hat ja Angst das er nicht mehr genug verdient.

    Ich selbst besitze ein kleines Geschäft und verkaufe Handys und Computer. Ich muß auch für alles in Vorleistung gehen. Also ich brauche im Monat ca. 20 Handys. Ich bestelle die 20 und bekomm noch am selben Tag wo geliefert wird die Rechnung. Aber abgebucht wird sofort sobald die Bestellung versendet wird. Ich denke jeder weis was ein Handy ohne Vertrag kostet und ich muß das genauso bezahlen wie jeder der ein Handy kauft. OK dafür bekomm ich eine gute Provision, aber wenn ich das Handy nicht verkaufe kann ich bei einer Versteigerung im Internet zumindest als mal noch den EK Preis erzielen. Auch jeder PC den ich brauche muß ich sofort bezahlen. Und wenn ich das alles dann nicht verkaufe ist das im nächsten Monat alt.Der Apotheker kann seine Medizin aber zumindest bis zu einem bestimmten Termin verkaufen.


    Ich bin gerade so begeistert von der Tatsache das ich letzte Woche für ein rezept wieder 44 € zugezahlt habe. Der Apotheker und seine Angestellten kennen mich mittlerweile als guten Kunden. Ich habe ja keine andere Wahl und muß dorthin. Ich werde ab März ein Schule besuchen und mach den Vorschlag das die mich als Apotheker ausbilden dann habe ich keine Geldprobleme mehr.

    Also ich wünsche allen Apothekern gute Geschäfte und keine Angst ich bleib ich treu ich brauch ja meine Medizin.
     
  16. bise

    bise Neues Mitglied

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    und noch etwas ist mir aufgefallen.

    vor dem 1.1.2004 überschlugen sich die apotheker geradezu bei enbrel oder remicade rezepten. klar, die grosse verdienstspanne. heute na ja. ich habe schwierigkeiten die grosse packung enbrel zu bekommen; ist auch logisch, an den 4er packungen verdient der apotheker mehr - ich dagegen muss die zuzahlungen einsparen. die apotheken, die sich weitgehend auf patienten mit den teuren rezepten verlassen haben, merken jetzt den unterschied.
    ich muss manchmal infusionen erhalten. dies erfolgt in einer ambulanten tagesklinik, die sich in einem haus befindet, in dem im erdgeschoss eine apotheke ist. von dieser bezieht die tagesklinik alle infusionsmedis. die tagesklinik ist ständig ausgebucht, klar, dass der umsatz in der apotheke sehr hoch ist - zudem lauter teure medis. das personal in der apotheke war und ist immer sehr freundlich und auch hilfsbereit. das war es aber auch schon. aber nix mit pröbchen oder so. vor 2004 hatte ich nen termin, an den ich mich noch sehr gut erinnere. als ich meinen anteil bezahlte für die infusion, merkte ich, dass ich kein taschentuch bei mir hatte. ich fragte nach welchen, man bot mir eine 6-erpackung zu 1,80 € an. ich war platt - in jeder anderen apotheke hätte man mir eine
    packung geschenkt. ( hatte ich doch gerade ein medi für knapp 1.000 € gekauft.) . wer viel hat, will eben immer noch mehr. nun jammert die apothekerin - ich kann kein mitleid aufbringen.
    ich habe festgestellt, je grösser die konkurrenz - desto mehr service und angebote. konkurrenz belebt das geschäft. das gilt auch für die apotheken.
    gruss
    bise