Hallo Ihr alle,
ja, dieses Gefühl von Panik nach der Diagnose kenne ich auch. Was erwartet mich in Zukunft? Was kann ich schon vorsorglich tun? Muss ich mich schon bei der IV (Rente) voranmelden, damit ich dann wenn ich sie benötigen sollte schon einen Vorteil habe.
Wie entwickeln sich die Schmerzen oder die Gelenksituationen? Panik vor dem Standard Medi MTX (das ich aus der Tätigkeit auf der Onkologie her kenne). Jetzt muss ich das "Teufelszeug" auch nehmen!
Mir hat es geholfen mir die 5 Stadien der Krankheitsbewältigung anzuschauen (angepasst an Kübler-Rosse). Und zu schauen wo ich gerade bin .
Habe das MTX tatsächlich nicht vertragen (nicht nur psychosomatisch bedingt) und hätte mir gewünscht, dass ich mich schon eher hätte durchsetzen können. Letztes Jahr ging's gar nicht mehr und endlich hat mich mein HA zum Rheumatologen überwiesen. Der Wechsel auf Leflunomid war für mich ein Segen. Seither geht's bergauf. Mir ist nicht mehr übel und meine Stimmung ist stabil.
Der Versuch das Cortison abzusetzen scheiterte allerdings. Zwischendurch hatte ich mal wieder Probleme, die sich aber nicht in den Blutwerten spiegelten sondern "nur" klinisch (geschwollene Gelenke, Steifigkeit).
Ich habe Glück und mich hat nur eine milde (seronegative) Form erwischt. Ich habe manchmal aber dennoch Angst, dass sich das ändern könnte.
Ich kann meinen "Vorrednerinnen" zustimmen. Schaue was für Dich noch möglich ist und lenke Deine positive Energie in diese Ressourcen. Vielleicht ergeben sich auch völlig neue Perspektiven und Du kannst neue Dinge, die Du schon immer ausprobieren wolltest, beginnen und pflegen. Es gibt definitiv ein (gutes und bewussteres) Leben nach der Diagnose.
Kopf hoch! Lass Dich nicht unterkriegen!