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Verdacht auf rheumatische Arthritis

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von lea-1997, 16. April 2008.

  1. lea-1997

    lea-1997 Registrierter Benutzer

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    Guten Morgen,

    ich habe seit 3 Wochen symetrische Gelenkschmerzen an einigen Zehengrundgelenken, Fersen, Knie, Ellenbogen, einige Fingergrundgelenke. Die Schmerzen werden täglich etwas mehr und es kommt immer ein neuer Finger hinzu. Letzte Woche hatte ich nur erhöhte Temperatur und seit Montag Abend 39,5°. Das Fiber beginnt immer so gegen 18Uhr mit Schüttelfrost.
    Blutwerte: Lymphozyten etwas zu niedrig, CRP 42,3mg/l, BSG 9/22, Borrelien negativ, IGM Rheumafaktor 15,9 (0,9 erhöht), CCP ist 1,6.
    Hausarzt vermutet Polyarthritis oder reaktive Arthritis (ich hatte im März 14 Tage Durchfall, vermutlich wegen meiner Milcheiweißallergie).

    Mittlerweile habe ich sehr starke Schmerzen und bekomme nirgendwo einen kurzfristigen Termin beim Rheumatologen. Ich habe erst am 27.05. den ersten Termin.

    Die Schmerzen sind nur bei Bewegung der Gelenke bzw. Belastung. Ich nehme 3x800 Ibuprofen und noch Novamin Tropfen.

    Ist das wirklich RA oder gibt es noch andere Möglichkeiten ?

    Gruß Frank.
     
  2. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Frank

    und herzlich Willkommen hier bei uns...

    Den Verdacht kann nur ein internist. Rheumatologe bestätigen..., aber das was Du geschrieben hast, spricht schon dafür....

    Tipp:
    Lass Dir für Dein Ibuprofen noch zusätzlich einen Magenschoner geben. Die gehen schnell mal auf den Magen...

    Ansonsten solltest Du ausprobieren, was Dir hilft, ob Kälte oder Wärme.

    Bei solchen akuten Schmerzen kannst Du Deinen Hausarzt bitten, dass er beim Rheumatologen anruft und Druck macht... oder

    nimm Dir viel Zeit, etwas zu trinken und evtl Obst mit, ein gutes Buch und stehe Punkt Praxisbeginn beim intern. Rheumatologen auf der Matte. Aber hab Geduld. Sie müssen Dich ja irgendwo zwischenschieben...

    Das wären so meine Ideen dazu...., weil das Zeitfenster für Arthritis und der Chronifizierung nur 12 Wochen beträgt. Deswegen heißt es ja Frühdiagnostik... und diese Zeit ist schnell weg.

    Sorry, dass ich Dir soo nicht weiterhelfen kann...

    Hier mal einen Link:

    http://www.rheuma-online.de/a-z/r/rheumatoide-arthritis.html

    Sind bei Dir mal die Strepptokokken durchgecheckt worden wg des Fiebers?

    Viele Grüße
    Colana
     
  3. lea-1997

    lea-1997 Registrierter Benutzer

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    Danke für Deine Antwort.

    Als Magenschutzmittel nehme ich Omeprazol 20mg.

    Druck machen hat leider nicht funktioniert, Ende Mai ist schon ein schneller Termin, bei anderen Rheumatologne hätte ich erst im Juli/August einen Termin bekommen.

    Auf Streptokokken wurde ich noch nicht getestet.
    Wie hoch ist denn das Fieber bei Rheuma, oder sollte gar kein Fieber vorhanden sein ?
     
  4. Brigitte110

    Brigitte110 Neues Mitglied

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    Rheuma?

    Hallo Frank
    Wenn Druck machen nichts gebracht hat dann lass deinen Hausarzt einen Termin für dich machen das geht meißt schneller
    Zu dem Fieber kann ich dir sagen das ich bis jetzt nur zweimal einen Fieberschub hatte in den drei Jahren seit ich die Polyarthritis habe und da war es immer um 39.
    P.S hatte nicht gesehen das dir meine Vorrednerin den Tip mit dem Hausarzt gegeben hat,aber doppelt hält ja bekanntlich besser Drücke dir die Daumen das es mit dem Termin schnell klappt lg Brigitte
     
  5. Schnaki

    Schnaki Neues Mitglied

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    Hallo Frank,

    wie wär's, wenn Du wegen eines Termins beim Rheumatologen von der "Fieberseite" her argumentierst?
    Etwa sowas: "unklarem, hohem Fieber bis weit über 39 Grad mit Gelenkentzündungen, das schnellstens eine rheumatologische Abklärung bedarf" ....

    Das hohe Fieber macht die Sache akut (und leider nicht deine Gelenkschmerzen *sarkastisch*) Am besten sagst Du das mit dem Fieber noch mal nachdrücklich Deinem HA, der soll Termin mit Rheumatologen oder besser noch Klinik machen, das haben meine Vorredner ja schon geschrieben.

    Wie das Kind nun heißt, muß ein Internist oder Rheumatologe bestimmen, das ist klar. Als Anregung: Bei hohem Fieber in Zusammenhang mit Gelenkentzündungen wäre auch an den "Morbus Still des Erwachsenen" zu denken (denn habe ich, wenn Du dazu Fragen hast). Mehr dazu hier:

    http://www.rheuma-online.de/a-z/s/still-syndrom-des-erwachsenen.html

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    Schnaki
     
  6. lea-1997

    lea-1997 Registrierter Benutzer

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    Ich habe am Donnerstag beim Rheumatologen angerufen und gebettelt vorbeikommen zu dürfen. Hat dann zum Glück auch funktioniert. Ich mußte zwar sehr lange Warten, aber dafür passiert jetzt erst einmal etwas.
    Ich habe eine seronegative rheumatische Arthritis.

    Seit gestern nehme ich 20mg Cortison (15 morgens und 5 nachmittags), gestern habe ich auch noch 2 x 400 Ibuprofen dazugenommen. Ab Mittag fühlte ich mich wie neu geboren :D.

    Aber seit heute Morgen sind die Beschwerden wieder da, habe um 6 Uhr die 15mg Cortison genommen und die lindern etwas. Ich würde noch gerne das Ibu dazunehmen habe aber hier im Forum gelesen, das man Cortison 20mg und NSAR nicht kombinieren sollte.
     
  7. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo lea,

    erst ein Mal herzliche Glückwünsche zur schnellen Diagnose... :ylflower:

    Hmmm - ich nehme auch Cortison und MTX und hätte vor gut 14 Tg, als ich so unendliche Kopfschmerzen hatte, Diclac 50 nehmen dürfen...

    Vielleicht kann da noch jemand eine bessere Antwort geben...

    Hat Dein Rheuma-Doc Dir auch erzählt, wie er sich die weitere Behandlung vorstellt, denn Corti ist nur als Übergang gedacht... auch solltest Du auf eine calciumreiche Ernährung (ca. 1000 mg tgl) achten oder Dir Calcium-Brausetbl vom A**i holen, die 4teilen (der Körper kann immer nur 250 mg auf ein Mal aufnehmen) und sie dementsprechend trinken. Auch auf das Vit D achten...

    Weiterer Tipp:
    Cortison verstoffwechselt alles, was er bekommt.
    Wenig Kohlenhydrate
    wenig Fett
    viel eiweißhaltige magere Nahrungsprodukte
    viel Gemüse und 2 x eine Handvoll Obst
    viel trinken
    und wenn es geht - bewegen...

    Und behalte Deinen Blutzuckerspiegel im Blick. Alle 14 Tg mal den BZ vom Doc messen lassen..., da Cortison auch hier gerne für eine Folge-Diabetes verantwortlich ist....

    Gute Besserung und viele Grüße
    Colana
     
  8. Soraya0905

    Soraya0905 Neues Mitglied

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    Hallo Lea,
    auch ich gratuliere zu der recht schnell gestellten Diagnose.
    Mein Gott - wie sich das anhört!?!
    Ich nehme seit langer Zeit Cortison und 3x täglich Ibuprofen 800. Und das solange, laut meinem Rheumaarzt, bis die Basis greift.
    Was für eine Basis ist bei Dir vorgesehen? Wie geht es weiter?
    LG

    Soraya
     
  9. lea-1997

    lea-1997 Registrierter Benutzer

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    Vielen Dank für Eure Antworten,

    wie es weiter geht wird nächste Woche besprochen, zwischenzeitlich war ich noch beim Röntgen der Hände, Füße und Lunge. Es wird dann noch von einigen Gelenken Ultraschall gemacht und eventuell noch ein Knochenszintigramm.

    Vermutlich wird mit MTX als Basis begonnen und solange noch mit Cortison behandelt (wurde schon mal vorsichtig angedeutet).

    Viele Grüße Frank.
     
  10. Marinella

    Marinella Registrierter Benutzer

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    Hallo Frank,
    ich möchte Dir Mut machen und Dir die Krankengeschichte unseres Sohnes erzählen:
    Angefangen hatte es, wie bei Dir, mit einer Durchfallerkrankung (etwa eine Woche lang). Der Kinderarzt diagnostizierte anhand der Stuhlprobe: Salmonellen.
    Kurze Zeit später bekam der Junge heftige Schmerzen in den Kniegelenken und den Sprunggelenken. Zehen und Kniegelenke schwollen an.
    Diagnose: reaktive Arthritis (ausgelöst durch die Salmonelleninfektion)
    in der Form des Reiter Syndroms (da er zusätzlich ein Auge gerötet hatte und Schmerzen beim Wasserlassen hatte).
    Die Blutuntersuchung ergab: seronegativ, HLA-B27 positiv.
    Wir wurden damit getröstet, dass die Krankheit in ca. 80% aller Fälle nach 6 bis 24 Monaten ausheilt, in 20% der Fälle allerdings chronisch verläuft.
    Ich trug im Kalender jeweils die beobachteten Symptome ein, und es fiel auf, dass er in dieser Zeit (etwa 4 Monate lang) immer wieder mal Durchfall hatte, dem dann ca. 17 Tage später ein neuer Rheuma-Schub folgte. Dies konnte kein Zufall sein!
    Wir beschlossen, konsequent gegen den Durchfall anzugehen. Zunächst gaben wir unserem Sohn Kombucha-Tee zu trinken, um den Darm in Ordnung zu bringen. Unsere zweite Maßnahme war, eine weitere Berührung mit Salmonellen strikt zu vermeiden: Es gab keine weichgekochten Frühstückseier mehr - sondern nur noch hartgekochte. Spiegeleier wurden von beiden Seiten gebraten. Mit rohen Eiern zubereitete Creme-Speisen (wie Mousse au Chocolat) wurden von der Speisekarte gestrichen. Am Kuchenteig durfte nicht mehr genascht werden. Und Mettbrötchen waren wegen des rohen Fleisches ebenfalls Tabu.
    Von da an ging es nicht nur seinem Darm wieder gut; seine Rheumabeschwerden ließen zusehends nach, bis sie kurze Zeit später ganz verschwanden. Nun ist er, Gott sei Dank, völlig gesund.
    Ich wünsche Dir alles Gute. Würde mich freuen, wenn Du von unseren Erfahrungen profitieren könntest. Einen Versuch ist es jedenfalls wert!
    Viele Grüße
    Marinella
     
    #10 21. April 2008
    Zuletzt bearbeitet: 22. April 2008