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Verdacht auf Psoriasisarthritis ????

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Himalaya13, 8. März 2014.

  1. Himalaya13

    Himalaya13 Registrierter Benutzer

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    Ich bitte um Hilfe von Betroffenen !

    Letzten Donnerstag verließ ich die Rheumatagesklinik nach drei Tagen Untersuchungen mit der Verdachtsdiagnose Psoriasisarthritis. Wobei sich die Rheumatologen nicht sicher sind, es könne auch rheumatoide Arthritis sein. ( Oder gar nichts davon ??? )
    Ich war ziemlich geplättet. :(
    Ich habe seit sieben Monaten ein geschwollenes rechtes Sprunggelenk, seit 8 Wochen einen geschwollenen rechten großen Zeh, was beim Laufen stört und Schmerzen im Steißbein, was beim Sitzen stört. Mein Blutbild ist tiptop, wenn ich mich danach fühlen würde, wäre es super. Kein Rheumafaktor, keine Antikörper, normale Blutsenkung, aber auch rein gar nichts in Richtung Rheuma.
    Lediglich MRT Sprunggelenk und Röntgen meiner Gelenke, sowie die familiäre Vorbelastung könnten dafür sprechen.
    Leider habe ich CRNO( Tochter), Fibromyalgie ( Mutter ) und Psoriasis( Großmutter ) in der Familie. Bei mir ist allerdings nie irgendwas an der Haut in Richtung Psoriasis zu sehen gewesen.
    Jetzt soll ich MTX spritzen und Kortison schlucken. In den letzten Monaten habe ich mich mit gelegentlicher Einnahme von Diclofenac über Wasser gehalten.
    Ich frage mich nun, ob meine Beschwerden für Psa typisch sind ? Gibt es hier Betroffene, die auch nichts an der Haut und im Blut haben und bei denen es Psa ist ?
    Und wenn ja, wie werdet Ihr therapiert und wie vertragt ihr die Therapie ? Welche Gelenke sind bei Euch so betroffen ?
    Ich würde mich freuen, von Euch zu hören.:D
     
  2. Ducky

    Ducky Aktives Mitglied

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    hallo und herzlich willkommen,

    ich bin keine betroffene aber habe hier dank einiger jahre mitlesen schon so einiges gehört.

    demnach geht psa wohl oft mit unauffäligen blutwerten einher.
    auch eine psoriasis muss nciht unbedingt zu sehen sein, wobei manche pat wohl eine ganz leichte form haben die man selber nicht dafür hält.
     
  3. josie16

    josie16 PsA

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    Hallo Himalaya!
    Wie Ducky schon geschrieben hat, reicht es, wenn 1 in der Familie, also Großeltern, Eltern, Geschwister eine Pso haben und Du kannst selber eine PsA bekommen, ohne selber Hauterscheinungen zu haben.
    Leider kommt es sehr häufig vor, daß die Blutwerte relativ unauffällig sind, deine geschwollenen Gelenke und Schmerzen sprechen eine andere Sprache und im Grunde kannst Du froh sein, daß man in der Rheumaklinik so umsichtig war, eine Basistherapie zu verordnen, damit weitere Gelenkschäden möglichst verhindert werden.

    Ich selber habe vor vielen Jahren (ca 30) eine Pso, danach habe ich mind. 20 J keine Hautprobleme mehr, bis ich dann ein Fingerkuppenekzem entwickelt habe, das in eine bekannten Hautklinik als "Hausfrauenhände" diagnostiziert wurde.

    Daß das nicht stimmen konnte, war mir klar, weil ich zu diesem Zeitpunkt noch nie so wenig im Wasser war, mit meinen Händen, als die ganzen 20J davor, wo ich noch im KH gearbeitet habe.
    Es hat sich dann viel später als eine Psoriasis pustulosa herausgestellt.

    Meine Schwester aber, hatte noch nie Pso und bekam dann massive Gelenkprobleme, auch bei ihr wurde dann eine PsA diagnostiziert und wir hatten beide keine Entzündungswerte im Blut
    es ist also nicht so selten, wie man denkt.
     
  4. lumpi64

    lumpi64 Mitglied

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    Hallo Himalaya,

    ja, kann durchaus sein. PsA hat ganz verschiedene Gesichter/Erscheinungsformen. Ich habe Psoriasis, aber absolut nicht schlimm....ist es auch nie gewesen bzw. hab ich mich nie dran gestört. Meine Blutwerte sind meistens prima. In meiner Familie gibt es väterlicher-und brüderlicherseits die Psoriasis und meine Mutter hat Polyarthritis. Hauptprobleme bei mir sind die Sehnenansätze, das ISG, die Hüfte und die Finger der rechten Hand, manchmal Ellbogen und Schultern. Es machen sich inzwischen die Großzehengelenke und mal wieder die Achillessehnen bemerkbar (aushaltbar).

    Hatte auch Angst vor einer Therapie....nachdem ich aber eine Daktylitis an 3 Fingern der rechten Hand hatte und verdickte Fingerendgelenke gibts nun schon seit Dezember Cortison (hat bei Hüfte und ISG super geholfen) und seit 3 Wochen MTX. Ich habe durch das Cortison kein Gramm zugenommen (ok, ich bin auch diszipliniert....meistens jedenfalls:D) und MTX vertrage ich problemlos. Bin nach dem Spritzen todmüde, deswegen mach ich das abends und fall dann in mein Bett. Kann gut schlafen und auch gut wieder aufstehen. Noch kann ich über die Wirksamkeit in Sachen Schmerz nichts sagen, außer, dass ich deutlich weniger Probleme mit der Morgensteifigkeit habe (außer bei den Händen, aber auch da etwas besser). Wenn der Schmerz zu stark wird, nehme ich Arcoxia 90, was mir grad in Kombination mit Prednisolon sehr gut hilft. Cortison schleiche ich nun langsam aus (hab mit 20 mg angefangen und hab dann runterreduziert bis derzeit 5 mg/2,5 mg im täglichen Wechsel). Gehe nun demnächst auf 2,5 mg runter und hoffe, dass das MTX bald anfängt zu wirken. Jedenfalls so, dass ISG und Hüfte weiterhin ruhig bleiben.

    Wünsch dir gute Besserung:)

    Grüßle Lumpi
     
  5. Ellen1

    Ellen1 Neues Mitglied

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    Hallo Himalaya,

    ich habe seit Februar auch die Diagnose Psoriasis Arthritis.
    Bei mir stand die Diagnose recht schnell fest. Habe seit ein paar Jahren ein wenig Schuppenflechte, aber nicht schlimm.Am Anfang ist mir das z.b am Ohr auch nicht aufgefallen.
    Nun hatte ich schon seit Jahren Morgensteifigkeit im linken Fuß, aber seit Dezember waren die Schmerzen doch so schlimm das ich mal zum Arzt gegangen bin.
    Also meine Blutwerte waren auch nicht so schlecht, Blutbild, CRP,Blutsenkung waren
    normal, aber ein Rheumafaktor war positiv(weiß leider nicht, welcher).
    Aber ist wohl bei der Psoriasis Arthritis nicht selten, dass die Blutwerte ok sind.
    Ja nun nehme ich auch seit 3 Wochen MTX Tabletten und morgens Cortison.
    Das Cortison hat mir schon sehr geholfen, beim MTX dauert es ja noch mit der Wirkung.
    Bislang habe ich auch kaum Nebenwirkungen.
    Wünsche Dir alles Gute !
    Lg Ellen
     
  6. Himalaya13

    Himalaya13 Registrierter Benutzer

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    Vielen Dank für Eure Antworten !

    Jetzt steht bei mir der Start der Rheumamedikation mit MTX und Kortison bevor. Davor habe ich schon ein bißchen Angst.
    Ich soll MTX spritzen, obwohl mir die Tabletten lieber wären.
    Ergänzend muss ich noch sagen, das sich auch bei mir der Weg von den ersten Beschwerden bis hin zur Diagnose schon über Jahre zieht.
    Leider bin ich zur Zeit die totale Baustelle ( jetzt geht es auch noch im Knie los ), so das die Ärzte es wohl nicht mehr übersehen konnten.
    Alles Liebe :)
     
  7. petzi 72

    petzi 72 Neues Mitglied

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    geschwollenes Sprunggelenk .. gleicher verdacht

    Ich hab auch seit 4 Monaten ein geschollenes Sprunggelenk und laut MRT alles entzunden oberes und unteres Sprunggelenk, Kapsel und Sehnen! Blutbild alles okay! Jetzt hoff ich dass ich diese Woche endlich Termin bekomm in Rheumaambulanzu aber bin ziemlich sicher dass ich die gleiche Diagnose wie du bekomme! vor allem hab ich leichte Schuppenflechte bzw. eigentlich kaum merkenswert auf der Kopfhaut ... ist dein Sprunggelenkt auch entzunden oder nur geschwollen und was haben sie bis jetzt probiert? Bei mir Kortison, Gips, andere Ruhigstellungen uswl alles ohne Wirkung! Jetzt probier ich gerade Akupunktur und Mesotherapie ....
     
  8. Himalaya13

    Himalaya13 Registrierter Benutzer

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    Hallo Petzi 72 !

    Deine Beschwerden klingen sehr ähnlich. Leider ! Mein Sprunggelenk wurde außer mit Diclofenac ( habe ich mir selbst verordnet), Einlagen und kalten Umschlägen gar nicht therapiert. Auch beim Zeh und Steißbein bloß Schulterzucken. Den Termin in der Rheumaambulanz ( ja richtig, habe ich mir selbst besorgt) sollte ich abwarten.
    Die Rheumatologen haben mir jetzt Krankengymnastik und Medikamente verordnet.
    Aber ich bin nach dem letzten Jahr Ärzterennerei der Überzeugung, das es das Beste ist, das Management selbst in die Hand zu nehmen.
    Man weiss selbst am besten, was einem weiter hilft.
    Ich bin jetzt dabei meine Ernährung umzustellen. Überwiegend vegetarisch, Vorsicht bei Weizen etc. weil ich schon länger beobachte, das ich es schlecht vertrage. Lactoseintolerant bin ich seit Jahren. Das ist nicht einfach, muss aber sein.
    Trotz Schmerzen mache ich Yoga und Krafttraining. Was ist Mesotherapie und hilft es ?
    Ich wünsche dir alles Gute und wenn ich ehrlich bin nicht meine Diagnose.

    VG Himalaya13