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Verbesserung Rheuma -

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von Kiara, 23. Mai 2009.

  1. Kiara

    Kiara seit Mai 2004 Diagnose cP

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    Seit einiger Zeit hat sich mein Rheuma soweit verbessert, daß ich z.Z. anscheinend keinen Entzündungsfaktor im Blut habe.

    Ist das ein Hinweis darauf, daß ich "gesund" bin? Oder kann es sein, daß ich dennoch in unregelmäßigen Abständen Beschwerden habe?

    Also meine Finger sind (seltener) immer noch geschwollen und schmerzen. Nicht mehr so schlimm wie früher. Das könnte auch an etwas anderem liegen, sagt der Rheumatologe.

    Ich frage mich nur ist der einzig richtige Faktor zur Beurteilung des Krankheitswertes der Entzündungsfaktor im Blut? Und wenn ich dann trotzdem von Schmerzen berichte, muss es etwas "anderes" sein?

    Also: kein Entzündungsfaktor im Blut = keine Rheumaschmerzen?

    Könnt Ihr mir was dazu sagen?

    Liebe Grüße
    Kiara
     
  2. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @Kiara
    Selbst bei einer Vollremission ohne Rheuma-Zeichen irgendwelcher Art im Blut, ohne ständige Einnahme von Rheuma-Medikamenten werden trotzdem von Zeit zu Zeit Beschwerden unterschiedlicher Art auftreten. Nur werden sie dann nur kurzfristig auftreten, keine sonderliche Intensität erreichen. Von Gesundung allerdings im Sinne einer Heilung kann nicht die Rede sein. Die Krankheit ruht quasi vor sich hin und ist beim Patienten nicht präsent wegen mangelnder Symptome. Der große Fehler bei solchen Phasen wäre anzunehmen, die Krankheit wäre "vorbei" und käme nie wieder.

    Sie wird wiederkommen und wenn dann häufig gleich mit einem richtigen Schub, der dem Patienten genau klarmacht, daß er krank ist und die Rheuma-Erkrankung nie vorbei war.
     
  3. Kiara

    Kiara seit Mai 2004 Diagnose cP

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    Ja, die Frage ist einfach: Ich fühle mich so verunsichert beim Arzttermin. Ich habe keine Entzündungswerte und ich erzähle dort, ich habe Beschwerden. Nimmt das der Arzt als unglaubwürdig?

    Ich bin extrem verunsichert. Ich will nicht als Simulant da stehen. Eben weil der Rheumatologe gesagt hat "das kann auch was anderes sein".

    Ich sage, das ist das Rheuma, es fühlt sich so an und sieht so aus. Wenn eben auch etwas leichter, weniger als früher.

    Ich traue mich kaum, was zu sagen, aus Angst der sagt "das kann nicht".
     
  4. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Wenn der Arzt sagt, es kann nicht sein, begeht er einen Denkfehler und sollte seine Vorgehensweise überprüfen. Ein Patient kann nur sein Befinden und seine Beschwerden äußern. Gerade beim Rheuma sind die Ursachen vielfach im Dunkeln und dort vertraue eher Deinem Gefühl als irgendwelchen Aussagen von Außenstehenden (dazu zähle ich auch den Arzt).

    Schmerzen können ohne weiteres auch auftreten, wenn keine Entzündungen vorliegen. Darüber brauchst Du Dir keine Sorgen machen. Sie treten zwar häufig im Verein mit Entzündungen auf, sie kommen aber auch gerne ohne Begleitung.
     
  5. Kiara

    Kiara seit Mai 2004 Diagnose cP

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    Hallo Tennismieze, Danke für Deine Einschätzung. Kennst du das auch von dir selber? Von Deiner Remission?

    Beschwerden trotz mangelnder Entzündungsfaktoren? Außerdem heißt es ja nicht, daß wenn zum Blutabnahmetermin kein Entzündungsfaktor da ist, nie einer da ist? Innerhalb eines Jahres?

    Denke ich mal?
     
  6. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    Schmerzen können auch in Remission durch allerlei Faktoren ausgelöst werden. Sei es Überanstrengung, Wetterwechsel, einseitige Bewegung usw. Dazu braucht es keine Entzündung und auch keinen Nachweis im Blut. Es ist nur meist so, daß in der rheuma-aktiven Phase beides zusammentrifft. In der Remission fällt dann die Entzündung weg, Schmerzen tauchen auf niedrigem Niveau immer mal auf.

    Einem Gesunden tut auch mal was weh, ohne daß groß etwas dahinter steckt. In diesem Bereich tummeln sich dann halt auch die Beschwerden in einer Remission. Fast als wär man gesund, sind die gelegentlichen Beschwerden so minimal, daß man die Krankheit vergessen könnte. Was man aber tunlichst nicht sollte.
     
  7. Uschi

    Uschi Neues Mitglied

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    Werte

    Hallo,

    ich habe seit Zeiten > 0,3 im CRP und ??? Meine Schmerzen an Händen und Füssen und sonst sind eigentlich gestiegen !! Der Wert alleine sagt eigentlich nicht viel aus, da ein CRP auch steigt, wenn man z.B. erkältet ist, einen Virus in sich trägt oder sonst eine Art von Entzündung im Körper steckt ( z.B. ein Schnitt am Finger ).

    Da sich Säureablagerungen bei den Entzündungen bilden, hat man auch unter wenig CRP oft arge Schmerzen. Dann mehr trinken, kein Salz, keine säurebildenden Lebensmittel ( also Obst z.B. ) nehmen und Magnesium mal für 30 Tage zuführen.

    Viel Glück.

    PUMPKIN
     
  8. Zachary47

    Zachary47 Neues Mitglied

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    Rheumafaktor?

    Hallo Kiara, ich habe erst seit ein paar Monaten meine Diagnose, aber ich habe gehört das man im Blut auch einen Rheumafaktor feststellen kann. Frag doch mal deinen Arzt ob dieser in deinem Blut nachweisbar ist. Wenn ja hast du auf jedenfall Rheuma und die Beschwerden die du ab und zu hast sind dann definitiv rheumatisch bedingt. Ich hab auch nur noch ab und zu schmerzen. Konnte die letzten 3 Tage sogar auf Schmerz Medis verzichten und dann heute war es wieder schlimmer und ich musste wieder welche nehmen. Das wird jetzt so bleiben bis es in Remission geht. Und dann ist es auch nicht weg wie hier ja schon gesagt wurde.

    Wenn du deinem Rheuma Doc nicht vertraust schau dich doch mal nach einem anderen um. Vielleicht findest du ja einen verständnisvolleren als deinen.
     
  9. Kiara

    Kiara seit Mai 2004 Diagnose cP

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    Entschuldigung, das ich so lange auf eine Antwort hab warten lassen, aber ich war im Urlaub.

    Also, wie ich ja bereits sagte, geht es nicht darum, daß ich dem Arzt nicht vertraue, sondern darum, das ich verunsichert bin, ob ein Arzt es für Blödsinn hält (halten kann), wenn ich sage, ich hab Schmerzen, obwohl die Werte in Ordnung sind.

    Das Problem liegt ja erstmal alleine bei mir.

    Eine andere Frage habe ich noch. Ich habe eine Schwerbehinderung von 70 %. 10 % fällt davon auf das Rheuma. Viel zu wenig, zumindest damals. Aber ich habe um die 70 % schon so gekämpft, das für mehr die Kraft nicht mehr reichte und ich habe den Prozentsatz für das Rheuma so hingenommen.

    Muss ich jetzt damit rechnen, daß die mir die 10 % auch noch wegnehmen in so einer Remission? Kennt sich jemand aus? Wenn man doch eh immer Schmerzen haben kann und so eine Krankheit jederzeit wieder ausbrechen kann?

    LG Kiara
     
  10. Marakion

    Marakion Neues Mitglied

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    Liebe Tennismieze!
    Ich lese deine Beiträge mit sehr großem Interesse.
    Du bringst immer alles genau auf den Punkt.

    Mir geht es seit einem halben Jahr wirklich sehr gut.
    Dafür bin ich unendlich dankbar.
    Ganz im Hinterstübchen höre ich die Ärzte in der Reha: "Wir können sie nicht vom Rheuma heilen, aber wir werden alles versuchen, um ihre Lebensqualität zu verbessern."
    Nach "Stressaktionen" zwickt und zwackt es mal hier, mal dort - die Hände sind morgens eine Weile steif, evtl. geschwollen - dann weiß ich: Es ist nicht weg! Es ist in mir - und es bleibt in mir!!!
    Die Freude, dass es im Moment so weit "supi" läuft, weicht oft der Angst und Befürchtung, wann ein erneuter Schub mich ereilt und in welcher Intensität! Ich bete, dass mein guter Zustand noch lange so erhalten bleibt.

    Viele liebe Grüße
    von Marion
     
  11. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    @Marakion
    Danke für die Blumen :). Die Angst und Befürchtung vergeht, je länger das Rheuma stillhält. Solange man sich trotzdem nicht wieder wie vor der Erkrankung verhält, stehen die Chancen auf ein weiteres Stillhalten recht gut.

    Hoffen wir mal, daß es weiterhin so gut läuft.
     
  12. Marakion

    Marakion Neues Mitglied

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    Hallo Tennismieze!

    Wenn ich nur wüsste, was ich denn "vor der Erkrankung" falsch gemacht habe, dass mich dieser (tschuldigung) Mist überhaupt ereilt hat.
    Das herauszufinden hat schon etliche Tränen gekostet.
    Andererseits: Was bringt mir das, zu wissen, warum ich chron.Pol. habe?

    Ich höre genauer in mich hinein: Was bekommt mir gut - was sollte ich tunlichst bleiben lassen ... usw.
    Vielleicht habe ich ja wirklich das richtige Händchen und ein gaaaanz kleines bißchen Glück, dass es so bleibt wie jetzt!
    Aber jetzt komme ich irgendwie schon wieder ins Grübeln.

    Liebe Grüße
    Marion
     
  13. Marakion

    Marakion Neues Mitglied

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    So etwas Unglaubliches habe ich auch schon erlebt. Das war bei einem Rheumatologen, den ich gleich zweimal aufgesucht habe: Nämlich einmal und nie wieder! Der hatte schon Schwierigkeiten, mich zu berühren (boah, muss ich ekelig sein). Wochenlang konnte ich kaum richtig laufen; meine Hausärztin war schon ganz verzweifelt - zum Termin (auf den ich ja auch wochenlang warten musste) ging es mir einigermaßen gut: O Wunder, ich konnte meine beiden Arme über den Kopf heben u.a. ...
    Und so etwas zu einer Zeit, wo ich überhaupt noch nicht erfassen und begreifen konnte, was mit mir los ist ...
    Ich war zutiefst enttäuscht und hatte ein Gefühl von "Karl Napf, der Simulant, lässt grüßen".

    Lass dich nicht unterkriegen.
    Marion
     
  14. Tennismieze

    Tennismieze Neues Mitglied

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    So war das nicht gemeint. Keiner von uns hat etwas gemacht, um dann diese Erkrankungen zu bekommen. Es ist bloß immer wieder das gleiche Schema, das bei vielen auftritt. Jeder (zumindest die Erwachsenen) hat immer nur an andere, anderes gedacht und an sich selbst nie oder gaaannnz zuletzt. Mit dieser Verhaltensweise haben wir die Möglichkeit des Ausbruchs einer Rheuma-Erkrankung gefördert. Die Erkrankung war schon immer vorhanden, nur durch die Überforderung bekam sie Gelegenheit, sich so richtig bemerkbar zu machen.
    Inzwischen bist Du ja auf dem richtigen Weg, bleib dabei!
     
  15. Marakion

    Marakion Neues Mitglied

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    Liebe Tennismieze!

    Ich weiß, wie du das gemeint hast - das habe ich "gefühlt".
    Alles voll in Ordnung.
    [​IMG] Blumiger Gute-Nacht-Gruß
    von Marion