Verbessert sich ein Infekt durch Cortison ?

Dieses Thema im Forum "Entzündliche rheumatische Erkrankungen" wurde erstellt von jennfer-vanessa, 29. März 2017.

  1. Hallo,
    ich hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen. Mein anliegen ist ein wenig kompliziert, ich hoffe ich erkläre es einigermaßen was ich meine und ihr könnt mir helfen.
    Ich habe bei Schübe immer Fieber, Nachtschweiß und Abgeschlagenheit usw. Also ähnlich wie bei ein Infekt nur ohne eben Verschleimung der Lunge und NNH.

    Ich hatte, wie ich eigentlich dachte seit über eine Woche ein Infekt. Hatte zu den oben genannten auch produktiven husten dazu. Dadurch dachte ich ich hätte ein Infekt.
    Wirklich besser wurde es aber all die Tage nicht.

    Ich hatte gestern aber meine Prednisolon Dosis um 22,5 mg erhöht(von 27,5 auf 50mg) und Plötzlich ist alles an Beschwerden weg und mir geht es so geht wie schon lange nicht mehr.

    Daher meine Vermutung, ich weiß es langsam wirklich nicht ob es überhaupt ein Infekt war, wahrscheinlich am Anfang schon, aber an den Tagen später nicht mehr. Ich hatte schon früher gehabt, das Schübe durch Infekte Getriggert werden(Infekt weg und dann Schub).
    Das weiter meine Lunge verschleimt war, könnte auch von einer Asthma Verschlechterung gekommen sein, die auch durch den Infekt am Anfang Getriggert wurde. Und vom Prednisolon sich beruhigt hat.
    Daher meine Frage an die, wo eben Schübe nicht mit Fieber einhergehen. Wie verhält sich bei euch ein Infekt wenn ihr Cortison erhöht. Wie sind eure Erfahrungen damit? Wird der besser? Geht das Fieber davon weg?
    Ist für mich wichtig, um zu wissen ob meine Theorie stimmen kann oder ich grade nur ein Infekt unterdrücke.

    Jenny
     
  2. Resi Ratlos

    Resi Ratlos Guest

    Jenny,

    Die Erhöhung von Cortison - bei Dir, wie Du sagst, von 27,5 auf 50 mg - "unterdrückt" keinen Infekt, sondern begünstigt ihn.
    Dennoch kann es manchmal erforderlich sein, Cortison beizubehalten oder sogar zu erhöhen, wenn ein Infekt vorliegt - dann allerdings unter antibiotischem Schutz und ärztlicher Aufsicht.

    Deine Beschreibung passt nicht zu einem reinen Infekt ;)
    Alles Weitere würde ich persönlich mit meinem Arzt und nicht mit dem Forum besprechen - der kann nämlich mit Kenntnis Deiner Vorgeschichte und -befunde das gesamte (Krankheits-)Puzzle betrachten; die Entscheidung über das richtige Vorgehen obliegt dann ohnehin ihm in Absprache mit Dir.

    Gute Besserung!
     
  3. Ok danke,
    dann werde ich das erstmal mit den 50 mg beibehalten. Bin erstmal froh drüber das ich dadrunter endlich mal wieder Fieberfrei bin.
     
  4. Lagune

    Lagune Registrierter Benutzer

    Registriert seit:
    31. Juli 2011
    Beiträge:
    8.196
    Zustimmungen:
    1.897
    Ort:
    Nürnberg
    Hallo Jennifer,

    ich schließe mich den Ausführungen von Resi an, insbesondere auch dem Satz:
    Vieles was du da beschreibst passt auf meine Kollagenose, wenn sie aktiv ist. Sogar einen Husten hatte ich vor der Diagnose und Medikation sehr ausgeprägt und es war kein Infekt (stellte sich später raus, war ne Lungenbeteiligung meiner Kollagenose) und auch Fieberschübe sind mir sehr bekannt bei meiner Kollagenose, habe dabei auch einen vaskulitischen Anteil, was bei Mischkollagenosen wohl nicht so selten sein soll. Kenne bei Aktivität/Schub auch Nachtschweiss usw. hattest oder hast du auch schon "unerklärliche" Gewichtsabnahme bemerkt ? Das hatte ich in Hochzeiten, meine damit extreme aktive Zeiten meiner Kollagenose.

    Ich finde, du solltest das Ganze nochmal ärztlich/klinisch angehen, eventuell und das wünsche ich dir von Herzen, kann das doch noch besser differenziert werden bei dir. Dein Arzt hat ja die MHH vorgeschlagen als nächsten Schritt, habe ich in einem anderen Thread gelesen. Das ist doch zumindest schon mal ein Plan. Alles Gute für dich.
     
    #4 29. März 2017
    Zuletzt bearbeitet: 29. März 2017
  5. Gewichtsverlust kenne ich von früher extrem. Zu meinen Tief zeiten wog ich nur noch 43 KG bei 1,67 cm trotz Hochkalorische Ernährung. Hatte in 4-5 Monaten gut 10 KG abgenommen gehabt.
    Das war aber zu einer zeit wo ich noch keine Medikamente nahm. Da äußerten sich sich Schüben zusätzlich immer mit Gewichtsverlust. Das alles nannte sich früher bei mir oft unklare B-Symptomatik.

    Nur seit ich das Prednisolon nehme fehlt dieses Symptom bei mir(was ich auf die Metabolische Wirkung mal zuschiebe).
    Allerdings, ich weiß das nicht genau bei mir. Eigentlich bin ich für die hohe Langzeit Einnahme des Cortison und immer noch recht vieles essen zu dünn(zwischen Untergewicht und Normalgewicht mit Wassereinlagerung). Esse um einiges mehr als früher wo ich noch nicht Krank war, aber mehr bewegt hatte.

    Kenne jetzt auch bei den Schüben, das ich regelrechte Fressanfälle habe. Oder den ganzen Tag um mich rum esse. Aber davon auch nicht zunehme
    Hat was von Bing Eating bei mir.
     
    sumsemann gefällt das.
  6. Ich könnte mich grade für meine eigene Blödheit in Hintern treten. ich hatte morgens wieder meine "alte" Cortison Dosis eingenommen. Ab Nachmittag fing der Husten wieder an, späten Abend ging es mir wieder schlecht und fing wieder an zu Fiebern. Es ist wirklich zum verzweifeln.

    Wegen MHH, ich war ja schon mal da gewesen. Denke daher das es nicht viel bringen wird. Dauert ja auch ewig bis man da ein Termin bekommt,letztes mal, trotz mehrmalige Dringlichkeitsmitteilung von mein Arzt an die, 5 Monate.
    MHH hatte damals eine Kollagenose für unwahrscheinlich gehalten und meinten statt dem die Polyarteritis Nodosa.
    Ich bin noch sehr milde ausgedrückt, nicht grade scharf drauf da wieder hin zu gehen.
     
    sumsemann gefällt das.
  1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies.
    Information ausblenden