Vegetarische Kost - Hilft das?

Dieses Thema im Forum "Ernährung" wurde erstellt von kolibri7701, 23. Juni 2008.

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  1. malchatun

    malchatun Registrierter Benutzer

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    hallo sunyside,

    es ist heute tatsächlich kaum noch umstritten, dass man auch als vegetarier den bedarf an allen stoffen decken kann, auch als veganer. in wirklichkeit ist es so, dass es ungleich mehr fleischesser mit den verschiedensten mangelzuständen gibt als vegetarier! nur beim vegetarier wird ein auftretender mangel sofort aufs fehlende fleisch geschoben. wie kurzsichtig, finde ich. vor kurzem wurde bei einer frau in meiner verwandschaft vitamin-b12-mangel festgestellt. sie isst regelmäßig fleisch. darauf hin wendeten sich alle köpfe in meine richtung: na dann lass das bei dir am besten auch mal überprüfen - wenn das nicht DIE ursache ist! ich ließ es überprüfen - mein vitamin b12 ist bestens, obwohl ich seit jahren vegetarier bin und mich immer wieder über tage oder wochenweise streng vegan ernähre.

    deshalb würde ich dich gern noch mal fragen: was genau für einen mangel hattest du, der durch fleisch behoben werden konnte?

    deine aussagen, "vollwertig" bedeute, "von allem etwas" oder vollwertig bedeute nicht, vollkornprodukte zu essen, irritieren mich doch ein wenig. so für sich gesehen, sind sie schlichtweg falsch. aber ich denke und hoffe, da hast du dich vielleicht nur unglücklich ausgedrückt.

    ich möchte dir nicht zu nahe treten - aber der hinweis, du habest ernährungswissenschaften studiert, ist noch kein konkreter beweis für eine wirklich gesunde ernährungsform. wer die moderne ernährungswissenschaft über jahre hinweg verfolgt, ist sicher immer wieder sehr irritiert, wie oft es da zu neuen erkenntnissen kommt, die ein paar jahre später wieder total out sind oder sich sogar als absolut schädigend erweisen. ich erinnere nur an die sache mit der margarine und dem cholesterin ...
    in einigen dingen wird inzwischen nach langem hin und her genau das gesagt, was in der vollwertlehre seit über 100 jahren bekannt ist und verbreitet wird.

    hallo savolo,
    meine information entspricht deiner - für b12 braucht man kein fleisch. untersuchungen verschiedener streng veganer völker oder auch von zen-mönchen haben ergeben, dass bei diesen immer genügend b12 im blut vorzufinden war. der mensch ist in der lage, b12 selbst zu bilden, wenn es nicht von außen zugeführt wird. dies erledigen mikroorganismen im darm. wie sonst sollten die pflanzenfressenden tiere, über deren verzehr der mensch seinen vitamin-b12-bedarf decken will, denn sonst zu ihrem b12 kommen. auch diese tiere bilden es in ihrem darm, und so gelangt es ins blut und muskelfleisch. so ist es auch beim menschen. b12 herstellen können nur bakterien, hefen, schimmelpilze und algen. entscheidend für b12 ist also nicht, fleisch zu sich zu nehmen, sondern für eine intakte darmflora zu sorgen. ursache für b12-mangel ist also meist ein kranker darm, wie für viele andere mangelzustände auch, die dann nicht damit behoben werden, dass man noch mehr dieses stoffes zu sich nimmt. außerdem braucht b12 für seine verwertung folsäure, das in unerhitzen grünen blattpflanzen vorkommt.bei ungenügender zufuhr vollwertiger (roh-)kost kann es also auch zu diesem und anderen mangelzuständen kommen.

    viele grüße
    von katrin
     
  2. sunnyside

    sunnyside sunnyside

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    Vegetarische Ernährung

    Guten morgen Malachtun!
    Wollte mit dem Hinweis, Ernährungswissenschaft studiert zu haben, eigentlich nur savolo darauf hinweisen, daß ich wohl den Unterschied kenne zwischen
    Vollwertkost und
    Vollkornkost
    .

    Und mit welchem Nahrungsmittel man die verschiedensten Vitamine und Spurenelemente zuführen kann - das weiß heute doch schon jeder, der sich mit gesunder Ernährung befaßt.

    Finde nur die Vorgangsweise von SAVOLO ein bißchen frech, einen User - obwol sie mich gar nicht kennt - als Puddingvegetarier hinzustellen.
    Nur deshalb habe ich ihr die Nachricht zukommen lassen, daß ich eigentlich dieses umstrittene Fach Ernährungswissenschaft studiert habe.

    Aber savolo hat sich seither bei mir nicht mehr gemeldet, es hat ihr wahrscheinlich eh die Sprache verschlagen.
    Es wäre wünschenswert, ein bißchen mit Achtung vor dem anderen im Forum zu surfen - das würde ich mir wünschen.
    Mir wäre es sehr peinlich, einen User so hinzustellen wie sie es gemacht hat.

    Also recht schönen Tag noch und ein bißchen Respetkt vor den Usern - dis gilt vor allem für savolo!!!

    sunnyside
     
    #22 23. Februar 2009
    Zuletzt bearbeitet: 23. Februar 2009
  3. malchatun

    malchatun Registrierter Benutzer

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    hallo sunnyside,

    ich mag mich ehrlich gesagt nicht immer so im detail damit beschäftigen, welches lebensmittel ich zu mir nehmen muss, damit ich dies und jenes in genügendem maße bekomme. essen soll ja schließlich immer noch ein genuss bleiben und keine verkopfte wissenschaft, gell? :a_smil08:

    das finde ich ja auch das sympathische an der vollwertkost - man braucht sich alles in allem weniger gedanken zu machen, ob man von allem genug bekommt.

    aber nun bin ich hartnäckig: du sagtest, dass nur durch fleisch deine mangelzustände behoben werden konnten. das interessiert mich jetzt wirklich, von daher meine frage, die du mir leider noch nicht beantwortet hast:

    und hat sich dein rheuma verbessert dadurch, dass du wieder fleisch gegessen hast?

    wenn du die frage nicht beantworten möchtest, dann ist das auch ok, aber mich würde es halt interessieren.

    einen schönen tag noch!
    katrin
     
  4. sunnyside

    sunnyside sunnyside

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    Vegetarische Ernährung

    Hallo malachtun!
    Es wäre hier zu ausführlich und wahrscheinlich für euch nicht sehr verständlich, wenn ich jetzt anführen würde, warum ich diese und jene Mangelzustände hatte.
    Fakt ist, daß man bei einer streng vegetarischen Ernährung
    (das heißt nicht ein bißchen Fleisch und ein bißchen Fisch und eh nur ein bißchen Zucker und heute hab ich doch ein Stück Fleisch gekostet usw...
    daß heißt
    überhaupt kein Fleisch, überhaupt kein Fisch etc..................)
    über einen Zeitraum von ca. 15 Jahren, massivste Mangelzustände hat.

    Heute weiß man, daß ohne ärztliche Begleitung jede Art von Ernährungsumstellung doch sehr gefährlich sein kann.

    Wie gesagt, es wäre zu schwer zu verstehen, deshalb möchte ich euch mit meinen Ernährungstabellen etc. hier nicht belasten.

    Es findet sowieso jeder seine richtige Ernährungsform.!!!!
    Es soll jeder das essen, das ihm schmeckt, er soll sich dabei noch wohlfühlen.

    Eines liegt mir auf jeden Fall fern, Leute überzeugen zu wollen, was gesund ist und was nicht.

    Man kann einem Menschen nur den richtigen Weg zeigen, gehen muß ihn jeder selbst.

    Damit ist für mich dieses Thema im Forum beendet.
    Ich wünsche euch allen noch viele interessante Gespräche in puncto Ernährung.
    Es grüßt euch alle recht herzlich
    sunnyside
     
  5. malchatun

    malchatun Registrierter Benutzer

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    hallo sunnyside,

    vielen dank für die wünsche, die geb ich dir gern zurück.

    ich hab mir ja jetzt große mühe gegeben, nicht mehr zu reagieren, aber dies hier kann ich einfach so nicht stehen lassen:

    das stimmt einfach nicht, und das schreib ich jetzt nicht für dich, sondern für andere, die noch etwas hin- und hergerissen sind.
    es mag auf die von savolo erwähnten puddingvegetarier zutreffen - klar, wenn man fleisch weglässt und minderwertige nahrung zu sich nimmt. dann kommt es aber in den meisten fällen auch mit fleisch früher oder später zu mangelzuständen.

    auf vegetarische vollwertköstler trifft das nicht zu. ein freund von mir ist seit knapp 25 jahren vegetarier, und er läuft fit und gesund durch die welt. keine spur von "massivsten mangelzuständen".

    vor 5 jahren hab ich mal mit einer gesundheits- und ernährungsberaterin telefoniert, die ihre ausbildung bei der GGB in lahnstein gemacht hatte. sie war damals 77, hatte mit 40 schweres rheuma, dann ihre ernährung auf vegetarische vollwertkost umgestellt, ihr rheuma überwunden und werkelte noch (also zum zeitpunkt meines anrufs) fröhlich in ihrem garten herum.

    vor 3 jahren war ich selbst in lahnstein und hab am einwöchigen kochkurs "vegetarische vollwertkost" teilgenommen. die leiterin erika richter, eine über 80-jährige dame, die gerade wieder ein neues buch über vegetarische brotaufstriche veröffentlicht hat, war von morgens 7 uhr bis abend 22 uhr auf den beinen und zeigte keine ermüdungserscheinungen im gegensatz zu uns kursteilnehmern in den 40ern, sie wirkte aktiv, vital, knackig und fit mit roten bäckchen.
    auch sie ist bereits seit jahrzehnten vegetarierin. so der rest der GGB-geschäftsführung, teilweise ende 60 oder 70 und noch voll aktiv und berufstätig. mit massivsten mangelzuständen wären sie ganz sicher nicht so leistungsfähig.

    erwähnen möchte ich noch ein anderes beeindruckendes beispiel: barbara rütting, von der ich einige koch- und andere bücher in meinem regal habe. sie ist vor 2 jahren 80 geworden und noch immer landtagsabgeordnete der grünen im bayrischen landtag. in dessen kantine hat sie das vegetarische vollwertmenü eingeführt - mit großem erfolg. ich habe sie mal auf einem vortrag erlebt. auch sie hat rheuma durch vollwertige ernährung einschließlich vegetarismus überwunden. sie besticht durch ihre vitalität und ihre attraktive erscheinung.

    hier ein schönes buch von ihr:
    Ich bin alt und das ist gut so: Meine Mutmacher aus acht gelebten Jahrzehnten

    in dem sie u.a. über ihr rheuma, vegetarismus und viele andere gesundheits- und lebensthemen schreibt.

    so könnte ich noch mehr beispiele aufzählen....

    das finde ich auch, aber bitte keine unwahrheiten über eine andere ernährungsform verbreiten!

    viele grüße
    von katrin
     
  6. Sassi

    Sassi Registrierter Benutzer

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    Hallo zusammen!

    Soweit mir bekannt ist, ist es generell richtig, dass sog. "Vollwertvegetarier" sich vollkommen ausreichend mit allen für den Körper wichtigen Mineralien, Spurenelementen, Vitaminen usw. versorgen können.

    Ich hatte jetzt allerdings das Problem, dass meine vegetarische Ernährung durch die rA zu starken Mangelzuständen geführt hat, weshalb es mir zeitweise sehr, sehr schlecht ging.

    Ich bekam durch die starken Entzündungsvorgänge einen starken Eisenmangel und Blutarmut, was ich mit meiner vegetarischen Ernährung nicht ausgleichen konnte.
    Heute versuche ich deshalb einmal in der Woche mageres Hühnchen oder Rindfleisch zu essen, um meine Eisenwerte zu verbessern. Trotzdem nehme ich noch zusätzlich ein Eisenpräparat und habe nach fast drei monatiger Einnahme endlich eine Besserung meiner Beschwerden.

    Also sollte man schon ein Auge darauf haben, ob der Körper mit der jeweiligen Ernährungsweise alles bekommt was er braucht.
    Man kann also nicht pauschalieren, dass jeder Vollwertvegetarier automatisch gut versorgt ist.

    Dem schließe ich mich auch gerne an! :)

    LG
    Sassi
     
  7. licet73

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    Wieder mal ein Thread, der offensichtlich selbsternannte Fachleute zum Vorschein bringt. Sehr sehr interessant.
    Obwohl ich gestehen muss, dass ich recht schnell ausgestiegen bin. Habe angefangen zu lesen und mich schnell gelangweilt, da es immer das gleiche ist...

    Kann nur von mir reden und werde mich hüten Tipps zu geben.
    Ich wurde von Geburt an vegetarisch ernährt. Bin jetzt 35 und habe noch nie Fleisch, Fisch... gegessen. Bis heute habe ich keine Mangelerscheinungen. Woran das liegt vermag ich nicht zu sagen. Denke aber schon, dass ich mich sehr bewusst ernähre. Rheuma habe ich übrigens trotzdem bekommen.

    Es langt auf keinen Fall zu sagen: ab heute höre ich mit dem Fleisch essen auf. Man sollte sich schon damit auseinandersetzen. Nur Fleisch einfach weglassen ist sicher nicht der richtige Weg.

    Das Tofu langweilig ist, ist mir neu. Liegt vielleicht daran, wie man es zubereitet...
    Schon mal von Miso gehört? Auch etwas, dass ich nah legen würde... Das sind nur zwei Dinge ganz am Rande.

    Ich denke, dass man aus Überzeugung handeln sollte, wenn man Fleisch weglässt. Vermute einfach, dass man dann auch bewusster an die Sache ran geht. Vielleicht liege ich da falsch. Ich selbst stand nie vor der Entscheidung, deshalb kann ich nur mutmaßen...

    Grüße,

    licet

     
  8. Nora_Luka

    Nora_Luka Registrierter Benutzer

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    Summasumarum schützt rein vegetarische Ernährung nicht vor Rheuma, kann aber bei einigen vielleicht etwas unterstützend wirken.

    Bei mir ist allerdings auch der Eisenwert mit Beginn der Krankheit dermaßen in den Keller gegangen, dass ich doch lieber ab und an Fleisch esse als ständig Eisenpräperate schlucken zu müssen.

    Ansonsten könnte ich mich grade ohne Ende von Avocado ernähren :rolleyes:
    und wie ich gelesen habe, ist das für Rheumatiker gar nicht so schlecht

    http://www.dradio.de/dlr/sendungen/mahlzeit/325605/
     
  9. Savolo

    Savolo Registrierter Benutzer

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    noch eine kurze anmerkung: ob man als rheumatiker einen eisenmangel bekommt, hat nichts mit vegetariersein zu tun. mein sohn (18, JIA) hat für einen mann einen zu niedrigen Hb-wert von 12,7, er isst ganz normal fleisch und nimmt jetzt 1/2 jahr schom eisentabletten, bis jetzt ohne irgendwelche wirkung!
    das fleisch essen den eisenwert nicht unbedingt nach oben bringt, habe ich ja schon weiter oben geschildert!
    lg, sabine
     
  10. sunnyside

    sunnyside sunnyside

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    Vegetarische Kost

    Hallo Nora Luka
    Danke für den Link betereffend Avocado.

    liebe Grüße sunnyside
     
  11. malchatun

    malchatun Registrierter Benutzer

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    lecker, jetzt weiß ich, warum ich oft appetit auf avocado hab! auch wenn bei mir die entzündungen nicht in den gelenken, sondern den blutgefäßen sitzen. :top:

    ich ess avocado gern aufs brot oder knäckebrot, anstatt butter, mit etwas kräutersalz. oder zu pellkartoffeln - mmm, kann ich manchmal gar nicht aufhören zu essen. :a_smil08:
     
  12. Nora_Luka

    Nora_Luka Registrierter Benutzer

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    :a_smil08: geht mir genauso. Avocado und Nüsse. In meiner VG gibt es so ein leckeres Nußmus. Walnuß-Sonnenblume-Cashew- da könnte ich regelrecht süchtig werden danach. Hab kein Problem damit in einer Woche ein ganzes Glas davon zu vertilgen und mein Gewicht geht eher runter als hoch...

    Ich hab überhaupt seitdem mein Rheuma ausgebrochen ist einen ganz veränderten Apetit. Mir schmecken ganz einfach Schokolade, Kuchen Kaffee nicht mehr. Leider auch kein Wein :( aber dann weiß halt mein Körper, was für mich gut ist und was nicht. Insofern verlasse ich mich auch lieber auf ihn bei der Entscheidung ob und wann ich Fleich esse ;)
     
  13. Liar_Liar

    Liar_Liar Neues Mitglied

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    Hallo,

    habe mir jetzt nicht alle Antworten durchgelesen und weiß jetzt nicht, ob ich totalen Stuss schreibe.

    Ich lebe seit vielen Jahren vegetarisch (kein Fleisch, kein Fisch, keine Eier, kaum Gelantine) und ich denke, dass es nicht viel bringt oder von Person zu Person anders ist.
    Meine Schmerzen werden trotzdem von Jahr zu Jahr schlimmer (habe die Diagnose auch erst vor circa einem Monat bekommen) und auch Medikamente wirken dadurch auch nicht besser: Nehme seit ein paar Wochen Cortison, trotzdem schwillt ein Finger wieder an.

    Aber ich kann vegetarische Ernaehrung natuerlich trotzdem nur empfehlen :D

    LG,
    Liar_Liar
     
  14. Purzel

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    Vegetarisch-hilft das?

    Liebe Kolibri7701,

    hilft vegetarische Kost bei Polyarthritis? Info aus meiner Wissenskiste.:a_smil08:

    Viele Patienten sagen, dass sie eine Reduzierung der Schmerzen feststellen, dass Medikamente besser wirken. Heilfasten und dann auf eine neue Ernährung umstellen, hat manchmal Erfolg. Das muss jeder für sich ausprobieren, ob es ihm/ihr hilft. Dazu eignen sich Kuraufenthalte besonders gut, da man aus seiner Alltagssituation mal raus kommt und die Umstellung leichter fällt.
    Hier ein wenig Info, die die Zusammenhänge besser verständlich macht.

    Eicosanoide sind hormonähnliche Substanzen, die für verschiedene Funktion wichtig sind und vom Körper selbst hergestellt werden.
    Bestimmte Eicosanoide sind dafür verantwortlich, wenn Gelenke sich akut entzünden. Sie werden aus Enzymen und Arachidonsäure gebildet.
    Je mehr Arachidonsäure im Körper zur Verfügung steht, desto mehr Eicosanoide können gebildet werden. Arachidonsäure fördert entzündliche Prozesse und erhöht das Schmerzempfinden.
    Arachidonsäure befindet sich nur in tierischen Lebensmitteln. In folgenden Lebensmitteln sind die Werte besonders hoch:
    Milch, Speisequark (20%), Camembert, Ei, Schweineschmalz, Schweineleber, Leberwurst, Schweine- Rindermuskel, Huhn, Kalbfleisch, Thunfisch.
    Nimmst du zu diesen Lebensmitteln auch noch viele schnell abbaubare Kohlenhydrate (Kartoffeln, Bananen, Weißmehlprodukte, raff. Zucker usw.) zu Dir, wird durch verschiedene körpereigene Prozesse immer wieder Arachidonsäure freigesetzt. Einfach ausgedrückt: Der Stoffwechsel bekommt die Stoffe, um die entzündlichen Prozesse zu unterhalten.

    Was ist mit Omega 3 und Omega 6. Warum sind diese Fettsäuren so wichtig?
    Der Körper kann mit Ausnahme der Linol- und der Linolensäure alle notwendigen Fettsäuren selber herstellen.
    Linolensäure (Omega-3-Fettsäuren) kann zu EPS (Eicosapentaensäure) und DHS (Docosahexaenosäure) umgewandelt werden.
    Linolsäure (Omega-6-Fettsäuren) kann zu Gamma-Linolensäure (GLS) umgewandelt werden.
    Das Verhältnis der Aufnahme sollte 5(Linolsäure):1(Linolensäure) sein.
    Leider ist z. Z. das Verhältnis oft 20:1 durch zuviel Fleischkonsum und zu wenig Fisch und gute pflanzliche Öle.

    Eicosapentaensäure, sie ist besonders im Hering, Lachs, Forelle und Steinbutt enthalten. Sie beeinflusst den Eicosanoidstoffwechsel positiv, da die Strukturen dieser Säure ähnlich der Arachidonsäure ist, hemmt sie die Umwandlung in die entzündliche Reaktion. 2 x pro Woche oder der Einsatz von Fischölkapseln (oder Sesam oder Kiwi gibt es inzwischen auch) können helfen, die Entzündungsneigung zu verringern – die Schmerzen zu reduzieren.
    Pflanzenöle wie: Raps-, Walnuss-, Soja-, Lein- und Weizenkeimöl enthalten alpha-Linolensäure, die im Körper auch zu Eicosapentaensäure umgewandelt werden können.
    Linolsäure (Omega-6-Fettsäure) kann im Körper zu Gamma-Linolensäure (GLS)umgewandelt werden. Sie verhindert, dass die Arachidonsäure ihre entzündungsauslösenden Substanzen freisetzen kann.
    Zusätzlich kann die GLS entzündungshemmende Stoffe bilden, so dass man von einer doppelt positiven Wirkung sprechen kann.
    Gamma-Linolensäure ist natürlich enthalten in: Nachtkerzenöl, Johannisbeeröl oder Borretschöl.
    Unterstützt wird die Umwandlung von Linolsäure in GLS durch B6, Magnesium, Zink und wenig Alkohol (trinken).
    Die Umwandlung von GLS in Prostaglandine wird gehemmt durch Medikamente (Acetylsalicylsäure, Cortison). Stimuliert wird die Umwandlung durch B6, B3 (Niacin) und Vitamin C.
    Meiden sollten Sie alle gehärteten Fette in Fertigprodukten, Margarine und so weiter.

    Wie sieht es mit dem Säure-Basen-Haushalt aus?
    Wie übersäuert ist man? Wie stelle ich fest, ob ich übersäuert bin?
    Fragen, die darauf schließen lassen, dass mein Säure-Basen-Haushalt nicht ausgeglichen ist.:confused:
    Sind Sie sauer?
    Nehmen Sie leicht an Gewicht zu?
    Fühlen Sie sich oft unkonzentriert und übermüdet?
    Können Sie abends nur schwer einschlafen, schlafen Sie schlecht, oder fühlen Sie sich morgens müde?
    Haben Sie häufig Probleme mit ihrer Verdauung, z.B. Verstopfung, Blähungen, Durchfall oder Sodbrennen?
    Leiden Sie an einer chronischen Krankheit oder haben Sie häufiger Schmerzen in den Gelenken bzw. im Bereich der Wirbelsäule?
    Fehlt Ihrem Haar Glanz und Schwung, bemerken Sie Haarausfall?
    Sind ihre Nägel matt, rissig oder spröde?
    Spüren Sie häufige Stimmungsschwankungen oder leiden Sie an depressiven Verstimmungen?

    Die Säuren mit denen wir uns täglich auseinander setzen müssen.
    Essigsäure aus Süßwarenkonsum, Milchsäure aus Sport und Fitness
    Schwefel- und Salpetersäure aus Schweinefleisch und Käse
    Acetylsalizylsäure aus Schmerztabletten
    Gerb- und Chlorogensäure aus Kaffee und Schwarztee
    Oxalsäure aus Rhabarber und Spinat
    Kohlen- und Phosphatsäure aus Getränken, Salzsäure aus Stress, Angst und Ärger
    Übersäuerung entsteht durch zuviel:
    eiweißhaltige Fleisch- und Wurstgerichte, Weißmehlprodukte
    Fast Food, Nikotin/Alkohol, Kaffee, Tee
    Bewegungsmangel, Erbliche Faktoren, Diäten / Jo-Jo Effekt
    [FONT=&quot]Quelle: Säure-Basen-Balance von Heike Knophius GU ISBN 3-7742-5769-8[/FONT]
    [FONT=&quot] Die Entsäuerungsrevolution von Hannelore Fischer-Reska[/FONT]

    Zusätzlich benötigt der Rheumatiker verstärkt bestimmte Vitalstoffe:


    Vitamin A, C und E, B6, Niacin, Pantothensäure, Magnesium, Selen, Kupfer und Zink sowie Omega-3-Fettsäure (Fischölkapseln). Ob und in welchem Maße, dass müsste individuell geklärt werden.

    Das hilft vielen, aber nicht allen. Woran das liegt? Wenn wir es wüssten, gäbe es eine Therapie und alle wären gesund.
    Ich hoffe, die Info´s verständlich verfasst zu haben:rolleyes:, ansonsten frag einfach nach

    Purzel
     
    #34 30. März 2009
    Zuletzt bearbeitet: 1. Juni 2009
  15. raubkatze74

    raubkatze74 Registrierter Benutzer

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    Hab da mal eine Frage??????

    Hallo zusammen

    Mich würde mal interessieren was man generell beim essen weglassen soll oder auf was man achten soll. Ich habe Polyarthritis und von nix ne ahnung. Ich habe erst seit drei wochen die diagnose bekommen, aber keiner hat mich aufgeklärt. Könnt ihr mir helfen???
    Wäre sehr dankbar.DANKE

    raubkatze74
     
  16. Kachingl

    Kachingl Registrierter Benutzer

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    [FONT=&quot]

    wie geil... steht das echt so in dem Buch, bist Du ganz sicher?? :D Mal wieder der Beweis, was die für einen Stuss schreiben!

    Nikotinsäure ist ein anderer Name für ein Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine und hat meines Wissens nach nicht viel mit dem Nikotin aus Zigaretten zu tun und kommt dort auch nicht vor...

    Aber Vitamin C brauchen wir Rheumatiker? Ascorbinsäure ist doch auch eine Säure :eek::eek:

    Zum Glück habens hier schon viele Leute geschrieben: Ernährt Euch bewusst und hört ein wenig auf Euren Körper! Wer seine Ernährung genießt, ob das jetzt mit ohne Fleisch / Kaffee sonstwas ist, dem geht es besser, weil er glücklicher ist.

    Und Bücher, bei denen jeder Chemiker schreiend wegrennt, würde ich auch meiden :)

    lg, Kachingl

    [/FONT]

     
  17. Purzel

    Purzel Registrierter Benutzer

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    Was hilft

    Hallo Raubkatze,

    das ist individuell verschieben, oben habe ich ja schon einiges beschrieben, du wirst es ausprobieren müssen, was dir gut tut und was nicht. Eine gute Orientierung ist Dr. Bruker vom Emu Verlag bekommst du spezifisch für die jeweilige Krankheit ein entsprechendes Buch. Ein Ernährungsberatung speziell für Dich könnte Dir helfen und ein Bewegungsprogramm, dass du über einen Physiotherapeuten lernen kannst (sprech mit der Krankenkasse, welche Kosten sie übernehemn). Eine Fastenkur oder Entsäuerungskur könnte hilfreich sein, dass muss aber wirklich geschaut werden, wie es dir geht und was zu dir paßt.
    Purzel
     
  18. raubkatze74

    raubkatze74 Registrierter Benutzer

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    Hallo Purzel

    Vielen Dank für deine Ratschläge.
    Ich muß mal schauen was ich mach.
    Herzlichen Dank :top:
     
  19. Purzel

    Purzel Registrierter Benutzer

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    Hilft das?

    Hallo Raubkatze,

    gern geschehen. ich hoffe, du findest das Richtige für Dich.

    Purzel
     
  20. littlefairy

    littlefairy junge Leidensgenossin

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    Hallo an alle,

    also ich ernähre mich seit ca. 3 Monaten auch vegetarisch.
    Ich esse gar kein Fleisch, kein Fisch und vermeide alle tierischen Fette.
    Das einzige was mir ab und zu *zwischen die Finger kommt* ist Gelatine, weil sie irgendwo enthalten ist, aber ich bevorzuge Pektin.

    An meinen Schmerzen oder Schwellungen hat sich gar nichts geändert - aber meine Harnsäure ist fast im Normbereich!
    Bei einem Maximalwert von 5.7 hatte ich im Jänner 9.1 Harnsäurwert.
    Jetzt nach guten 3 Monaten liegt mein Wert (letzter Stand vor 3 Wochen) auf 5.9 .. also er könnte schon im Normbereich sein :)
    Somit besteht wenigstens keine Gefahr mehr auf Gicht, und das ist mir Grund genug auf tierisches zu verzichten!

    lieben Gruß
    littlefairy
     
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