Guten Tag, liebe Forenmitglieder,
ich habe mich hier angemeldet, weil bei meinem Mann (34) der V.a. eine Spondylarthritis besteht. Eine genaue Diagnose gibt es nicht, weil der gesamte Krankeheitsverlauf nicht unbedingt sehr typisch ist.
Begonnen hat alles Ende September 2012. Wir waren gerade dabei umzuziehen. Mein Mann bekam plötzlich ein dickes linkes Knie. Da der Erguss sich nicht von selbst wieder zurückbildete, wurde er unter dem V.a. Reizergusses (schwere Umzugsarbeiten) abpunktiert. Es dauerte nicht lang, war der Erguss wieder da. To make a long story short: Der Erguss wurde insgesamt (im Verlauf von 12 Monaten) mehrmals abpunktiert, auch Volon A in das Gelenk instilliert, was jeweils zu einer 4 wöchigen Beschwerdefreiheit führte. Etwa 2 Monate nach dem Erstauftreten der Beschwerden wurde im Blut und im Punktat Borrelienantikörper festgestellt. Es folgten insgesamt 4 verschiedene Antibiotikapräparate in 3 verschiedenen Therapiezyklen (einer davon i.v.). Der Kniegelenkserguss reagierte nicht auf den Antibiotikabeschuss.
Schmerzen (abgesehen von Dehnungsschmerz, wenn der Erguss gerade sehr sehr groß war) hatte mein Mann nie. Auch keine Rötung oder Überwärmung, nichts was auf eine klassische Arthritis hingewiesen hätte. Nur den eindrucksvollen Erguss. Zu keinem Zeitpunkt waren andere Gelenke mitbetroffen.
Schließlich wurde mein Mann in die Rheumaambulanz der Uniklinik überwiesen. Das war im November 2013. Lt. Rheumatologen könne man ein Fortbestehen der Borreliose ausschließen. Der V.a. Spondylarthritis wurde gestellt, mein Mann bekam Sulfasalazin und Cortison. Der Erguss sprach darauf auch sehr gut an und blieb minimal. Leider hat das Ausschleichen des Cortisons nicht geklappt, sobald die Dosierung auf 5 mg gesenkt wurde, kam der Erguss wieder. Bei 10 mg verschwand er wieder.
Nun ja, vor kurzem war nun der Kontrolltermin in der Rheumaambulanz. Alle beim letzten Mal abgenommenen Laborparameter waren negativ, keine Autoantikörper nachweisbar. Da das Sulfasalazin offenbar nicht gewirkt hat, nur das Cortison, soll nun auf MTX umgestiegen werden. Und da Doxycyclin gg. die Borrelien noch nicht gegeben wurde, aber ja eigentlich das Mittel der ersten Wahl ist, soll er vor dem MTX noch einen Doxycyclinzyklus einschieben. Das MTX ist unsere letzte Hoffnung, denn aufgrund der Monarthritis ohne weitere Beteiligung würden die Biologicals nicht von der KK bezahlt werden.
Mein Mann ist jung, sportlich und verdient mit seiner körperl. Leistungsfähigkeit auch sein Geld. Wir haben beide etwas Angst vor MTX und den Nebenwirkungen. Mein Mann war bisher immer gesund und fit, bis auf den Erguss hatte er nie Probleme im Sinne von Schmerzen oder anderen starken Beschwerden, bei dem Gedanken, dass ihn das MTX "kränker" machen könnte, als er vorher war, wird mir ganz schlecht. Weiters ist es auch so, dass wir nie unbedingt Kinder wollten, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben. Und nun lese ich, dass Männer die noch Nachwuchs wünschen, vor der Behandlung mit MTX eine Spermakonservierung in Betracht ziehen sollen. Das kommt für uns nicht in Frage, aber irgendwie hat mich das schon etwas aus der Fassung gebracht, dass vielleicht jetzt die endgültige Entscheidung für/gegen eine eigene Familie gefallen ist - wir hätten die Entscheidung gern aus eigenem Antrieb getroffen. Dass MTX teratogen wirkt, wusste ich, dass es die Fruchtbarkeit nachhaltig beeinträchtigen kann, nicht.
Nun ja, ich weiß gar nicht, womit ich diesen Beitrag abschließen soll, ich habe ja gar keine konkrete Frage... ich denke, ich wünsche mir nur Erfahrungsberichte von ähnlichen Konstellationen. Und ich mache mir einfach Sorgen um meinen Mann.
Mit lieben Grüßen
Athene
ich habe mich hier angemeldet, weil bei meinem Mann (34) der V.a. eine Spondylarthritis besteht. Eine genaue Diagnose gibt es nicht, weil der gesamte Krankeheitsverlauf nicht unbedingt sehr typisch ist.
Begonnen hat alles Ende September 2012. Wir waren gerade dabei umzuziehen. Mein Mann bekam plötzlich ein dickes linkes Knie. Da der Erguss sich nicht von selbst wieder zurückbildete, wurde er unter dem V.a. Reizergusses (schwere Umzugsarbeiten) abpunktiert. Es dauerte nicht lang, war der Erguss wieder da. To make a long story short: Der Erguss wurde insgesamt (im Verlauf von 12 Monaten) mehrmals abpunktiert, auch Volon A in das Gelenk instilliert, was jeweils zu einer 4 wöchigen Beschwerdefreiheit führte. Etwa 2 Monate nach dem Erstauftreten der Beschwerden wurde im Blut und im Punktat Borrelienantikörper festgestellt. Es folgten insgesamt 4 verschiedene Antibiotikapräparate in 3 verschiedenen Therapiezyklen (einer davon i.v.). Der Kniegelenkserguss reagierte nicht auf den Antibiotikabeschuss.
Schmerzen (abgesehen von Dehnungsschmerz, wenn der Erguss gerade sehr sehr groß war) hatte mein Mann nie. Auch keine Rötung oder Überwärmung, nichts was auf eine klassische Arthritis hingewiesen hätte. Nur den eindrucksvollen Erguss. Zu keinem Zeitpunkt waren andere Gelenke mitbetroffen.
Schließlich wurde mein Mann in die Rheumaambulanz der Uniklinik überwiesen. Das war im November 2013. Lt. Rheumatologen könne man ein Fortbestehen der Borreliose ausschließen. Der V.a. Spondylarthritis wurde gestellt, mein Mann bekam Sulfasalazin und Cortison. Der Erguss sprach darauf auch sehr gut an und blieb minimal. Leider hat das Ausschleichen des Cortisons nicht geklappt, sobald die Dosierung auf 5 mg gesenkt wurde, kam der Erguss wieder. Bei 10 mg verschwand er wieder.
Nun ja, vor kurzem war nun der Kontrolltermin in der Rheumaambulanz. Alle beim letzten Mal abgenommenen Laborparameter waren negativ, keine Autoantikörper nachweisbar. Da das Sulfasalazin offenbar nicht gewirkt hat, nur das Cortison, soll nun auf MTX umgestiegen werden. Und da Doxycyclin gg. die Borrelien noch nicht gegeben wurde, aber ja eigentlich das Mittel der ersten Wahl ist, soll er vor dem MTX noch einen Doxycyclinzyklus einschieben. Das MTX ist unsere letzte Hoffnung, denn aufgrund der Monarthritis ohne weitere Beteiligung würden die Biologicals nicht von der KK bezahlt werden.
Mein Mann ist jung, sportlich und verdient mit seiner körperl. Leistungsfähigkeit auch sein Geld. Wir haben beide etwas Angst vor MTX und den Nebenwirkungen. Mein Mann war bisher immer gesund und fit, bis auf den Erguss hatte er nie Probleme im Sinne von Schmerzen oder anderen starken Beschwerden, bei dem Gedanken, dass ihn das MTX "kränker" machen könnte, als er vorher war, wird mir ganz schlecht. Weiters ist es auch so, dass wir nie unbedingt Kinder wollten, aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen haben. Und nun lese ich, dass Männer die noch Nachwuchs wünschen, vor der Behandlung mit MTX eine Spermakonservierung in Betracht ziehen sollen. Das kommt für uns nicht in Frage, aber irgendwie hat mich das schon etwas aus der Fassung gebracht, dass vielleicht jetzt die endgültige Entscheidung für/gegen eine eigene Familie gefallen ist - wir hätten die Entscheidung gern aus eigenem Antrieb getroffen. Dass MTX teratogen wirkt, wusste ich, dass es die Fruchtbarkeit nachhaltig beeinträchtigen kann, nicht.
Nun ja, ich weiß gar nicht, womit ich diesen Beitrag abschließen soll, ich habe ja gar keine konkrete Frage... ich denke, ich wünsche mir nur Erfahrungsberichte von ähnlichen Konstellationen. Und ich mache mir einfach Sorgen um meinen Mann.
Mit lieben Grüßen
Athene
...derzeit 3,75 mg) und bei Bedarf Arcoxia 90. Damit lässt sich das alles gut aushalten. Ich kann weiterhin meinem Job nachgehen und Freizeitaktivitäten wie gewohnt weiter betreiben (wir haben 4 Pferde (3 eigene und ein eingestelltes) in Eigenregie zu versorgen. Ich arbeite unsere 3 oft hintereinander weg ohne das ich dann völlig erledigt bin. Das war schon mal anders. Diese Energie schreibe ich dem MTX zu, denn das ist erst seit knapp 2 Monaten so