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Urteil Vioxx

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Frank124, 14. März 2007.

  1. Frank124

    Frank124 Gesperrter Benutzer

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    Hallo,

    das würde ich mir auch in Deutschland wünschen, dass Pharmaunternehmen Strafen in dieser Grössenordnung zahlen müssten,
    wenn sie mögliche Nebenwirkungen nicht auf den Waschzettel schreiben, obwohl sie bekannt sind. Siehe z.B. Uveitis-Schub durch Enbrel.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,471313,00.html


    Gruß

    Frank
     
  2. Lilly

    Lilly offline

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    hallo frank,

    hast du den "waschzettel" von enbrel schon mal gelesen? :rolleyes:

    auszug von enbrel:

    nebenwirkungen können erst im beipacktext aufgelistet werden, wenn sie irgendwann mal an einem pat. aufgetreten sind.
    da es sich bei biologicals um relativ neue medis handelt, liegen noch nicht so viele erfahrungswerte vor.....

    über das müssen sich pat., die sich für eine behandlung mit biologicals entscheiden, auch im klaren sein....
     
  3. Frank124

    Frank124 Gesperrter Benutzer

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    Guten Morgen Lilly,

    wie Du weißt hatte meine Frau Morbus Bechterew und ist auch u.a. mit Enbrel behandelt worden. Daher kenne ich den Waschzettel in- und auswendig. Eine Uveitis (Regenbogenhaut, Strahlenkörper, Adlerhaut) ist nicht mit einer Skleritis (Lederhaut) oder einer Neuritis nervi optici (Sehnerv) gleichzusetzen, auch wenn es bei allen dreien um die Augen geht. Enbrel ist ja so neu nicht und es ist schon lange bekannt, dass eine Uveitis eine Nebenwirkung vom Wirkstoff Ethanercept sein kann.


    http://www.egms.de/en/meetings/dog2006/06dog631.shtml


    Gruß

    Frank
     
  4. Lilly

    Lilly offline

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    hallo frank,

    bei m.b (und bei anderen HLA-B27 assoziierten spondarthriden) gehört die uveitis auch zum krankheitsbild, das wirst du ja sicher wissen...

    also kann man hier die schuld als auslöser nicht enbrel zuschieben.... max. den punkt, dass es nicht ausreichend gewirkt hat und es dadurch zu einem schub gekommen ist.....

    ich hatte 2001, vor der diagnose cp, eine uveitis....bin aber HLA-B27 neg. bei der juvenilen chron. arthritis gehört die uveitis auch zum krankheitsbild- die jca kann im erwachsenenalter in eine pcp übergehen....

    ich weis es- wollte auch nur klarstellen, dass entzündungen am auge beschrieben wurden.... ich denke auch, dass es unmögl ist alle mögl. nebenwirkungen bis ins kleineste detail genau zu beschreiben....da wäre der bz warscheinlich kilometer lang....
    ich denke auch, dass es manchmal auch nicht beweisbar ist, das etwas durch ein medi ausgelösst wurde, weil diese beschwereden im krankheitsbild beschrieben werden.
    wie z.b. das lymphom- es kommt bei rheumatischen erkrankungen sehr oft vor (unbehandelt)- wird aber auch bei den nebenwirkungen der tnf-alpha-blocker beschrieben....
     
    #4 14. März 2007
    Zuletzt bearbeitet: 14. März 2007
  5. Frank124

    Frank124 Gesperrter Benutzer

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    Hi Lilly,

    Du hast recht, die ständige Iritis meiner Frau war auch meiner Meinung nach eine Begleiterkrankung des Morbus Bechterew. Das der Verdacht besteht, das Enbrel auch Auslöser dafür sein kann, hatte, wenn ich richtig liege, auch Ibe mal geäussert. Was den Beipackzettel angeht hast Du auch völlig recht, nur wenn wir mal beim Beispiel Vioxx bleiben, hätte eine ordnungsgem. Angabe des Herzinfarktrisiko´s viele Leben retten können.

    Gruß

    Frank
     
  6. Lilly

    Lilly offline

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  7. laface

    laface Mitglied

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    hi ihr lieben,

    nur mal so als hinweis. schaut mal bei dem uveitis verein duag vorbei.
    dort ist schon länger bekannt das die uveitis vermehrt unter enbrel auftritt.
    auf einem uveitis kongreß wurde einer uveitis patienten (die enbrel und dauernde entzündungen im auge hatte) von enbrel ganz klar abgeraten. und das von einem sehr erfahren prof. ich war damals dabei. das thema hatte mich damals ganz schön geschockt und die patientin tat mir leid, weil sie hinterher völlig verunsichert war.

    lieben gruß
    laface