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Urlaub in Spanien

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Kirsten L., 19. November 2002.

  1. Kirsten L.

    Kirsten L. Guest

    Urlaub in Spanien


    Im Sommer, im letzten, ganz wie es so Brauch,
    in Urlaub zu fahren, das wollte wir auch.
    Ich wälzte Prospekte, mein Mann war dabei,
    doch wegen der Ziele, da gab es Geschrei.

    Er wollt nach Italien, „Amore im Sinn“,
    ich sag: da fährt doch heute jeder Handlanger hin,
    bin schließlich was besseres und standesbewusst,
    nach Spanien zu reisen, da hätt ich Lust.

    Denn Urlaub zusammen, ist heut nicht mehr „in“,
    drum fahrn wir getrennt in den Urlaub rinn.
    Mich weiter zu streiten, das wurd ich leid,
    er fuhr nach Neapel „Amore bereit“, ich dacht
    du gehst flitzen, so ist es mir Recht, die Liebe
    in Spanien ist ebenso recht.

    Ich flog nach Mallorca, der Flug war nicht schön,
    ich hab von der Gegend kaum was gesehen,
    über Frankreich hat ich mein Gebiss verloren,
    nie wieder fliegen hab ich geschworen.

    Die Tüte gefüllt, der Magen war leer,
    der Geschmack im Mund war hundsordinär.
    Dann endlich am Ziele, schlief ich gut in der Nacht
    und bin morgen´s mopsfidel aufgewacht.

    Ich schaut aus dem Fenster, das Wetter war schön,
    da musst ich mir gleich ml die Gegend ansehn.
    Ich bin voll Erwartung hinunter zum Strand,
    was lagen da tolle Männer im Sand.

    Um ans Wasser zu, stieg ich kreuz und quer
    über menschliche Beine und Leiber umher.
    Einen schönen Dicken, den trat in dabei ins Gesicht,
    wie der mich nannte, das sage ich nicht.

    Ich entfernte mich schnell, fiel über ein Bein,
    da fiel meine Kippe in einen Ausschnitt hinein.
    Die Donna schrie auf, entsetzt im Nu und hundert
    Menschen sahen grinsend zu.

    Ein paar Kinder spielten im Sande so fein,
    dir gruben den schlafenden Großvater ein.
    Ich konnte ihn retten im letzten Moment,
    der hätt unterm Sand sonst noch weiter gepennt.

    Das Wasser war dreckig, der Himmel war blau
    das Ganze eine einzige Fleischbeschau.
    Ich setzte mich nieder und sah übers Land,
    es waren entsetzlich viel Menschen am Strand.

    Die schwammen und plantschten und machten Rabatz,
    den armen Sardinen blieb nirgends einen Platz.
    Ich hatte dann Hunger und ging ins Hotel,
    ich bestellte was zu essen, es ging auch ganz schnell.

    Salate um Salate türmte der Ober vor mir empor,
    ich kam mir schon wie ein Ziegenbock vor.
    Ein großes Stück Fleisch brachte er dann, aber
    o weh, das Messer geht nicht gut dran, es duftet gut
    ich habe gekaut und gedacht, die haben den Esel mit
    Sattel geschlacht.

    Zum Essen gab´s Vino, wie`s dort ist so Brauch
    und weil er da stand, da soff ich ihn auch.
    Der Ober war übrigens überaus nett,
    denn als ich genug hatt, bracht er mich ins Bett.

    Dann kriegte ich Heimweh, hab wieder gesoffen,
    dabei hab ich einen rassigen Spanier getroffen.
    Er sprach kein Wort, schaute stumm mich nur an,
    das gab mir Courage, ich machte mich ran.

    Hab mich voll Leidenschaft an seine Brust geschmissen,
    da tobte er , du bist wohl vom Affen gebissen!
    und klebte mir eine, da musste ich fliehen,
    der feurige Playboy, der kam aus Berlin.

    Die dauernde Hitze, die machte mich toll,
    und außerdem hatte ich die Nase voll.
    Es hielt mich kein Mann mehr und auch kein Wein.
    Im Eiltempo stieg ich in Flugzeug hinein.
    Ich blieb gegen Verlockungen immun und wollte
    endlich was für die Gesundheit tun.

    Ich kam in die Heimat, mein Mann war schon da,
    er gestand was ihm in Italien geschah.
    Man stahl ihm das Geld, doch sonst blieb Mann kalt:
    sagt:“ Mama mia“ du bist schon zu alt.
    Wir waren uns einig, ganz ohne Streit, jetzt machen wir
    Urlaub, aber nur wir beid.

    Denn wo ruht im Urlaub man wirklich sich aus, es gibt da
    nur eines: zu Haus – zu Haus.
     
  2. Also Kirsten, wegen dem feurigen Berliner brauchst doch nicht bis nach Spanien zu reisen.....
    schö.Gruß merre aus Berlin