Unteres Sprunggelenk (USG) – Versteifung oder noch abwarten? Erfahrungen gesucht

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Hallo zusammen


Ich bin 39 Jahre alt und komme aus der Schweiz.


Ich habe mittlerweile zwei Operationen am linken unteren Sprunggelenk hinter mir. Bei der ersten Operation im Januar 2026 wurde mir eine Schraube eingesetzt. Im Juni 2026 wurde diese wieder entfernt und das Gelenk nochmals etwas optimiert.


Seitdem bin ich regelmässig in der Physiotherapie. Jetzt, rund viereinhalb Monate nach der zweiten Operation, habe ich leider immer noch Schmerzen.


Allerdings habe ich kaum noch Ruheschmerzen. Die Beschwerden treten hauptsächlich beim Gehen und bei längeren Belastungen auf. Ich spiele beispielsweise sehr gerne Golf, aber längere Strecken auf dem Golfplatz sind mittlerweile ziemlich mühsam und schmerzhaft.


Meine Physiotherapeutin empfiehlt mir, mindestens ein Jahr abzuwarten, um zu sehen, wie sich das Gelenk weiter entwickelt.


Aufgrund der Arthrose steht allerdings auch eine Versteifung des unteren Sprunggelenks (Subtalargelenk) im Raum.


Ich bin ehrlich gesagt sehr unsicher, wie ich weiter vorgehen soll. Einerseits möchte ich meinem Gelenk noch genügend Zeit zur Erholung geben, andererseits möchte ich auch nicht jahrelang mit diesen Schmerzen leben.


Deshalb würde mich eure persönliche Erfahrung sehr interessieren:


  • Wie stark waren eure Schmerzen vor der Versteifung?
  • Habt ihr zuerst längere Zeit abgewartet oder euch relativ schnell für die Operation entschieden?
  • Wie geht es euch heute, ein, zwei oder sogar fünf Jahre nach der Operation?
  • Seid ihr heute schmerzfrei oder habt ihr weiterhin Beschwerden?
  • Könnt ihr wieder längere Strecken gehen, wandern oder Golf spielen?
  • Wie stark schränkt euch die Versteifung im Alltag ein?
  • Würdet ihr euch rückblickend nochmals für diese Operation entscheiden?

Und ganz besonders würde mich interessieren: Würdet ihr an meiner Stelle noch abwarten oder hat euch die Versteifung so viel Lebensqualität zurückgegeben, dass ihr sie nicht mehr hinauszögern würdet?


Mir ist natürlich bewusst, dass jeder Heilungsverlauf anders ist. Trotzdem würden mir eure ehrlichen Erfahrungen bei meiner Entscheidung sehr helfen.


Vielen Dank für eure Rückmeldungen!


Liebe Grüsse aus der Schweiz
Martin
 
Ein Hallo in die Schweiz

Tja, wie zu lesen ist, hast Du bereits Eigenerfahrungen betreffend Sprunggelenk-OP und Heilungsverlauf gesammelt.
Meine Physiotherapeutin empfiehlt mir, mindestens ein Jahr abzuwarten, um zu sehen, wie sich das Gelenk weiter entwickelt.
Aufgrund der Arthrose steht allerdings auch eine Versteifung des unteren Sprunggelenks (Subtalargelenk) im Raum.
Ich bin ehrlich gesagt sehr unsicher, wie ich weiter vorgehen soll. Einerseits möchte ich meinem Gelenk noch genügend Zeit zur Erholung geben, andererseits möchte ich auch nicht jahrelang mit diesen Schmerzen leben.
Die Einschätzung Deiner Physiotherapeutin würde ich bei Deiner Entscheidungsfindung miteinbeziehen.
Wie stark waren eure Schmerzen vor der Versteifung?
Habt ihr zuerst längere Zeit abgewartet oder euch relativ schnell für die Operation entschieden?
In meinem Fall verhält es sich so,
dass bereits ein orthop. Chirurg einen operativer Eingriff am Sprunggelenk vornehmen wollte,
dieses Vorgehen allerdings mit meinem Hausarzt besprochen wurde,
welcher darauf aufmerksam machte, dass in meinem Fall nur "Not-OP's"
(aufgrund eines bereits erfolgten, bedenklichen Operations-Zwischenfall), durchgeführt werden.
Deshalb brauchts bei mir kaum noch Überlegungen bezüglich Gelenk-OP's -
auch wenn sich dort und da unterschiedliche Gelenke bemerkbar machen (z.B. für Gelenksersatz).
Und ganz besonders würde mich interessieren: Würdet ihr an meiner Stelle noch abwarten ...
Ja, noch zuwarten, weil ...
Jetzt, rund viereinhalb Monate nach der zweiten Operation, habe ich leider immer noch Schmerzen.
... Du diese Empfingungen beschrieben hast.

Gute Besserung weiterhin für Dich.
 
Hallo Melodia


Vielen Dank für deine ausführliche Antwort und deine Einschätzung. Ich wünsche dir ebenfalls weiterhin gute Besserung und hoffe, dass sich deine Beschwerden noch verbessern.


Ich bin eigentlich auch deiner Meinung, dass ich mit einer weiteren Operation noch abwarten sollte. Es ist einfach ein ständiges Auf und Ab. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass es endlich besser wird, und einen Tag später denke ich wieder: Ach nein, so kann es doch nicht weitergehen.


Trotzdem möchte ich meinem Gelenk noch genügend Zeit geben und sicher bis Mitte nächsten Jahres abwarten. Dann kann ich immer noch entscheiden, ob eine Versteifung wirklich notwendig ist. Vielleicht entwickelt sich bis dahin ja noch einiges zum Positiven.


Ich würde mich natürlich auch sehr freuen, wenn sich noch weitere Betroffene melden, die bereits eine Versteifung des unteren Sprunggelenks hinter sich haben und ihre Erfahrungen mit mir teilen möchten. Gerade die langfristigen Erfahrungen würden mich sehr interessieren.


Nochmals vielen Dank für deine Rückmeldung und alles Gute für dich!


Liebe Grüsse aus der Schweiz
Martin
 
Ich bin eigentlich auch deiner Meinung, dass ich mit einer weiteren Operation noch abwarten sollte. Es ist einfach ein ständiges Auf und Ab. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, dass es endlich besser wird, und einen Tag später denke ich wieder: Ach nein, so kann es doch nicht weitergehen.
Trotzdem möchte ich meinem Gelenk noch genügend Zeit geben und sicher bis Mitte nächsten Jahres abwarten. Dann kann ich immer noch entscheiden, ob eine Versteifung wirklich notwendig ist. Vielleicht entwickelt sich bis dahin ja noch einiges zum Positiven.
Verständlich ...
Genau, weiterhin den Entwicklungsprozess abwarten und Mitte nächsten Jahres nochmal alles überdenken -
klingt sinnvoll ...!

Nochmals vielen Dank für deine Rückmeldung und alles Gute für dich!
Herzlichen Dank und Dir ebenfalls ... *wink*
 
Hallo Martin,

mein rechtes USG wurde 2021 versteift (subtalar, talonavicular und nc1 Gelenk) und ja, ich würde es aus heutiger Sicht wieder machen. Damals in den ersten 3 bis 4 Monaten nach der OP dachte ich manchmal "hätte ich das bloß nie gemacht", denn die Heilungszeit war bei mir schon eine Herausforderung sowohl körperlich als auch mental.

Meine erste OP ist laut Röntgen nicht optimal verlaufen und ich wurde nach 5 Tagen direkt nochmal operiert. Zwischen 2 Gelenken ist der Spalt im Röntgen nicht komplett zusammengewachsen, aber trotzdem ist die Versteifung fest geworden und das ist entscheidend. Wie es auf lange Sicht wird, da fehlt mir nach knapp 6 Jahren noch die Erfahrung. Mein oberes SG sieht aber aktuell noch gut aus.

Vor der OP konnte ich kaum noch durch einen größeren Supermarkt laufen. Ich bin vor Schmerzen nur noch gehumpelt. Schmerzmittel brachten kaum Linderung, deshalb habe ich keine mehr genommen. Wenn Knochen auf Knochen reibt, dann geht ganz plötzlich gar nichts mehr.
Vorher hatte ich bestimmt 10 Jahre mal mehr mal weniger Beschwerden. Der Fuß ist nach starker Belastung auch mal dick oder heiß geworden. Am nächsten Morgen konnte es dann schon wieder besser sein.

Der Arzt, der dann in der Klinik mein MRT gesehen hat, fragte direkt, ob ich damit überhaupt noch laufen könnte und wieviel Schmerzmittel ich dafür bräuchte.
Er sagte, der richtige OP Zeitpunkt ist gekommen, wenn der Leidensdruck so groß ist, dass man bereit ist, diesen Eingriff mit allen Risiken und der längeren Heilungsphase zu akzeptieren.

Heute kann ich mit entsprechenden Schuhen und Einlagen wieder laufen. Aber ich brauche immer mal eine Pause und dann geht es wieder weiter. Wandern ist schwierig, weil ich mit der Versteifung zum Beispiel auf unebenem Gelände oder im tiefen Sand das Gleichgewicht nicht gut halten kann. Einbeinstand geht auf der Seite auch nicht gut, weil man ja nach links und rechts nicht gegenbewegen kann (das ist der Sinn der Versteifung, damit es schmerzfrei wird). Abrollen funktioniert aber mit vorne runden Schuhen ganz normal.

UND die Schmerzen sind fast komplett weg!
Ich kann reisen, tanzen, meine Wege gehen, arbeiten und einkaufen. Da war ich vorher überall eingeschränkt. Also positives Fazit.
Bei OP war ich 50, erste Probleme hatte ich Ende 30.

Man muss wissen, dass die OP den Fuß nicht wieder gesund macht. Das geht im USG nicht. Aber im besten Fall wird er fest und schmerzfrei, wenn er von einem guten Arzt mit viel Erfahrung operiert wird. Wenn du Rheuma hast, ist ein Rheumaorthopäde ein guter Ansprechpartner.

Deine persönliche Situation kann ich nicht beurteilen (Erkrankung, Beruf, Leidensdruck etc.).
Ich weiß nur, dass die Dinge Zeit brauchen zu heilen und zu spät wirst du mit der Versteifung nicht kommen. Das merkst du, wenn es soweit ist ;-)

Lg Clödi
 
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