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Ungeklärte Ursache

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Axel_74, 28. Juni 2007.

  1. Axel_74

    Axel_74 Neues Mitglied

    Registriert seit:
    28. Juni 2007
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    Guten Morgen,

    nachdem ich nun inzwischen Monate und Jahre damit verbracht habe, mit Hilfe von Ärzten meinen gesundheitlichen Problemen auf den Grund zu gehen, versuche ich nun einmal - mit der Vermutung, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handeln könnte - hier im Forum nach einer Einschätzung von anderen Betroffenen zu fragen.

    Meine "Krankheit" darzustellen, fällt bereits schwer. Damit es übersichtlich bleibt, das "Wesentliche" in Stichworten:

    Bereits in der Kindheit sehr viele Erkältungen;
    In der Pubertät schmerzhafte Gelenkschmerzen (als ob man 40 Fieber hat);
    leichter Herzfehler (Rechtsschenkelblock, Tricupedalklappeninsuffizienz, vermeintlich ab und an erhöhter Blutdruck)
    etliche Entzündungen verschiedener Gelenke und Weichteile;
    u.a. ein Pneumothorax im Alter von 17 - alleine verheilt;
    Zeckenbiss im Alter von 12, sofort entfernt und passiv geimpft, keine Rötungen oder andere Folgen;
    vor ca. sechs Jahren, Weißwerden der Finger der rechten Hand - nach x Untersuchungen Vermutung auf Rhaynaud (es wurden auch Embolien, Karpaltunnel etc. vermutet, Rhaynaud scheint schlüssig), das Weißwerden der Finger trat teilweise x Male am Tag bei Kälte und Druck, nun kaum noch auf, dafür nachts entzündlich juckende Schmerzen im Gewebe, Weichteilen der rechten Hand, oft unterschiedliche Stellen der Finger, so stark, das ich mir kaum noch die Zähne putzen konnte, dann verschwinden dieser Beschwerden über 8 Monate; zwei leichte Hörstürze ohne Spätfolgen, jetzt u.a. heftigste Grippesymptome, schwerste Erkältungen, immer wieder Betroffenheit der Stimme (Heiserkeit etc.), parallel Augenentzündungen (bereits seit 5 Jahren immer wieder auftretend, z.T. akut, dann über Wochen verschwunden, dann wiederkehrend), dazu Stiche auf der Brust, wundes Gefühl auf den Bronchien.

    Hier höre ich einmal auf die Symptome zu beschreiben und komme mal kurz zu einem Auszug der Untersuchungen, die gemacht wurden:
    umfassende Rheumadiagnostik, leicht erhöhte ANA, alles andere negativ, Borreliose-Tests ca. 6x, Angiographien, Szintigraphien, Ultraschall, neurologische Untersuchungen, Stuhlproben, HNO, Augenarzt, Orthopäde (Bandscheibe), Komplett-Standardcheck Internist - alles im wesentlichen ohne Befund

    Das Problem ist, dass ich mich in Krankheitsschubphasen sehr erschöpft fühle und die Schmerzen im ganzen Körper (quasi alle Gelenke, es knackt auch 200 mal am Tag, ich bin ca. 140x eingerenkt und hatte u.a. einen Bandscheibenvorfall in L4/L5) kaum auszuhalten sind.
    Ich finde nun kaum eine sinnvolle ärztliche Anlaufstelle mehr.

    Kennt jemand von Euch vor allem die Kombination:
    Rhaynaud/entzündliche Handschmerzen bei gleichzeitig auftretenden fiebrigen (ohne das ich Fieber habe) Gelenkschmerzen, Heiserkeit und Augenentzündung?

    Ich bin über jeden Hinweis sehr dankbar!!!
    Alle weiteren Detail - sonst schreibe ich hier x Seiten - gerne auf Anfrage.

    LG
    Axel
     
  2. Mimimami

    Mimimami Immer ein (B)Engel

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    Hallo Axel_74,

    zuallererst herzlich willkommen im RO. Du hast gut gewählt, deine Fragen hier einzustellen. :)

    Leider kann ich dir keine Antwort geben, aber da bei mir viele Symptome gleich sind, (ohne grossartige Herzbeteiligung) bin ich gespannt auf die Antworten. Ich denke, es ist bestimmt jemand dabei, der dir (uns) weiterhelfen kann. Bei mir hat es seitens der Ärzte geheissen, es sei psychisch. (Bin aber nicht psychisch krank!!!!:mad: )

    In der Zwischenzeit lass den Kopf nicht hängen. ;)
    Lg. Mimimami

    Nur die Hoffnung stirbt zuletzt!
     
  3. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo axel,

    sei erst einmal herzlich willkommen hier im forum :) .

    was du da an beschwerden schilderst klingt schon so, als wäre da irgentwas rheumatisches im argen. warst du damit mal bei einem internistischen rheumatologen oder wurden alle bisher gemachten untersuchungen vom hausarzt angeordnet bzw. durchgeführt? auch wenn sie es nicht gern zugeben, aber im allgemeinen wissen hausärzte recht wenig über rheumatische erkrankungen. das kann man ihnen auch nicht vorwerfen, da es sich um recht komplexe erkrankungen handelt, die mit vielfältigen symptomen einhergehen. darum ist es aber um so wichtiger einen passenden facharzt aufzusuchen.
    was waren das denn genau für entzündungen, die du an den augen hattest (iritis, uveitis?). beide kommen nämlich recht häufig bei spondylarthritiden vor, bei denen auch recht häufig der fehlende rheumafaktor auffällt. wenn du magst, kannst du mal hier gucken: http://www.rheuma-online.de/a-z/s/seronegative-spondarthritis.html.
    auch der verdacht des raynaud-syndroms passt zu rheuma. bei der masse an symptomen, die du beschreibst, wäre es vielleicht hilfreich, wenn dich dein hausarzt mal in eine rheumaklinik schicken würde, weil da die untersuchungen einfach gezielter und zusammenhängender stattfinden können.
    eine frage hätte ich aber noch: hast du mal cortison in tablettenform bekommen? wenn ja, in welcher dosis und wie ging es dir damit?

    lieben gruß
    lexxus
     
  4. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Axel,

    erst ein Mal ein herzliches Willkommen hier bei uns...

    Du hast u. a. geschrieben, dass Du einige Borreliose-Tests hinter Dir hast... Wurden diese nach Westernblot u Elisa durchgeführt u wenn ja, mit welchem Ergebnis...

    Was sagt Dein Augenarzt, bei dem Du sicherlich bist? Welche Medis erhälst Du? Wurde schon ein Mal der Magen-Darm-Trakt untersucht? Bekommst Du auch physische Therapie wie Krankengymnastik usw.

    Ansonsten gebe ich Dir ein Mal einen kurzen Überblick, welche Werte auf jeden Fall hätten drinnen sein müssen - einiges ist ja schon abgearbeitet worden:

    großes Blutbild,
    BGS und CRP,
    CCP
    Rheumafaktoren und Antikörper,
    ANA,
    Schilddrüse,
    auf Borreliose nach Elisa und Westerblot,
    CK-Werte (stehen für die Muskulatur),
    Chlamydien, Yersenien usw.

    Ansonsten existieren noch ganz viele andere Blutwerte - leider ist das eine Sysifusarbeit....

    Lass Dir auch alle Ergebnisse, Berichte, Diagnosen in Kopieform geben (hierbei können Kopiekosten anfallen). Somit hast Du alles zusammen und musst nicht 1000x laufen. Außerdem kannst Du Dir das Ganze selbst in Ruhe durchlesen und kannst Deine Fragen notieren...

    Was auch recht hilfreich sein kann, ist das Führen eines Schmerztagebuches: was tat wann (Datum, Uhrzeit, was hast Du gerade gemacht), wo wie (wie war der Schmerz: brennend, pochend, stechend, ziehend, verkrampft) weh und welcher Schmerzstärke (0=schmerzfrei, 10= Du hälst es absolut nicht mehr aus vor Schmerzen)... Hast Du Medis genommen, wenn ja, halfen sie?

    Viele von uns haben eine jahrelange Odyssee hinter sich gebracht, bis sie endlich eine Diagnose bekamen... leider...

    Ich denke, das was Dir übrigbleibt ist, dass Du in eine rheumat. Klinik eingewiesen wirst, die auch u. a. mit der Neurologie und Immunologie zusammenarbeitet... - das ist das, was bei mir im Herbst jetzt ansteht...

    Ich hoffe, dass ich Dir mit den Infos ein wenig weiterhelfen konnte...
    Gute Besserung
    Colana
     
  5. easy59

    easy59 Neues Mitglied

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    Hallo Axel,

    ich bin auch relativ neu hier, habe bisher immer nur die einzelnen Beiträge gelesen.

    Deine Geschichte erinnert mich ein bisschen an meine, allerdings habe ich nicht die gleichen Symptome wie du - bis auf das Raynaud Syndrom. Damit fing bei mir alles an, dann kam Kraftverlust in den Händen, nicht mehr aufhörender Husten, enorme Müdikeit, und dieses Jahr zu guter Letzt auch noch ein Taubheitsgefühl in beiden Füßen, hinzu.

    Die neurologische Untersuchung war negativ, die Blutwerte waren alle i.O., bis auf einen total überhöhten IgE ( 13.200), eine Eosinophilie (23%), und einen ANA von 1:640.
    Bei einer ambulanten angiologischen Untersuchung wurde dann festgestellt, dass meine Arterien in den Füßen und teils auch in den Händen verkalkt sind - obwohl ich nie geraucht habe, keine Diabetikerin bin, niemals hormonell verhütet habe. Ich musste dann, wegen der drohenden Gefahr eines Schlaganfalls sofort im Krankenhaus bleiben, und bin dann von Kopf bis Fuß untersucht worden. Anfang Juni bin ich dann ohne Diagnose entlassen worden, da bei mir die Symptome nicht mit den "klassischen" Autoimmunerkrankungen übereinstimmen.

    Vor einer Woche wurde noch eine Knochenmarkpunktion gemacht und ab nächster Woche soll ich dann Marcumar und Cortison (5mg) einnehmen.

    Hat jemand Erfahrung mit der gleichzeitigen Einnahme von Marcumar und Cortison?

    Ich hoffe, dass irgendjemand hier im Forum sowohl dir als auch mir mit guten Tipps weiterhelfen kann.

    Auf jeden Fall, niemals aufgeben :)

    Lieben Gruß,
     
  6. Axel_74

    Axel_74 Neues Mitglied

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    Eure Antworten

    Liebe Minimami, Lexxus, Colana, Ingrid und alle anderen, die sich hier im Forum bewegen,

    zunächst einmal ein ganz herzliches auf aufrichtiges Danke für das freundliche Willkommen und die schnelle Beantwortung meines ersten Statements. Wie sicher alle Betroffenen bin ich sehr froh darüber, Menschen zu finden, mit denen ich mich austauschen kann, da ich zwar ein sehr nettes persönliches Umfeld habe und auch sonst - im bin selbständig - sehr aktiv am Leben teilnehme, Außenstehende jedoch schwerlich nachvollziehen können, wie es einem wirklich geht.

    Zunächst zur Beantwortung Eurer Fragen in möglichst schlüssiger und chronologischer Reihenfolge:

    Lexxus: Diene Frage nach der Betroffenheit der Augen. Es handelt sich in der Regel um eine Iritis. Die Beschwerden sind aushaltbar, aber das Auge ist extrem empfindlich, brennt und ist leicht bis mittelstark gerötet.

    Behandlungsform: Ich habe mich bereits ambulant in einer Rheumaklinik begeben und bin auch dort vom die Klinik leitenden Professor, der Deutschland weit recht bekannt ist, behandelt worden. Man hat mir beim ersten Mal 21 Ampullen Blut abgenommen und x Werte getestet. Vielleicht sollte ich jedoch nochmals Eurem Ratschlag folgen und eine stationäre Behandlung wählen.

    Medikamente: Ich habe erst einmal (!) ein Medikament verschrieben bekommen. Es handelte sich um Decortin 5mg. 3xtäglich genommen. Die Beschwerden besserten sich leicht, kamen aber direkt danach und in veränderter Form wieder. Die Wirksamkeit von Medikamenten ist sehr schwer zu beurteilen, da sich bei mir oft Schwankungen der Beschwerdestärke im Stundentakt vollziehen.

    Colana:Zu den Borreliose-Test: Elisa: ca. 5x alles negativ. Heute habe ich gerade neueste Resultate erhalten. Auch Westernblot nur grenzwertig. Allerdings hat man zudem einen Lymphozytentransformationstest LTT Borrelien vollzogen. Die Werte lagen bei den geprüften Arten (SI) zwischen 4,4 und 9,6. Alles >3 ist signifikant. Der Test ist indes nicht unumstritten. Hat jemand von Euch Erfahrungen damit. Nun soll ich nämlich Antibiotika als Infusion bekommen, zudem Selen, Vitasprint, Cefasel, Yxin, Tetracyclin, L-Carnitin und Hydrastis. Ich bin etwas skeptisch und sehe dies definitiv nicht als alleinige Ursache an- sofern es überhaupt eine ist.

    Augen: sonst kein Befund, keine Medikamente (außer mal Berberil, was auch nicht ideal ist), Magen-Darm: keine Befunde
    Danke für die Hinweise, was zu untersuchen ist. Ein zwei Dinge werde ich nochmal nachmachen lassen. Auch habe ich begonnen, Tagebuch zu führen und alles in Kopien festzuhalten. Sehr sehr hilfreich!

    Ingrid: Ich kann leider keine Aussage zu der Kombination Marcumar und Cortison geben. Habe nie Marcumar genommen. Ist denn die "Verkalkung" gesichert? Mir hatte man auch Embolien diagnostiert, bis man sich auf Raynaud umentschieden hat...also vorsichtig sein!

    Ich werde mich weiter hier aktiv einbringen und versuchen, meine Erfahrungen weiterzugeben. Euch allen herzlichen Dank und in der Tat "Nicht den Kopf hängen lassen", was nicht immer leicht fällt...

    Ich denke wir hören voneinander
    LG
    Axel
     
  7. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    hallo axel,

    bei cortison spürt man meistens binnen 24 stunden eine wahrnehmbare besserung der symptome. 15mg/tag sind je nach stärke der beschwerden noch eher niedrig. ich nehme mal an, dass du es nur wenige tage genommen hast. wenn dem so ist, ist es kein wunder, dass die beschwerden wieder auftauchten. cortison ist ein gut wirksamer entzündungshemmer, der nebenbei auch die aktivität des immunsystems herunterschraubt. darum sind die probleme während der einnahme auch geringer, weil die rheumatische aktivität in ihre schranken gewiesen wird. setzt man es einfach so wieder ab, ohne es auszuschleichen oder weil man es nur wenige tage genommen hatte, dann kann das immunsystem zu seinen alten aktivitätsintensität zurückkehren. plötzliches absetzten ist zudem auch nicht ganz ungefährlich, weil es (je nach dosis) zu schweren nierenschäden kommen kann.
    naja, wie auch immer, die tatsache, dass es bei dir etwas bewirkt hat, spricht dafür, dass mit deinem immunsystem was im argen ist, natürlich auch im zusammenhang mit der raynaud-symptomatik und der iritis.

    noch eine frage: du hast geschrieben, dass deine ana´s leicht erhöht gewesen seien. logische folgeuntersuchung wäre die ena´s (extrahierbare nukleäre antikörper) zu untersuchen. wurde das gemacht?
    wenn ein positiver ana-titer festgestellt wird, wird dazu meist auch das fluoreszenzmuster beschrieben. wie sieht das bei dir aus? (homogen, gesprenkelt, nukleolär, feingranulär, zentromer oder heterogen? oder möglicherweise auch eine mischung aus homogen + ...)

    lieben gruß
    lexxus
     
  8. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Axel,

    ich weiß es nicht genau, aber mein Bauchgefühl nachgebend, tippe ich auf die Borreliose bzw. dessen Nachwirkungen....

    Wie ist das eigentlich mit Deinen Schleimhäuten? Sind sie sehr trocken? Wurde schon mal ein Test mit den Augen durchgeführt, ob sie feucht genug sind?

    Ich gebe Dir hier mal diverse Links zur Info:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Borreliose

    http://www.medizinfo.de/waldundwiese/borreliose/start.htm

    http://www.netdoktor.de/krankheiten/fakta/borreliose.htm

    http://www.onmeda.de/krankheiten/borreliose.html

    http://www.zecken-borreliose.de/

    Zu Deiner Augenentzündung schau mal hier:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Uveitis

    Zitat:
    Rheumatische Erkrankung [Bearbeiten]

    Eine Regenbogenhautentzündung ist eine typische Begleiterkrankung entzündlicher Wirbelsäulenerkrankungen. Entzündungen von Gelenken (Arthritis), Sehnenscheiden (Tendovaginitis) und vor allem von Sehnenansätzen (Enthesiopathie) kommen sehr häufig vor. Typisch ist auch ein Fersenschmerz sowie eine Achillessehnenentzündung, für die es keine Erklärung z. B. durch eine Verletzung oder eine Überlastung oder Überanstrengung gibt.
    Die Regenbogenhautentzündung bei entzündlichen Wirbelsäulenerkrankungen ist akut, tritt plötzlich auf, geht mit einer starken Rötung des Auges, Schmerzen und einer sehr starken Sehminderung einher.

    http://www.rheuma-online.de/a-z/i/iritis.html

    http://www.augenarzt-lahr.de/iritis.html

    Gute Besserung
    Colana
     
  9. Axel_74

    Axel_74 Neues Mitglied

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    Kurze Antwort

    Hallo Lexxus, Hallo Colana,

    zunächst eine kurze Info zur Cortisonbehandlung. Ich habe das Mittel über knapp drei Wochen genommen und auch ein Ausschleichen betrieben. Die Besserung könnte indes davon gekommen sein, wobei ich nach einer Packung laut meinem Arzt erst einmal Schluss machen sollte.

    Bezüglich enas und einem Fluoreszenzmusters sind meines Wissens keine Untersuchungen durchgeführt worden. Herzlichen Dank für den Tipp. Ich werde diese Untersuchungen einmal vorantreiben.

    Hinsichtlich einer möglichen Borreliose als Auslöser bedanke ich mich für die Links Colana. Wie Du Dir vorstellen kannst, habe ich mich bereits recht intensiv mit dem Thema beschäftigt. Was mich skeptisch macht, ist dass ich nach dem Biss vor ca. 20 Jahren zunächst Jahre fast nichts merkte. Keine Rötung, Entfernen nach ca. 30 Min uten nach Eintreten und sofortige Gabe von Antibiotika. Wäre aber fast wünschenswert, dass es das ist, weil ich dann mal einen ersten Ansatzpunkt hätte.

    Was ich vergass zu schreiben:
    Ich habe noch zwei weitere interessante Symptome:
    Vor rund einem Jahr über einige Wochen hinweg ein Zittern des gesamten Oberkörpers in den frühen Nachtstunden - oft nicht länger als 10 Sekunden pro Nacht und - und dies ist ein signifikantes Thema: starke, juckende diffuse Schmerzen in den Weichteilen der rechten Hand. Quasi als Nachgang der nächtlichen Schmerzen von vor drei Jahren. Trat erstmals über einen Zeitraum von ca. 10 Wochen letztes Jahr auf. Ist gerade wiedergekommen. Juckender Schmerz, sehr intensiv bei Berührung, oft an den Fingern, aber einzelne, wechselnde Stellen - mal außen zweites Gelenk kleiner Finger, dann nächsten Tag zwischen Ring- und Mittelfinger....

    Auch hierzu gibt es keinen Befund. Neurologisch ist wohl getestet worden, was so zur Verfügung steht...

    Nun gut, dies als Ergänzung.
    Auch Euch gute Besserung und einen schönen Abend
    Axel
     
  10. rafael

    rafael Neues Mitglied

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    Hallo Axel und easy59,

    ich kann nur immer wieder den dringenden Tip geben sich auf
    Perniziöse (bösartige)-Anämie bzw. B12-Mangel untersuchen zu lassen.

    B12 Mangel zerstört die Nerven und kann somit zu den irrsinnigsten
    Symptom Kombinationen führen.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Pernizi%C3%B6se_An%C3%A4mie

    http://www.rheuma-online.de/phorum/showthread.php?p=260372#post260372

    Ich kann fast mit dir Wetten das du keinen vernünftigen B12 Test hast.
    Antibiotika, Steroide, Folsäure etc beeinflussen die Bluttests.

    Wenn ein Arzt dir Vitasprint (B12...) verschreibt und damit einen Erfolg erwartet, sollte er dich sinnvoller weise vorher auf B12 testen.
    (Vitasprint ist im zweifelsfall eh zu niedrig dosiert)
    Bevor ein Arzt ein Raynaud Syndrom diagnostiziert muss er erstmal konkrete Befunde wie B12-Mangel, Polyneuropathie, Schilddrüse... ausschließen.

    Ist bei dir Methylmalonsäure untersucht worden ?
    Kennst du deine Homocystein und B12 Werte ?
    Wenn ein Verdacht auf Borreliose bestand ist ein B12-Mangel
    durchaus im Bereich des möglichen.

    Alles Gute,
    Rafael
     
  11. Axel_74

    Axel_74 Neues Mitglied

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    B12

    Hallo Rafael,

    auch Dir herzlichen Dank für Deine Antwort. Sehr interessnat ist, dass ich gerade heute erstmals ein Mittel verschrieben bekommen habe, was den B12 Wert extrem nach oben treiben soll. Deine Vermutung über Teile meiner Symptome scheinen mithin durchaus schlüssig.

    Was in der Vergangenheit alles untersucht worden ist, kann ich leider erst sauber seit einem knappen Jahr sagen. Zuvor habe ich Ergebnisse oft hingenommen und auch nicht auf eine Aushändigung derselben gedrungen. Dies ist jetzt anders. Eigentlich hätte ich B12-Mangel wegen einer wirklich extrem hochwertigen und ausgeglichenen Ernährung ausgeschlossen. Ich bin daher umso gespannter zu sehen, was dieser Teil der Behandlung jetzt bringt. Ich halte Euch auf dem Laufenden und werde meine Erfahrungen (auch die aus der Vergangenheit) im Sinne aller hier in Zukunft im Forum einbringen.

    Besten Gruß und einen schönen Abend
    Axel
     
  12. rafael

    rafael Neues Mitglied

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    Hallo Axel,

    ein B12 Mangel ist außer bei Veganern unabhängig von deiner Ernährung.
    Er wird vererbt oder auch ausgelöst durch Magensäurehemmer, NO bei einer OP etc.
    Dein Magen kann dann kein B12 mehr produzieren.

    Falls du B12 nimmst ohne vorher zu testen ist es recht schwer später
    einen Mangel nachzuweisen.
    Falls du eine Perniziöse Anämie/ B12-Mangel hast musst du lebenslänglich B12 nehmen.

    Naklar wenn es jetzt sofort hilft ist es auch ein Beleg.
    Nur ohne Test wirst du dem vielleicht nicht dir richtige Bedeutung zumessen.

    Alles Gute
    Rafael
     
  13. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    will mich ja nicht einmischen, aber die gesamtheit der symptome, die axel beschreibt klingen nicht annähernd nach vit-b-12-mangel. ohne begründeten anlass wird auch kein arzt solche tests auf kk-kosten veranlassen, ergo man darf selbst zahlen. da axel schreibt, dass er bereits umfassend neurologisch untersucht wurde, gehe ich davon aus, dass auch dabei ansonsten etwas hätte festgestellt werden müssen, was ja offenbar nicht der fall ist.
    naja, nur so als hinweis.... ;)
     
  14. rafael

    rafael Neues Mitglied

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    Hallo lexxus,

    hab mal die Stellen von Alex zitiert die durchaus mit B12-Mangel assoziert werden können.

    Desweiteren warum dann 5 viel aufwendigerer Borreliose Tests ?
    Wenn diese Symptome auf die begrenztere Symptomatik einer Borreliose hinweisen sollten ist ein B12 Mangel allemal möglich.

    Neurologe und Test auf B12 Mangel - war 10 Jahre lang bei Neurologen keiner hat was festgestellt.

    Ich würde bei dem leisesten Verdacht auf eine Perniziöse(bösartige) Anämie
    einen Test machen.
    Der Grund ist ganz einfach:
    1. wenn der B12 Mangel die Hauptursache der Beschwerden ist gibt es sehr gute Heilungschancen wenn rechtzeitig getestet wurde.
    2. Sollte eine Perniziöse Anämie unentdeckt bleiben ist sie zwangsläufig tödlich.

    Ich habs leider selbst erfahren das man irgendwelche Syndrome diagnostiziert bekommt, vollgestopft wird mit teuren Medikamenten und die einfachsten test nicht durchgeführt werden!

    Sehr Merkwürdig ist das Axel von seinem Arzt ein "Mittel" bekommt um seinen B12 Wert extrem nach oben zu treiben.
    Logisch wäre das der Arzt vorher den Wert ermittelt hat und er so niedrig ist das sofort behandelt wird.

    Sorry lexxus ich bei dem Thema mehr und mehr hartnäckig.;)
    Wirklich - nicht alles ist auf B12 zurück zuführen, nur sollte es in solchen Fällen wie bei Alex und easy eine absolut selbstverständliche Ausschlussdiagnose sein.

    Schönen Abend noch in Deutschland,

    Rafael
     
  15. Lilly

    Lilly offline

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    hallo axel,

    und herzlich willkommen im forum :)

    ... einen versucht ist es wert! falls es sich tatsächlich um eine borreliose handelt, stehen die chancen gut.
    die therapie sollte aber lange genug durchgeführt werden (ca. 30 tage)

    da du aber schon in einem weiter geschrittenem stadium sein müsstest, könnte es auch möglich sein, dass sich eine autoimmunerkrankung daraus entwickelt hat....

    weiterlesen

    deine beschwerden würde in die krankheitsgruppe der seroneg. spondarthriden passen...

    wurde in deinem blut nach dem genetische marker HLA B27 gesucht?
     
    #15 28. Juni 2007
    Zuletzt bearbeitet: 29. Juni 2007
  16. Lilly

    Lilly offline

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    hallo rafael,

    axel beschreibt auch neuropathische schmerzen,- vit b12 hilft nachweislich dagegen....
     
  17. Colana

    Colana Musikus

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    Hallo Axel,

    habe mal gegoogelt, was Du eigentlich erhalten hast:

    Cefasel - Selenpräparat, Nahrungsmittelergänzung
    Selen - spricht für sich
    http://www.innovations-report.de/html/berichte/medizin_gesundheit/bericht-7329.html

    Vitasprint - Vit B12 - Aufbaukur

    Yxin - Augentropfen
    Tetracyclin - Antibiotikum

    L-Carnitin - hängt mit der Fettverbrennung zusammen, Nahrungsmittelergänzung
    http://www.dr-gumpert.de/html/l-carnitin.html

    Hydrastis - http://www.simillimum.net/hydrast.txt.htm
    Es sollte außerdem nicht länger als 2 Monaten eingenommen werden, da es die Vitamin B Produktion des Darms beeinflussen kann.( http://www.allwellness.de/goldensealinfo.html)

    Etwas merkwürdige Zusammenstellung, wenn Du mich fragst, aber ich bin nur Laie - ich gebe zu, dass ich im Augenblick die Segel streiche... vielleicht können hier die Spezialisten mehr sagen...

    Viele Grüße
    Colana
     
    #17 28. Juni 2007
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2007
  18. lexxus

    lexxus Neues Mitglied

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    ich merk das schon :D . wenn all unsere docs so hartnäckig wären, wie du, hätten wir rheumis es bedeutend leichter :).
     
  19. Inga

    Inga Neues Mitglied

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    Hallo,
    man kann von hier aus natürlich nicht viel sagen.Mir fällt dazu ein:
    Wurde die seltene Erkrankung Morbus Wegener, eine Form der Vaskulitis, ausgeschlossen?
    Diese Erkrankung kann über Jahre einen schleichenden Verlauf nehmen (ohne die ganz schlimmen Symptome, die die sie hervorrufen kann, nicht muß). Besonders im Anfangsstadium ist M. Wegener nicht immer in typischen Laborwerten zu erkennen, nachweisen läßt es sich durch eine Gewebeprobe. Es treten typischerweise immer wieder Probleme in Bereich HNO auf, die sich zeigen können mit Erkältungssymptomen und Heiserkeit, Ohrproblemen u.a.Hörsturz. Typisch ist auch das "rote Auge". Gelenkschmerzen und Brennen, Mißempfindungen a.d. Haut kommen vor...u.a.
    Hier die Beschreibung mit verschiedenen Symptomen eines Betroffenen
    http://www.mw-sott.de/MorbusWegener.htm
    Bei RO sind einige Betroffene, ich habe eine andere Erkrankung.
    Bist Du bei einem internistischen Rheumatologen?

    Viel Glück daß Du bald eine Diagnose bekommst und Dir gut geholfen werden kann.:)

    Liebe Grüße

    Inga
     
    #19 28. Juni 2007
    Zuletzt bearbeitet: 28. Juni 2007
  20. Witty

    Witty Neues Mitglied

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    Hallo Inga,
    in diese Richtung habe ich auch schon gedacht. Spontan fällt mir auch
    das Churg -Strauss-Syndrom dazu ein und natürlich Kollagenosen, wegen pos.
    Ana und Raynaud-Syndrom. Hier kann auch die Vasculitis mitbeteiligt sein.
    Ich würde Axel u. Ingrid empfehlen sich auch mal im Vasculitis-Forum
    zu informieren. Die Spezialisten für solche Erkrankungen sind in Bad
    Brahmstedt.
    Liebe Grüsse