Hallo,
ich habe mich neu bei euch angemeldet und würde euch gerne mal meine Geschichte erzählen und hoffe auf hilfreiche Erfahrungen. Auch würde ich mich sehr über den Austausch mit ähnlich jungen "Rheumis" freuen.
Ich bin Jahrgang '86. Seit 2006 habe ich Gelenksschmerzen (vorher auch schon Knieprobleme...). Erst tat mir grundlos immer häufiger der rechte Daumen weh... Orthopäde diagnostizierte Gelenksreizung... bin monatelang mit Orthese rum gelaufen. 2007 rechtes Knie Arthroskopie: Plicas und vielfache Entzündungsreaktionen. Ca 2008 tat auf einmal auch der linke Daumen weh, nach und nach kamen immer mehr Finger dazu, dann Ellenbogen, Hände, Kiefer, Hüfte, Zehen, Knie... Selten alles zusammen, aber immer wieder mal etwas... Bin nie so der Arzt-Geher gewesen, habe es halt so laufen lassen. Orthopäde sagte: Manche wären halt Wetterfühlig...
Herbst 2009 hatte ich die ersten kleinen Schübe - immer öfter tagelange Schmerzen, auch immer stärkere Schmerzen. Ich habe nie Schwellungen oder Rötungen oder auch sonst irgendwelche sichtbaren Veränderungen. November 2009 war ich dann bei einem orthopädischen Rheumathologen. Der schaute 10sec auf meine Hände und behauptete ich hätte auf keinen Fall Rheuma! Guckte sich dann zwar auch noch andere Gelenke an und ließ Blut beim Hausarzt untersuchen, aber da war alles in Ordnung - ich sei Gesund!
Durch die ständigen Schmerzen in den Fingern hatte ich oft feinmotorische Probleme. Im Sommer 2010 war ich deshalb beim Neurologen - Sie sind gesund!
Im Herbst 2010 bin ich zum internistischen Rheumatologen gegangen. Der hörte mir zum ersten Mal richtig zu und war schon nach dem ersten Gespräch der Meinung, dass es sehr wohl in Richtung Rheuma gehen könnte. Hier wurde auch erstmals wirkliche Diagnostik betrieben! Röntgen der Hände und Füße: unauffällig, Sono Sehnenansätze und Abdomen: unauffällig
Blut: Blutsenkung normal, ANAs: 3200, gamma-Globuline erhöht, sämtliche Organwerte, Schilddrüse... o.b.B. (Nebenbefund: Vit.-D-Mangel)
Der Arzt brachte auch meinen ständig entzündeten Mund und meine Sonnenallergie damit in Zusammenhang und diagnostizierte eine undif. Kollagenose. Anfangs mit Verdacht auf SLE, dies bestätigt sich zum Glück bis jetzt aber nicht.
Seit Dezember nehme ich jetzt Quensyl und seit Anfang Januar 2011 zusätzlich 5mg Prednisolon täglich. Seitdem ich Predni nehme geht es mir deutlich besser, habe kein Bedürfnis mehr nach Schmerzmittel.
Bei der letzten Blutuntersuchung kam nun raus, dass die ANAs garkeine ANAs sind, sondern AMAs! Eine Erklärung dafür gibt es bis jetzt noch nicht... Leberwerte sind aller in Ordnung. Hat das jemand schon mal erlebt? Seltsamerweise habe ich auch immer nur im Praxiseigenen Labor ANAs erhöht, im Fremdlabor werden keine gefunden. Vorher war auch noch nie der Verdacht auf AMAs geäußert worden...
Ich bin verwirrt und mein Arzt wirkte auch etwas verwirrt...
Seit zwei Tagen tut mir wieder mehr weh, obwohl das Corti 8 Wochen supi geholfen hat. Wie kann das sein?
Ich werde am Montag in der Praxis anrufen, um die neuesten Laborergebnisse abzufragen und werde da auch die vermehrten Schmerzen ansprechen...
Würde mich aber freuen, wenn hier jemand seine Erfahrungen mit mir teilen würde. Momentan komme ich mir eher nach " undef. Autoimmunerkrankung" als alles andere vor... und das finde ich sehr unbefriedigend! Wäre schön, wenn das Kind wenigstens einen Namen hätte!
Lieben Gruß und sorry für die Länge,
Sava
ich habe mich neu bei euch angemeldet und würde euch gerne mal meine Geschichte erzählen und hoffe auf hilfreiche Erfahrungen. Auch würde ich mich sehr über den Austausch mit ähnlich jungen "Rheumis" freuen.
Ich bin Jahrgang '86. Seit 2006 habe ich Gelenksschmerzen (vorher auch schon Knieprobleme...). Erst tat mir grundlos immer häufiger der rechte Daumen weh... Orthopäde diagnostizierte Gelenksreizung... bin monatelang mit Orthese rum gelaufen. 2007 rechtes Knie Arthroskopie: Plicas und vielfache Entzündungsreaktionen. Ca 2008 tat auf einmal auch der linke Daumen weh, nach und nach kamen immer mehr Finger dazu, dann Ellenbogen, Hände, Kiefer, Hüfte, Zehen, Knie... Selten alles zusammen, aber immer wieder mal etwas... Bin nie so der Arzt-Geher gewesen, habe es halt so laufen lassen. Orthopäde sagte: Manche wären halt Wetterfühlig...
Herbst 2009 hatte ich die ersten kleinen Schübe - immer öfter tagelange Schmerzen, auch immer stärkere Schmerzen. Ich habe nie Schwellungen oder Rötungen oder auch sonst irgendwelche sichtbaren Veränderungen. November 2009 war ich dann bei einem orthopädischen Rheumathologen. Der schaute 10sec auf meine Hände und behauptete ich hätte auf keinen Fall Rheuma! Guckte sich dann zwar auch noch andere Gelenke an und ließ Blut beim Hausarzt untersuchen, aber da war alles in Ordnung - ich sei Gesund!
Durch die ständigen Schmerzen in den Fingern hatte ich oft feinmotorische Probleme. Im Sommer 2010 war ich deshalb beim Neurologen - Sie sind gesund!
Im Herbst 2010 bin ich zum internistischen Rheumatologen gegangen. Der hörte mir zum ersten Mal richtig zu und war schon nach dem ersten Gespräch der Meinung, dass es sehr wohl in Richtung Rheuma gehen könnte. Hier wurde auch erstmals wirkliche Diagnostik betrieben! Röntgen der Hände und Füße: unauffällig, Sono Sehnenansätze und Abdomen: unauffällig
Blut: Blutsenkung normal, ANAs: 3200, gamma-Globuline erhöht, sämtliche Organwerte, Schilddrüse... o.b.B. (Nebenbefund: Vit.-D-Mangel)
Der Arzt brachte auch meinen ständig entzündeten Mund und meine Sonnenallergie damit in Zusammenhang und diagnostizierte eine undif. Kollagenose. Anfangs mit Verdacht auf SLE, dies bestätigt sich zum Glück bis jetzt aber nicht.
Seit Dezember nehme ich jetzt Quensyl und seit Anfang Januar 2011 zusätzlich 5mg Prednisolon täglich. Seitdem ich Predni nehme geht es mir deutlich besser, habe kein Bedürfnis mehr nach Schmerzmittel.
Bei der letzten Blutuntersuchung kam nun raus, dass die ANAs garkeine ANAs sind, sondern AMAs! Eine Erklärung dafür gibt es bis jetzt noch nicht... Leberwerte sind aller in Ordnung. Hat das jemand schon mal erlebt? Seltsamerweise habe ich auch immer nur im Praxiseigenen Labor ANAs erhöht, im Fremdlabor werden keine gefunden. Vorher war auch noch nie der Verdacht auf AMAs geäußert worden...
Ich bin verwirrt und mein Arzt wirkte auch etwas verwirrt...Seit zwei Tagen tut mir wieder mehr weh, obwohl das Corti 8 Wochen supi geholfen hat. Wie kann das sein?
Ich werde am Montag in der Praxis anrufen, um die neuesten Laborergebnisse abzufragen und werde da auch die vermehrten Schmerzen ansprechen...
Würde mich aber freuen, wenn hier jemand seine Erfahrungen mit mir teilen würde. Momentan komme ich mir eher nach " undef. Autoimmunerkrankung" als alles andere vor... und das finde ich sehr unbefriedigend! Wäre schön, wenn das Kind wenigstens einen Namen hätte!
Lieben Gruß und sorry für die Länge,
Sava
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