Lecram
Mitglied
Hallo alle miteinander!
Ich fange mal gleich mit meinem Problem an:
Seit drei Tagen kriege ich kaum noch meinen Mund geöffnet. Kiefergelenkentzündung!
(Hoffentlich ist es eine Arthritis und nicht schon eine aktivierte Arthrose, da ich seit einigen Monaten bei längeren Kau-Bewegungen wie eine Art Muskelkater verspürte und mein Mund manchmal nicht mehr so weit aufging.)
Hinzu kommt folgendes fatales Problem: ich " schreibe" mit einer Sprachsteuerung, da ich schon seit zwei Jahren durch Ellbogen und Sehnen Entzündungen nicht mehr selbst schreiben kann.
Jetzt kann ich aber kaum noch lange sprechen (den Text hier fabriziere ich nur unter Schmerzen) und somit bin ich kommunikativ ziemlich aufgeschmissen. Und eigentlich bin ich ein sehr kommunikativer Mensch, wodurch mir das nicht-sprechen sehr schwer fällt.
VIele soziale Kontakte hatten sich dank anderer rheumatischer Probleme größtenteils schon aufs Telefonieren beschränkt. Jetzt fällt selbst das flach. Morgen wollte ich mit Freunden essen gehen, doch das konnte ich erst einmal absagen. Ich könnte höchstens stumm in der Ecke sitzen und anderen bei der Nahrungsaufnahme zu sehen, während ich mich mit Babybrei und Suppe vergnügen kann.
Ich komme mir vor vor, als wäre ich im falschen Film.
Große Panik habe ich vor allem davor, dass es nicht wieder weggeht. Denn meine Erkrankung verläuft eigentlich nicht in Schüben. Meine Erfahrung ist die, dass wenn etwas erst einmal da ist, es nicht mehr so schnell vergeht - trotz etlicher Basistherapien (derzeit Humira+Arava; schon so gut wie alles andere probiert; ).
Ich bin schon mit dem Prednisolon von meinen ursprünglichen 5 mg auf 15 mg gegangen und reduziere gerade wieder in 2,5 mg schritten. Alles umsonst.
Aspirin und Volataren bringen auch nichts - bis auf erhöhte Leberwerte. Ich habe das Gefühl, sie wirken dort gar nicht.
Ich habe noch eine angefangene Packung Paracetamol Comp. (mit Codein).
Und nun meine Frage: das Ganze würde zwar ein Teil des Schmerz nehmen, jedoch nicht die Entzündung (also die Ursache) bekämpfen. Und auf der webSeite Kiefergelenkeskochbuch (an dieser Stelle Kompliment an die Macher, sehr informativ! ) stand etwas davon, dass man das Gelenk schonen sollte. Wenn ich doch aber weniger Schmerz spüre, belaste ich es doch mehr, als ich es eigentlich sollte, oder? Dann kann es doch gar nicht mehr weggehen?!
Außerdem ist bei mir auf dem einen oder anderen Röntgenbild anderer Regionen schon festgestellt worden, dass bei mir rheumabedingt relativ schnell die Knorpelschichten verschwinden. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was wäre, wenn ich eine degenerative Veränderung im Kiefergelenk hätte bzw. bekommen würde und was das bedeuten würde! Hat jemand damit Erfahrungen? bedeutet das dauerhafter Schmerzen beziehungsweise ständiges Essen von Brei und weicher Nahrung ? Ich hatte mit meinen 20 Jahren eigentlich noch vor, eine Weile feste Nahrung aufzunehmen.
Ich wäre jedenfalls für alle Tipps und Erfahrungen dankbar, da mit meinem Kiefergelenk nun eine der letzten Bastionen gefallen ist, die das Rheuma noch nicht erreicht hatte.
Nächste Woche habe ich einen Termin beim Rheumatologen, doch meine Erfahrungen belaufen sich darauf, dass dieser auch nichts machen kann/wird...
Viele Grüße
Marcel
Ich fange mal gleich mit meinem Problem an:
Seit drei Tagen kriege ich kaum noch meinen Mund geöffnet. Kiefergelenkentzündung!
(Hoffentlich ist es eine Arthritis und nicht schon eine aktivierte Arthrose, da ich seit einigen Monaten bei längeren Kau-Bewegungen wie eine Art Muskelkater verspürte und mein Mund manchmal nicht mehr so weit aufging.)
Hinzu kommt folgendes fatales Problem: ich " schreibe" mit einer Sprachsteuerung, da ich schon seit zwei Jahren durch Ellbogen und Sehnen Entzündungen nicht mehr selbst schreiben kann.
Jetzt kann ich aber kaum noch lange sprechen (den Text hier fabriziere ich nur unter Schmerzen) und somit bin ich kommunikativ ziemlich aufgeschmissen. Und eigentlich bin ich ein sehr kommunikativer Mensch, wodurch mir das nicht-sprechen sehr schwer fällt.
VIele soziale Kontakte hatten sich dank anderer rheumatischer Probleme größtenteils schon aufs Telefonieren beschränkt. Jetzt fällt selbst das flach. Morgen wollte ich mit Freunden essen gehen, doch das konnte ich erst einmal absagen. Ich könnte höchstens stumm in der Ecke sitzen und anderen bei der Nahrungsaufnahme zu sehen, während ich mich mit Babybrei und Suppe vergnügen kann.
Ich komme mir vor vor, als wäre ich im falschen Film.
Große Panik habe ich vor allem davor, dass es nicht wieder weggeht. Denn meine Erkrankung verläuft eigentlich nicht in Schüben. Meine Erfahrung ist die, dass wenn etwas erst einmal da ist, es nicht mehr so schnell vergeht - trotz etlicher Basistherapien (derzeit Humira+Arava; schon so gut wie alles andere probiert; ).
Ich bin schon mit dem Prednisolon von meinen ursprünglichen 5 mg auf 15 mg gegangen und reduziere gerade wieder in 2,5 mg schritten. Alles umsonst.
Aspirin und Volataren bringen auch nichts - bis auf erhöhte Leberwerte. Ich habe das Gefühl, sie wirken dort gar nicht.
Ich habe noch eine angefangene Packung Paracetamol Comp. (mit Codein).
Und nun meine Frage: das Ganze würde zwar ein Teil des Schmerz nehmen, jedoch nicht die Entzündung (also die Ursache) bekämpfen. Und auf der webSeite Kiefergelenkeskochbuch (an dieser Stelle Kompliment an die Macher, sehr informativ! ) stand etwas davon, dass man das Gelenk schonen sollte. Wenn ich doch aber weniger Schmerz spüre, belaste ich es doch mehr, als ich es eigentlich sollte, oder? Dann kann es doch gar nicht mehr weggehen?!
Außerdem ist bei mir auf dem einen oder anderen Röntgenbild anderer Regionen schon festgestellt worden, dass bei mir rheumabedingt relativ schnell die Knorpelschichten verschwinden. Ich möchte mir gar nicht vorstellen, was wäre, wenn ich eine degenerative Veränderung im Kiefergelenk hätte bzw. bekommen würde und was das bedeuten würde! Hat jemand damit Erfahrungen? bedeutet das dauerhafter Schmerzen beziehungsweise ständiges Essen von Brei und weicher Nahrung ? Ich hatte mit meinen 20 Jahren eigentlich noch vor, eine Weile feste Nahrung aufzunehmen.
Ich wäre jedenfalls für alle Tipps und Erfahrungen dankbar, da mit meinem Kiefergelenk nun eine der letzten Bastionen gefallen ist, die das Rheuma noch nicht erreicht hatte.
Nächste Woche habe ich einen Termin beim Rheumatologen, doch meine Erfahrungen belaufen sich darauf, dass dieser auch nichts machen kann/wird...
Viele Grüße
Marcel