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Umstieg von MTX auf Arava

Dieses Thema im Forum "Allgemeines und Begleiterkrankungen" wurde erstellt von Rollo, 26. März 2003.

  1. Rollo

    Rollo Guest

    Ein herzliches HALLO an alle Forumsteilnehmer! Ich lese die Beiträge hier schon lange, habe auch in vielen mich wiedererkannt bzw. von den Tipps
    profitiert. Deshalb will ich auch ´mal ein Problem loswerden.

    Ich bin 43 Jahre alt und habe 1991 die Diagnose cP erhalten. Weil meine
    Schmerzen jedoch hauptsächlich in den ISG, den Füßen und Händen sitzen, wurde die Diagnose 2002 auf "Spondylarthropathie mit axialem und
    peripherem Verlauf" geändert. Ich habe bis Ende Januar 2003 einmal 7,5 mg MTX/Woche als Spritze bekommen. Ferner nehme ich täglich 2,5 mg
    Cortison (Syntestan) und eine Celebrex 200. Seit Februar nehme statt MTX
    20 mg Arava pro Tag.

    Der Grund für diesen Umstieg war, dass ich als Folge von MTX (trotz dieser
    niedrigen Dosis) Parodontose bekommen habe. Die ist mittlerweile so weit
    fortgeschritten, dass vorne oben 4 Schneidezähne gezogen werden müssen. Das alleine bereitet mir schon schlaflose Nächte. Zusätzlich hat der Umstieg auf Arava (zumindest bis jetzt) meine Schmerzen wieder stärker werden lassen. Gibt es hier im Forum jemanden, der auch schon umgestiegen ist? Wie ist es gelaufen? Ist Arava besser verträglich als MTX?
     
  2. Chrissy22

    Chrissy22 Guest

    Hallo Rollo!

    Ich habe seit meiner Geburt Rheuma und habe sehr lange MTX genommen. Nachdem mir aber nach der Einnahme immer übel wurde, hat mein Rheumatologe mich auch auf Arava eingestellt. Leider habe ich das auch nicht vertragen und so bin ich jetzt bei Enbrel gelandet. Damit fahre ich sehr gut.

    Aber aus unserer Selbsthilfegruppe in FFM kenne ich jemanden, der mit Arava sehr gut zurecht kommt.

    Daher finde ich, dass man es nicht pauschal sagen kann, ob man es besser verträgt oder ob die Wirkung besser oder schlechter ist.


    Chrissy
     
  3. Holger

    Holger Guest

    Hallo Rollo,

    ich bin 39 Jahre alt und leide seit 8 Jahren an Psoriasis-Polyarthritis. Nach 6 Jahren AZULFIDINE (Sulfasalazin) habe ich 6 Monate lag MTX (10mg oral) genommen. Ich habe es abgesetzt, weil ich davon vollständig sexuell impotent wurde. (Die Impotenz ist nach dem Absetzen inerhalb von ca. 3 Monaten vollständig verschwunden.)

    Seit drei Monaten nehme ich jetzt ARAVA (Leflunomid) in der geringen Dosis von 10mg täglich. Meine Erfahrungen damit bisher:

    Wirkungseintritt (Abnahme von Beschwerden und Schmerzen) bereits nach ca. 3 Wochen.

    - Wirksamkeit im Vergleich mit MTX: geringere Wirkung, aber ausreichend (Ausnahme: starke Schmerzen in den Fingergelenken, die hoffentlich auch bald verschwinden)

    - Nebenwirkungen: Starke Müdigkeit, Probleme mit dem Blutdruck (Hochdruck bzw. Blutdruckschwankungen), Übelkeit einige Stunden nach Einnahme (ich nehme es vor dem Schlafengehen), Abnahme von Libido und sexueller Empfindungsfähigkeit, gelegentlich Kopfschmerzen, leicht gedämpftes (depressives?) Gefühl

    Gesamteindruck nach 11 Wochen Behandlung:
    Ich vertrage ARAVA besser als MTX, die Nebenwirkungen sind geringer und erträglicher, zur Wirkung auf meine Gelenke bin ich mir noch nicht so sicher.

    Dennoch würde ich lieber auf ein anderes Medikament wechseln. Besonders interessiert mich HUMIRA (Adalimumab), das im Laufe dieses Jahres in Deutschland zugelassen werden soll.

    Herzliche Grüße aus Berlin
    Holger

    P.S. Würde gern noch mehr Beitrge von Männern über Nebenwirkungen von MTX auf Sexualität und Erektionsfähigkeit lesen.
     
  4. Hallo Rollo,
    habe seit zwei Jahren CP und nehme 25 mg MTX, 5mg Kortison.
    Seit Sept.`02 zusätzlich 20 mg Arava und seit Okt.´02 geht es mir wesentlich besser. Die Müdigkeit und das Gefühl ständig krank zu sein
    sind vollkommen verschwunden, ich war sogar bis Jan.03 ohne schmerzen.
    Obwohl ich seit ein paar Wochen wieder starke schmerzen im re. Handgelenk habe möchte ich nicht mehr auf Arava verzichten, denn ich habe auch kaum Nebenwirkungen. Durch die Einnahme von Arava geht es mir so gut wie schon seit Jahren nicht mehr, und meine Blutwerte sind noch in Ordnung und bleiben hoffentlich auch so. Das einzige womit ich noch nicht so richtig umgehen kann sind die wiederkehrenden Schmerzen und das die Blutwerte mal Hoch und dann wieder sehr gut sind. Aber das gehört
    wohl zu unserer Krankheit dazu und so lange Erfahrung habe ich noch nicht.
    Viele Grüße
    aus dem Norden
     
  5. hallo Rollo,
    ich habe auch eine Spondylarthropathie. nach MTX ( hat nach 6 Monaten nicht mehr gewirkt) ging es mir mit Azulfidine eine Weile einigernaßen gut. Jetzt ist es auch nicht mehr wirklich gut (Schmerzen ISG und sehr quälend im Fuß, Trigeminusneuralgie und Sehenschmerzen langsam wird es unerträglich). Schreib doch bitte wie es Dir mit Arava geht, das würde mich besonders in Bezug auf die Spondylarthropathie interessieren. Alles Gute!

    [%sig%]
     
  6. Hofi

    Hofi Guest

    Hallo Rollo,

    habe Psor.arth und bin auch wegen sehr starker Nebenwirkungenvon MTX auf Arava umgestellt worden. Nach der MTX spritze (25 mg) war ich 3 Tage wie ausgenockt. Das Arava ist auf jeden Fall verträglicher. Allerdings bin ich mir bei der Wirksamkeit bei den Gelenken nicht so sicher.
    Da ich gelichzeitig noch weitere Medis nehme bin ich mir auch nicht sicher von welchen Medis( Viox, 5 mg Methylprednisolon, Transtecpflster) die vorhandenen Nebenwikungen kommen. Ich bin häufig sehr müde und unkonzentriert , Blutwerte schwanken, vorallem der cRP ,bin desöfteren nicht gut drauf - kanns nicht besser beschreiben)
    Ich denke baer auch, dass die Medis bei jedem anders wirken. Außerdem haben wir ja auch z.T. sehr unterschiedlichen Formen mit unterschiedlichem Verlauf.
    Ingesamt kann ich für mich sagen, dass es mir mit ARAVA besser geht.

    Alles Gute Hofi
     
  7. Hofi

    Hofi Guest

    Hallo Basi,

    du hast geschrieben du hast u.a. eine Trigeminusneuralgie. Das Problem habe ich leider auch. Weiß du, ob es im Zusammenhang mit dem Rheuma entstanden ist, also viel. zur gleichen Zeit? Bekommst du Medis dagegen?
    Kann es sein, dass diese Erkrankung nie richtig weggeht?Wie wirkt es sich bei dir aus , welche Probleme hast du.

    Danke Hofi
     
  8. monsti

    monsti Guest

    Hallo Hofi,

    hab zwar (im Moment wenigstens) keine Trigenimus-Neuralgie, aber seit Beginn des Rheumas häufiger Nervenprobleme in den Beinen. Teils hab ich leichte Lähmungen (vor allem Fußheberschwäche), teils sind bestimmte Areale unterhalb des Knies entsetzlich berührungsempfindlich. Ob dies eine Nebenwirkung der Medis ist oder aber typisch für Rheuma, weiß ich auch nicht. Der einzige Zusammenhang zwischen Rheuma und Nervenproblematik sehe ich bei den ersten 3 Fingern beider Hände (Daumen, Zeige- und Mittelfinger), die regelmäßig Theater machen, wenn meine Handgelenke entzündet sind.

    Eine Trigenimusneuralgie hab ich manchmal im Zusammenhang mit meiner chronisch rezidivierenden NNH-Vereiterung, einmal sehr stark nach einer entsprechenden OP und einmal nach dem Ziehen eines Weisheitszahns. Aber das ging immer nach einigen Wochen wieder weg.

    Liebe Grüße von
    Monsti
     
  9. Rollo

    Rollo Guest

    Hallo Basi!

    Arava hilft mir zur Zeit nicht so gut wie MTX. Zwar habe ich unter
    Arava auch nahezu beschwerdefreie Phasen, aber urplötzlich kommen
    dann einige Tage, an denen fast nichts mehr geht. Vor allem das Gehen
    fällt mir dann schwer, weil die Schmerzen vom Gesäß aus durch das ganze
    Bein ziehen. Unter MTX habe ich so starke und plötzliche Schwankungen nicht erlebt.

    Ich bin nächste Woche wieder in der Rheuma-Ambulanz in Heidelberg. Ich
    werde die Ärzte dort nach Ihren Erfahrungen bezüglich Arava bei Spondyl-
    arthropathie befragen. Vielleicht muss ich auch noch einige Zeit abwarten
    bis die Wirkung von Arava vollständig einsetzt. Wenn Du willst, berichte ich
    Dir von meinem Heidelberg-Besuch.

    Ich wünsche Dir ein angenehmes Wochenende!

    Rollo
     
  10. Matthias

    Matthias Guest

    Hallo Leute

    auch ich habe vor über einem Jahr von MTX auf Arava umgestellt, da ich MTX wg. Leberwerten nicht mehr vertragen habe. Ich habe eine Psoriasisarthritis.

    ++ Die Blutwerte sowohl CRP als auch BSG als auch Leberwerte sind super
    ++ Ich kann mich meistens ohne Einschränkungen bewegen, im Winter war ich sogar ganz vorsichtig Skifahren

    -- Die Haut ist bei weitem nicht so gut wie die Gelenke, da scheint das Arava nicht so gut zu wirken.
    -- Die Schwankungen der Gelenksbeschwerden sind etwas größer als bei MTX, ich habe manche Tage wo die Füße oder die Illeu-Sacral Gelenke doch ziemlich zwacken.
    -- In letzter Zeit bin ich oft sehr müde, obwohl ich ausreichend geschlafen habe und habe etwas Kopfweh und Schwindel. Dies wird beim Arava als häufige (1-10%) Nebenwirkung beschrieben
    -- Das Arava wird bei mir von der KK nicht bezahlt, da es bisher nur für cP offiziell zugelassen ist.

    [%sig%]
     
  11. Hofi

    Hofi Guest

    Hallo Matthias,

    du schreibst, dass das Arava nicht von der KK bezahlt wird, weil es bisher offiziell nicht für die Psorart. zugelassen worden ist.
    Bist du sicher, dass das sich nicht schon geändert hat.
    Ich habe nämlich auch Psorart. und ich bekommen Arava. Mein Doc hat nichts weiter dazu gesagt. Viel. hat er auch einen gesinderten Antrag gestellt. ( weiß ich aber nicht).
    Bezahlst du das denn alleine? Ist doch sicher sehr teuer oder?
    Ich bin auch immer sehr müde. Kann aber auch von den anderen Medis kommen. Ich empfinde es genau wie du, dass Arava für die Gelenke nicht so gleichbleibend gut ist. Bei mir sind auch große Schwankungen. Die Psorias war unter MTX bei auch viel besser. Das hat mir der Doc aber gleich gesagt. Das schien er aus der Erfahrung heraus gewußt haben.

    Hofi
     
  12. Hallo Hofi,
    die Trigeminusneuralgie habe ich seit Jahren immer wieder. Sie trat gleichzeitig mit dem Rheuma auf. Ich habe eine Spondylarthropathie und fraglich eine Kollagenose . Es gibt offenbar viele Rheumis, die zusätzliche eine Trigeminusneuralgie haben. Unter MTX war sie weg, unter Azulfidine ist sie gelegentlich in leichter Form da (nie mehr so schlimm wie ohne die Medikamente), unter Cortison allein war sie unverändert stark vorhanden. Jetzt war Sie ein ganzes Jahr komplett verschwunden. ich denke ganz weg geht’s nicht mehr. :-((
    schmerzfreie Tage wünscht
    Basi