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Umfrage: Welche Nebenwirkungen haben Eure Docs besonders angesprochen?

Dieses Thema im Forum "Klassische langwirksame Antirheumatika" wurde erstellt von auriga, 12. September 2012.

  1. auriga

    auriga Neues Mitglied

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    Hallo zusammen,

    ich möchte hier nicht Angst- und Schreckensnachrichten sammeln, mich würde aber mal interessieren, welche Nebenwirkungen Eure Docs bei der Verordnung eines Medis (auch Biologika, müsste ich ja im Prinzip "nebenan" auch posten) wirklich besonders angesprochen haben.

    Ein Doc hat bei mir z. B. ausdrücklich die - relative - Gefahr angesprochen, dass Cyclosporin das Hautkrebsrisiko erhöhe. Das fand ich dahingehend interessant, dass der Beipackzettel "unserer" Medis ja viele nicht gerade leichte mögliche Nebenwirkungen aufzeigt, aber er gerade das für ansprechenswert befand.

    Dass man bei Arava z. B. ausdrücklich auf Lakritzkonsum verzichten sollte, hat man mir aber nicht gesagt (und ich liebe Lakritz!), was ich nun wieder persönlich nicht uninteressant fand.

    Und nochmal, es geht mir nicht um Panikmache, was alles sein kann - das wissen wir selber als mündige Patienten, die ihre Medis zumindest vorher mal per Beipackzettel genauer anschauen - aber mich interessiert, wie unterschiedlich die Ärzte ggf. Nebenwirkungen (nicht zuletzt aus eigenem ERleben in der Praxis) bewerten.

    Jetzt bin ich mal gespannt, was Ihr schreibt.
     
  2. Julia123

    Julia123 rheumatic pixie

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    Hallo,
    mein Rheumadoc hat im Hinblick auf Nebenwirkungen besonders auf Blutbildveränderungen hingewiesen und mir mehrmals eingeschärft, regelmäßige Kontollen beim Hausarzt machen zu lassen .....

    LG
    Julia123
     
  3. auriga

    auriga Neues Mitglied

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    Julia, bei welchem Medi denn (wobei das ja eigentlich für alle gilt...) ?
     
  4. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Hallo auriga,
    meine Ärztin zählt mir keine Nebenwirkungen der Medis auf, da diese ja bei allen Patienten verschieden sind, weist mich aber darauf hin, dass ich regelmäßig das Blut kontrollieren lassen muss, besonders Leber- und Nierenwerte. Wenn diese kippen, muss man die Medikation neu überdenken.

    Lass dich von den angeführten Nebenwirkungen nicht durcheinanderbringen, das sind nur Beispiele, wie manche Leute reagiert haben. Ich habe schon gut verträgliche Medis gar nicht vertragen und haben auch nichts geholfen, und andere Medis, bei denen die User hier von den ärgsten Nebenwirkungen erzählen, vertrage ich blendend.

    Ich hab das Gefühl, du bist sehr verunsichert. Aber vielleicht sagen die Ärzte oft nichts, eben damit sie ihre Patienten nicht verunsichern. :o
     
  5. Julia123

    Julia123 rheumatic pixie

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    ..... das hat er im Bezug auf alle Medikament, die ich bisher genommen habe gesagt ..... ansonsten sehe ich es wie Nachtigall. Man sollte sich wegen möglicher Nebenwirkungen nicht verrückt machen, denn erstens kommt es anders und zweitens als man glaubt ;):D;)

    Und der Beipack ist eigentlich ja auch die rechliche Absicherung der Arzneimittelhersteller gegenüber Ärzten und Patienten. Wenn etwas auch nur bei einem einzigen Probanten vorgefallen ist, dann muss es im Beipack vermerkt werden.

    LG
    Julia123
     
  6. auriga

    auriga Neues Mitglied

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    Ich danke Euch für die Antwort!

    Nein nein, grundsätzlich bin ich nicht verunsichert (höchstens, welches Medi ich jetzt nehmen soll, mein Doc gab mir die freie Wahl, was ich schon ungewöhnlich finde, da ich gelesen hatte, dass sie aufeinander aufbauen in ihrer Eskalation und sogar die Kassen auf die Einhaltung einer Reihenfolge bestehen). Das das alles keine Hustenbonbons sind, ist uns allen klar ;), interessant fand ich nur, dass verschiedene Ärzte (also zwei bei mir) Medikamente so unterschiedlich darstellen im Hinblick auf die Nebenwirkungen. Natürlich sind die bei jedem anders :vb_redface: .

    Verunsichernd finde ich eigentlich eher, wenn man die Beipackzettel liest und die Ärzte auf einige Dinge eben nicht hingewiesen haben ;).

    Mir ging es hier auch wirklich um einen Eindruck, ob auch andere Ärzte bestimmte Dinge in den Vordergrund stellen. :D

    Danke Euch nochmal :o .
     
  7. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    @auriga
    Ich möchte mich teils den Vorrednerinnen anschließen - die Nebenwirkungen sind mehr oder weniger unberechenbar, da individuell verschieden.
    Auf häufige und typische Probleme sollte m. E. dennoch hingewiesen werden.

    Juristisch ist das Ganze eine völlig andere Kiste.....aber das ist ein sehr spezielles Thema :rolleyes:

    Nenn mir einen Arzt, der auf ALLE potenziellen Nebenwirkungen hingewiesen hat - und sage mir, wie lange seine Praxis danach noch existiert hat! Denn ganz im Ernst: eine derartig umfassende Aufklärung ist eine Utopie
    Aus meiner Sicht ist es viel wichtiger, auf "Knackpunkte" hinzuweisen :vb_cool:

    (Beispiele: Verhalten bei Problemen, Übelkeit - manchmal vorübergehend - bei Aza./MTX und Co., Haut- und Schleimhautreaktionen, warum und wie oft Blutentnahmen wichtig? etc.)

    Grüße, Frau Meier
     
  8. auriga

    auriga Neues Mitglied

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    Hm, wie lösche ich diesen Thread *lol*? Nein, natürlich nicht ernst gemeint.

    Ich sage ja, ich fand es so ungewöhnlich, dass explizit auf das Hautkrebsrisiko hingewiesen wurde. Denn erhöhte Sonnenempfindlichkeit gibt es doch meiner Erinnerung nach bei MTX (und sicher anderen Medis) auch.

    Ich glaube auch, dass es sehr unterschiedliche Empfehlungen für die Bluttests gibt zur Kontrolle. Manche machen das anfangs zweiwöchig, andere Ärzte sehen das entspannter.
     
  9. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Bei den Abständen der Blutkontrollen kommt es auf das jeweilige Medikament an und wie man darauf reagiert. Ich musste, als ich mit dem MTX anfing, erst alle 2 Wochen, dann alle 4, dann 6 Wochen, inzwischen alle 2 Monate zur Kontrolle. Da die Werte immer OK waren, muss man nicht mehr gar so oft kontrollieren.
     
  10. Frau Meier

    Frau Meier Guest

    Das liegt daran, dass es nach neueren Erkenntnissen bei Aza. mutmaßlich größer ist als bei anderen Substanzen.
    Ich finde es richtig, darauf hinzuweisen.


    Die Empfehlungen zur Blutentnahmehäufigkeit sind in den von der DGRh veröffentlichten "Aufklärungsbögen" konkret formuliert ;)


    Grüße, Frau Meier
     
  11. auriga

    auriga Neues Mitglied

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    Ich hab es ja schon in meinem anderen Thread geschrieben - ich bin echt hin und weg, was hier so gewußt wird *beeindrucktsei*.

    Ich habe gerade Montag mit meiner Hautärztin gesprochen, die nach einer aktuellen Fortbildung meinte, es wäre wohl eben nicht erhöhtes Risiko, (die setzen Cyclosporin ja bei Psoriasis ein), wenn die Haut vorher nicht groß UV-technisch behandelt worden sei.

    Aber lieber Vorsicht als nachher den Schaden. Klar.

    Die Aufklärungsbögen muss ich später mal googeln :).
     
  12. Frau Meier

    Frau Meier Guest

  13. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    ... naja, wir machen das ja auch schon jahrelang mit (einige User jahrzehntelang), da lernt man viel. Und hier im Forum ist es eben deshalb so super und lehrreich, weil jeder was anderes weiß und erfahren hat und wir uns gegenseitig austauschen. Und es gibt auch nebenbei die vielen tollen Links, wo man was nachschauen kann. IUnd so manche sind dazu noch vom Fach, also im medizinischen Bereich tätig. Da kann ja nur Gutes rauskommen....;)
     
  14. auriga

    auriga Neues Mitglied

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    Ja, es hat schon ein wenig was von virtuell betreutem Wohnen :D - und ich finde es einfach toll!

    Mein einer Doc war letztens schon total irirtiert, als ich einleitend meinte, Medikament xy sei ja altbewährt und werde seit soundso da angewandt und wäre auch dafür zugelassen (weiß ich aus diesem Forum :p )- er googelte erstmal selber, weil er zugab, das nicht zu wissen und musste mir dann Recht geben *grins*. Wobei ich natürlich weiß, dass kleine Klug*cheißer bei Ärzten und generell nicht soooo beliebt sind :p. Aber das Forum ist toll, weil man nicht nur DAU ist, sondern so viel mitnehmen (und irgendwann mit mehr Wissen auch geben) kann.......

    @ Frau Meier: genau das meine ich - vielen Dank für den Link, wird gleich geschaut, wenn der Junior heute abend in der Kiste liegt. So mal was tippen geht, aber richtig durchschauen dann doch nicht ;).
     
  15. Nachtigall

    Nachtigall Aktives Mitglied

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    Ja, da gibt es natürlich Ärzte, die sich auf den Schlips getreten fühlen und pampig werden, wenn man selber denkt und was weiß. Es kommt natürlich immer drauf an, wie man es rüberbringt. Klugscheißerei und ganz normales Wissen bzw. Erfahrungswerte sind da auch 2 Paar Stiefel. Ich finde es gut, wie dein Arzt reagiert hat.
    Meine Rheumaärztin ist da ganz offen, und ich spreche mit ihr über alle Tipps, die mir gegeben werden, was sie davon hält. Oft hat sie aber schon gesagt, dies oder das sei für mein Krankheitsbild ungeeignet. Aber fragen tu ich sie schon. Das Einzige, was sie nicht verträgt, ist Widerspruch. Da kann sie sehr pampig werden, aber dafür ist sie bekannt. :o :D