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Ulrich Schaffer

Dieses Thema im Forum "Kaffeeklatsch" wurde erstellt von Mni, 1. Januar 2007.

  1. Mni

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    zum 1.Januar

    Kein Tag im Jahr hat den Charakter des 1.Januar.
    Alles ist offen, die Möglichkeiten sind da.
    Und kaum sind sie da, beginnen sie sich schon wieder zu schließen.
    Gerade hast du daran gedacht, was du dir dieses Jahr wünscht, und schon kommt die Hoffnungslosigkeit,
    die dir den Weg zur Erfüllung deiner Wünsche versperrt.
    Woher kommt die Hoffnungslosigkeit?
    Gibst du ihr ganz still und heimlich Nahrung?
    Von Ulrich Schaffer
     
  2. Mni

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    zum 2.Januar

    Es ist wichtig, die Tage loszulassen, die hinter uns liegen, und uns wieder dem Alltagsleben zu widmen.
    Weihnachten ist eine wichtige Zeit, besonders wenn man Kinder hat, aber diese hohe Zeit kann nicht festgehalten werden.
    Irgendwann muss der Weihnachtsbaum geplündert und die Advents- und Weihnachtsdekorationen wieder für elf Monate weggeräumt werden.
    Das Leben wird wieder “normal”.
    Wir müssen etwas loslassen, um die Hände frei zu haben für etwas Neues.
    Jeder Tag ist vom vorhergehenden durch die Dunkelheit der Nacht getrennt.
    Wir lassen das Vergangene los und konzentrieren unsere Energie auf das,
    was auf uns zukommt.

    aus:Ulrich Schaffer, Ein Adventskalender (1.Dezember - 6.Januar)
     
    #2 2. Januar 2007
    Zuletzt bearbeitet: 4. Januar 2007
  3. Mni

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    zum 3.Januar

    Ein neues Jahr liegt vor dir.
    Du kannst viel für deine Entwicklung tun.
    Die Welt mag dir sagen, dass du deine Grenzen erreicht hast, aber es ist nicht so.
    Unserer inneren Entwicklung sind keine Grenzen gesetzt.
    Dieser Gedanke allein ist ungeheuer.
    In ihm ist viel Raum.
    Wenn der Gedanke in dir Gestalt gewinnen soll, musst du ihm nachgehen.
    Wenn deine ganze Zeit draufgeht mit äußeren Dingen, hast du keine Zeit für deine innere Entwicklung.
    Sie geschieht nicht von selbst.
     
  4. Mni

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    4.Januar

    Wir sind augerüstet, in dieser Welt zu leben.
    Wenden wir das an, was wir mir bekommen haben, setzen wir es ein.
    Muten wir es uns zu.
    Die Herausforderung ist nicht zu groß.

    aus: Ulrich Schaffer, In der Dichte des Lebens,
    Begleitbuch für alle Tage des Lebens
     
  5. Mni

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    5.Januar

    Kann es sein, dass wir nicht wissen, was wir wollen, weil wir unsere Wünsche auf dem Altar des Liebseins opfern?
    Wir wollen durch unser Liebsein angenommen sein, wollen gemocht, geschätzt, geliebt werden.
    Wir wagen uns nicht zu wissen, was wir wollen, weil das in Konflikt kommen könnte mit dem, was die anderen von uns wollen.
    Aber lieben wir uns dabei noch?

    aus: s.4.Jan.
     
  6. Mni

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    6.Januar

    Vielleicht ist es notwendig,einen Vorrat an Stille in uns anzulegen.
    In den Nächten, in denen du wachliegst, an langen Abenden, die du alleine verbringst, bei Spaziergängen über Felder und durch leere Wälder, da lässt sich dieser Stillevorrat anlegen.
    Er hüllt uns in eine Sicherheit, weil Stille auch Kraft ist.
    Wir werden uns dann nicht mehr so schnell in Hektik verlieren.
    In der Stille spüren wir uns selbst deutlicher.

    aus: In der Dichte des Lebens
     
  7. SchirmerElke

    SchirmerElke Stehaufmännchen

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    Guten Morgen Mni.

    Ich liebe Ulrich Schaffer schon seit Jahren.

    Hat mir schon des öfteren aus einer mießen Stimmung geholfen.

    Schönes Wochenende und

    LG schirmchen
     
  8. Mni

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    hallo elke,

    ich lese ab und an was, und dachte, könnte auch das eine oder ander hier reinschreiben, wenn ich grade zeit dazu habe....
    bin seit über 25 jahren leser und habe ihn schon oft persönlich getroffen.....

    grüße an alle von mni
     
  9. Mni

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    8.Januar

    aus:Ulrich Schaffer, In der Dichte des Lebens

    Sag explodierende Worte, singe grenzenlose Lieder, denke Gedanken, die die Verkrustungen zersetzen, erschüttere mit deinen Augen und beuge dich nicht unter der Peitsche der Frömmler.
    Komm, bau ein Haus ohne Dach, höre auf die stillen Stimmen, schweig, wenn man zudeckende Worte von dir erwartet, glaub Kindern, sieh den einzelnen, beachte das Kleine, verschließe deine Tür nicht.
    Wenn du erfüllt gelebt hast, wird der Tod eine Erfüllung sein.
    Wenn du leer gelebt hast, wird der Tod die letzte beängstigende Leere sein.
     
  10. Mni

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    9. Januar

    aus: s.o.

    Auch wenn wir als Menschen in der Mitte stehen, und zunächst nichts weiter haben als uns selbst, so müssen wir doch einen Punkt erreichen, wo wir begreifen, dass etwas über uns hinausgeht, und dass wir ein transzendentes Ziel haben, auf das wir bezogen sind.
    Vielleicht werden wir diesen Punkt nie erfassen oder benennen können.
    Das ist nicht so wichtig.
    Wichtig ist nur, dass wir uns selbst in einem grösseren Kontext sehen.
    Erst dann sehen wir uns so, wie wir sind.
    Erst dann nehmen wir uns ernst.
    Erst dann sind wir nicht nur Materie.
     
  11. Mni

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    10.Januar

    Was wir glauben

    In deiner und meiner Entscheidung
    entsteht die Welt zu dem,
    was wir glauben.
    Wenn du den Wolf erwartest,
    steht er an deiner Tür.
    Wenn du den Hass nicht verstehst,
    breitet er sich aus.
    Wenn du Regeln übernimmst,
    die du nie gespürt hast,
    dann werden sie dich regieren
    wie eine fremde Macht.

    aus: In der Dichte des Lebens
     
  12. Mni

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    11. Januar

    Das Kapitel ist abgeschlossen. Auch wenn du es immer wieder hervorholst, es ist abgeschlossen! Es wird noch weiter in dein Leben reichen, wie alle Dinge, die uns wiederfahren sind.
    Und doch ist es abgeschlossen. Darin liegt sein Segen und sein Angebot. Gerade weil das Kapitel beendet ist, und nur deshalb.
    Und dazu musst du das loslassen, was du ohnehin nicht festhalten kannst, nur deshalb steht nichts weiter als die Überschrift des nächsten Kapitels auf der weißen Seite.
    Das, was du jetzt eröffnest, ist etwas Neues.
    Es trägt das heutige Datum.
    Es ist weich wie Ton auf der Scheibe.
    Fängst du an zu schreiben?

    aus: s.o.
     
  13. Mni

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    12. Januar aus: s.o.

    Erst bist du, ehe du etwas bist.
    Vergiß nicht, das du erst bist und dann erst entscheidest, wer, was und wie du bist.
    Zu schnell denken wir daran, was wir sind, oder sogar, was wir sein sollen oder meinen, sein zu sollen.
    Dabei vergessen wir zu feiern, dass wir sind.
    Dass es dich und mich gibt, das ist zunächst das Wunder.
     
  14. Mni

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    13. Januar, aus s.o.

    Erlaube dir, auch mal zwischen Gefühlen zu stehen.
    Das eine Gefühl zieht gerade aus, das andere ist noch nicht ganz eingezogen.
    Du kannst die Klarheit, die du von dir verlangst, noch nicht leisten.
    Diese Unklarheit gehört heute zu dir.
    Sei gerade darum gut zu dir und erwarte nicht etwas von dir, was du noch nicht kannst.
     
  15. Mni

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    14.Januar aus s.o.

    Es ist gut, dass manche unserer Ambitionen vergänglich sind.
    Was ich einmal wollte, will ich heute nicht mehr, und das ist gut.
    Es war auch gut, es damals zu wollen.
    Dass ich es damals nicht getan und nicht erreicht habe, ist Ausdruck einer tiefinneren Weisheit.
    Trotz aller Bewußtwerdung hoffe ich immer wieder auf diese innere Weisheit in mir, die manchmal am besten weiß, was zu tun ist.
     
  16. Mni

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    15.Januar

    Manchmal haben wir nichts anderes zu verschenken als unsere Not.
    Das kann unser größter Reichtum sein, weil wir so unsere Verwundbarkeit eingestehen.




    (sehr treffend- ich setz das heute schon rein, weil ich zwei Tage ins krankenhaus muss-nichts schlimmes- und ab 17. hoffentlich wieder täglich aktuell schreiben kann..)
     
  17. Mni

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    16.Januar aus:In der Dichte des Lebens

    Treibst du dich selbst in die Enge mit Versprechungen, die du dir gibst?
    Gibst du sie dir, weil du meinst, die anderen erwarten sie von dir?
    Wehre dich gegen diese Festlegung, auch wenn sie von dir selbst ausgeht.


    (oups- war das eben eine festlegung von wegen bin am mittwoch wieder zuhause??????...hab nicht vorausgelesen.-ehrlich)
     
  18. Mni

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    17.Januar aus s.o.

    Oft sind die besten Fragen die, die keine Antworten suchen, sondern nur neue Fragen auslösen.
    Es ist die Art, wie wir fragen, die uns auf den Weg schickt, mehr als die Antworten.
    Antworten verschließen vieles, was eigentlich noch offen bleiben sollte, weil es erst der Anfang einer Sache ist. Es ist darum gut, den meisten Antworten zu misstrauen.
    Oft haben die, die viele Antworten haben, Angst vor dem Offenen, das auch zum Leben dazugehört.
     
  19. Mni

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    18.Januar

    Wachsen

    Wachsen
    in die Entschiedenheit freiwilliger Zuwendung,
    in die Eindeutigkeit klarer Rede,
    in die Direktheit des Auges in Auge,
    in die Entschlossenheit, zu sich zu stehen,
    in die Freiheit des Werdens,
    in die Unsicherheit des Suchens,

    und die Rolle des Gezwungenen und Gefangenen,
    des Abgekommenen und Fertigen,
    des Vielbeschäftigten und Überbelasteten
    loslassen,

    um auf dem Weg der Reife weiterzukommen.

    aus: In der Dichte des Lebens, Ulrich Schaffer
     
  20. Mni

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    19.Januar

    Das einzige, was du wirklich hast, ist diese Stunde.
    Diese Minute.
    Und was du jetzt entscheidest, wird alles bestimmen.
    Nie war es wichtiger, aus dem Schatten zu treten, als jetzt.
    Dies ist deine Chance.
    Jetzt will sich das Leben von einer Seite zeigen, die du noch nie gesehen hast.

    aus:s.o.